Saudi-Arabien kauft Electronic Arts
Am kommenden Dienstag, den 4. August, soll die Übernahme von Electronic Arts für 55 Milliarden US-Dollar vorrangig durch den saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) abgeschlossen werden.
Das geht aus einem SEC-Dokument an die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC – Securities and Exchange Commission) hervor. Ausstehende Genehmigungen verzögerten die Übernahme um rund einen Monat, doch die EU-Kommission hat nun grünes Licht gegeben.
Der Deal markiert damit das Ende des Publishers als börsennotiertes Unternehmen nach über 35 Jahren. Käufer ist ein Konsortium, das primär vom Public Investment Fund dominiert wird, der künftig über 93 Prozent der Anteile halten wird. Die weiteren Beteiligungen verteilen sich auf die US-amerikanischen Kapitalbeteiligungsgesellschaften Silver Lake und Affinity Partners. Andrew Wilson, der zuletzt auch wegen einer gigantischen Bonusprämie von 38 Millionen Dollar bei gleichzeitigen Entlassungen in die Kritik geraten war, wird weiterhin als CEO von EA fungiert.
Branchenanalysten befürchten vor diesem Hintergrund weitere Stellenstreichungen über die bereits seit Deal-Ankündigung erfolgten Entlassungswellen hinaus. Zudem wächst der wirtschaftliche Druck zur Monetarisierung, was sich mutmaßlich negativ auf Spieler auswirken könnte, wie jüngste Kontroversen um nachträglich eingefügte Mikrotransaktionen in Einzelspieler-Modi verdeutlichen.
Quelle: heise.de