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Teamplay #109: Das spielt die Redaktion

Von gesamte Redaktion am 27.02.2022

Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay.Jerry: Am vorletzten Donnerstag trafen gleich zwei Testmuster bei mir ein. Die Konsequenz: Rund 30 Stunden Spielzeit innerhalb von vier Tagen. Hätte ich nicht in den Wochen davor enorm wenig gezockt, würde mir jetzt kein Grund einfallen, wieso ich nicht spielesüchtig sein sollte. Erst wurden etwa 6 Stunden in das vor allem gegen Ende ziemlich abgedrehte Martha Is Dead gesteckt, dann 25+ in Horizon: Forbidden West, wobei seitem noch ein paar weitere Stunden dazugekommen sind. Auf der Map warten ungeachtet dessen noch dutzende weiße Symbole darauf, dass ich ihnen einen Besuch abstatte. Gestern Abend habe ich sämtliche Icons ignoriert, um stattdessen eine Stunde lang einfach nur "Landschaftsfotos" zu machen. Wie auch schon in Horizon Zero Dawn sind die Landschaften des Spiels fast schon übernatürlich schön. Jan-Bart van Beek von Guerrilla Games bezeichnete den Stil des ersten Teils damals als "BBC-Realismus". Gemeint ist damit, dass alles immer unter perfekten Bedingungen – perfektes Licht, perfekte Wolken, perfektes Wetter – dargestellt wird. Für ähnlich schöne Fotos müsste man sich im echten Leben über Tage hinweg in die Natur setzen, um genau den richtigen Moment abzuwarten. Das letzte Mal, dass ich so viel Spaß nur mit dem Bestaunen der Landschaft eines Spiels hatte, war 2018 in Red Dead Redemption 2.

Angesichts solcher Bilder kommen in mir Urlaubsgefühle auf:

Matthew: In den letzten Wochen habe ich mich auf ein neues Pokémon-Abenteuer eingelassen: Pokémon Brilliant Diamond! Da ich das Original nie gespielt hatte, lohnte es sich für mich umso mehr die Welt von Sinnoh zu erkunden. Mein Team bestand selbstverständlich aus Unlicht- und Geistpokémon. Die Auswahl war mit 8 Pokémon nicht sonderlich groß, aber ich freute mich über die Anwesenheit meines Favoriten Gengar! Das Hauptspiel selbst war recht einfach durchgespielt, machte mir viel Spaß und bot mit den Top 4 gegen Ende eine ziemliche Herausforderung. Dennoch muss ich sagen, dass es das System der Zuneigung war, das mich durch das Spiel trug. Meine Pokémon liebten mich so sehr, dass sie diverse Angriffe ausweichen konnten, häufiger kritisch trafen, Vergiftung und andere Statuseffekte wegheilen und im Notfall sogar tödliche Treffer überleben konnten. Ich schimpfe diese Mechanik gerne "broken".

Doch im Postgame kam mehr Spielzeit hinzu, als ich vorerst geahnt hätte, denn ich erhielt den Nationalen PokéDex mit über 450 Pokémon. Danach hieß es: Gotta catch' em all!

Die meisten Pokémon erhielt ich im Untergrund. Im großem Labyrinth befinden sich viele verschiedene Biome, die alle mit Tunnelsystemen verbunden sind. In diesen Systemen konnte ich an bestimmten Stellen zusätzlich ein Buddel-Minispiel spielen, um diverse Schätze zu finden und Legendäre Pokémon in Ramanas Park zu erhalten.

Außerdem gab es unzählige Echtzeit-Events, wie Great Marsh, Trophy Garden oder Schwärme. Jeden Tag ein anderes Pokémon! Auf die Dauer war das allerdings ermüdend. Enttäuschung fand ich auch den Mehrspieler-Teil: Der Duellturm ist eine Alternative, um an manche TMs zu kommen, jedoch ist es trotz der Kategorie "Doppel-Kampf" nicht möglich diesen zu zweit zu spielen. Traurig war auch der Untergrund im lokalen oder online Modus, denn während mich andere Spieler in meinem Untergrund besuchten, konnten wir eigentlich nichts wirklich machen.

Und wo ich beim Thema "Online-Modus" bin: Ich habe natürlich regelmäßig Super Smash Bros. Ultimate und Among Us gespielt. Ersteres spielen wir immer in einer 4er-Arena auf Zufallsmaps, dabei entsteht immer super viel Chaos! Nach all der Zeit macht mir Casual-Smash am meisten Spaß und erinnert mich immer an die Tage, an denen ich mich noch regelmäßig mit Freunden traf, um auf der Couch zu sitzen und zusammen zu zockten.

Among Us ist etwas ruhiger, weil wir beim Spielen meistens nicht viel miteinander reden, schließlich muss jeder für sich seiner Aufgabe nachkommen, während wir immer wieder versuchen dem Imposter zu entkommen! Nur wenn eine Leiche gefunden wurde, wird heiß diskutiert, wer wo war, wer wen gesehen haben will und wer womöglich gelogen hat. Ich selbst bin sehr gerne Imposter, aber der Puls geht ganz schön hoch, wenn ich als Killer mehr Angst habe erwischt zu werden. Ansonsten sind die für mich neuen Rollen ebenfalls sehr spannend, denn nun macht es endlich mehr Spaß als Ingenieur oder Wissenschaftler den CrewMates auszuhelfen.

Andy: Künstliche Intelligenzen sind eine Technologie, die unsere Gesellschaft mindestens genauso stark verändern könnten wie ihrerzeit das Automobil oder das Internet. Bereits die neueste Version des Microsoft Flight Simulator zeigte, welche neuen Möglichkeiten sich für Videospiele ergeben, indem es Spieler eine Nachbildung der kompletten Erde erforschen ließ. Ein deutlich unbekannteres, aber nicht weniger interessantes Beispiel ist Arrowmancer, das auf der vom gleichen Studio stammenden Browser-App Waifulabs basiert.

Sowohl das Spiel als auch die Webseite sind angebunden an eine KI, die praktisch unbegrenzt viele Anime-Figuren für euch zeichnen kann. In Arrowmancer könnt ihr entweder eure mit der App selbst erstellten Charaktere importieren oder komplett zufallsgenerierte Figuren sammeln. Sogar das Fusionieren zweier Charaktere ist möglich - die KI zeichnet euch dann einen neuen Avatar, der optisch möglichst genau in der Mitte zwischen den beiden ursprünglichen Charakteren liegt. Auf meinem Screenshot seht ihr zwei Waifus, die ich über die Webseite erstellt und dann importiert habe - sowie eine dritte, die aus der Fusion zweier zufallsgenerierter Charaktere entstanden ist. Alle drei sind vermutlich weltweit einzigartig und nur in meiner Version des Spiels zu finden.

Leider dürfte es recht schwierig sein, ein großes Publikum von Arrowmancer zu überzeugen, da es sich um ein Handyspiel handelt, das noch dazu auf die zu Recht umstrittene Gacha-Mechanik setzt. Dabei ist das Gameplay - nach der Überwindung einer gewissen Lernkurve - eigentlich wirklich gut und bietet sogar einen sehr herausfordernden Schwierigkeitsgrad, was für ein Handyspiel nahezu undenkbar ist. Wenn die Technologie euer Interesse geweckt hat, solltet ihr euch auf jeden Fall mal die Webseite ansehen - das Spiel kann für Android und iOS kostenlos heruntergeladen werden und ist auch ohne Echtgeldeinsatz sehr gut spielbar.

Robert: Bei mir liefen in der letzten Zeit vornehmlich zwei Titel über den Bildschirm: 

Zuerst einmal wäre da Lost Ark, das südkoreanische Free-to-play-MMO, das (von Problemen mit den Servern einmal abgesehen) gerade ziemlich populär ist und mir entgegen aller Erwartungen auch ganz gut gefällt. Zugegeben, die Mischung aus Diablo 3 und klassischen Online Rollenspielen wie “Ultima Online“, sowie das mehr oder weniger dreiste Ausborgen von ikonischen Momenten aus Spielen und Filmen wie “Herr der Ringe”, “Fluch der Karibik” und “Diablo 3” (natürlich!), wirken zwar auf den ersten Blick etwas billig. Tatsächlich habe ich aber, neben der ganzen Hack-and-Slay-Action, viel Spaß daran, wenn ich eine Anspielung erkenne und mit Freunden über die trotz allem sehr sorgfältige Gestaltung gleichzeitig lachen und staunen kann. So habe ich in die Suche nach den verlorenen Archen schon ein paar dutzend Stunden investiert und damit bis jetzt bestenfalls Bruchstücke des vorhandenen Spielinhaltes erlebt. Ich bin gespannt, wie lange mich das Abenteuer noch in seinem Bann halten kann.

Ähnlich aber deutlich epochaler geht es bei meinem zweiten Spiel zu, denn Elden Ring hat es auf den letzten Drücker noch als Testversion zu uns geschafft und ich verbringe täglich Stunden damit, Eindrücke zu sammeln und von Bossen verhauen zu werden, um euch so schnell wie möglich einen Test präsentieren zu können. Ohne groß ins Detail zu gehen, kann ich aber schon einmal bestätigen, dass From Software sich bei der Schaffung des Spiels ein weiteres mal übertroffen hat. 

Was spielt ihr gerade?

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5 Kommentare:
Pogo)
Pogo
Am 27.02. um 14:37
tokyo xanadu ex. persona like. noch keine meinung
Denios)
Denios
Am 27.02. um 14:57
Bin mit Sophie 2 noch nicht ganz durch, in Egglia hab ich auch erst ein bisschen reingeguckt, Disgaea 5 ist gerade erstmal pausiert und Tactics Ogre wird ab und zu angemacht.
Etzloets)
Etzloets
Am 27.02. um 16:44
Ich versuche mich als Neuling in Elden Ring. Habe fast 12 Stunden auf der Uhr und den ersten Hauptboss besiegt, dazu noch 6 optionale Bosse. Der Multiplayer hat mir fabei aber auch geholfen.

Daneben zocke ich immer noch Horizon 2. Und Freitag kommt auch schon Gran Turismo. Zu viele Zeitfresser
Buttergebäck)
Buttergebäck
Am 27.02. um 22:27
Bin vor ein paar Tagen auf die ruhmreiche Idee gekommen, dass ich doch endlich mal Octopath Traveler zu Ende spielen müsste. Habe festgestellt, dass ich nach 3,5 Jahren einfach zu weit raus aus der Story bin (obwohl ich alle 8 Hauptstorys abgeschlossen hatte, aber ich wollte noch die verbleibenden Sidequests lösen und offenbar gibt es ja auch noch ein geheimes Schlusskapitel). Habe deshalb keine andere Option gesehen als meine bisherigen 170 Stunden Spielzeit als "Training" zu verbuchen und noch mal neu anzufangen. Was bei so einem Meisterwerk aber auch keine Strafe ist.
Ozymandias)
Ozymandias
Am 28.02. um 06:45
Natürlich Elden Ring, alles andere ist nur Software. :D