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Eventbericht: Nintendo Post E3-Event 2016

Von Michael Prammer am 26.06.2016

Nintendo hat einen schönen Brauch ins Leben gerufen, um sämtliche Medienvertreter, die nicht zur E3 reisen können, dennoch die Spiele der Messe vorab genießen zu lassen. Dazu lädt das japanische Unternehmen zum sogenannten Post E3-Event in die europäische Firmenzentrale nach Frankfurt, und auch wir waren natürlich wieder vor Ort. In diesem Jahr stand das Event ganz im Zeichen von The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Doch auch abseits von Link und Hyrule war auf der Veranstaltung etwas los.

Auf zwei Tage verteilt begann das Event vergangenen Mittwoch und Donnerstag um 10 Uhr offiziell, wurde jedoch so richtig erst mit einer Präsentation um 11 Uhr eingeläutet. Darin wurde zunächst Paper Mario: Color Splash für Wii U in einer ausführlichen Demo gezeigt. Neben zahlreichen Spielszenen war auch ein erster Bosskampf zu sehen. Leider blieb es auch bei einer Präsentation des Spiels, denn eine Demostation, um selbst Hand anlegen zu können, gab es leider nicht. Unverständlich, da Paper Mario: Color Splash bereits am 7. Oktober auf den Markt kommt, eine Demoversion des Spiels wäre zu diesem Zeitpunkt also durchaus im Rahmen des Machbaren gewesen. Nach dem ersten Wii U-Titel widmete man sich dem 3DS und Dragon Quest VII wurde auf der Bühne gezeigt, das nun erstmals auch nach Europa kommt und später, im Gegensatz zu Paper Mario, auch angespielt werden durfte. Gleiches gilt für Mario Party: Star Rush, welches von vier Nintendo-Mitarbeitern samt 3DS auf der Bühne präsentiert worden ist. Den Abschluss und das Highlight der Bühnenshow bildete anschließend The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Hier wurde die Open-Air-Demo ausführlich vorgestellt, um den Gästen bereits vorab die neuen Elemente und Möglichkeiten des Spiels zu erklären sowie Inspiration zu liefern, für die ersten eigenen Minuten im neuen Zelda-Titel, das an zahlreichen Demostationen spielbar war.

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Nach der Präsentation der vier genannten Titel hieß es dann Hand anlegen. Der große und offene Büroraum, anscheinend ein Aufenthaltsraum samt Küchenbereich für die Mitarbeiter Nintendos, war in zwei Bereiche aufgeteilt. In einem Bereich gab es die erste Zelda-Demo zu sehen, die das Open-Air-Feeling und die ersten „Gehversuche“ im Spiel anhand einer 15-Minuten-Demo vermitteln sollte. Der zweite Bereich war dann der zweiten Demo gewidmet, in der die ersten 20 Minuten des neuen Zelda-Ablegers gespielt werden konnten und in der man bereits in Teile der Geschichte dahinter eintauchen konnte. Dazu kamen ein paar Nintendo 3DS-Anspielstationen, an denen einige Titel spielbar waren. Als positive Überraschung sollte man hierbei auf jeden Fall Sonic Boom: Feuer und Eis erwähnen. Das erste Anspielen fiel durchaus positiv auf und der Titel könnte - anders als sein Vorgänger - wieder ein guter 2D-Ableger werden.

Für Wii U wurde abseits von The Legend of Zelda: Breath of the Wild leider wenig geboten. Die Indie-Spiele, die zur E3 bereits einen Tag vor der Zelda-Präsentation gezeigt wurden, konnten angespielt werden. Axiom Verge, Severed und Jotun: Valhalla Edition konnten sich einer ausführlichen Probe unterziehen. Wie jedoch bereits erwähnt, fehlte Paper Mario: Color Splash, das wir gerne angespielt hätten. Natürlich durften aber die neuen amiibos nicht fehlen. So wurden die Toy-to-Life-Figuren zum neuen Zelda-Spiel ebenso ausgestellt wie die neuen Splatoon-Figuren und die neuen amiibos der Super Mario-Serie. Den Wolf-Link-amiibo konnte man in The Legend of Zelda: Breath of the Wild ausprobieren und es wurde demonstriert, wie die Figur im Spiel funktioniert.

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Abseits des Spielgeschehens gab es natürlich wieder einmal tolles Essen, um sich zwischen den Spielesessions zu stärken. Gastfreundschaft wurde aber auch abseits der Küche groß geschrieben und so waren genügend motivierte Mitarbeiter für die einzelnen Anspielstationen zur Stelle und halfen bei Problemen, beantworteten Fragen und erkundigten sich, wie einem denn die Spiele gefallen haben. Auch die Präsentation war sehr unterhaltsam gestaltet, wenn auch komplett in englischer Sprache abgehalten. Viel wert wurde darauf, die Zelda-Demos so oft man mochte zu spielen, um einen möglichst detaillierten Einblick in den Titel zu erhalten. Zwar waren beide Demos zeitlich begrenzt, doch besonders die Open-Air-Demo bot durch ihre Große Umgebung genügend Möglichkeiten, sie mehrmals zu durchforsten. Zwar wurden insgesamt nur wenig Spiele gezeigt, weshalb das Event mit Ausnahme von Zelda relativ unspektakulär ausgefallen ist, jedoch hat Nintendo sich wie üblich viele Mühe gegeben und einen tollen Rahmen geschaffen, sodass wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder einmal vorbeischauen werden!

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3 Kommentare:
Wario)
Wario
Am 26.06.2016 um 13:02
Jetzt wo ich dieses Bild sehe finde ich das Link und der Wolf nicht ganz ins Bild passen, damit meine ich nicht das Tier sondern diese Kette aus TP. Die hätte man weglassen können um die Sache glaubhafter zu machen.
GF0P)
GF0P
Am 26.06.2016 um 23:32
Vielleicht gibt es noch einen Twist, der es erklären wird.
Belphegor)
Belphegor
Am 26.06.2016 um 18:57
Sowas würde ich auch gerne mal erleben. Ist bestimmt ein tolles feeling bei Nintendo vorbeischauen zu dürfen.
Nintendofan)
Nintendofan
Am 26.06.2016 um 19:42
Es ist in jedem Fall ein sättigendes Gefühl :D
Wario)
Wario
Am 26.06.2016 um 20:30
NFAN du Vielfraß :D