"It's not made for you" muss ja nicht heißen, dass es einem nicht trotzdem gefallen kann.
Ich fand Frozen 2 super episch, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe (8-jährige Mädels) gehöre.
"It's not made for you" muss ja nicht heißen, dass es einem nicht trotzdem gefallen kann.
Ich fand Frozen 2 super episch, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe (8-jährige Mädels) gehöre.
Bin mir zwar ziemlich sicher, dass Deniz in Wahrheit ein 8-jähriges Mädel ist, aber anyway...
Twin Mirror (Xbox)
Joa, war ganz nett, aber extrem kurz und generell sehr klein gehaltenes Spiel, der aufgerufene Preis ist jedenfalls schon fast unverschämt, kp ob ich überhaupt mehr als vier Stunden dafür gebraucht habe...
Die Story ist ganz nett - Sam Higgs kehrt in seine Heimatstadt zurück weil sein bester Freund bei einem Autounfall gestorben ist... yada yada - und ich mag Sam irgendwie, aber die meisten Nebencharaktere sind schon irgendwo unsympathisch.
Letztendlich tut Twin Mirror so als gäbe es wer weiß was für abweichende Handlungsstränge, aber dann kommt es doch auf zwei "Entscheidungen" an, die eine Betrifft den namensgebenden Aspekt des Spiels, die andere ob man in der finalen Szene Verluste erleidet. Im Endeffekt gibt es also vier Enden, vier-einhalb wenn man berücksichtigt, dass man in dem Ende welches ich erreichte noch einen Deal mit dem Teufel eingehen kann, die Kevins unter euch könnten also bis zu 20 Stunden in Twin Mirror stecken, aber dafür müsste man schon bekloppt sein.
Spielerlebnis: Gut
Umfang: Mangelhaft
Technik: Durchschnittlich
6.0/10
Ich hatte es einmal durchgezockt und mir dann die verschiedenen Enden auf yt angeschaut. Das reicht bei dem Titel auch.
Anfang des Jahres hatte ich verdammt wenig Muße zu zocken und etwas eher seichtes angefangen und dann trotzdem nach ein paar Stunden links liegen gelassen... dahingehend hatte ich eigentlich
Little Hope (Xbox)
es jemals zu beenden, aber die letzten 1,5 Stunden Spielzeit hab ich jetzt doch noch hinter mich gebracht.
Was gehaltvolles hab ich zum Spiel an sich eigentlich nicht zu schreiben (oder ich kann einfach was ich hier geschrieben habe kopieren) und sein wir mal ehrlich, die "The Dark Pictures"-Reihe wird niemals herausragende Titel hervor bringen, aber wie auch Man of Medan ist Little Hope durchaus etwas was man mal zocken kann, zumal die Erklärung für die Story zumindest nicht so direkt auf der Hand lag wie im Vorgänger.
Etwas nervig: Jetzt sind die Vorahnungen im Spiel teilweise schon für den nächsten Titel der Reihe!
Das ganze spielt sich nicht anders als die andere Titel von Supermassive Games seit Until Dawn und das ist okaaay, aber es ist halt auch verdammt kurz (5ish Stunden) und ohne das entsprechende Budget im Rücken (was Bamco niemals hergeben wird) wie bspw. Quantic Dream es hat, wird auch Teil drei der Reihe kein Überflieger.
Noch ein Wort zur Story: Hexenverbrennung.
Fazit: Durchschnittlicher Zock, anders als die meisten Interaktiven Filme nichts für die schnellen Gamescore Punkte, Busfahrer gefunden, warten wir auf House of Ashes.
Spielerlebnis: Gut
Umfang: Mangelhaft
Technik: Gut
6.5/10
The Walking Dead: Michonne (Xbox)
3 Stunden, 1000 Gamerscore Punkte.
Spielerlebnis: Durchschnittlich
Umfang: Mangelhaft
Technik: Durchschnittlich
5.0/10
Im Discord war es ja bereits Thema, aber ich habe mir vorgenommen alle Halo FPS Titel durchzuspielen auf PC um für Infinite vorbereitet zu sein. Daher hatte ich in den letzten Wochen quasi ein Rush durch die Historie von eines der wichtigsten Franchise auf Seiten von Microsoft.
Zuerst aber ein bessere Spiel: Death's Door
Das Spiel wurde ja bereits von der Fachpresse hoch gelobt und ich kann mich da nur anschließen. Spielerisch ist es ein Mix aus Zelda, Metroidvania und etwas Souls Like. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm fordernd, aber weitem nicht so schwer wie ein Souls Like, was ganz gut zum Spiel passt. Ansonsten hat es einen uniquen Look und einen Humor der mich hin und wieder echt schmunzeln lässt. Das Spiel bietet sogar einen schönes Gegengewicht zu all dem Collectible Kram in anderen Spielen. So gibt es nur eine Art von Währung die man nur in eine begrenzte Zahl von Upgrade stecken kann. Besonders cool: Diese Erfahrungspunkte bekommt man zwar auch von Gegner, aber deutlich mehr bekommt man, wenn man einfach die Umgebung erkundet und Geheimnisse lüftet. Und das macht in der kurzen Spielzeit dann auch richtig Laune.
Bin ziemlich begeistert von dem Spiel und daher klare Kaufempfehlung.
Nun Aber zu Halo MCC
Den Anfang macht die Master Chief Collection, die jedes Halo FPS bis auf Teil 5 umfasst (später dazu mehr).Die Spiele sind nicht nach ihrem Erscheinungsdatum geordnet sondern nach der Chronologie der Ereignisse und so habe ich es dann auch gespielt:
Halo Reach
Ich bin mir nach all den Halos immer noch unsicher ob es die richtige Entscheidung ist, Neulinge mit Reach beginnen zu lassen. Der Teil hat einen klaren Fokus auf Koop und generell Multiplayer, was mich als Singleplayer Spieler nicht richtig abholt. Vor allem aber gibt es fast keine Story. Das mag jemand ein wenig anders auffassen der damals mit der kompletten Halo Trilogie im Rücken auf Teil 4 wartete aber als Neuling ist das meiste Belanglos und die Cutscenes bei weitem nicht so aufwendig wie in anderen Halo Teilen. Dafür ist das Gameplay sehr abwechslungsreich und Reach macht einfach Spaß zu zocken. Das konnte ich damals nicht so ganz wert schätzen aber rückblickend ist es Gameplaymäßig eins der stärksten Titel des Franchises. Und das ist vermutlich einer der Gründe warum man es doch als erstes spielen sollte denn . . .
Halo CE
2001 kam der Titel raus mit dem es alles begann. In der MCC ist ein aufwendiges Remaster, bei dem man auf Knopfdruck zwischen der Orginalgrafik und neuen Texturen hin und her schalten kann. Der Unterschied ist beeindruckend aber man merkt an manchen Stellen, dass das Leveldesign für die kargen Texturen designt wurden und manchmal verliert man bei all der Fauna den Überblick wo es weiter geht und muss auf die alte Grafik umswitchen. Hoch anrechnen muss man dem Titel auch, dass er quasi alles von Anfang an im Spiel hatte. Sprich schon damals konnte man mit Fahrzeugen fahren/kämpfen und viele der coolen Waffen und Gegner waren auch schon dabei. Der Elefant im Raum ist aber das Leveldesign. Das Spiel ist von 2001 und man muss einfach sagen, dass die Level abartig monoton sind und man teilweise das Gefühl hat, man läuft ewig lang an immer den gleichen Texturen vorbei. Zum Glück ist die Story aber auch für nen fps relativ interessant und bietet mit Cortana eine interessante Figur
Halo 2
Wohl das Halo, was im Vergleich zum Vorgänger den größten Sprung gemacht hat. Story ist besser, Grafik ist besser (auch wieder aufwendig remastered) und das Gameplay ist so viel abwechslungsreicher und interessanter. Wundert mich nicht, dass für viele, die mit dem Franchise aufgewachsen sind Teil 2 der beste Teil ist.
Halo 3
Story fand ich hier nicht ganz so interessant wie Teil 2 aber dafür wurde Gameplay weiter verbessert und das war dann auch der Punkt, wo die Spiele nach Reach auch wieder richtig viel Spaß gemacht haben.
Halo 3: ODST
Was erwartet man schon von einem Spin off der die Wartezeit auf den nächsten Teil überbrücken soll? Eigentlich nur more of the same. Und das ist es im Prinzip auch. Die Story ist anders gestaltet als in den restlichen Spielen was für etwas Abwechslung sorgt und der Titel ist in der Kampagne generell angenehm kurzweilig. Nur dass man bei manchen Missionen umständlich mit der Karte hantieren muss, war doof.
Halo 4
Ab dem Titel haben 343 Industries das Ruder übernommen und die Leute Story technisch etwas überladen. Denn von nun an reichte es nicht mehr die Spiele zu spielen um alles wichtige mitzubekommen und das ganze Gerede mit den Forerunner, alte Zivilisation und und und wirkte ein wenig zu gerusht. Gerade Halo 2 war interessant weil man tiefere Einblicke in die Bewegründe der Allianz bekommen hat und dort die Konflikte mitkam. Bei Halo 4 fühlte es sich so an als ob man mit Superlativen umherwirft: Da ist ein altes Artefakt, da ist was altes böses usw. alles muss ganz ganz alt sein und muss scifi mäßig herumschweben. Die Flood und die Allianz, die in den BungieTeilen die Hauptantagonisten waren gingen erstmal unter. Noch dazu wurde Cortana von der sympathisch selbst bewussten AI zum schwachen Mädel herabgestuft, die den Beschützerinstinkt wecken sollte. Das machte Story technisch schon etwas Sinn, insgesamt fand ich die neue Ausrichtung des Fanlieblings aber eher störend. Halo 4 ist aber weit entfernt ein schlechter Teil zu sein. Gameplaymäßig ist alles super und der Titel sieht auch heute noch richtig gut aus mit tollen Zwischensequenzen.
Jetzt käme eigentlich Halo 5 aber erst noch ein paar Worte zum damit verbundenen Plattformwechsel:
XCloud
Die bisherigen Teile habe ich alle in der MCC mit Maus und Tastatur bei über 120 fps am PC zocken können. Leider gibt es Halo 5 nciht auf dem PC und MS macht bisher keine Anstalten, dass bis Infinite zu ändern, weswegen ich mein PS5 Pad an den PC angeschlossen habe um das ganze mit XCloud zu zocken. Ich habe das ganze auch durchgespielt und somit hat der Dienst seine Aufgabe als Ergänzungsservice in der Beta ja auch erfüllt. Da ich aber viel Erfahrung mit Stadia habe, hier meine Gedanken zur Technik:
Also MS schaut dass ihr die Technik von Stadia lizensiert. Insgesamt war das ein ziemliches Lagfest mit regelmäßigen Sound und Eingabeaussetzern. Visuelle Artefakte gab es auch am laufenden Band was das Gameplay echt enorm eingeschränkt hat. Nach der ersten Mission war klar, dass ich den Schwierigkeitsgrad auf leicht stellen muss, weil man nicht darauf vertrauen kann, dass man bei den Eingaben nicht mal einen Aussetzer hat, der dann fürs Ableben verantwortlich ist. Zum Glück war einfach bei Halo 5 dann auch wirklich so einfach, dass quasi gar kein Frust aufkommen konnte. Im derzeitigen Zustand ist Xcloud gerade bei action lastigen Titel nichts weiter als eine Notlösung. Technisch fühlt sich das noch ziemlich weit weg an von einem 3. Standbein neben Konsole und PC.
Halo 5
Im Internet bekommt man manchmal das Gefühl, dass niemand Halo 5 mag. Etwas schade, weil das Gameplay eigentlich ziemlich gut ist und die Story deutlich einfacher gestaltet ist als bei Teil 4. Das Problem ist aber, dass große Teile des Spiels eigentlich etwas unnötig sind, da man mit Spartan Locke spielt, der quasi dem Master Chief hinter her jagt. Master Chief dagegen erlebt den interessanten Part der Story, aber insgesamt spielt man ihn viel zu wenig, so dass die Locke Missionen teilweise wie Filler anmuten. Ach ja und die Sinneswandlung von Cortana in Teil 4 ist nichts gegen das, was sie mit der Figur in Teil 5 anstellen. Ja das mag in der Story begründet sein und ist natürlich eine kreative Entscheidung. Aber man hat halt das Gefühl, die einzige Figur im Halo-Universum, die einem sympathisch war verliert da jegliche ihrer Charaktereigenschaften. Gameplaymäßig hat das ganze aber wie gesagt (und trotz Xcloud) überraschend viel Spaß gemacht. Besonders interessant durch den Lag und dem Wechsel zum Controller, war meine geliebten Snipers quasi gestorben und ich habe mich auf Shotguns und Nahkampfangriffe konzentriert. Dieser erzwungene Wechsel des Spielstils hat dann nochmal dafür gesorgt, dass ich im bisher letzten Teil der Reihe nochmal etwas Abwechslung hatte
Wie geht es weiter
Ich überlege mir ob ich vor Infinite noch die RTS Ableger Halo Wars 1 &2 zocken soll. Ich wollte mal einen Einstieg in das Genre und die Spiele kamen ursprünglich ja für Konsole aus und sind quasi für RTS Neulinge konzipiert. So oder so brauche ich jetzt aber erstmal ne Pause vom Halo Universum, denn so langsam kann ich die Gegner echt nicht mehr sehen.
Asinned schrieb:
Besonders interessant durch den Lag und dem Wechsel zum Controller, war meine geliebten Snipers quasi gestorben und ich habe mich auf Shotguns und Nahkampfangriffe konzentriert. Dieser erzwungene Wechsel des Spielstils hat dann nochmal dafür gesorgt, dass ich im bisher letzten Teil der Reihe nochmal etwas Abwechslung hatte
Das ist interessant! Ich habe Halo 1 und 2 damals auf der Classic Xbox mit dem ursprünglichen Fat-Controller gespielt.
Mit erscheinen der MCC wollte ich es ebenso noch einmal komplett spielen, habe es aber irgendwann drangegeben. Zum einen waren die Level in Halo 1 schon damals unübersichtlich und aufgrund der immer gleichen Texturen rennt man nach einem Scharmützel gerne mal wieder in die Richtung, aus der man kam, ohne es zu merken... zum anderen fand ich die Steuerung echt nicht so geil.
Vielleicht sollte ich es doch noch einmal am PC versuchen.
Kann man auf jeden Fall machen. Spiele am besten mit Abständen spielen und durch Halo 1 muss man sich mal durchquälen. Leider muss man auch sagen: Konzentriert man sich nur auf die Kampagne ohne die Terminals bekommt man von der Story nur Bruchteile mit. Also habe mir nachträglich youtube Videos angeschaut und die Lore ist schon sehr faszinierend.
Für sich genommen sind auch die meisten Haloteile kurzweilige Titel die gutes Arcadiges Gameplay bieten. Die MCC von hinten bis vorne in einem Rutsch durchzuspielen kann ich aber nur bedingt empfehlen.
Omae wa mou shindeiru. Nani?!
Fist of the Big Dipper: Lost Paradise (PS4)
(okay, offiziell heißt es hier "North Star", auch wenn es falsch ist )
Ich muss sagen, ich habe weder den Fist of the North Star Manga gelesen, noch irgendeine Anime Adaption gesehen, obwohl ich ja schon irgendwo ein verdammter Weeb bin, muss ich mal nachholen. Weshalb hab ich mich also durch ein Lizenz-Spiel geprügelt? WEIL ES VOM Ryu Ga Gotoku Studio (die Yakuza-Dudes) GEMACHT WURDE!
In 2018 erschienen, also nach Yakuza 6, Kiwami 2 und im selben Jahr wie Judgment, läuft dieses kleine Nebenprojekt noch auf der alten Yakuza 0/Kiwami Engine und es stört mich irgendwo null, klar gibt es hier jetzt wieder Ladezeiten wenn man Gebäude betritt, die Umgebung lässt sich nicht so hübsch kurz und klein schlagen und fangen wir halt mal gar nicht von den nicht setzbaren Markierungen auf der Karte an, aber hey, dafür ist das Inventar wieder stark begrenzt - ein Spiel für Vyse!
Die bereits 2015 etwas angestaubte Technik aber mal beiseite gelassen... ich hatte irgendwo doch die time of my life mit dem bis Lost Judgment letztem "Yakuza", obwohl ich letztendlich nur 20% der Nebenquest (gibt iirc 80) und kaum Minispiele gemacht habe und das ganze nach nunmehr gut 26h durchgespielt habe. Es gibt mit einer minimal veränderten Version des Kabarett-Clubs aus Yakuza 0 und einem kompletten Rennspiel aber durchaus größere in die man viel Zeit versenken könnte... von kleinerem Stuff wie der grausigen Rhythmus-Spiel-Klinik mal abgesehen... da finde ich mit einem Stahlträger als Schläger und Banditen auf Motorrädern als Ball Baseball spielen halt schon therapeutischer. Anyway. Story ist halt IMO jetzt nicht ganz so twisty wie man es von einem Yakuza gewohnt ist, aber nach dem etwas verwirrendem Prolog, der durch eine Rückblende kurz darauf noch etwas Kontext bekommt und davon abgesehen, dass einige Nebencharaktere (die wohl im Manga/Anime vorkamen) nur beiläufig eingeführt werden, ist das alles auch ohne Vorkenntnisse zu verstehen und definitiv interessant genug um dem Spiel bis zum Ende zu folgen. Außerdem wer will halt nicht ein post-apokalypstisches Mad Max Yakuza zocken? Als Yakuza-Fan erkennt man dann die japanischen Stimmen von Kiryu natürlich direkt und wer vom Mad Dog of Shimano gesprochen wird, hat sowieso meine Sympathie, obwohl es hier ein Antagonist ist.
Kommen wir aber mal zu der wirklich erstaunlichen Sache, auch wenn die fiktive Stadt "Eden" natürlich nicht mit dem Detailgrad von Kamurocho und den anderen in der Hauptreihe primär verwendeten Örtlichkeiten mithalten kann, finde ich es doch erstaunlich, dass hier für ein Spin-Off eine eigene Stadt aus dem Boden gestampft wurde, die jetzt auch nicht all zu klein ist - obwohl es bzgl. POI doch deutlich dünner ist, aber es ist eine Stadt in der post- apokalyptischen Wüste, also kommt das in dem Setting echt mehr als hin. ICH WILL IN DER HAUPTREIHE AUCH MAL MEHR NEUE MAPS, SEGA GIB DEN JUNGS DAS BUDGET, JESSES.
Das Kampfsystem ist natürlich wie das ganze Spiel auch in weiten Teilen wie in den Yakuza-Titeln, aber Kenshiro ist als Kampfsportler doch etwas flüssiger unterwegs als Kiryu-chan, zumal man 90% seiner Gegner letztendlich mit einem Hokuto Shin Ken Finischer erledigt. Die ersten paar hundert bereits Toten deren Köpfe explodieren, sind schon geil, irgendwann wird es aber doch etwas repetitiv. Wirklich in Schwierigkeiten bin ich unterdessen nur bei zwei Bossen gekommen, der eine weil er mir die Aufladung des Burst Modes mit seinen angriffen stahl... der andere weil der finale Boss erst nach ein paar hundert Mobs kommt, die alle Heil-Items die ich dabei haben konnte restlos aufgebraucht haben und ich mir auch nicht die Mühe gemacht hatte, mehr als vier Talismane herzustellen, weshalb ich im finalen Kampf ohne Cheat-Moves und Heilung auskommen musste... nachdem ich es beim ersten Versuch (trotz nur noch halb gefüllten HP-Balkens) beinah geschafft hatte und kläglich an einer minimal zu langen QTE-Sequenz scheiterte... wurde ich noch gut 10x gnadenlos verprügelt, bis ich den Vorschlag temporär auf Einfach zu schalten frustriert annahm... hätte natürlich auch den letzten Speicherpunkt (also am Anfang des finalen Kapitels) laden und mich besser vorbereiten können, aber neee...
Fazit: Herzlichen Glückwunsch. ES IST EIN YAKUZA! Dazu nicht einmal ein schlechtes (obwohl es abseits von 3 eh kein wirklich schlechtes gibt... 4 ist nur technisch hoffnungslos veraltet und 6 hat einfach diesen Hauch von "ist noch nicht ganz fertig", aber egal, darum geht es gerade nicht, zurück zum Thema!), zwar merkt man dem Titel das geringe Budget stellenweise leider etwas zu sehr an, obwohl der Mangel an Points-Of-Interesst durchaus zum Fist of the North Star Setting passt und das mit den Kämpfen wird stellenweise doch etwas arg repetitiv, vor allem weil man selbst für kleine Gegner oft die etwas langen und mit QTE beglückten Finisher verwendet, aber wer die Yakuza-Titel mag, sollte auch hier rum keinen Bogen machen. Andersherum gilt aber natürlich auch, wenn du ein Hurensohn ohne Geschmack bist, dem die Hauptreihe schon nicht zusagt, brauchst du das hier auch nicht.
Spielerlebnis: Sehr Gut
Umfang: Gut
Technik: Durchschnittlich
8.0/10
Und weil ich die Yakuza-Reihe bisher so gerne sortiert habe:
Zero >= LAD > Kiwami 2 > Kiwami >= Judgment >= 5 > FotNS:LP > 4 > 6: The Song of Life >>> 3
Denios schrieb:
Shin Megami Tensei III (Switch)
Doofes Spiel.
Legend of Mana (Switch)
Weirdes Spiel.
Die Liste an Games, zu denen ich noch einen Test schreiben muss, wird immer größer
Ys IX: Monstrum Nox (Switch)
Bisherige Erfahrungen mit der Reihe: Ys VIII: Lacrimosa of Dana, Ys: Memories of Celceta, Ys: The Ark of Napishthim, Ys Origin.
Spielzeit: 42h, in der Zeit habe ich alle 40 (Side)Quests absolviert und die Affinität zu allen Charakteren maximiert. Erkundet habe ich "nur" 96% der Map und gefunden habe ich 80% aller Schatztruhen. Auf den Rest habe ich eigentlich keine Lust, vor allem da es kein Extra Ending oder so Kram dafür gibt. Ich habe aber alle Azur Petals und alle Graffitis gefunden.
Sehr, sehr cooles Spiel. Gameplay-technisch fast exakt wie Ys VIII mit ein paar netten Kniffen und Quality-of-Life-Features. Story auch ziemlich nice, vor allem da Adols alte Geschichten ihn langsam einholen und alles zusammenhängender wird (weswegen ich IX auch nicht unbedingt als Eintritt in die Reihe empfehlen würde, ist zwar gut machbar, aber die Anzahl der Anspielungen auf ältere Titel wird immer länger). Zum ersten Mal bei einem Ys Game bin ich jetzt nicht mehr einfach zufrieden, ein cooles Abenteuer erlebt zu haben, sondern ich will wirklich wissen, wie es für Adol jetzt weitergeht. Wer einigermaßen in Ys investiert ist, muss auch unbedingt alle Sidequests machen, da sie einiges an Hintergrundinfos zur politischen Lage in der Stadt und zu den vielen coolen Charakteren liefern. Der Cast ist in meinen Augen insgesamt auch ein ganzes Stück besser als in Dana (auch wenn Dana ein bisschen nicer als Aprillis ist). Der Soundtrack ist wie immer Hammer. Die technische Seite ist eigentlich mein einziger auch subjektiver Kritikpunkt: Die Switch-Version saugt. Die PS4 kam mit dem schlecht programmierten Häufchen Elend schon kaum zurecht, aber auf Switch läuft das Spiel echt nicht gut. Es ist auf jeden Fall spielbar, aber wer einen guten PC oder eine PS5 daheim hat, sollte das Spiel eher darauf zocken.
NplusX-Test folgt die Tage.
Wenn ich wählen muss zwischen Ys 8 Lacrimosa of Dana, Xenoblade Chronicles 2 und Atelier Ryza (1) welchen Titel soll ich spielen?
Bedenke, das ich bis DQ11 nicht besonders viel anfangen konnte mit JRPG.
Der größte Unterschied zwischen den Dreien ist wohl das Kampfsystem, Ys 8 ist aus spielerischer Sicht ein klassisches Action-Adventure, Atelier Ryza zwar nicht streng rundenbasiert aber nah dran, Xenoblade Chronicles 2 ein Hybrid aus beiden.
Alle Spiele sind sicherlich auch deutlich japanischer als DQ 11, das sich eher an westlichen Märchen orientiert. Wenn du die Story von NGE verdauen kannst sollte XC2 sicherlich auch kein Problem sein, aber Atelier Ryza geht eher ins Slice of Life-Genre, also (wenn man es etwas unvorteilhaft ausdrücken möchte) in Richtung einer Anime-Seifenoper. Also für Ryza muss man sich schon in die Charaktere verlieben und den Fanservice zumindest dulden können, das Charakterdesign von Lila ist da ein großer Aufhänger den ich selbst auch nicht toll fand. Von Ys 8 gibt es eine spielbare Demo.
Meine persönliche Einschätzung wäre übrigens, dass dir Trails of Cold Steel eher gefallen dürfte als alle der drei genannten...
Danke! Die NGE Story oder ähnliches schreckt mich nicht und Fanservice kann ich bei Spielen auch eher etwas abgewinnen, als bei Filmen und Serien, wo es mitunter sehr deplatziert wirkt.
Aber Seifenoper geht garnicht! Du hast mich also gerettet, denn insgeheim war das mein Favorit! Kleiner Tipp am Rande: bei Ebay gibt es aktuell Angebote für Ryza 1 Switch um die 50€ zzgl. 9€ Versand aus UK, bei den meisten auch inkl. Zollgebühren.
Im Gamepass hab ich mit auch Trails of Vesperia angesehen. Ist soweit ganz cool, nur die festen Kameraperspektiven nerven mich etwas.
GF0P schrieb:
Danke! Die NGE Story oder ähnliches schreckt mich nicht und Fanservice kann ich bei Spielen auch eher etwas abgewinnen, als bei Filmen und Serien, wo es mitunter sehr deplatziert wirkt.
Aber Seifenoper geht garnicht! Du hast mich also gerettet, denn insgeheim war das mein Favorit! Kleiner Tipp am Rande: bei Ebay gibt es aktuell Angebote für Ryza 1 Switch um die 50€ zzgl. 9€ Versand aus UK, bei den meisten auch inkl. Zollgebühren.
Im Gamepass hab ich mit auch Trails of Vesperia angesehen. Ist soweit ganz cool, nur die festen Kameraperspektiven nerven mich etwas.
Jup, wie die Vorredner schon sagten.
Ryza ist eher was für gechillte Abende, an denen man Kräuter sammeln und zusammenbrauen und dabei Ryza auf den Hintern starren möchte. Kann in 30h durchgeballert werden und ist auf jeden Fall ein recht angenehmer Zock.
Ys VIII geht richtig gut ab, aber zäher Einstieg. Xenoblade 2 ist zwar super episch, aber hat ebenfalls einen sehr zähen Einstieg :D Bis du alle Facetten des Kampfsystems freigeschaltet hast, können gut und gerne 20 Spielstunden vergehen. Trotzdem ein unglaublich geiles Abenteuer. Beide Games haben außerdem God-Tier-Soundtracks.
Xenoblade hat aber deutlich längere und dramatischere Cutscenes und ist vom Spielfluss her viel langsamer als Ys, welches man gut als Zelda auf Speed bezeichnen kann. In Ys VIII auf 100% zu kommen, hat mich 60h gekostet, in Xenoblade 2 bin ich bei 215h und mitten im New Game+ irgendwo stehen geblieben. Kann je nachdem, wie viel Zeit du in die ganzen Sidequests mit den Partymitgliedern stecken möchtest, weit über 100h gehen.
Bei den Trails Games hängt alles zusammen, das heißt, wenn dich Cold Steel 1 hooked, bist du die nächsten 1000 Stunden damit beschäftigt, nicht nur alle 4 Cold Steels zu zocken, sondern auch die Vorgänger nachzuholen, weil das World Building und die wiederkehrenden Charaktere einfach einzigartig im Genre sind. Vielleicht kommst du auch "nur" mit den 4 Cold Steels aus, aber was eben gar nicht geht, ist einfach nur einen der Teile zu spielen. Das wäre als wenn du in einem Anime mit 4 Seasons halt nach der ersten aufhören würdest. Die beiden Crossbell-Teile, die zeitlich parallel zu Cold Steel 1 und 2 spielen, kommen Ende 2022/Anfang 2023 übrigens auch endlich offiziell im Westen raus.
Tales of Vesperia ist auch cool, zwar nicht mein Lieblings-Tales, aber der Cast ist super. Das Ende ist leider etwas abgedroschen, bis dahin ist aber auch die Story ganz nice. Das Kampfsystem ist nicht ganz so flott wie in Ys, aber immer noch flotter als in Xenoblade. Der Soundtrack geht klar, kann aber nicht mit den beiden eben genannten mithalten.
Twelve Minutes (Xbox)
Du kommst von der Arbeit, deine Frau begrüßt dich, ihr habt einen romantischen Abend während es draußen gewittert und sie offenbart dir schwanger zu sein, doch plötzlich klopft ein Polizist an die Tür, bezichtigt deine Frau ihren Vater ermordet zu haben, zwingt sie zu Boden um sie zu fesseln, du versuchst ihr natürlich zu helfen, wirst jedoch brutal niedergeschlagen... und landest wieder an dem Moment, wo du das Apartment betreten hast.
So ungefähr könnte euer erster Loop in Twelve Minutes ablaufen, einem Point-and-Click Adventure in welchem ihr in der Top-Down Perspektive euer Apartment erkundet und in einer 10-minütigen Zeitschleife gefangen seid...
Frust und Erfolgserlebnis liegen hierbei sehr nah beieinander, weil es nicht nur vorkommen kann, dass ihr diverse Loops durchlauft ohne irgendetwas verändern zu können oder eine falsche Dialogoption, ein unüberlegtes Eingreifen oder schlicht der Umstand, dass ihr eine Tür nicht geschlossen und eure Frau gesehen hat ihr macht, schnell den ganzen Durchlauf ruinieren kann. Wenn es dann aber endlich die neue Dialogoption gibt, sich die Gespräche verändern, man mehr und mehr über seine Frau, ihre Vergangenheit und auch den Polizisten erfährt. Es ist einfach absolut befriedigend.
Doch lasst euch nicht täuschen, es ist nicht alles so wie es scheint. Nur wer wirklich aufmerksam ist, wird erfahren was es mit der Zeitschleife auf sich hat. Der Titel heißt nicht grundlos Twelve Minutes.
Spoiler (Zum Lesen klicken)
Is this just fantasy?
Caught in a landside,
No escape from reality ♫
Fazit: Einer der wenigen Titel der E3 die mein Interesse hatten und ich wurde nicht enttäuscht, wobei es kein Titel ist, dem man uneingeschränkt empfehlen kann, da man wirklich Geduld und eine gewisse Toleranz gegenüber der sich mitunter aufbauenden Frustration mitbringen sollte. Allein das wirkliche Ende (I) zu erreichen hat mich beinah in den Wahnsinn getrieben, man wusste einfach es ist stimmt was nicht, aber steckte in dem vermeintlichen Ende (III) fest ...
Spielerlebnis: Sehr Gut
Umfang: Gut
Technik: Gut
8.0/10
Skyward Sword HD
Nachdem ich zunächst noch mit Joy-Con und Bewegungssteuerung begonnen und zwischendurch immer mal wieder gewechselt hatte, hab ich nach ein paar Stunden komplett auf den Pro Controller gesetzt und das Spiel damit durchgespielt. Hier und da musste man sich erst ein wenig dran gewöhnen, aber die Steuerung ging letztlich sehr gut von der Hand.
Hatte das Spiel auf der Wii nicht durchgespielt und wenn ich mich richtig erinnere im Turm des Himmels, also kurz vor Schluss, nicht mehr weitergespielt. Warum weiß ich gar nicht mehr so genau.
Das Spiel gefällt mir im Großen und Ganzen noch immer. Die Suchaufgaben hab ich jedoch mit Karten aus dem Netz mit optimalen Laufwegen vereinfacht, da hatte ich schlicht keine Lust drauf, auch wenn man das in 20 Minuten auch selbst hinkriegen würde (was ich in Phirone noch getan habe).
Grafisch kann ich das ganze Gemeckere nur bedingt verstehen. Finde hier ist vieles auch dem Grafikstil geschuldet, den ich heute wir damals sehr gelungen finde. Nun endlich auch knackig scharf. Aber ja, von Grund auf neu entwickelt würde auch dieser Stil heute deutlich besser aussehen.
Nichtsdestotrotz, hatte Spaß am Spiel.
The World Ends With You - Final Remix (Switch)
Wollte, bevor ich mich in Monster Hunter Stories 2 für den Rest des Jahres stürze, noch schnell ein kürzeres Game aus meinem Pilei weghauen. TWEWY hat ein recht cooles Konzept mit seinem hippen Shibuya aus den 2000ern, in dem kürzlich verstorbene eine zweite Chance bekommen, wenn sie sich im Reaper's Game behaupten können. Die Story um den fast schon soziopathischen Neku, der nach seinem Tod in einem solchen Spiel aufwacht und mit Shiki, Beat und Rhyme seine ersten Freunde findet, ist ganz cool, auch wenn viele kritische Details der Handlung hinter einem zweiten Durchgang mit Bonusmissionen versteckt sind (den ich auf keinen Fall angehen werde). Den Kram guck ich mir dann zeitnah auf Youtube an oder so. Auch auf die Zusatzepisode hab ich keine Lust, was nicht am Spiel an sich liegt, sondern an der unglaublich schlechten Steuerung. Den Touchscreen mit den Fingern zu bedienen oder den Joy-Con als Pointer zu benutzen funktioniert beides eher schlecht als recht, was gerade in den Bosskämpfen unglaublich frustrierend werden kann. Glücklicherweise kann man, wenn man einen Bosskampf verkackt, nochmal eine leichte Version des Bosses starten, was ich öfter mal dankend angenommen habe. Alles sehr schade, denn das Kampfsystem an sich finde ich eigentlich ganz cool. Man muss Pins mit bestimmten Fähigkeiten in den Kampf nehmen und aktiviert diese mit bestimmten Bewegungen und Tippen auf den Bildschirm. Da die Switch keine zwei Screens hat (das Original kam auf dem DS raus und nutzte beide Screens für Kämpfe), steuert man Nekus jeweiligen Partner parallel auf dem gleichen Screen, was das Ganze natürlich noch chaotischer macht. Manche Moves bekomme ich einfach fast nie oder nur nach mehreren Anläufen hin und in der Zwischenzeit ist der Gegner dann längst woanders und ich verfehle. Auch das Ausweichen funktioniert super schlecht. Außerhalb der Kämpfe kann man mit dem Joy-Con zumindest mit dem Stick laufen, weil über den Screen ziehen ist auch doof (manchmal läuft man in ein Gebäude oder anderes Gebiet rein, ohne es zu wollen -.-).
Naja, wenigstens ist es kurz und der Soundtrack ist erfrischend anders mit seinen Pop- und Hip-Hop-Tracks.
Game an sich: 7/10
nach Abzug durch die mieseste Steuerung aller Zeiten: -3/10