Sega setzt voll auf generative KI
Bei einer Sitzung zum sicheren Umgang mit KI, erläuterte Sega, wie das Unternehmen an der internen Einführung arbeitet und welche Richtlinien es hierfür aufgestellt hat. Dabei beantworteten Taishi Yokoshima (Technischer Direktor der Abteilung für Planung und Forschung) und Atsuki Yagi (Technischer Direktor des Technologiehauptquartiers, Leiter der Entwicklungstechnologieabteilung und stellvertretender Leiter des Technologiekoordinationsbüros) verschiedene Fragen. Die japanische Gaming-Seite 4gamer.net hat diese Fragen und Antworten in einem Artikel zusammengetragen
Bei allgemeinen Aufgaben außerhalb der Spieleentwicklung verwendet Sega demnach Anwendungen wie Agenten (Chatbots), Übersetzungsprogramme und KIs zum Wissensaustausch. In der Entwicklung selbst werden KIs zur Codegenerierung, Bildgenerierung und Bewegungsgenerierung für interne Testzwecke verwendet. Eine Form der KI-Unterstützung sei in fast jeder Phase der Entwicklung nutzbar, allerdings betont das Unternehmen, dass ihnen Sicherheit und Transparenz wichtig seien. Sega spricht hier von "Visualisierung" und meint damit wohl vor allem die Offenlegung der KI-Nutzung.
In dem Artikel heißt es:
Sega vertritt die Auffassung, dass "Bequemlichkeit und Kreativität koexistieren können", indem sie mit generativer KI koexistieren. KI optimiert nicht nur die Arbeit, sondern nutzt auch die dadurch geschaffene freie Zeit, was es Menschen erleichtert, neue Ideen und Erfahrungen zu entwickeln.
Deshalb ist eine Umgebung, in der jeder es sicher und geschützt nutzen kann, notwendig, und die bereits erwähnte "Visualisierung" ist dafür entscheidend. Er (Anm. d. Red.: Atsuki Yagi) sagte, dass er mit dem Ziel arbeite, dass nicht nur wenige ausgewählte Experten, sondern alle Mitarbeiter das Produkt angemessen und ohne Zögern nutzen können, mit dem Ziel, "Kreativität zu unterstützen und Risiken vorzubereiten".
Das Ziel ist es, einen Zustand zu schaffen, der nicht nur sicher ist, sondern auch die Macht der KI maximiert und neuen Wert schafft. Der rücksichtslose Einsatz von KI führt nicht nur zu Informationslecks, sondern birgt auch Risiken für Probleme, die durch KI-Verzerrungen und Halluzinationen verursacht werden. Vielmehr können sie durch das "Verständnis der Risiken während der Interaktion mit ihnen" wirklich genutzt werden.
In diesem Zusammenhang hat Sega eine eigene "Generative AI Committee" gegründet. Dieses Komitee hätte zunächst nur einfache Richtlinien zur Nutzung von KI auf einer Seite zusammengetragen. Inzwischen sei der Inhalt jedoch auf mehrere Seiten angewachsen.
Das Komitee prüfe auch, ob die jeweilige KI-Nutzung auf Plattformen wie Steam offengelegt werden müsse. Da die Meinungen über generative KI je nach Region unterschiedlich seien, verwendet Sega Regulierungssysteme, die Mitglieder der Öffentlichkeitsarbeit und Rechtsangelegenheiten in jeder Region einbeziehen.
Wenn Sega betont, dass "Meinungen über generative KI je nach Region unterschiedlich seien", dann ist dies eine etwas diplomatische Art zu sagen, dass die KI-Skepsis weltweit enorm wächst und zunehmend mehr Menschen gegen ausbeuterische und umweltschädliche KI-Systeme und deren milliardenschwere Mutterkonzerne demonstrieren. Sega wurde zuletzt stark für die Nutzung von KI bei der Entwicklung von Crazy Taxi: World Tour kritisiert, stellte aber klar, dass keine KI-generierten Inhalte im finalen Produkt seien.
Quelle: 4gamer.net