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Story

Zelda: Ocarina of Time - Eine Legende kehrt zurück

Von Kamil Witecy am 05.11.2026

Happy Release Day, Link!

Es gibt Videospiele, die uns für einige Stunden gut unterhalten und dann direkt wieder aus dem Gedächtnis verschwinden. Andere Titel hingegen nehmen uns emotional auf eine andere Weise mit und bleiben uns noch über viele Jahre hinweg in Erinnerung. Und dann gibt es Titel wie The Legend of Zelda: Ocarina of Time, die eine ganze Generation von Spielern geprägt und die Videospielwelt nachhaltig verändert haben. Heute, fast 28 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung, dürfen wir eines der größten Abenteuer der Nintendo-Geschichte auf der Switch 2 noch einmal erleben. Und ich bin tatsächlich so unfassbar dankbar dafür!

Als Ocarina of Time im November 1998 für das Nintendo 64 erschien, war die Begeisterung riesig. Erstmals konnten Spieler die Welt von Hyrule in einer vollständig dreidimensionalen Umgebung erkunden. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals eine echte Revolution. Nintendo gelang es mit dem Titel aber nicht nur, das bewährte Spielprinzip der Zelda-Reihe erfolgreich in die dritte Dimension zu übertragen, sondern gleichzeitig auch neue Maßstäbe für das gesamte Action-Adventure-Genre zu setzen.

Dazu trugen vor allem einige spielerische Neuerungen bei, die zahlreiche spätere Videospiele beeinflussen sollten. Allen voran das damals revolutionäre Z-Targeting, mit dem sich Gegner und andere Objekte gezielt anvisieren ließen und das Kämpfe in dreidimensionalen Umgebungen erheblich vereinfachte. Hinzu kamen die durchdachte Kameraführung, kontextabhängige Aktionen und eine für damalige Verhältnisse bemerkenswert intuitive Steuerung. Auch das Zusammenspiel aus Erkundung, Rätseln und Kämpfen funktionierte in der dreidimensionalen Spielwelt erstaunlich gut. Viele dieser Mechaniken sind aus modernen Action-Adventures längst nicht mehr wegzudenken.

Doch es waren nicht allein die technischen Errungenschaften, die Ocarina of Time so besonders machten. Es war vielmehr das Gefühl, tatsächlich Teil einer großen, geheimnisvollen Welt zu sein. Dieser unfassbar magische Augenblick, in dem Link erstmals das Kokiri-Dorf verlässt und die weitläufige Hylianische Steppe betritt, der erste Ausritt von Link auf Epona, die Begegnung mit den Goronen, die mystische Stimmung im Waldtempel oder der Moment, in dem Link zum ersten Mal das Master-Schwert aus seinem Sockel zieht; all das sind Erinnerungen, die sicher nicht nur mir, sondern sehr vielen Spielern bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Verbinde ich diese ganzen magischen Momente mit meinen ganz persönlichen Kindheitserinnerungen an das erste Mal Ocarina of Time – Weihnachtsstimmung, Schnee vor dem Fenster, heißer Kakao und Spekulatius –, bekomme ich selbst heute noch die ultimative Gänsepelle.

Doch auch abseits solcher nostalgischen Kindheitserinnerungen gibt es mehr als genug Gründe, warum Ocarina of Time bis heute als eines der besten Videospiele aller Zeiten gilt. Hyrule steckt voller Geheimnisse, auch wenn die weitläufige Hylianische Steppe im Vergleich zu heutigen Open-World-Spielen zugegeben eher spärlich mit Inhalten gefüllt ist. Die Dungeons gehören jedoch zweifelsfrei zu den einfallsreichsten der gesamten Reihe und der Soundtrack von Koji Kondo ist längst ein Stück Videospielgeschichte. Vor allem aber versteht es Ocarina of Time meisterhaft, aus einer zunächst recht einfachen Geschichte über einen jungen Helden eine unvergessliche Reise voller Entdeckungen, Freundschaften und großer Emotionen zu machen.

Wer Links Abenteuer damals wie ich auf dem Nintendo 64 erlebt und geliebt hat, dürfte sich deshalb besonders auf die Rückkehr freuen. Noch interessanter ist die Neuauflage aber vielleicht für all diejenigen, die Ocarina of Time bislang nur vom Hörensagen kennen oder lediglich mal in die modernere 3DS-Version reingespielt haben. Denn auch wenn sich Videospiele seit 1998 enorm weiterentwickelt haben, ist Nintendos Klassiker weit mehr als nur ein nostalgisches Relikt vergangener Tage.

Natürlich lässt sich das Gefühl von damals vermutlich nicht einfach wiederholen und manches, was uns vor fast drei Jahrzehnten noch ins Staunen versetzt hat, gehört heute längst zum Standard oder wird uns beim Spielen vielleicht sogar etwas altbacken vorkommen. Doch genau das macht es auch umso bemerkenswerter, wie viel von seiner ursprünglichen Faszination sich Ocarina of Time bis heute bewahrt hat. Sein durchdachtes Spieldesign, die abwechslungsreichen Rätsel und die einzigartige Atmosphäre machen das Abenteuer auch heute noch zu einem Erlebnis, das sich wirklich niemand entgehen lassen sollte. Um es auf den Punkt zu bringen: Bitte spielt Ocarina of Time!

Manche Spiele altern. Andere werden zu Legenden. The Legend of Zelda: Ocarina of Time gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

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