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Story

PlayStation reagiert erstmals auf Proteste...

Von Jeremiah David am 01.08.2026

Knapp einen Monat nach der Ankündigung von Sony, ab 2028 keine neuen Spiele mehr auf Disc für die PlayStation herauszubringen, hält das Unternehmen trotz anhaltender Kritik der Fans an seinen Plänen fest. Während einer Konferenz im Rahmen der aktuellen Quartalszahlen begründete CFO Lin Tao diesen Schritt mit der voranschreitenden Digitalisierung in der gesamten Medienbranche:

"Es gibt verschiedene Gründe für diese Entscheidung, der wichtigste ist jedoch der Fortschritt bei der Digitalisierung von Inhalten insgesamt – das ist der entscheidende Faktor."

Diese Aussage ist natürlich absoluter Blödsinn. Sony steuert die Digitalisierung aktiv. Zu behaupten, man folge nur einem Trend, verschleiert, dass Sony hier bewusst den freien Markt ausschaltet, um ein digitales Monopol durchzusetzen. Der entscheidende Faktor ist ganz klar die Maximierung von Gewinnen, nicht die Digitalisierung.

In weiteren Kommentaren zeigte Tao Verständnis für die emotionalen Reaktionen und die Erinnerungen der Community an physische Medien, und versicherte, man würde "vorsichtig" weiter vorgehen - eine weitere Aussage, die angesichts der Tatsache, dass Sony den Konsumenten bisher in keinster Weise auch nur einen kleinen Schritt entgegengekommen ist, durchaus als Lüge betitelt werden kann. Sony geht aktuell nicht vorsichtig auf Forderungen der Spielerschaft ein, sondern ignoriert sie seit mehreren Wochen schlicht. Statt Spielern wenigstens DRM-freie Offline-Lizenzen, Tauschprogramme für Familien, mehr Rechte auf dauerhaften Besitz oder Schlüsselkarten als Alternativen zu Download-Codes anzubieten, hüllt sich Sony in Schweigen. Stattdessen stellt Tao nüchtern klar: „Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keinerlei Auswirkungen auf unser Geschäft.“

Auf Nachfragen von Investoren zur Zukunft des Einzelhandels erklärte Tao, dass man im Dialog mit Partnern bleiben möchte. Zudem werden Spiele im Handel künftig über leere Hüllen mit Download-Codes vertrieben werden können. Bezüglich der Konkurrenz durch Gaming-PCs zeigte sie sich unbesorgt: Das Fehlen von Discs sei kein relevanter Unterscheidungsfaktor, da die PlayStation weiterhin durch kuratierte Inhalte, eine stabile Plattform und vor allem durch ihren günstigeren Preis gegenüber High-End-PCs überzeuge.

Anzumerken ist hier sicherlich, dass kuratierte Inhalte auch Nachteile haben, und der "günstigere Preis" gegenüber High-End-PCs nicht wirklich deutlich günstiger ist. Zwar ist eine Konsole beim Kauf tatsächlich günstiger als ein vergleichbarer Gaming-PC, steigende RAM-Kosten treiben aber auch hier die Preise nach oben, und viele versteckte Kosten führen dazu, dass sich der Preisvorteil der Hardwareanschaffung für Konsolenspieler innerhalb von zwei oder drei Jahren oft mehr als nur egalisiert. So müssen PC-Spieler etwa nicht für Multiplayer zahlen und bekommen Vollpreistitel auf Steam oder GOG häufig deutlich günstiger als im PlayStation-Store.

Quelle: X

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