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Last of Us 2   

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Yakuza Kiwami 2 (PS4 Pro / PS5)

Das Spiel setzt ein Jahr nach den Geschehnissen von Kiwami 1 an und überzeugt auf ganzer Linie! Es ist sehr viel hübscher als Kiwami 1, da es mit der Y6-Engine läuft und nicht mit der etwas antiquierten von Y0. Die Charakter- und Gesichtsmodelle sehen zum Teil unfassbar gut aus, die ganze Stadt quillt über vor Passanten, die Neon-Reklamen leuchten sprichwörtlich dem Spieler entgegen, Pfützen sehen voluminös aus und nicht einfach wie eine Textur, die längsten Ladezeiten belaufen sich auf ca. 5 Sekunden, das Screen-Tearing, mit dem die Serie immer zu kämpfen hat, ist (zumindest auf einer PS5 gespielt) komplett weg! Das macht echt einiges aus! Das Voice-Acting ist einfach, ich werde nicht müde, das zu erwähnen, over the Top - selten hört man sowas gutes. Nachdem Kiwami (logischerweise) storytechnisch etwas rudimentär blieb, zieht Kiwami 2 hier wieder extrem an und ist auf Augenhöhe mit Yakuza 0.

Das Level-System macht ultra viel Spaß und ist nun offensichtlich ein JRPG-System. Man kann nachdem man in 1 "nur" in Tokio war, nun auch endlich wieder nach Osaka; inkl. seiner Bewohner, die alle im Osaka-Dialekt sprechen. Für Leute, die Japanisch verstehen, ist das wirklich richtig nice! Minispiele gibt es zu Hauf: inklusive Virtua Fighter 2 und einem obskuren Urin-Beat-'em-Up. Die Sidequests sind schön bizarr, Hostessen-Club-Verwaltung ist wieder mit an Bord ebenso ein Echtzeitstrategiespiel, in dem man Bauarbeiter von Goro Majima auf einem Schlachtfeld/Bauplatz gegen herannahende Arbeiter und Schlägertrupps verteidigen muss. Einzig das Kampf-Theme ging mir mit seiner durchdringenden Saxophon-Einlage irgendwann auf den Keks. Alles in allem ist Kiwami 2 aber wirklich ein herausragend gutes Spiel und jeder, der Action-Adventures oder Action-JRPGs mag, sollte es mal ins Auge fassen!

9/10


Hoppe, hoppe Reiter - wenn er fällt, dann died er.
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Atelier Ryza: Ever Darkness & the Secret Hideout

Komplett durchgespielt auf Hard mit (vermutlich) allen Sidequests, vier von sechs(?) besiegten Superbossen, allen Schatzkisten und allen bis auf zwei Landmarks. Dauerte insgesamt 41 Stunden, deutlich mehr als die 20-30 die Denios in seinem Test veranschlagt.

Das Spiel startet IMO recht träge und hinterlässt einen nicht so tollen Ersteindruck, sodass es mich nicht allzu sehr verwundert, dass ich es letztes Jahr nach dem ersten Anspielen nicht mehr angerührt hatte. Aber wenn nach den ersten paar Stunden das Atelier gebaut ist und die ganzen Sidequests verfügbar werden, wird es spürbar besser. Die Story kann ich leider nicht wirklich beurteilen, da ich - wie in Teamplay geschrieben - für das Testen des zweiten Teils eine Zusammenfassung gelesen habe und daher alles schon kannte. Aber die Atmosphäre des Spiels und die sehr liebenswerten Charaktere haben mich trotzdem eingefangen.

Spielerisch ist es natürlich schlechter als der zweite Teil, da einige QoL-Features und Verbesserungen fehlen. Der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf Hard bestenfalls moderat, selbst die Superbosse (zumindest die, die ich besiegt habe) erfordern kein optimiertes Equipment. Spaß haben die Kämpfe trotzdem gemacht und es kam auch öfters vor, dass ich verloren hatte und nicht einfach nur unterlevelt war, sondern verstanden hatte, wo mein Fehler lag. Dank der Echtzeit-Mechanik muss man Vieles gleichzeitig im Auge behalten und schnelle Entscheidungen treffen, und man muss jeden Aspekt des Kampfsystems richtig nutzen um gegen die stärksten Gegner gewinnen zu können.

Trotz des merklich niedrigen Budgets fand ich das Spiel audiovisuell sehr schön gestaltet. Die Battle Themes sind mal wieder echte Ohrwürmer, und die Charakterdesigns von Toridamono sind ja bekanntlich das große Erfolgsgeheimnis des Spiels. Ich hoffe ja sehr, dass wir Kilo nochmal wiedersehen... 

Am Ende hatte ich sogar einen kleinen Klos im Hals, vor allem in der Szene nach den Credits wo die ganzen Fotos auf dem Tisch liegen. Also das Spiel kann echt was und ich bin froh, dass es für Gust nicht nur ein Ausreißer nach oben war, sondern dass der zweite Teil in praktisch allen Bereichen sogar noch ein bisschen besser ist. Selbst Ryza sieht im Nachfolger noch mal eine ganze Ecke hübscher aus. Bis ich den komplett durchspiele, werde ich mir aber etwas Zeit lassen.

8.5/10


Everything is impermanent and to exist is to suffer.
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