Marathon mit schleppendem Start
Bungie und Sony haben keine offiziellen Verkaufszahlen zu Marathon veröffentlicht, das am 05. März 2026 für Xbox Series, PS5 und PC erschienen ist - nun gibt es allerdings erste Schätzungen: Laut Alinea Analytics soll der Extraction Shooter in seinen ersten drei Wochen etwa 1,2 Millionen Einheiten abgesetzt haben. Diese Zahlen werden durch den Journalisten Paul Tassi von Forbes bestätigt, der sich wiederum auf Insider-Quellen innerhalb von Bungie beruft.
Während 1,2 Millionen Verkäufe für viele Studios ein Erfolg wären, ist Marathon sehr wahrscheinlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Entwicklungskosten werden auf 200-300 Millionen Dollar geschätzt, sodass sich der Titel insgesamt 6-10 Millionen Mal verkaufen müsste, um allein durch Verkäufe profitabel zu sein. Diese sind jedoch nicht die einzige Säule, da Marathon seine Spieler nicht nur mit dem Einstiegspreis von derzeit 39,99€, sondern auch mit Mikrotransaktionen zur Kasse bittet.
Vor allem dehalb dürften auch die Spielerzahlen für Kopfschmerzen bei Bungie und Sony sorgen. Laut Alinea Analytics haben Konsolenbesitzer im Schnitt lediglich ca. 15 Stunden in Marathon investiert, bevor sie es wieder zur Seite gelegt haben; auf Steam ist der Schnitt etwas höher. Etwa 350.000 Käufer sollen Marathon auch weiterhin regelmäßig spielen. Der Extraction-Shooter ist damit deutlich erfolgreicher als Highguard oder Concord, die jeweils nach wenigen Wochen schon wieder abgeschaltet wurden; ob Sony langfristig mit den Umsätzen zufrieden ist, bleibt jedoch abzuwarten.
Meinungen über die Gründe für den schleppenden Start gehen derweil auseinander. Analysten bemängeln, dass Marathon unter anderem aufgrund seines komplizierten UIs nicht zugänglich genug sei und deshalb viele Spieler bereits während der kostenlosen Testphase abgeschreckt habe. Vor allem auf Youtube konzentriert sich die Kritik hingegen auf den wenig ansprechenden Grafikstil des Bungie-Titels und insbesondere die eigenwilligen Charakterdesigns. Nur in einem Punkt sind sich alle einig: Die Kritikpunkte scheinen dafür zu sorgen, dass viele Spieler lieber zu Arc Raiders zurückkehren oder den Genrekonkurrenten erst gar nicht zur Seite legen wollen.
Quelle: Play3