Zuletzt gespielt

Asinned schrieb:

Und Welpenschutz kann es für neue Entwickler nicht geben. Zumindest dann nicht wenn man einen Vollpreis Open World Titel bewirbt. Die Erwartungshaltung hat man sich dementsprechend selbst gesetzt.

Welpenschutz vielleicht nicht, aber einer Gamestar / Gamepro sollte ihre Reichweite bewusst sein und so ein „Test“ kann den Marktstart u.U. ruinieren. Da nützen tolle Ansätze und motivierte Entwicklerteams nicht viel. Ein Witcher 1 war zu Release auch kein gutes Spiel und CDPR hat mit Herzblut und Durchhaltevermögen eine der besten Spieleserien der letzten 15 Jahre geschaffen. 

Daher auch meine Kritik an der OpenWorld Entscheidung. Egal ob von den Entwicklern oder aufdiktiert  von THQ. Hier wäre eine kleinere, weniger offene Welt vielleicht die bessere gewesen.

Copy and Paste ist nämlich in der Tat ein Problem. Beispiel: Vor vielen der Stützpunkte finden sich Schützengräben. Diese sind immer gleich! Immer gibt es rechts eine Tür mit Loot! Immer finden sich in den Abzweigungen der Gräben weitere Unterstände mit Loot … immer an der gleichen Position. Das geht garnicht!
Nebenquests habe ich noch nicht viele gemacht, aber diese scheinen tatsächlich überwiegend aus Finde X an Position Y zu bestehen.

Die zu findenden Kombinationsrätzel, die eine Art Hacking darstellen sollen, sind ebenfalls immer nach dem selben Schema.

Wie ich oben bereits erwähnte, es wurde zu viel reingepackt, um alle Systeme wirklich gut zu designen.

Und hier liegt glaube ich auch der Grund für die vielen sehr unterschiedlichen Meinungen. Bewertet man das Spiel aus rein spielmechanischen Kriterien ist es kein gutes Spiel.

Das Kampfsystem ist angenehm flott, nach einiger Zeit und mit Erlernen einiger Spezialangriffe könnte es allerdings etwas knackiger ausfallen. Das Loot und Crafting ist für mich das motivierendste System. Ja es ist etwas sperrig, aber aus Bohrmaschinen, Autobatterien und Staubsauger-Luftfiltern eine Knarre mit Eisschaden zusammenzubasteln ist herrlich schräg und hat das Teil danach auch ordentlich Wumms macht es gleich doppelt Freude. Außerdem erfordert es erfordert das Durchsuchen der alten Städte und Eisenbahntunnels und hier packt mich die Atmosphäre des Spiels, aber dazu komme ich gleich.

Für mich funktioniert das Spiel, weil mir das unverbrauchte Setting gefällt. Die liebevollen Wortneuschöpfungen für „Alteweltartefakte“ wie Mikrowellen, Toiletten oder Waschmaschinen lassen mich jedes Mal lächeln. Andere mögen das für albern und Kleinkindsprache halten, aber für mich funktioniert das im Kontext mit den mutierten Lebewesen.

Gerade heute ist die Thematik der durch Ausbeutung zerstörten Welt und einer zurückschlagenden Natur aktuell wie nie. Die verlassenen Siedlungen mit Kinderspielplätzen und Friedhöfen erzeugen ein beklommenes Gefühl, während die Nachrichten von der Ölkatastrophe vor Sri Lanka berichten. Auf dieser Ebene funktioniert das Spiel für mich! Es hält uns den Spielgel für unsere Lebensweise vor ohne mit erhobenen Zeigefinger da zu stehen. Und das lässt sich nicht in Technik oder Spielmechanik messen und bewerten.

Wer ein Faible für Zombieapokalypsen und die dort dargestellten Waffenkreativität hat, Mad Max klasse findet und auch mit ungepolishten Spielen wie die Rollenspiele aus dem Hause Focus was anfangen kann, mag einen Blick riskieren.


You should always waste time when you don't have any. Time is not the boss of you.
2  

Balan Wonderworld

Die Demo habe ich (durch-)gespielt, was immerhin satte 4 Levels sind. Satt bin ich danach nicht minder. Wow. Wie ist dieses Spiel bloß zustandegekommen? Zwei Entwicklerlegenden, die seit 15 Jahren kein Spiel abseits von (i) Mist oder (ii) belanglos in die Welt gesetzt haben, gründen ein Spielestudio, das alleine durch den Namen (Balan Games) nun dem Untergang geweiht ist, bekommen Square-Enix als Goldesel, und kriegen dann ein Spiel zum AAA-Preis veröffentlicht, bei dem man sich wundert, ob bei SE ernsthaft niemand während der Entwicklung mal klar gesagt hat "Leute, so geht das nicht". Hat Yuji Naka einfach auf den Tisch gehauen und gesagt "Ich bin eine verfluchte Legende. Ich mach den Mist schon dreimal so lange wie ihr!", und daraufhin gab es einfach noch einen Scheck von SE?

Ich mag 3D-Plattformer, aber dieses Ding steckt voller völlig unverständlicher Entscheidungen. Es ist nicht einfach eine schlechte Ausführung. Das kann passieren und kann allerlei Gründe haben. Aber hier ist einfach konzeptionell schon so vieles schiefgegangen. Im Charakter-Design. Im Story Telling. Im grundlegenden Level Design. Viele, viele Dinge im Gameplay Design.

Lasst uns dankbar dafür sein. Solche Gurken gibt es bei den großen Publishern mit großem Budget eigentlich kaum noch. Und so können wir uns in 10 Jahren auf eine schöne AVGN-Episode freuen. :)


Super Bomberman R Online

Es dauert ewig, in eine Partie zu kommen. Kein Vergleich zu der schnellen Befriedigung von Tetris 99, SMB 35 oder Pac-Man 99. Das alleine reicht schon, mir den Spaß komplett zu verderben. Hinzu kommen F2P durch Charaktere mit besonderen Fähigkeiten, und ein komischer Blickwinkel.


1943

Gibt es kostenlos bei Capcom Arcade Stadium. Ich liebe Shooter, aber ich verwechsle immer die unzähligen 19XX-Titel von Capcom und Psykio. Dadurch habe ich leider auch vergessen, wie langweilig 1943 ist, und ich werde es in ein paar Jahren sicher wieder vergessen haben (so ein generischer Name!), nur um wieder einige Minuten meines Lebens damit zu verschwenden, mich daran zu erinnern, warum ich 1943 nie intensiv gespielt habe.

Kaum Gegnervarianz (eigentlich nur drei unterschiedlich große Flugzeuge, und gelegentliche Schiffe als Minibosse), langweilige Formationen und als Sahnehäubchen ein furchtbares Waffensystem: Ähnlich Twinbee (wo es auch, aber weniger nervt) verändern sich Power-Ups durch Beschuss. Dadurch, dass hier der Bildschirm eigentlich immer vor Gegnern wimmelt, lässt sich so nicht planen, sondern nur hoffen. Eine Schusspause, um das richtige Item zu sammeln, wäre tödlich. Also endet man vermutlich mal wieder mit dem Shotgun-Schuss, der einen tatsächlich enden lässt.

5  

Immortals - Fenyx Rising

Ich hatte vor einiger Zeit die Demo auf der PS5 gespielt, die mir nicht so wirklich zugesagt hatte, u.a. weil die Steuerung mir recht überladen und fummelig vorkam. Ich mag es absolut nicht, wenn man mitten in ein Spiel geworfen wird, das man nicht kennt. Im normalen Spielverlauf schaltet man Fähigkeiten ja erst nach und nach frei, in der Demo hat man direkt ein paar davon und weiß von nichts. Mir fehlt da die Zugänglichkeit. 

Im fertigen Spiel ist es dann etwas langsamer. Auch wenn mich die ganzen verschiedenen Items, mit denen man Waffen, Ausdauer, Energie, Tränke, Fähigkeiten etc. kaufen und aufleveln kann auch erst erschlagen haben. Letztlich alles nicht so schlecht, da man das Zeug eben nur für einen Bereich ausgeben kann (anders als in BotW, wo man sich für Energie oder Ausdauer entscheiden muss).

Hab inzwischen ca. 10 Stunden gespielt, davon allein heute fast 5h. Es fesselt also und ich habe viele der Aufgaben, die ich auf der Karte entdeckt habe, absolviert. Storytechnisch habe ich bisher nur den Prolog abgeschlossen und fange nun an, die Storymission des ersten größeren Inselabschnittes anzugehen. Die Parallelen zu BotW werden beim spielen erst so richtig deutlich, manches gefällt mir gut, bei anderem bin ich mir noch nicht so sicher. 

Hat man in Zelda bspw. einen der Türme bestiegen, um die Karte aufzudecken, hat man sich in der Regel Markierungen auf der Karte gemacht, wenn man Schreine oder interessant aussehende Gegenden entdeckt hat. In Immortals ist das ähnlich (große Götterstatue erklimmen), aber durch die Weitsichtfunktion kann man sich alles direkt auf der Karte einzeichnen lassen. Seien es Gewölbe, Truhen, Prüfungen etc. Man weiß, was einen erwartet. Ein Erkunden wie in Zelda ist damit nicht mehr nötig, bzw. findet eher zufällig statt, wenn man von einer Markierung zur nächsten läuft. Genau das ist aber auch ein wenig süchtigmachend^^‘

2  

KeeperBvK schrieb:

Zwei Entwicklerlegenden, die seit 15 Jahren kein Spiel abseits von (i) Mist oder (ii) belanglos in die Welt gesetzt haben

Einspruch! Fishing Resort auf der Wii von Yuji Naka war super.   


Without women, men would just sit around and play video games all day.
1  

Monster Hunter Freedom (PSP)

Wollte mich geschichtlich etwas in Monster Hunter bilden und habe die PSP angeworfen, um mir das kürzlich erworbene MH Freedom anzusehen, welches man in etwa als erweiterten Port des allerersten MH für die PS2 betrachten kann.

Vieles ist so, wie ich es noch aus späteren Teilen kenne, das Tutorial ist überraschend aufwändig (man MUSS 5 Sammelquests machen, bevor man das erste Mal eine Jagdquest bekommt und wird währenddessen vom Dorfältesten zugequatscht), erklärt einem aber trotzdem viele der essentiellen Mechaniken nicht (was mich ja nicht stört, ich kenne die Reihe ja). Was mich so richtig fertig macht, ist die Kamera. Der "Claw Grip", den man fast unweigerlich anwenden muss, wenn man das Spiel ernsthaft angehen will, ist alles andere als angenehm und ich verstehe bis heute nicht, wieso die Reihe gerade auf der PSP mit einer derart besch***enen Kamerasteuerung so durch die Decke gehen konnte. Ich schaue mal, wie weit ich noch komme, aber bisher finde ich das echt super anstrengend. Teil 2 hab ich ja immerhin auch noch digital für die Vita und deren 2. Stick kann für die Kamera verwendet werden - ein echter Segen!


Terranigma (SNES)

Außerdem habe ich angefangen, eines der gefeiertsten JRPGs für das SNES nachzuholen, das nach Europa gekommen ist. Nach fast 3 Stunden habe ich alle 5 Türme in der Unterwelt bestiegen und die Kontinente wieder an die Oberwelt gebracht (inkl. Polynesien und Mu, die ich zufällig gefunden habe). Auf der Oberwelt angelangt, habe ich mich auch schon direkt in den ersten Dungeon gestürzt und bin jetzt kurz vor dem Boss. Das Spiel ist, zumindest in meinem Ersteindruck, so unglaublich viel besser als Secret of Mana, das ist nicht mal mehr feierlich. Das Gameplay ist fetzig und macht wirklich Spaß, es gibt haufenweise Rätsel und zu erlernende Fähigkeiten, die Musik und die Grafik müssen sich auch nicht vor SoM verstecken... lediglich das Inventar ist etwas sehr fummelig, aber das war SoM auch^^. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob es mich weiterhin so begeistern können wird, aber aktuell habe ich richtig Bock drauf. Von der Moyse-Übersetzung bin ich mal wieder nicht der allergrößte Fan, allerdings kommt es mir so vor, als hätte er sich hier mehr Mühe gegeben, die Atmo des Spiels nicht zu zerstören. Bisher hat mich jedenfalls noch keiner gefragt, ob ich mal 'ne Mark hätte oder mich mit Holerö begrüßt.


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Trails in the Sky the 3rd (Steam)
4  

Griftlands

Habe ich erst wenige Stunde gespielt daher nur ein paar Zeilen. Das Indispiel von den Don‘t Starve Entwicklern ist ein Rogoulite Deckbuilding Spiel, welches einen Fokus auf Story setzt. Man baut im Verlauf 2 Decks (Verhandlung & Kampf) aus und kann insgesamt 3 Storylines durchspielen. Entscheidungen und herangehensweise wirken sich direkt auf dein Deck aus und auch sonst gibt es viele extrem coole Mechaniken. Am Anfang ist das natürlich verwirrend aber die Lernkurve ist sehr motivierend und es gibt genug Meta Progression so dass sich kein Run vergeudet anfühlt.

Allgemein Deckbuilding + Rougelite ist eine extrem geile Kombo und in Verbindung mit den gut geschriebene Charaktere, wird das vermutlich mit Abstand mein Indi GotY.


Also ganz klare Kaufempfehlung, vor allem weil es zu Release etwas mehr als 10€ kostet. Einziger Wehrmutstropfen: Deutsche Texte sind (noch) nicht enthalten.

3  

Vyse schrieb:

KeeperBvK schrieb:

Zwei Entwicklerlegenden, die seit 15 Jahren kein Spiel abseits von (i) Mist oder (ii) belanglos in die Welt gesetzt haben

Einspruch! Fishing Resort auf der Wii von Yuji Naka war super.   

Ups, mea culpa. Das flog unter meinem Radar. Und die Streetpass-Spiele von Prope fand ich auch ganz gut. Wobei ich nicht weiß, wieviel Input Naka dabei hatte.

1  

Monster Hunter Rise

Nintendo Switch

22.06.2021

0vTqr202550918_4120034248080287_3670871404574093363_n.jpg

Ich habe die ersten 100 Spielstunden erreicht und das Spiel noch immer nicht für mich durchgespielt.

Vielleicht vor ab: Ich dachte, das Spiel ist sehr kurz? Ich habe nicht einmal den Pre-Update-Content beendet, es gibt noch viel in dem Bereich zutun und habe 100 Stunden auf dem Konto.
Ich habe nicht einmal viel gefarmt oder gegrindet, um bestimmte Erfolge zu erholen, sondern erst einmal alle Quests beendet, Waffen und Rüstungen angefertigt und alles erkundet.
Ich weiß schon, wieso ich mir immer selbst ein Bild mache.   


Ich bin auf dem Jägerrang 72 und habe bisher alle Quests abgeschlossen im Spiel, ich muss jetzt jedoch erst einmal auf Jägerrang 100 kommen.

Mir fehlen noch 16 Erfolge:

Complete 50 Rampage Quests.
Complete 50 Quests in Flooded Forest
Complete 50 Quests in Sandy Plains
Complete 50 Quests in Lava Caverns
Obtain every Switch Skill for every Weapon
Hunt 1000 Large Monsters
Hunt 5 Large Monsters in a single Expedition
Completed all Arena quests.
Raise one of each support type palico to max level.
Defeat the crimson glow.
Completed quest "Those Crowned Apex".
Finish all high rank quests.
Collect all decorations and hanging scrolls.
Hunt every miniature crown-sized monster.
Hunt every gold crown-sized monster.
Complete all other awards.

Da ich jetzt eh keine weiteren Quests machen kann, werde ich mich erst einmal um meine Ausrüstung kümmern: Ich möchte noch ein paar Juwelen für Verteidigung herstellen, meine Waffen weites gehend aufwerten und dann mich mit den Rampage-Fähigkeiten der Waffen beschäftigen. Daher werden in Zukunft viele Rampage- und Farmquests gemacht.

Nebenbei lasse ich meine fünf Katzen immer nebenbei trainieren und schaue jedes Mal nach, ob ich beim Händler eine Lotterie ziehen kann, da mir noch 11 Figuren für den Erfolg fehlen.

Erst wenn meine Rüstung fertig ist, schaue ich wie weit ich mit dem JR bin. Sollte ich neue Quests erhalten, mache ich weiter, ansonsten fange ich mit den Arenaquests an. Goldkronen werde ich ebenfalls wieder zum Schluss machen.

Die restlichen Erfolge kommen von alleine nebenbei, die fünf Monster in einer Quest kann ich beim nächsten Mal gezielt im Low Ranking easy machen.

Ansonsten habe ich 104 Videos der abgeschlossenen Mehrspielerquests auf YouTube hochgeladen.



"Reach for my hand, I'll soar away. Into the dawn. Oh, I wish I could stay. Here in cherished halls, in peaceful days. I fear the edge of dawn. Knowing time betrays. Faint lights pass through colored glass. In this beloved place. Silver shines, the world dines. A smile on each face. As joy surrounds, comfort abounds and I can feel I'm breaking free. For just this moment lost in time. I am finally me. Yet still I hide. Behind this mask that I have become. My blackened heart. Scorched by flames, a force I can't run from. I look to you. Like a red rose. Seeking the sun. No matter where it goes. I long to stay, where the light dwells. To guard against the cold. That I know so well." - The Edge of Dawn (Fire Emblem: Three Houses)
1  

Immortals: Fenyx Rising

Hab mir die Demo mal heruntergeladen und bin nicht sonderlich begeistert. Da man jederzeit auf Knopfdruck einen Heiltrank einsetzen kann, ist das Spiel selbst auf dem höchsten der vier wählbaren Schwierigkeitsgrade bockeinfach. Die Steuerung ist Ubisoft-typisch sehr unpräzise, sowohl die Kämpfe als auch das Exploration-Gameplay fühlen sich spürbar schlechter und weniger griffig an als in Genshin Impact. Die Spielwelt war quasi komplett leer und bestand eigentlich nur aus schön dekorierten Laufwegen zwischen den einzelnen Points of Interest. Die griechischen Götter mit der Persönlichkeit von Social-Media-Influencern fand ich auch extrem daneben...

Kann ja gut sein dass sich vieles davon in der Vollversion positiver entwickelt, aber mich hat die Demo nicht davon überzeugt dass von Immortals irgendwas anderes zu erwarten ist als eine anspruchslose Beschäftigungstherapie, wie man es von Ubisoft eben kennt.

Going Under

Nach den Screenshots hab ich absoluten Schrott erwartet und wurde erst mal positiv überrascht. Das Roguelike-Gameplay ist bestenfalls Durchschnitt, aber das Spiel verlagert seinen Schwerpunkt schnell auf die Story, die am Anfang wirklich gut und humorvoll geschrieben ist. Leider verrennt es sich nach dem ersten Drittel immer mehr in politische Botschaften und vor allem die immer präsente Botschaft "Männer sind scheiße", wobei aus der anfänglichen Satire sehr schnell plumpe Beleidigungen werden. Da außerdem alle Charaktere des Spiels quasi nur noch darüber reden, wie sehr sie sich gegenseitig hassen, hab ich mich beim Spielen irgendwann sehr schlecht gefühlt und in der Konsequenz das Spiel deinstalliert.


Without women, men would just sit around and play video games all day.
1  

Vyse schrieb:

Immortals: Fenyx Rising

Hab mir die Demo mal heruntergeladen und bin nicht sonderlich begeistert. Da man jederzeit auf Knopfdruck einen Heiltrank einsetzen kann, ist das Spiel selbst auf dem höchsten der vier wählbaren Schwierigkeitsgrade bockeinfach. Die Steuerung ist Ubisoft-typisch sehr unpräzise, sowohl die Kämpfe als auch das Exploration-Gameplay fühlen sich spürbar schlechter und weniger griffig an als in Genshin Impact. Die Spielwelt war quasi komplett leer und bestand eigentlich nur aus schön dekorierten Laufwegen zwischen den einzelnen Points of Interest. Die griechischen Götter mit der Persönlichkeit von Social-Media-Influencern fand ich auch extrem daneben...

Kann ja gut sein dass sich vieles davon in der Vollversion positiver entwickelt, aber mich hat die Demo nicht davon überzeugt dass von Immortals irgendwas anderes zu erwarten ist als eine anspruchslose Beschäftigungstherapie, wie man es von Ubisoft eben kennt.

Falsch!

Erstmal hast du garantiert keines der größeren Rätsel gespielt. 

Und die Kämpfe, gerade gegen die größeren Gegner, sind wirklich nicht ohne zumal man nur eine begrenzte Anzahl Tränke mitnehmen kann. Die unpräzise Steuerung lässt sich durch abschalten des automatischen Gegner Lock-Ons zumindest etwas aufbessern, denn dann spielt es sich weitaus agiler und flüssiger. 

Trotz alledem machen nicht die Kämpfe die Faszination des Spiels aus, sondern die überall auf der Karte zu findenden Rätsel. 

Der Humor ist aber wirklich etwas daneben! 

Ich denke mal, dass BotW mit den gleichen Kritikpunkten von dir doch genau so schlecht bewertet wird. Denn da sehe ich keinen Unterschied. Im Gegenteil! Bei einem "Tod" wird man einfach wiederbelebt ohne einen Trank nutzen zu müssen... Das ist ja mal schlechteste Game Design aller Zeiten! 

Oder gibt es hier etwa gewisse Vorbehalte gegen einen bestimmten Publisher? 


You should always waste time when you don't have any. Time is not the boss of you.
0  

Vyse schrieb:

Going Under

Nach den Screenshots hab ich absoluten Schrott erwartet und wurde erst mal positiv überrascht. Das Roguelike-Gameplay ist bestenfalls Durchschnitt, aber das Spiel verlagert seinen Schwerpunkt schnell auf die Story, die am Anfang wirklich gut und humorvoll geschrieben ist. Leider verrennt es sich nach dem ersten Drittel immer mehr in politische Botschaften und vor allem die immer präsente Botschaft "Männer sind scheiße", wobei aus der anfänglichen Satire sehr schnell plumpe Beleidigungen werden. Da außerdem alle Charaktere des Spiels quasi nur noch darüber reden, wie sehr sie sich gegenseitig hassen, hab ich mich beim Spielen irgendwann sehr schlecht gefühlt und in der Konsequenz das Spiel deinstalliert.

Ich kannte das nicht. Wir reden hier von dem hier (Siehe bild). Nun, sagen wir mal so...Die Disprepanz ist riesig.  RKa7uis4ZJJxRwxlv16uvEMxr4XVC9QpTeHFH3xcJ2hsyNpM.jpg


See you Space Cowboy
0  

@GF0P

Freut mich zu hören. Habe ja schon selbst gesagt, dass es vielleicht an der Demo liegt, die sich (zumindest bis zu dem Punkt, zu dem ich sie gespielt habe) eher wie Uncharted als ein Open-World-Spiel angefühlt hat.

BotW hat keine Instant Respawns, und ich habe es ohne Heilungsitems gespielt und nur in Ställen gespeichert. Mit dieser Spielweise hatte es mir sehr viel Spaß gemacht und ich fand es schade, dass es von Nintendo keinen offiziellen Modus mit solchen oder ähnlichen Beschränkungen gab.

@Pogo

Verstehe nicht ganz was du mir mit dem Post sagen willst, aber hier mal ein Beispiel:

nn0rXGoing_Under.png

Natürlich kann man drüber diskutieren ob man sich über diese eine Dialogzeile, für sich genommen, nun aufregen muss... aber wenn mehrere Spielstunden lang wirklich jede Cutscene in diesem Tonfall geschrieben ist, wird es irgendwann anstrengend. Mal ganz abgesehen von der extremen Doppelmoral, denn wenn man in so einem Satz "men" durch irgendeine andere Personengruppe austauschen würde wäre es sofort ein Grund, das Spiel aus dem Game Pass und dem Microsoft Store zu nehmen.


Without women, men would just sit around and play video games all day.
0  

Vyse schrieb:

@GF0P

Freut mich zu hören. Habe ja schon selbst gesagt, dass es vielleicht an der Demo liegt, die sich (zumindest bis zu dem Punkt, zu dem ich sie gespielt habe) eher wie Uncharted als ein Open-World-Spiel angefühlt hat.

BotW hat keine Instant Respawns, und ich habe es ohne Heilungsitems gespielt und nur in Ställen gespeichert. Mit dieser Spielweise hatte es mir sehr viel Spaß gemacht und ich fand es schade, dass es von Nintendo keinen offiziellen Modus mit solchen oder ähnlichen Beschränkungen gab.

Wenn man sich entscheidet das Spiel ohne Items zu spielen, steht das jedem auch in Fenyx Rising frei. Die Heiltränke müssen am sogenannten Kessel der Kirke gekocht werden. Das assoziiert erstmal ein ähnliches System, wie bei BotW, ist de facto aber eher mit dem aus den Reboot Raider spielen bekannten System gleichzusetzen. Hat man die entsprechenden Rohstoffe dabei (in diesem Fall Granatäpfel) kann man die Tränke "craften".

Sofern man sich selbst ein Spiel schwieriger gestalten mag, hat man neben den Einstellungen zum UI und Schwierigkeitsgrad hier dann auch die Möglichkeit weitestgehend auf die Verbesserungen der Fähigkeiten bzw. Schadens- und Verteidigungswerte zu verzichten. Wobei einige der Fähigkeiten zum Lösen mancher Rätsel erforderlich sind.


You should always waste time when you don't have any. Time is not the boss of you.
1  

Die Diskrepanz zwischen diesen cutesy look und der von dir angesprochenen Atmosphäre des Spiels schien mir sehr groß. Fand das nur irgendwie überraschend und bemerkenswert.


See you Space Cowboy
0  

@Vyse

Finds ja irgendwie immer lustig, das für dich ein Spiel gleich schlechter ist, weil man ja ständig Heilitems nehmen kann. Ich denk mir dann immer: Dann lass es doch einfach sein. 


Ich zocke derzeit Monster Hunter Stories 2. Die Demo hat mir so gefallen, dass ich es mir dann doch gleich zu Release gekauft habe. Macht auch Laune, nur wird es leider etwas eintönig. Bisher tendiere ich zu ner gut gemeinten 7,5/10. Wird am Ende wohl eher ne 7. 

2  

Ys IX (Switch)

Cool.

The World Ends With You (Switch)

Beschissene Scheiß-Steuerung.


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Trails in the Sky the 3rd (Steam)
0  

RickGrimes schrieb:

Finds ja irgendwie immer lustig, das für dich ein Spiel gleich schlechter ist, weil man ja ständig Heilitems nehmen kann. Ich denk mir dann immer: Dann lass es doch einfach sein.

Ich könnte da jetzt mit einem langen Roman drauf antworten, mach ich aber nicht, weil es vermutlich eh niemanden interessieren würde. 

Die Kurzantwort: Ein No-Item-Run muss auch Spaß machen, was bei der Demo von Immortals nicht der Fall war. In vielen Spielen, die das Spammen von Heilungsitems erlauben, ist ein No-Item-Run außerdem gar nicht möglich. Und selbst wenn ein No-Item-Run dank eines ansonsten guten Balancings eine gute Spielerfahrung liefert, ist er ja immer noch lediglich ein Workaround.


Without women, men would just sit around and play video games all day.
0  

Muss da mal Vyse beipflichten. Spiele zu einfach zu machen ist keine Kunst. Aber ein schweres Spiel zu balancen ist eine Wissenschaft für sich. Denn da reicht es eben nicht nicht gegnerische Lebenspunkte oder Schaden zu erhöhen. Das ganze muss fordernd sein, darf aber nicht im eintönigen grinden enden. Vor allem muss es eine Lernkurve geben die voraus setzt, dass man sich intensiv mit den Systemen auseinander setzt. Wenn das alles passt hat man ein brilliantes Gamedesign, wenn nicht, bleiben viele Designideen des Games oftmals auf der Strecke weil man sie nicht braucht und das kann man eben nicht kompensieren indem man sich das Game mal eben ein wenig schwerer macht.

1  

Asinned schrieb:

Aber ein schweres Spiel zu balancen ist eine Wissenschaft für sich. Denn da reicht es eben nicht nicht gegnerische Lebenspunkte oder Schaden zu erhöhen. Das ganze muss fordernd sein, darf aber nicht im eintönigen grinden enden. Vor allem muss es eine Lernkurve geben die voraus setzt, dass man sich intensiv mit den Systemen auseinander setzt. Wenn das alles passt hat man ein brilliantes Gamedesign, 

Es gibt da eine Spieleschmiede, die macht genau solche Titel, glaube From Software heißen die...  


"La historia me absolverá" - Fidel Castro
0  

Judgment (Xbox Series X)


Als Yakuza-Erfahrener (0-2 Kiwami) ist man mit der grundlegenden Mechanik vertraut. Eigentlich wollte ich ja die Yakuza-Serie fortführen, aber angesichts der Tatsache, dass der Dreier der wohl mit abstand schlechteste Teil sein soll, konnte ich mich nicht dazu aufraffen. Dann ist Teil 5 wohl auch noch so ein elender Brecher mit einer Spielzeit von weit über 100 Stunden, sodass ich nach Alternativen suchte. Judgment (die für mich unewöhnliche Schreibung ist echt eine Herausforderung) kam da gerade richtig. Die Story gefällt mir gut, ich mag den grundsätzlich etwas ernsteren Ton und den Fokus auf Action. Yakuza wird mit Teil 7 für mich uninteressant. 

Ich bin bei ungefähr der Hälfte der Hauptstory (Kap. 7) und freue mich bereits jetzt auf Lost Judgment. Ich kann nur hoffen, dass man die Serie für Spieler wie mich laufen lässt und nicht, wie die Tage durch die News geisterte, der zwiete Teil auch der letzte ist.


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
1