Zuletzt durchgespielt

Lost Judgment (Xbox)

Ich fasse mich mal kurz, weil es spät ist und ich eigentlich schon pennen sollte, aber nach 20,5h bin ich nun durch mit dem aktuellsten Titel der "Yakuza"-Reihe.

Lost Judgment liefert gewohnte Kost, klassisches Yakuza-Kampfsystem - der neue Snake-Style gefällt mir sehr - und eine spannende Story, generell ist es vom Aufbau kaum anders als der Vorgänger, abgesehen davon, dass man nun nicht nur in Kamurocho rum gammelt, sondern auch gleich Ijincho (der primäre Handlungsort von Yakuza 7) herhalten darf.

Anders als das Remaster des Vorgängers hat man in Lost Judgment nun auch alle QoL-Elemente aus Yakuza 7 und sogar noch eine Kleinigkeit (Skateboard!) mehr, wenngleich dies auch nicht immer ganz so rund funktioniert, nett ist es trotzdem. Zudem wurden die recht nervigen Detektiv-Tätigkeiten aus Judgment weitestgehend aus dem Spiel entfernt (oder zumindest etwas überarbeitet), beschattet habe ich jedenfalls recht wenig. Leider kommen dafür etwas ungelenke Kletter- und Stealth-Passagen hinzu.

Der Nebenkram wirkt auf mich etwas dürftig, anders als im Vorgänger gibt es bspw. nur eine Freundin zu erobern (wer auch immer dies ist, die Alte kam mir nicht unter) und mit 42 Nebenquest hat man zwar eine für jeden Nerd sehr schöne Anzahl gewählt, da diese sich aber über zwei Städte verteilen und zudem recht konzentriert auf dem Schulgelände auftreten, wirkt das Spiel doch mitunter etwas leer an Nebeninhalten. Irgendetwas größeres wie es in anderen Titeln der Reihe durchaus vorkommt habe ich jetzt auch nicht gesehen, ich weiß nicht einmal ob der Drohnen-Unsinn wieder dabei ist, aber ist ja auch egal.

Fazit: Dank diverser QoL-Elemente, welche man im Remaster des Vorgängers misste, merkt man bei Lost Judgment direkt den neusten Ableger der Reihe vor sich zu haben, obwohl sich optisch wenig getan hat und generell viele Elemente des Vorgängers meist 1:1 übernommen wurden. Während man als Fan der Reihe zweifelsohne seinen Spaß mit dem Titel haben und die spannende Story gebannt verfolgen wird, fehlt es Lost Judgment letztendlich jedoch an einem Alleinstellungsmerkmal, welches es vom Rest der Reihe - und insbesondere seinem Vorgänger - abhebt.

Spielerlebnis: Sehr Gut
Umfang: Durchschnittlich
Technik: Sehr Gut

8.0/10


"Nintendo I've come to bargain"
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Monster Hunter Stories 2 (Switch)

Nach ca. 70 Stunden hab ich den Abspann gesehen. Ich mach noch ein paar Minütchen Post-Game, aber morgen wird direkt Metroid Dread eingeworfen, mal schauen, ob ich danach nochmal zu MHS2 zurückkehre :D

Insgesamt fand ich das Spiel wirklich großartig, es hat eigentlich alles aus Teil 1, nur in größer, schöner und mit ein paar QoL-Verbesserungen. Die Story ist wie schon beim ersten Teil ziemlich irrelevant, obwohl viel Potenzial dagewesen wäre. Der Versuch, Fans vom ersten Teil Fanservice zu liefern und gleichzeitig keine Neulinge zu verschrecken, ist imo etwas nach hinten losgegangen – man trifft auf fast jeden Charakter aus Teil 1, aber so wirklich integriert in die Story werden sie nicht – sie sind einfach für ne Weile dabei. Nur Avinia bekommt etwas mehr Backstory (den besten Teil der Story des Spiels in meinen Augen^^), der Held aus Teil 1 (also der vom Spieler kreierte Charakter) wird aber lediglich erwähnt und natürlich nie gezeigt (und es wundert sich auch niemand, wo er abgeblieben ist…).

Aber wie gesagt, die Story ist hier nur Nebensache, trotz des Titels. Das rundenbasierte Schere-Stein-Papier-Kampfsystem wurde minimal erweitert und macht weiterhin Spaß und der Star des Games ist wie schon beim Erstling die süchtig machende Monster-Sammelei. Es gibt eine riesige Auswahl an ausbrüt- und reitbaren Monstern und selbst im Post-Game werden noch jede Menge neuer Viecher freigeschaltet, die man seinem Team hinzufügen kann.

Insgesamt ist das Spiel ca. ne 8/10 für mich. Es macht ultra viel Spaß, aber eine coolere Story und ein paar andere Kleinigkeiten hätten dem Game vielleicht noch gut getan. Die Deviants und Gold Rathian und Silber Rathalos muss ich mir dann nach Dread irgendwann noch holen :D


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Trails in the Sky the 3rd (Steam)
3  

Monster Hunter Generations Ultimate

Meine bisherigen Erfahrungen: 

Nintendo Wii U           Monster Hunter 3 Ultimate


Mein letzter Beitrag zu diesem Teil der Reihe, denn ich bin endlich fertig mit dem Spiel! :D
Ich bin am Ende doch sehr froh, dass ich es geschafft habe und es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich gehofft hatte, dass ich VOR Monster Hunter Rise fertig werde. xD
Aber nun kann ich mich komplett auf den neuen Teil konzentrieren und den DLC mitnehmen! :D

Ich habe natürlich die letzten drei Aufgaben aus meinem Stream rausgeschnitten und als Video auf YouTube hoch geladen, falls da wer rein schauen mag. :)

Rajang + Hyper Zinogre + Shagaru Magala

 


Hyper-Diablos + Hyper-Seregios + Hyper-Deviljho


Hyper-Glavenus + Hyper-Astalos + Hyper-Mizutsune + Hyper-Gammoth + Valstrax



Review:
Monster Hunter Generations Ultimate


Weitere Reviews:


"Reach for my hand, I'll soar away. Into the dawn. Oh, I wish I could stay. Here in cherished halls, in peaceful days. I fear the edge of dawn. Knowing time betrays. Faint lights pass through colored glass. In this beloved place. Silver shines, the world dines. A smile on each face. As joy surrounds, comfort abounds and I can feel I'm breaking free. For just this moment lost in time. I am finally me. Yet still I hide. Behind this mask that I have become. My blackened heart. Scorched by flames, a force I can't run from. I look to you. Like a red rose. Seeking the sun. No matter where it goes. I long to stay, where the light dwells. To guard against the cold. That I know so well." - The Edge of Dawn (Fire Emblem: Three Houses)
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Metroid Dread (Switch)

Mein halbes Leben hab ich auf eine Fortsetzung von Fusion gewartet und nun hab ich das Spiel in 3 Tagen durch   . Hat sich das Warten gelohnt? Ja.

Ich bin eigentlich kein Metroidvania-Fan, deswegen kann ich nicht beurteilen, ob und wie sich das Spiel gegen Genre-Größen wie Hollow Knight und Ori behaupten kann. Ich kann lediglich sagen, dass Dread ein fantastisches 2D-Metroid ist – vielleicht(!) sogar das beste. Samus Returns war meiner Meinung nach schon extrem gut, mit Dread haben Yoshio Sakamoto und seine Homies von MercurySteam aber ein echtes Brett hingezaubert. Die Steuerung und Samus‘ Moveset sind so präzise, knackig und flott wie nie zuvor in einem Metroid und der Planet ZDR ist mal wieder ein großartig designtes, abwechslungsreiches Labyrinth mit unendlich vielen Verzweigungen, versteckten Abkürzungen und Power-Ups, die gefunden werden wollen. Dabei geht sogar noch mehr als in Samus Returns im Hintergrund ab, ohne von der Action im Vordergrund abzulenken – super immersiv, ohne zu stören. Neben ihren altbekannten Fähigkeiten und den coolen Melee Counters aus dem 3DS-Teil kann Samus jetzt auch sliden und lernt tolle neue Tricks, wie den Phantomumhang und den Flash Shift. Die sind alle auch überlebensnotwendig, denn Dread ist meiner Meinung nach das schwerste 2D-Metroid bisher – in so ziemlich allen Belangen. Am Anfang bin ich eigentlich nur gestorben, wenn ich von einem EMMI erwischt wurde, diese fast unzerstörbaren Roboter, die in manchen Bereichen ihr Unwesen treiben und Samus bei Sichtkontakt (oder später auch nach Warhnehmung von Geräuschen) gnadenlos verfolgen und ausschalten, aber gerade die Bosse und manche Gegner im letzten Drittel sind echt nicht ohne und verlangten mir alles ab. Ich bin insgesamt vermutlich öfter Game Over gegangen, als in allen anderen Metroids zusammen. Dazu kommt, dass das riesige Labyrinth extrem verzweigt ist und man anders als in Zero Mission oder Fusion überhaupt keinen Ziel-Marker bekommt, also selbst überlegen muss, wo und wie es weitergeht. Das führte dann viel öfter als in Super Metroid dazu, dass ich längere Zeit durch die Gegend irrte und verzweifelt nach einem Weg suchte. Obwohl ich bekanntermaßen nicht sonderlich gut in Videogames bin und in letzter Zeit auch einfach nicht mehr die Geduld habe, mich krassen Herausforderungen zu stellen, empfand ich den Schwierigkeitsgrad und diese fehlende Guidance als echt erfrischend und cool, weil es mit zur Atmosphäre beigetragen hat. Vor allem, wenn ich mal wieder nicht wusste, wo es weitergeht und bei meinen Streifzügen auf ein EMMI-Gebiet gestoßen bin, musste ich immer erstmal abschätzen, ob ich mir den Stress antun will, da jetzt nochmal durchzugehen oder doch lieber woanders zu suchen. Generell habe ich meine Routen (auch dank der hervorragenden Map) dieses Mal viel detaillierter im Voraus geplant als sonst, anstatt einfach nur von A bis X alles abzuklappern, bis es irgendwo weitergeht. Die Bosse haben mir auch sehr gefallen, sie sind super inszeniert und herausfordernd, aber nie unfair – man muss eben die Bewegungsabläufe studieren und checken, wann man wo hinballern oder was man kontern kann. Wie ich erfahren habe, haben die Entwickler dieses Mal Sequence Breaking nicht nur nicht unterbunden, sondern belohnen es auch aktiv mit optionalen Boss-Kill-Taktiken und eigens dafür kreierten Animationen – sehr sehr cool, auch wenn ich kein Speedrunner und erst Recht kein Sequence Breaker bin. Was ich auch nicht bin: Jemand, der unbedingt in jedem Spiel 60 FPS haben muss. Ich habe auch gar nicht bemerkt, dass Dread mit 60 läuft, mir ist nur aufgefallen, dass es butterweich läuft und Framerate-Einbrüche wirklich extrem selten und kurz auftreten. Es ist erfrischend, mal wieder ein Switch-Spiel zu spielen, das nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch noch superflüssig läuft. Gerne mehr davon^^.

Das Spiel ist natürlich nicht PERFEKT – ein paar winzige Kritikpunkte zu dem einen oder anderen Punkt hätte ich noch: Während das Sound-Design absolute Spitzenklasse ist, fällt der eigentliche Soundtrack etwas unbemerkenswert aus – (vgl. Zelda Brot). Das ist kein großes Problem, aber wenn ich an Metroid denke, habe ich halt immer nur die OSTs von Super und den Primes im Kopf. Außerdem fand ich zwar, dass das Spiel storytechnisch einen würdigen Abschluss der Metroid-Saga bildet und untypischerweise sogar den einen oder anderen Plot Twist und WTF-Moment mit sich bringt, aaaber (Achtung, Spoiler!) :

Mir hätte es vielleicht ein bisschen besser gefallen, wenn die Galaktische Föderation nicht so einfach „davongekommen“ wäre. In Fusion (und auch in Other M) wurde gezeigt, dass die GF auch gerne mal zu schmutzigen Tricks greift, um für Recht und Ordnung zu sorgen, aber… das ist hier absolut nicht Thema. Es geht einzig und allein um die „bösen“ Chozo, die in den freischaltbaren Artwork-Gallerien von Samus Returns zu sehen waren. Finde ich ein bisschen schade. Aber böse Chozo sind auch cool, also ist das schon in Ordnung. Außerdem kann das ja in Metroid 6 thematisiert werden, dass sie doch noch irgendwo Metroids versteckt hatten^^.

Ja. Also ich bin kurz davor, ne 10/10 zu geben. Ich finde das Spiel wirklich krass geil. Allerdings bin ich sehr oft kurz nach nem Metroid extrem gehyped, deswegen gehe ich erstmal in mich, spiele etwas völlig anderes für ein paar Tage (habe kurz in New Pokémon Snap und Atelier Lulua reingeschaut) und zocke es dann vielleicht sogar nochmal durch. Dann ändert sich vielleicht noch eine Kleinigkeit.

Das große Dilemma ist jetzt: Was ist jetzt mein GOTY21? Das hervorragende, supergeile Monster Hunter Rise oder das absolut krasse Metroid Dread???


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Trails in the Sky the 3rd (Steam)
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Hardspace: Shipbreaker

"Durchgespielt" ist das falsche Wort, da das Spiel noch in Early Access ist und derzeit nur die ersten zwei Akte der Story spielbar sind. Für diese braucht man aber schon rund 35 Stunden und auch was Bugs angeht, macht es schon eine bessere Figur als so mancher AAA-Titel, der als "fertig" verkauft wird.

Hardspace spielt im 23. Jahrhundert, die Menschheit hat das Sonnensystem kolonialisiert und die mächtige Lynx Corporation ist eines der mächtigsten Raumfahrtunternehmen. Im Auftrag dieser Corporation soll man alte Raumschiffe ausschlachten, wobei "ausschlachten" hier wirklich bedeuten kann, dass am Ende nichts mehr vom Schiff übrig ist. Dafür zerlegt man das Raumschiff mit diversen Wergzeugen in seine Einzelteile, die dann je nachdem entweder eingeschmolzen, recycled oder so wie sie sind in anderen Schiffen verbaut werden. Für jede dieser drei Kategorien gibt es einen eigenen Auffangbehälter und wenn man irgendwas kaputtmacht, falsch zuordnet oder nicht richtig voneinander trennt, zieht Lynx einem das von der Quote ab. Später kommen auch noch komplexere Objekte dazu, und wenn man irgendwas übersieht, vergisst oder einen Fehler macht, können einem schnell große Teile des Schiffs um die Ohren fliegen. Die Schiffe sind mittelgroß bis riesig, sodass man am Ende schon mal eine zweistellige Anzahl von 15-Minuten-Schichten investieren müsste, um sie komplett zu zerlegen. Wer will, kann aber auch einfach nur die wertvollsten Sachen bergen und den Rest ignorieren.

Das Spiel hat Instant Respawns, was ich hier aber tatsächlich nicht schlimm finde, da sie nicht eingesetzt wurden um die Möglichkeit des Scheiterns zu eliminieren. Stattdessen muss man versuchen, möglichst große Teile des Schiffs unbeschadet zu bergen - wenn der Reaktor explodiert hat man das verkackt, da ändert auch die sofortige Wiederbelebung der Spielfigur nichts dran.

Leider ist die Story ziemlich Banane, denn es geht Hauptsächlich darum dass eine Mitarbeiterin des Teams dem man angehört mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden ist und zusammen mit einigen anderen Aktivisten eine Gewerkschaft gründen möchte, während die Firmenbosse ihre Macht ausspielen um das zu verhindern. Man stelle sich mal vor wie langweilig Star Wars gewesen wäre, wenn es die ganze Zeit nur um eine Gruppe von Stormtroopern gegangen wäre, die gegen die Arbeitsbedingungen beim Bau des Todessterns protestieren. Vor allem attackiert das Spiel mit dieser Handlung sein eigenes Gameplay und man hat oftmals nach einer Cutscene eigentlich keine Lust mehr, das nächste Schiff zu zerlegen, weil einem das Spiel vermittelt dass man dies gegen seinen Willen tun muss.

Abseits der Handlung fand ich das Spiel großartig - es verfolgt im Prinzip denselben Ansatz wie diese ganzen Simulatorenspiele, kombiniert diesen aber mit durchaus anspruchsvollem Gameplay, sodass es durchaus sein kann dass man mehrere Schiffe hintereinander in die Luft sprengt und dabei jedes Mal was dazulernt. Leider werden in der Early-Access-Version bei jedem Content-Update die Spielstände gelöscht, sodass es jetzt ziemlich sinnlos wäre, noch ordentlich Zeit in den Endless Mode zu stecken. Ich hätte noch eine ganze Liste von Dingen die ich mir für das Spiel wünschen würde, und wenn die alle umgesetzt werden, könnte Hardspace: Shipbreaker mit Release der Vollversion mein nächstes Spiel mit mehreren hundert Stunden Spielzeit werden.

8.5/10


Without women, men would just sit around and play video games all day.
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