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Story

Streamer verklagt Twitch wegen KI-Training

Von Jeremiah David am 24.08.2026

Erst vor kurzem berichteten wir davon, dass die Streaming-Plattform Twitch Inhalte ohne Erlaubnis zum Trainieren von Amazon-KIs verwendet (hier geht es zu dem Artikel).

Jetzt hat der Streamer Warren Pandiscia aus den USA hat eine Sammelklage gegen Twitch und den Mutterkonzern Amazon eingereicht. Besondere Entrüstung löste die Entscheidung aus, alle Nutzer standardmäßig und ohne vorherige Anfrage dafür anzumelden. Chief Product Officer Mike Minton gab in diesem Zusammenhang sogar offen zu, dass sich ohne diese automatische Aktivierung wohl kaum jemand freiwillig beteiligt hätte.

In der 37-seitigen Klageschrift wirft Pandiscia Amazon vor, urheberrechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis oder finanzielle Entschädigung zu verwenden, um kommerzielle KI-Produkte voranzutreiben. Trotz der Möglichkeit, das Tracking auf dem eigenen Kanal manuell zu deaktivieren, bleiben erhebliche Schutzlücken bestehen. Das Kleingedruckte deutet darauf hin, dass seine Clips weiterhin erfasst werden könnten, wenn sie von anderen geteilt werden. Außerdem besteht der begründete Verdacht, dass Amazon Videos rückwirkend bis mindestens 2024 verwendet hat – also lange bevor Twitch seine Nutzerbedingungen angepasst hatte, um Nutzer-Inhalte zum KI-Training verwenden zu können.

Neben einer finanziellen Entschädigung fordert Pandiscia eine gerichtliche Anordnung, die Amazon zwingt, sämtliche seiner Inhalte wieder aus den Trainingsdatenbanken zu löschen. Auch wenn ein Verfahren gegen einen Giganten wie Amazon eine enorme Herausforderung darstellt, könnte dieser Fall einen richtungsweisenden Präzedenzfall für den Schutz von Online-Material vor ungewolltem KI-Data-Mining schaffen.

Quelle: Kotaku

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