Nintendo verklagt die US-Behörden unter Trump
Wir leben in kuriosen Zeiten: Nintendo of America hat vor dem US-Gerichtshof für internationalen Handel Klage gegen das Finanzministerium, das Heimatschutzministerium und die Zollbehörde der USA eingereicht. Ziel ist die Rückerstattung von Zollzahlungen, die aufgrund der weltweiten Importzölle von Präsident Donald Trump geleistet wurden.
Seit Februar 2025 erhebt die USA Abgaben - sogenannte Tariffs - auf importierte Waren. Dies führte unter anderem im April 2025 zu einer Verzögerung der Switch 2-Vorbestellungen sowie zu Preiserhöhungen bei Zubehör.
Der oberste Gerichtshof hat die von Trump per Dekret eingeführten Zölle im vergangenen Monat jedoch für illegal erklärt. Nintendo argumentiert, dass die Abgaben somit unrechtmäßig eingezogen wurden. Obwohl die Unrechtmäßigkeit der Zölle feststeht, sieht Nintendo ohne Gerichtsurteil keine Garantie für eine Rückzahlung. Die Zollbehörde (CBP) erklärte bereits, dass sie aufgrund „technischer Einschränkungen“ derzeit keine Rückerstattungen leisten könne.
Nintendo verlangt nun die Rückzahlung der gezahlten Beträge plus Zinsen, um weiteren „unwiederbringlichen Schaden“ abzuwenden, und steht mit diesem Schritt nicht allein. Zahlreiche andere Unternehmen haben ebenfalls Klagen eingereicht, um ihre Zahlungen vom US-Staat zurückzufordern.
Quelle: Scribd