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Teamplay #112: Das spielt die Redaktion

Von gesamte Redaktion am 01.05.2022

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay

Wir entschuldigen uns dieses Mal vorab: Niemand spielt den Feuerwehr-Simulator.

Nico:

Da die Xbox gerade anderweitig besetzt ist, habe ich in letzter Zeit vermehrt auf die Switch und den PC zurückgegriffen. Da wäre zum einen Super Mario Maker 2 - plötzlich bekam ich nämlich wieder Lust, einige spannende Ideen beim Levelbau auszuprobieren. Die Level werde ich demnächst sicher noch hochladen und bei uns im Forum verlinken, wer also ein bisschen 2D-Platformer-Action möchte, kann sich die Stages gerne anschauen. Die Switch wurde in letzter Zeit generell von Mario dominiert, nebenbei habe ich nämlich noch Paper Mario: The Origami King beendet. Hier war ich bereits im letzten Gebiet vor dem Schloss und legte dann eine längere Pause ein. Insgesamt gefiel mir das extrem leichte Spiel doch sehr gut, vor allem die erste Hälfte war gespickt mit kreativen Einfällen, lustigen Szenen und liebevollen Details. Nur die Begleiterin Olivia hat durchgehend ziemlich genervt, aber das hat bei Nintendo ja schon Tradition.

Am PC habe ich dann endlich mal Portal Reloaded ausprobiert. Das ist kein Remake des Logik-Klassikers, sondern eine spielgewordene Mod von Portal 2. Das Spiel trägt seinen Untertitel "Thinking in four dimensions" nicht zu unrecht, denn hier gibt es neben den beiden bekannten Portalen in blau und orange noch ein drittes Portal in grün, das die Gegenwart und die Zukunft miteinander verbindet. Zu Beginn des Spiels hat dieses Portal noch stets einen festen Platz in den Räumen, um das Konzept der vier Dimensionen langsam an den Spieler heranzutragen. Alles, was wir in der Gegenwart tun, passiert auch zwanzig Jahre in der Zukunft - aber wenn wir eine Kiste in der Zukunft bewegen oder dort ein Portal setzen, geschieht das natürlich nicht in der Gegenwart. Mit diesem Konzept lässt sich bereits in der ersten Spielstunde erahnen, dass da noch einige richtig knifflige Rätsel auf mich warten. Vor allem dann, wenn meine Portal Gun tatsächlich drei Portale verschießen und ich überall die Zeiten wechseln kann. Das Spiel ist völlig kostenlos und setzt den Besitz von Portal 2 voraus; insgesamt bietet es 25 Räume, die durch eine kleine Story miteinander verbunden sind.

Jerry:

Ich hab viel zu lange gebraucht, um Nico's Witz mit der Feuerwehr-Simulation zu kapieren... -_- Das liegt womöglich daran, dass es in den zuletzt von mir gespielten Games nicht viel zu kapieren gab. Ich bin also schlicht aus der Übung. Vergangenen Freitag waren Gäste zu besuch und nach ein paar Minuten FIFA auf der PS5, wünschte sich eine Freundin ein wenig mit der guten alten Wii zocken zu dürfen. Aus dem einfachen Wunsch wurden gut zwei Stunden mit Wii Sports und Wii Play: Bowling, Tennis und Kuhrennen - spaßige, aber auch ziemlich seichte Konsolenkost. Solo war ich vor allem in Piccolo Studios Arise: A Simple Story unterwegs. Auch da gab es nicht viel zu kapieren. Der Hauptprotagonist des Jump-'n'-runs ist stumm, und so ist es wenig verwunderlich, dass Arise auf eine emotionale, aber einfache Story setzt. Das Spiel bewegt sich atmosphärisch auf dem Niveau von Titeln wie Journey oder Abzu, bietet dazu aber klassisches Platformer-Gameplay und eine relativ innovative Mechanik zur Manipulation der Zeit. Mehr dazu könnt ihr in unserem Test lesen. Ich hatte definitiv Spaß mit Arise, doch ich muss zugeben, ich sehne mich jetzt nach einem etwas komplexeren Spiel mit besserer Story.

Robert:

Immer auf der Suche nach dem nächsten großen Koop-Abenteuer, habe ich mit einem Freund Operation Tango ausprobiert, das bereits 2020 auf den Markt kam und zwei Spieler in die Rollen von verbündeten Geheimagenten schlüpfen lässt. Einer ist in der Rolles des Feldagenten vor Ort unterwegs, wo er mit Menschen und Objekten interagiert, während der zweite als Operator von der Basis aus Systeme hackt, Türen öffnet, sichere Wege findet und den Feldagenten mit Informationen versorgt. Die Spieler dürfen den Bildschirm des anderen nicht sehen, sollten sich aber unbedingt per Voice Chat unterhalten können, um gemeinsam die Missionen schaffen zu können, die durchgehend das Zusammenspiel beider Agenten erfordern. Viele der kleinen Aufgaben, aus denen jede Mission besteht, benötigen den schnellen Austausch von Informationen auf die in der Regel nur einer der beiden Agenten Zugriff hat, was dazu führt, dass beide Rollen gleichwertig sind und nicht einer zum bloßen Handlanger degradiert wird. 

Dass die Gespräche, die ihr dabei mit euren Freunden führt, aufgrund des Zeitdrucks der immer komplexer werdenden Aufgaben, schnell sehr lebhaft werden, liegt in der Natur des Spiels und sorgt zumindest bei uns für viel Spaß. Regelmäßig erwischt man sich dabei, wie man dem Mitspieler panisch Farbkombinationen, Richtungen oder Zahlenreihen zu”brüllt”, der es umgekehrt nicht besser macht und ist dann umso erstaunter, wenn die Aufgabe in letzter Sekunde tatsächlich erfolgreich abgeschlossen wird. Natürlich ist das nicht immer der Fall und nicht selten endet alles im heillosen Chaos. Der gemütliche Stil des Spiels lässt aber auch in solchen Situationen keinen Frust aufkommen, sodass ich das Spiel den Koop Fans unter euch wärmstens empfehlen kann. Dank Buddy-Pass reicht es auch wenn einer von euch das Spiel besitzt, damit beide es zusammen nutzen können.

Andy:

Mir ging es ähnlich wie Jerry: Nach dem stinklangweiligen Indie-Titel Intergalactic Fishing und dem Gacha-Spiel Echoes of Mana, das abseits seines großen Namens und dem netten Fan-Service nicht viel zu bieten hat, war ich durchaus offen für eine komplexere Spielerfahrung. Da kam mir Steam-Veröffentlichung von Daggerfall gerade recht: Mit dem zweiten Teil der Elder-Scrolls-Serie hatte ich mich in der Vergangenheit schon einmal ausführlicher befasst und hatte spontan mal wieder Lust auf die riesigen Dungeons. Tatsächlich habe ich das RPG dann aber nicht über den Valve-Client geladen, sondern Daggerfall Unity installiert, das das Originalspiel mit einigen Verbesserungen ausstattet. Neben besseren Auflösungen für moderne Monitore lässt sich über das Remake beispielsweise die seltsame Gestensteuerung des Kampfsystems deaktivieren.

Der größte Reiz des über 25 Jahre alten RPGs ist seine prozedural generierte Spielwelt, die so riesig ist, dass Daggerfall ohne Einsatz des Schnellreise-Systems quasi komplett unspielbar wäre. Ein Vergleich mit No Man's Sky ist nicht unangebracht; im Fantasy-Bereich gibt es meines Wissens nach kein zweites Spiel mit einer vergleichbaren Welt. Leider merkt man dem Titel sein Alter in vielen Aspekten an. Ohne regelmäßige Quicksaves ist selbst der Tutorial-Dungeon kaum zu bewältigen und mein Versuch, einen Dieb zu spielen, scheiterte kläglich: Bei meinem ersten und einzigen Einbruch um ein Uhr Nachts wurde ich freundlich von der noch wachen Bewohnerin begrüßt, die kein Problem damit hatte, dass ich gerade das Schloss ihrer Wohnungstür geknackt hatte - vermutlich, weil es in ihrem leeren Haus ohnehin nichts zu stehlen gab. Wenn ich hingegen in einem abgeschlossen Raum eine einzelne Erdbeere stehle, teleportieren sich sofort drei bis vier Stadtwachen in das Zimmer und prügeln mich zu Tode. Immersion geht anders.

Das Erfüllen von Quests für diverse NPCs lief nicht viel besser, denn entweder bekam ich die banale Aufgabe, ein Item von A nach B zu bringen, oder ein Kampf-Quest, in dem mein zerbrechlicher Charakter keine Chance hatte. Als ich dann endlich mal eine Quest erfüllen konnte, wurde das vom Spiel nicht richtig erkannt - denn Bethesda-Spiele waren damals schon genauso verbuggt wie heute. Viele Quests später durfte ich dann endlich einen der großen Dungeons in Angriff nehmen und kämpfte mich recht erfolgreich durch die verwinkelten Gänge, bis ich nach 20 Minuten von einem mehr oder weniger aus dem Nichts auftauchenden Gegner mit einem Schlag getötet wurde - und mich daran erinnerte, dass man in alten PC-Spielen alle zehn Sekunden einen Quicksave setzen sollte.

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4 Kommentare:
Tobsen)
Tobsen
Am 01.05. um 14:30
Ich spiele im Moment Yakuza 4 Remastered und stehe vor dem Point of no Return, möchte aber vorher noch etwas grinden und ein paar Nebenquests machen.
Auf der Switch spiele ich Chocobo GP und auf dem 3DS Advance Wars Dual Strike, was wirklich herausragend gut ist.
Denios)
Denios
Am 02.05. um 08:01
Ich spiele Paper Mario (1) und Rune Factory 5 auf der Switch und habe auf der WiiU ein Xenoblade-X-Replay begonnen
TraxDave)
TraxDave
Am 02.05. um 10:16
Pokémon Arceus, GT7 und ganz neu Nintendo Switch Sports.
Asinned)
Asinned
Am 03.05. um 08:18
Hab mich an Outer Worlds versucht aber abgebrochen weil ich Welt und Questdesign zu öde fand. Dafür versuch ich mich an Inscryption gerade. Hab da nur wenige Minuten gespielt aber der komplett verrückte Genremix zieht mich bereits jetzt in den Bann