Zuletzt durchgespielt

Ich muss da seltsamerweise prog4m3r Recht geben. Ich persönlich fand zwar die meisten Neuerungen auch ziemlich cool aber es gab 0 Abwechslungen bei den Missionen die noch dazu echt leicht waren. Eigentlich coole Gameplayideen wie sich mit Schüler anderer Klassen anzufreunden um sie später abzuwerben sind am Ende belanglos weil man auch so easy durch die Missionen kommt ( also auf schwer mit perma death). In Awakening habe ich mir noch den Kopf zerbrochen wie ich die Leute miteinander verheirate damit die Kinder geile Fähigkeiten bekommen und meine Truppe sinnvoll ergänzen. 

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Ich muss euch beiden leider widersprechen. Erstmal zu Pro: Wir wissen, dass du möchtest, dass alle Spieleserien exakt gleich bleiben und sich absolut überhaupt nichts ändert, deswegen verstehe ich auch nicht, wieso du kein größerer Dragon-Quest-Fan bist   

Aber nun spezifisch zu FE3H: Wo wurde denn da das fundamentale Gameplay über den Haufen geworfen oder etwas weggenommen? Last time I checked war es immer noch ein rundenbasiertes SRPG, aber was weiß ich schon, ich spiele es ja erst seit 65h... Es gibt auch nicht weniger Schlachten als in den anderen FEs, durch die verschiedenen Routen gibt es sogar deutlich mehr. Beim Schwierigkeitsgrad stimme ich einzig und allein euch beiden darin zu, dass er wirklich sehr niedrig ist. Mich persönlich hat es beim ersten Run überhaupt nicht gestört, weil mich da die Story und die Charas so faszinierten, dass ich froh war, mich mehr darauf konzentrieren zu können. Auf schwer in meinem 2. Durchlauf hatte ich bisher auch noch keine großen Probleme, allerdings musste ich mich lustigerweise gerade in ein paar der optionalen Sidemissions doch etwas anstrengen, alle am Leben zu erhalten. 

Da gibt es zum Beispiel die eine Quest, bei der sich Manuela und Hannemann streiten und dann startet die Schlacht mit Manuela allein in einer Ecke und dem Rest der Truppe in der anderen. Da ich in diesem Durchlauf Manuela nicht ein einziges Mal in einem Kampf dabei hatte, fiel es mir wirklich schwer, sie rechtzeitig zu erreichen, bevor die Gegner sie zerfetzt hatten und musste tatsächlich zweimal den Kampf neustarten. Beim 3. Mal hat es auch nur funktioniert, weil ich extremes Glück hatte und eine gegnerische Pegasusritterin zweimal daneben haute - bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von 81%. Auch die Quest, in der Byleth von Monstern umzingelt wird, war an einigen Stellen ultraknapp für mich. Vielleicht ist das auch einfach nur der Segen, den das Schlechtsein in jeglichen Videospielen mit sich bringt, aber aktuell kann ich mich bei diesen Sidequests echt nicht beschweren, auch wenn die Hauptmissionen noch relativ leicht sind. Und abwechslungsreich sind sie halt auch (also besonders der Sidecontent, die Hauptmissionen sind meist "besiege den General" oder "besiege alle", aber es gibt auch ein paar Schlachten in denen man Dörfler retten muss und die Layouts finde ich auch ganz nice, mal kämpft man in einem Dorf, mal in einem engen, verwinkelten Verlies, mal in einem dichten Wald... ist doch alles dabei).

Ich finde es übrigens auch nicht "belanglos", sich mit anderen Schülern anzufreunden und sie abzuwerben, denn ja, man braucht die Leute nicht als Kämpfer für sein Team, aber ich fand es supercool, dass die Entwickler echt für jede noch so unwahrscheinliche Kombination Supportgespräche entwickelt haben, die bisher ungekannte Facetten der Charaktere beleuchteten. Zum Beispiel habe ich aktuell Ingrid in mein Haus der Black Eagles rekrutiert und fand es cool, wie Dorothea sich mit ihr anfreundete (schade, dass die beiden keinen A-Support haben, finde ihr Zusammenspiel echt nice). 

Das ganze Kloster, das Pro so sehr den Schlaf raubt, kostet auch nur so viel Zeit, wie man selbst darin verbringen möchte. Wenn du es also nicht magst, klapperst du halt schnell per Schnellreise die 2-3 Sprechblasen auf der Karte ab und spulst weiter vor bis zum Kampf. Selbst das Lehren musst du ja nicht selbst übernehmen, wenn du nicht willst. Also das wirklich einzige, was in diesem Spiel an Fire-Emblem-haftigkeit fehlt, ist das Waffendreieck und auch wenn ich es etwas vermisse, ist es nicht wirklich ein Negativpunkt. Echoes hatte auch keins und war trotzdem ein tolles FE.

So, also ich kann es natürlich verstehen, wenn man FE3H nicht gut findet, weil man ein schwereres FE oder ein klassischeres erwartet hatte (wobei insbesondere Sacred Stones und 2/3 der Fates-Teile auch sehr sehr leicht waren), aber insgesamt betrachtet finde ich es auf nicht allen, aber vielen Ebenen allen anderen FEs überlegen.


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Final Fantasy XIV - A Realm Reborn (PS4/Steam)

Mit dem Abschluss des Hauptszenarios betrachte ich FFXIV für mich als durchgespielt, auch wenn ich für die Add-Ons sicherlich noch ein paar Mal nach Eorzea und Umgebung zurückkehren werde.

Jo, wie bereits im zuletzt-gespielt-Thread und in 2-3 Teamplay-Ausgaben angemerkt, hat mir das MMO, welches ich bis auf die erzwungenen Multiplayerinstanzen komplett allein gespielt habe, recht viel Spaß gemacht. Die Story braucht ziemlich lange, bis sie an Fahrt aufnimmt, aber in der Zwischenzeit lernt man viele coole Charaktere und Orte kennen. 

Ich habe zwei Jobs recht hoch gelevelt, Faustkämpfer/Mönch auf 46 und Schurke/Ninja auf 51. Den Samurai-Job hab ich auch mal kurz angenommen, da startet man ja glücklicherweise bereits auf 50 und das Skillset des Jobs machte auch einen nicen Eindruck, aber ich glaube, Ninja bleibt mein "Hauptjob". Ich bin damit bisher nur in der DPS-Rolle unterwegs gewesen, was in Dungeons recht angenehm war, da Tanks und Heiler dort einen etwas stressigeren Job haben, aber dafür musste ich teilweise auch echt lange warten, bis ich eine Gruppe vollbekam. Vielleicht probier ich irgendwann auch mal einen Heiler aus, aber es gibt leider aufgrund der fest verteilten Rollen und der vielen Veteranen, die einem sagen, was man tun soll, recht wenig Freiraum für eigenverantwortliches Kämpfen in den Dungeons. Sobald ich auch nur einen Skill einsetze, der nicht den gerade maximal möglichen Damage macht, werde ich meist sofort darauf hingewiesen. Immerhin sind die meisten Leute bisher ziemlich freundlich zu mir gewesen und haben sich echt Zeit genommen, mir seltsame Dungeon-Mechaniken oder effizientere Skill-Kombos zu erklären, aber so oder so hatte ich eben genau das zu tun, was an meiner Stelle jeder Ninja hätte tun sollen. Naja, Dungeons sind ja eh nur für Storyfortschritt oder zum schnellen Leveln da, den Rest des Spiels über kann ich ja machen, was ich will. Ich werde wahrscheinlich noch ein paar wenige der "Zwischenquests" machen, die man vor Beginn von Heavensward abschließen muss und dann erst einmal ein paar Monate pausieren und weiter meinen Backlog abarbeiten, bevor ich mich an die erste Erweiterung setze.

Gerade weil ich in der Wüstenstadt Ul'dah gestartet bin und auch aufgrund des Aussehens und der komischen Namen der Garleanischen Kommandanten hatte ich an einigen Stellen im Spiel echte Final-Fantasy-XII-Vibes (außerdem ist der Charakter Designer in beiden Spielen Akihiko Yoshida aka best boy). 

Grafisch finde ich das Spiel echt ansprechend. Es ist nicht sooo detailliert, dass mein Laptop nicht damit klarkäme, sieht aber imo zu jeder Zeit gut aus. Gerade in Kämpfen sieht man sehr stark den Unterschied zu westlichen RPGs, weil man einfach aufgrund der ganzen krassen Licht- und Explosionseffekte nichts mehr erkennen kann. 

Der Soundtrack reicht von generisch bis episch, ist alles dabei, insgesamt ein guter Soundtrack, aber nicht unbedingt Top-5-Material für mich.

Über eine Sache muss ich mich dann allerdings doch mal kurz aufregen nach all der Lobhudelei: Die deutsche Synchronisation ist ein Desaster. Ich bin echt froh, dass nur recht wenige Cutscenes vertont wurden, weil mir manche Passagen physische und psychische Schmerzen bereitet haben. Die Synchronsprecher haben tolle Stimmen und sprechen die Worte perfekt und klar aus, wie man es von einem guten deutschen Synchronsprecher eben erwartet, aber leider über- oder untertreiben es fast alle mit der Betonung. Die meisten hören sich an, als würden sie einem Kindergarten-Publikum gerade aus einem Märchen vorlesen, andere spulen monoton ihren Monolog ab und haben dazu noch nicht mal zum Charakter passende Stimmen. Da die englische Vertonung aber auch nicht allzu geil ist, hab ich es bei der deutschen gelassen und mich durch die paar Cutscenes eben durchgequält :D.

Jo, alles in allem: Cooles Spiel, schade, dass es monatlich kostet, aber dafür hat es auch echt extrem viel Inhalt, selbst wenn man allein spielt. 

Meine aktuelle persönliche Reihenfolge der coolsten von mir durchgespielten Mainline-FFs:

12 > 14 > 6 > 4 > 7 > 5 > 15 > 3 > 1

14 kann natürlich noch auf Platz 1 rutschen, wenn ich die Add-Ons dann irgendwann mal beendet habe (alle sagen ja, es wird ab jetzt immer besser und Shadowbringers sei ja so ultraepisch, also bin ich mal gespannt darauf^^)

Der nächste Teil der Hauptreihe, den ich angehen werde, wird dann vermutlich 9 auf der Switch sein. 10 auf der PS4 könnte ich aber theoretisch auch mal irgendwann weiterspielen oder 2 auf der PSP angehen...


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Denios schrieb:

Mit dem Abschluss des Hauptszenarios betrachte ich FFXIV für mich als durchgespielt, 


Gratulation zum Abschluss des Tutorials.


Denios schrieb:

Ich werde wahrscheinlich noch ein paar wenige der "Zwischenquests" machen, die man vor Beginn von Heavensward abschließen muss 


Diese Zwischenquests haben mehr Story als die „Hauptstory“. Tatsächlich gehören si zu A Realm Reborn und der Abspann kommt auch erst nach der letzten von dessen Quests. Vom Umfang her ist das übrigens ähnlich groß wie der Teil den du bisher gezockt hast.


Insgesamt zocke ich zwar gerade Ghost of Tsushima werde aber danach weiter in Heavenwards weitermachen, was das Spiel nicht neu erfindet aber definitiv cooler macht.


Wer mit FF14 anfangen will, sollte aber noch warten. Im Aufust kommt ein neuer Patch der FetchQuest und Zwischenziele des Hauptspiels drastisch reduzieren will um den Einstieg schneller zu machen. Denn der größte Schwachpunkt des Spiels ist halt, dass man sehr lange bis zum guten Teil (Addons) durchhalten muss.

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Habe schon einen Abspann gesehen, daher kann ich es auf meiner JRPG-Liste als "durchgespielt" abhaken   .

Den Rest spiele ich ja auch noch irgendwann. Wird noch ein ganz schönes Stück Arbeit bis Shadowbringers   


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Trails in the Sky (Steam)

Hat ja jetzt mit den Unterbrechungen ne ganze Weile gedauert, aber ich bin endlich nach ca. 50 Spielstunden durch mit dem ersten Teil der unendlichen Kiseki-Geschichte. Ich habe ja bereits an vielen Stellen das eine oder andere über das Game geschrieben, also hier nochmal kurz die Zusammenfassung:

-sehr sehr lineares, klassisches JRPG mit rundenbasiertem Kampfi (aber mit Stellungsspielchen wie in Chrono Trigger oder Lost Sphear)

- sehr langsamer Start, weil sich viel Zeit genommen wird, die Welt und die Charaktere einzuführen, was sich im weiteren Spielverlauf mehr als auszahlt

- Estelle und Joshua sind die Hauptcharaktere, die als angehende Bracer durchs Land ziehen, Aufträge erfüllen, ihren Vater suchen und dabei einer gewaltigen Verschwörung langsam auf die Schliche kommen.

- Weitere Charaktere kommen und gehen mit den einzelnen Kapiteln, was viel frischen Wind in die Kämpfe und die Gruppendynamik bringt.

- Nebenquests sind entweder normale Fetch- und Killquests oder teilweise richtige "Detektivarbeit", aber ohne Questmarker und mit kryptischen Beschreibungen manchmal etwas anstrengend (habe nicht alle gemacht).

- Das Ende ist richtig, richtig gut. Irgendwie haben die bei Nihon Falcom es geschafft, viel Anime-Kitsch reinzubringen und es TROTZDEM verdammt emotional und glaubwürdig rübergebracht. Ich hatte jedenfalls ein Tränchen im Auge. Und wer bis hierher gekommen ist, der ist sowieso gehooked und muss so schnell es geht mit dem 2. Teil anfangen. Und genau das mach ich jetzt auch.


Tl;dr: Bissl lamer Einstieg, bissl veraltetes Gameplay, aber geile Charas und geile Story.

8.0 / 10


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Yakuza Kiwami (Xbox One, natürlich)

Gut, dass ich den sehr guten Zero-Teil vorher gespielt habe. Kiwami 1 fällt storytechnisch und aus sicht das Gameplays irgendwie ab. Jedenfalls hatte ich, nach einem guten Beginn, zunehmend weniger Spaß. Insbesondere die dämliche Car-Chase-Szene hat es mir wirklich kaputtgemacht. Bitte einfach weglassen, mit hätte nichts gefehlt.
Und ich weiß nicht, ob es einfach nur trügt, aber in diesem teil, trotz ja gleicher Engine, kam ich ich später bei den Boss-Kämpfen nicht gut zurecht. Alle geschafft auf normal, das schon. Aber ich fand sie deutlich schwieriger. Auch gut: Die Boss haben drei bis fünf dieser Lebensleisten, aber eigentlich haben sie zwei bis drei mehr, weil sie sich regenerieren. Wollt ihr mich eigentlich verarschen?

Ich wette, eigentlich niemand hier würde denken, dass ich Gefallen an Yake fand.

6.5/10


Wo bleibt Kiwami 2?  


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
4  

Super Bomberman R (PS4)

Neben Brot war das ja so der Geheimtipp unter den Switch-Launchtiteln (und im Nachhinein bzw. nach meinem Durchspielen muss ich echt lachen, wenn ich mich daran zurückerinnere, wie nicht nur einige das Teil hochjubelten - einfach, weil es damals nichts anderes gab).

Modernes Bomberman in HD, Storymodus, was soll großartig schiefgehen? Ich habe mir das Spiel in der Corona-Zeit günstig geholt, um es ein paar Runden im Multiplayermodus zu spielen, wozu es nie kam und ich daher neulich die Single-Player-Kampagne durchspielte, um es vom PoS nehmen zu können.

Hm, naja. Es ist Bomberman. Irgendwie ist das Spielprinzip im Jahre 2020 etwas betagt (das wusste ich natürlich), aber was will man machen. Die Story ist so lieblos, dass es eigentlich frech ist, die Musik richtig nervtötend, der Umfang im Singleplayer-Modus super niedrig (nach drei Stunden habe ich die Credits gesehen und das Post-Game absolviert) und irgendwie ist es komisch zu steuern. Die Kamera ist einen Ticken zu nah dran, durch die "zu gute" Optik wird es zum Teil sehr schwierig, Höhenunterschiede, Rampen und Schalter zu erkennen und irgendwie ist es frickelig. Und das ist halt ein Killer in einem Bombermanspiel. Sehr oft bin ich verbrannt, weil eine Flammenwand mich traf, obwohl ich hinter Steinen stand. Offenbar ragte eine Wimper von der Spielfigur in den Korridor hinein. So ist man total oft bemüht, sich so millimeterweise vor- und zurück zu ruckeln, um ja nicht einen Pixel zu weit vorzustehen. Ich habe diverse Bomberman-Titel in meinem Leben gespielt, aber so nervig, frickelig und unverzeilich wie hier, war es nie.

Muss man jetzt nicht zwangsweise in der Sammlung haben.

4/10




Hoppe, hoppe Reiter - wenn er fällt, dann died er.
4  

Wenn es um 1000 Jahre alte Videospielreihen geht, die sich gameplaytechnisch kaum verändern, kann eigentlich nur eine wirklich noch Qualität vorweisen:

Dragon Quest


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1  

Hab mal wieder ein JRPG beendet.

Ys: The Ark of Napishtim, oder einfach nur Ys 6, für die PSP.

Der Port ist echt nicht gut, ständige Framerateeinbrüche, ein schwer leserlicher Font und keine Schnellreisefunktion (die es in den PC- und PS2-Versionen aber gibt) haben den Gesamteindruck ein klein wenig getrübt, aber insgesamt hatte ich doch schon Spaß mit dem Spiel. Es ist glücklicherweise nicht extrem lang, müssten unter 20h gewesen sein. Story war ok, gegen Ende wurde es ein bisschen nicer, aber für die Story spielt man das Spiel eher nicht. 

Noch ältere Ys-Titel werde ich mir wahrscheinlich erstmal nicht mehr holen und angehen, habe ja noch Origin vor mir und nächstes Jahr dann Ys IX, auf welches ich sehr heiß bin. 

6/10.


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Final Fantasy VII (PS4)

Ich habe mich in diesen HD-Port der ursprünglichen PS1-Version reininvestiert, da ich das Originalspiel sehr gern vor dem PS4er-Remake kennen und durchgespielt haben wollte. Ein Blick auf meine Trophy-Liste zeigte mir, dass ich das Spiel im Spätherbst 2015 begann, dann zur Seite legte und eben heute schließlich beendete. Gut Ding will bekanntermaßen Weile haben. Obwohl ich durchaus ein Fan der FF-Reihe bin, hatte ich Spoiler die letzten 20 Jahre erfolgreich gemieden und konnte mich gewissermaßen unvoreingenommen dem Spiel widmen und was soll ich sagen; 23 Jahre gehen sicherlich nicht spurlos an einem Spiel vorüber (auch an diesem gewiss nicht), aber, oh boy, war das ein gutes Spiel!

Charaktere, mit denen ich richtig mitfühlte, eine zweckmäßige, aber wirklich gut geschriebene Hauptgeschichte, die aber gleichzeitig den Charakteren Platz lässt, ihre persönlichen Beweggründe für ihr Handeln darzulegen, eine sehr stimmige Welt, tolle Musik, zahlreiche Minigames, stimmiger Umfang, ein durchdachtes ATB-Kampfsystem, etc. Und Grafik hat es auch   .

Der Spieler bewegt Cloud, der aus ca. 40 Polygonen besteht, über verwaschene, vorgerenderte Umgebungen. Ähnlich wie Resident Evil 1 es auch löste, aber da sah es (nur aus der Erinnerung, die durchaus trüben kann(!)) einen Tacken schärfer aus und auf jeden Fall waren die Charaktermodelle deutlich ausgearbeiteter. Aber naja, frühe PS1-Zeit ist früh. Nach heutigen Maßstäben ist das Spiel optisch vermutlich kaum noch einer breiteren Spielerschar zuzumuten, aber ich gewöhnte mich dran und alle anderen können ja das Remake direkt spielen.

Ich persönlich bin sehr froh, mich nochmal dran verbissen und so eines der besten JRPGs nachgeholt zu haben. Wenn ich mir vorstelle, dass ich das 1998 gespielt hätte - das wäre bestimmt vom Grad des Geflashtseins auf einer Stufe mit OoT gewesen. Final Fantasy VII ist im wahrsten Sinne des Wortes episch und hat einen Platz in meiner Hall of Fame sicher.

Ich vergebe aus der 2020er-Sicht eine 8.5/10; Ende der 90er-Jahre hätte ich sicher einen glatten Punkt draufgepackt, eventuell mehr.



Hoppe, hoppe Reiter - wenn er fällt, dann died er.
5  

Ghost of Tsushima (PS4)

"Sorry Jin, but the Khan is in another castle."

Ich hab es tatsächlich fast zu 100% beendet und die Platin-Trophäe geholt. Keine Ahnung wie lange das gedauert hat, da Ghost of Tsushima im Jahr 2020 keinen Spielzeitmesser hat. HowLongToBeat sagt 53 Stunden und ich denke das kommt gut hin. Die wichtigere Frage ist, warum ich mir das angetan habe.

Die Story ist lange Zeit belanglos. Gegen Ende des zweiten Aktes wurde sie gut, weil mir da schlagartig bewusst wurde, dass ich irgendwie doch eine Bindung zu den ganzen Charakteren aufgebaut habe. Und die Inszenierung der Hauptmissionen ist so gut gelungen, dass man darüber vergisst, wie belanglos das alles ist. Leider ist die Story voller Ungereimtheiten und wer die logischen Zusammenhänge der Story hinterfragt, gehört nicht zur Zielgruppe von Ghost of Tsushima.

Wie kann eine seit 20 Jahren auf Tsushima existierende Sklavenfarm im Auftrag eines Generals der mongolischen Armee gegründet worden sein, wenn die Invasion erst wenige Monate zurück liegt? Warum lassen zwei Samurai, die ihr Leben für ihr Vaterland geben würden, einen Hochverrat mit hunderten Todesopfern unbestraft, nur weil sich die Täterin brav entschuldigt? Warum sitzt ein wichtiger NPC, den man aus Kriegsgefangenschaft befreien muss, unbewacht im Schneidersitz in einem leeren, großen Raum? Warum komponiert man im 13. Jahrhundert Haiku, obwohl diese erst im 17. Jahrhundert erfunden wurden?

Das Kampfsystem ist ein typisches westliches Action-Kampfsystem, wie es seit den Arkham-Spielen halt absoluter Standard ist. Blocken/Ausweichen, Gegenangriff platzieren, einige tausend Male wiederholen bis das Spiel durchgespielt ist. Es gibt verschiedene Waffen und Spezialmanöver, die ich größtenteils ignoriert habe, weil das Spiel selbst auf Hard so leicht ist, dass man sie nicht braucht. Ab und zu hab ich ein paar Kunai geworfen, wenn es tatsächlich mal knapp wurde, und den großen Endkampf hab ich mit dem brennenden Schwert gecheesed. Aber die ganzen anderen Wurfwaffen, den Langbogen, das Blasrohr, die verschiedenen Stances und die damit verbundenen Combos, die Spezialattacken die Resolve kosten... hab ich alles nicht benutzt und bin trotzdem so gut wie nie gestorben. Und in vielen Hauptmissionen kann man sich einfach irgendwo verschanzen und warten, bis die KI-Helfer alle Gegner besiegt haben.

Die Kämpfe sind nicht zu leicht, weil Ghost of Tsushima gewiss kein Spiel ist, das man nur mit Button-Mashing durchspielen kann. Aber die Kämpfe sind immer exakt gleich, weil es (mit großzügiger Zählweise) im gesamten Spiel vielleicht acht bis zehn verschiedene Gegnertypen gibt. Dadurch schleicht sich eine extreme Routine ein und man kann sein Hirn während des Spielens weitestgehend ausschalten. 

Noch anspruchsloser ist das restliche Gameplay, das aus so tollen Aufgaben wie "laufe diesem Fuchs hinterher", "Reite von A nach B", "spaziere diesem NPC hinterher", "laufe diesen Weg aus Fußspuren ab" etc. besteht. So wie ein modernes Videospiel im 20. Jahrhundert halt auszusehen hat. Die Klettersequenzen auf die Schreine sind schön inszeniert, allerdings wird Jin größtenteils automatisch gesteuert, sodass es kaum mehr möglich ist, irgendwo herunterzufallen. Beim Prince of Persia-Reboot von 2008 wurde darüber gelacht wie stark Ubisoft das Gameplay vereinfacht hat, aber nach heutigen Standards wäre es das Dark Souls der Kletterspiele. 

Der absolute Tiefpunkt waren die Suchaufgaben, die mit der Zeit immer schlimmer werden. Am Ende des Spiels habe ich teilweise über eine halbe Stunde gebraucht, bis ich in den besetzten Gebieten die letzte Geisel oder die letzte versteckte Flagge gefunden habe. Noch schlimmer wird es, wenn man die Platin-Trophäe haben will. Die Trophäenliste sieht eigentlich völlig harmlos aus, einmal zu 100% durchspielen und man hat alle sichtbaren Trophäen, aber der große Haken sind die versteckten Trophäen. Für eine muss man sich vor bestimmten Bäumen, Flüssen und Statuen verbeugen, für eine zweite eine bestimmte Kombination aus Ausrüstungsgegenständen anlegen und für eine dritte an einem bestimmten Ort ein bestimmtes Lied auf der Flöte spielen. Jeweils ohne irgendwelche Hinweise darauf, dass man das tun müsste. Letztendlich habe ich für vier Trophäen eine Komplettlösung benutzt, obwohl ich eigentlich grundsätzlich ohne Komplettlösungen spiele, aber hier ging es halt nicht anders. Man hat bessere Chancen wenn man versucht, Phantasy Star 1 auf dem Sega Master System ohne externe Hilfen durchzuspielen...

Die Grafik ist gut, dafür hat meine PS4 Pro einen neuen Lautstärkerekord aufgestellt und zum ersten mal die Schallschutz-Gummis meiner In-Ear-Kopfhörer durchdrungen. Liegt vielleicht auch ein bisschen am schlechten Wetter.


Reflect on Ghost of Tsushima

The story is meh
And the gameplay kinda sucks
five points out of ten


Prithee, time runneth but finite and my tasks are legion.
4  

Pokémon Sword

Meine bisherigen Erfahrungen:
Game Boy                               Pokémon Rot
Game Boy                               Pokémon Blau
Game Boy                               Pokémon Gelb
Game Boy Color                    Pokémon Silber
Game Boy Color                    Pokémon Gold
Game Boy Color                    Pokémon Kristall
Game Boy Advance              Pokémon Smaragd
Nintendo 3DS                        Pokémon Y
Nintendo 3DS                        Pokémon Alpha Saphir
Nintendo 3DS                        Pokémon Mond
Nintendo Switch                   Pokémon: Let's Go, Eevee!


Pokémon bekam ich zu meine Geburtstag geschenkt. Dennoch hasse ich GameFreak. Ich würde mir wünschen, jemand anderes dürfte sich mal an ein Pokémon-Spiel an die Hauptreihe ran setzen.


Test: Pokémon Sword


Weitere Reviews:


"Reach for my hand, I'll soar away. Into the dawn. Oh, I wish I could stay. Here in cherished halls, in peaceful days. I fear the edge of dawn. Knowing time betrays. Faint lights pass through colored glass. In this beloved place. Silver shines, the world dines. A smile on each face. As joy surrounds, comfort abounds and I can feel I'm breaking free. For just this moment lost in time. I am finally me. Yet still I hide. Behind this mask that I have become. My blackened heart. Scorched by flames, a force I can't run from. I look to you. Like a red rose. Seeking the sun. No matter where it goes. I long to stay, where the light dwells. To guard against the cold. That I know so well." - The Edge of Dawn (Fire Emblem: Three Houses)
4  

Hier gehts ja gerade richtig ab   

Fairy Tail (Switch)
Joa, steht eigentlich alles im Test. Am Ende habe ich auch einige Gespräche nur noch überflogen, weil ständig aus dem Nichts irgendwelche Bösewichte auftauchten und erstmal stundenlang labern mussten, bevor es aufs Maul gab. War teilweise aber trotzdem bisschen emotional und die letzten Kämpfe waren richtig cool, vor allem weil die ganze Gilde mitgekämpft hat und sich ständig die Teamzusammenstellung änderte. 

Jetzt ist noch ein Epilog aufgeploppt, den schau ich mir zumindest mal an und dann bin ich  durch. Hat Spaß gemacht, aber wäre schön gewesen, wenn bissl mehr Budget dringesteckt hätte. Wahrscheinlich hätte ich auch tatsächlich mit nem Warriors-Spinoff sogar noch ein bisschen mehr Fun gehabt.

Edit: Der Epilog ist richtig cool, hat noch einen recht wichtigen Storyteil und ziemlich schwierige Missionen (bzw. Quests mit Gegnern, die Level 80ish sind, während meine Party gerade die 60er erreicht hat). Außerdem bekommt man noch ein paar neue spielbare Charaktere und ein paar neue Gebiete. Wer Spaß an dem Spiel hat, sollte nach dem Abspann also unbedingt weiter machen.


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3  

Pang Adventures (PS Now)

Ich weiß nicht ob man das Spielprinzip von Pang noch erklären muss... böse Aliens greifen mit Kampfbällen die Erde an und zwei Brüder müssen die Welt retten, indem sie Bälle mit ihrer Harpune erst mehrmals zerteilen und dann schließlich zerstören.

Pang Adventures setzt einem dabei meist ein kurzes Level, ein paar Power-Ups und ein extrem knappes Zeitlimit vor, sodass es eher ein Action-Puzzler als ein klassisches Arcade-Actionspiel ist. Die erste Welt ist sehr simpel, die zweite und die dritte vom Leveldesign her richtig gut. Die vierte und fünfte Welt werden dann leider etwas chaotisch und man hat meist eine etwas überladene Sandbox mit Bällen, Power-Ups und Hindernissen und muss sehen, wie man klar kommt. Eine elegante Lösung, die zu einem Aha-Erlebnis führt, gibt es hier meistens nicht. In der sechsten Welt scheinen den Entwicklern die Ideen ausgegangen zu sein, sodass das Spiel wieder deutlich leichter wird. Und dann ist es auch schon vorbei.

Im Prinzip also ein gutes Beispiel für einen Titel, der zu kurz ist als dass es sich lohnen würde dafür Geld auszugeben, mit dem man sich im Rahmen eines Abos wie PS Now aber gerne mal einen Abend lang unterhalten kann. Besser als ein Superheldenfilm ist es allemal. 6/10


Raiden V: Director's Cut (PS Now)

Wer ein bisschen Ahnung vom Genre hat erkennt ein schlechtes 2D-Shoot'em Up auf den ersten Blick daran, dass es Polygongrafik verwendet. Es gibt seltene Ausnahmen, aber Raiden V ist leider keine davon.

Das Spiel ist mit ca. 75 Minuten Spielzeit für einen Bullet-Hell-Shooter ziemlich lang, erkauft sich die Spielzeit aber damit, dass sich dieselben Gegner und Angriffswellen über das gesamte Spiel hinweg ständig wiederholen. Zwischen Raiden V und einem Meisterwerk wie Radiant Silvergun liegen Welten. Darüber hinaus ist der Schwierigkeitsgrad leider völlig übertrieben, selbst wenn man ihn mit Cave-Shootern oder der Touhou-Serie vergleicht. Die Leute die das Spiel mit einem Credit durchspielen (und YouTube-Videos gepostet haben) wissen auswendig, wo die Gegner spawnen, und hauen die späteren Bosse einfach mit 1-2 Smart Bombs um. Immerhin: Der Soundtrack ist super. Das war's aber auch. 3/10


Prithee, time runneth but finite and my tasks are legion.
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Lumo (PS Now)

Lumo ist ein isometrischer Platformer, lässt sich aber auf der PS4 ganz gut spielen, da man einfach den Analogstick nehmen kann. Durch die Perspektive ist es manchmal schwer zu sehen, wo sich die Plattformen befinden, aber das wird nie zu einem übermäßig großen Problem.

Die Spielwelt besteht aus mehreren 100 Räumen und ist ein bisschen wie ein Metroidvania aufgebaut. Es gibt allerdings keinerlei Backtracking und wenn man wirklich mal hängen bleibt, ist die Lösung immer in einem der benachbarten Räume. Die meisten Räume beherbergen entweder ein kleines Puzzle oder eine Platforming-Challenge. Sowohl die Rätsel als auch die Hindernisläufe sind durchaus fordernd, allerdings setzt das Spiel in jedem Raum einen Checkpoint, sodass der Schwierigkeitsgrad immer sehr moderat bleibt. Der Anspruch der Jump'n'Run-Passagen entspricht ungefähr dem von Tropical Freeze, und die Rätsel sind auf dem Niveau eines modernen Zeldas.

Ansonsten ist das Spiel unglaublich kreativ, macht was es will und stellt öfters sein eigenes Genre auf den Kopf. Ähnlich wie in Undertale oder A Hat in Time hat man also ständige "What the fuck did I just play"-Momente. Man kann nie wissen, welche Verrücktheit einen erwartet, wenn man durch die nächste Tür geht. Von daher hätte es das Spiel IMO sehr verdient, mal bei GDQ gezeigt zu werden. Ein 100%-Run würde das Publikum rund 90 Minuten lang sehr gut unterhalten.

Der Umfang ist der einzige echte Schwachpunkt des Titels. Für 19,99€ die es normalerweise kostet lohnt es sich nur, wenn man Bock darauf hat, ein Spiel X-mal durchzuspielen, um jedes noch so gut versteckte Secret zu sammeln (mit denen es vollgepumpt ist). Ansonsten erreicht man nach etwa zwei bis drei Stunden den Abspann.

Lumo ist bisher das beste Beispiel dafür, warum ich so ein großes Interesse an Spiele-Abo-Services habe. Ich hätte mir das Spiel niemals gekauft, selbst in einem Sale für unter fünf Euro nicht. Es ist mir nur aufgefallen, weil ich auf PS Now gezielt nach Spielen gesucht habe, von denen ich noch nie was gehört habe.

7.5/10


Prithee, time runneth but finite and my tasks are legion.
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Monster of the Deep: Final Fantasy XV (PlayStation 4)

VR-Spiele scheitern, für mich, am Faktor Bewegungssteuerung. Mit Monster of the Deep bin ich jetzt an einem Punkt, der Erinnerungen an absolute Wii-Shovelware wachruft. Das Spiel versucht anhand der Position des Controllers zu erraten, wie meine Armhaltung ist, und rendert meine Arme dann innerhalb des Spiels. In der Praxis führt das z.B. dazu, dass sich meine Ellenbogen dort befinden, wo meine Ohren sein sollten, und die Arme diagonal von meinem Körper abstehen. Beim Auswerfen der Angel braucht man selbst mit aktivertem Easy Casting zehn bis zwanzig Versuche, bis die Angel ungefähr dort landet, wo man sie haben will, weil die Bewegungssteuerung unglaublicher Müll ist.

Die Angelmechanik ist die schlechteste, die ich jemals in einem Videospiel gesehen habe, und das schließt sämtliche Angel-Minispiele aus Nicht-Angelspielen mit ein. Es kann mehrere Minuten dauern, bis ein Fisch anbeißt, aber selbst wenn es passiert versteht man nicht, was man nun anders oder richtiger gemacht hat als die ganze Zeit davor. Und wenn man dann einen Fisch an der Angel hat, muss man einfach nur so lange den linken Analogstick rotieren, bis man ihn eingeholt hat. Mechaniken die dafür sorgen könnten, dass die Leine reißt, gibt es nämlich nicht! Es kann passieren dass ein Fisch entkommt, aber das scheint dann ein reines Zufallsevent zu sein und man versucht es einfach nochmal, macht genau dasselbe und beim zweiten Versuch klappt es dann. Wenn Nintendo den Angelteich aus Link's Awakening als Stand-Alone-Titel herausbringen würde, wäre das ein besseres Angelspiel als Monster of the Deep.

Es gibt Bosskämpfe in denen das Spiel zu einer Art Rail Shooter ohne Rails wird. Man steht an einem vorgegeben Punkt und zielt mit Gyro-Aiming auf einen Boss-Fisch. Das ist zwar unpräziser als z.B. eine Lightgun, funktioniert aber halbwegs, da hier wohl die SixAxis-Funktion zum Einsatz kommt und nicht das Tracking über die Kamera. Hier ist Monster of the Deep dann sogar sowas ähnliches wie ein Videospiel, aber die Bosskämpfe bestehen größtenteils aus Warten und sind bockeinfach. Außerdem gibt es keine Health-Bar, sodass ich ehrlich gesagt nicht weiß, ob man überhaupt sterben kann. Es gibt zwar einen kurzen roten Lichtblitz wenn man getroffen wird, aber es könnte gut sein dass dieser nur dazu dient dem Spieler vorzugaukeln, dass er sterben könnte, obwohl er in Wirklichkeit unbegrenzt viele HP hat. Würde mich heutzutage nicht mehr wundern. Es gibt insgesamt nur sieben Missionen, sodass die Nettospielzeit bei ein bis zwei Stunden liegt, was für ein 29,99€ teures Spiel einfach mal eine glatte Sechs Minus ist. Durch Ladezeiten wird der Umfang gefühlt verdoppelt.

Die VR-Optik ist leider auch für die Tonne und erzeugt keinerlei Immersion. Außerdem hat Iris keinen Auftritt, was aber nicht schlimm ist. Denn es ist ja nicht so, dass ich mir das Spiel nur gekauft hätte, um Iris in VR zu sehen. Man müsste ein hoffnungsloser, über alle Maßen hinaus verzweifelter Nerd sein, um sowas als Kaufgrund anzuführen. Der Vollständigkeit halber sollte ich erwähnen dass Cindy in zwei kurzen Cutscenes erscheint und es ein Zufallsevent gibt, durch den sie den Spieler in seiner Wohnung besuchen kann. Aber es lohnt sich wirklich nicht. Sie sieht eher aus wie eine 80cm große Schaufensterpuppe. Dass man glaubwürdige VR-Waifus zu Gesicht bekommt werde ich vermutlich nicht mehr erleben.

Aber zurück zum Thema... ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich mit Monster of the Deep machen soll. Es ist in vielen Bereichen das schlechteste (Angel-)Spiel, das ich jemals gespielt habe, ist aufgrund seiner Bewegungssteuerung an der Grenze zur Unspielbarkeit, und das Gameplay und der Schwierigkeitsgrad wurden so extrem stark vereinfacht, dass ich mich schwer damit tue, es überhaupt als Videospiel zu bezeichnen. Es ist eher ein Walking Simulator, in dem man nicht gehen kann. Lediglich für die Bosskämpfe kann man mit viel Zähneknirschen einen halben Punkt geben.

1.5/10


Prithee, time runneth but finite and my tasks are legion.
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Das Spiel möchte ich unbedingt noch Retail haben. Ich setze meine Hoffnungen hier in LRG.


Hoppe, hoppe Reiter - wenn er fällt, dann died er.
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Wow, klingt gar nicht mal so gut.


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Trails in the Sky SC (Steam), Final Fantasy II (PSP), Fire Emblem Three Houses (Switch)
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Red Dead Redemption 2 (Xbox One)

Brett eines Spiels, Hölle eines Ritts. Die Xbox-App zeigt mir die Spielzeit definitiv falsch an, deswegen schätze ich einfach mal, dass ich mich nun etwa 100 Stunden mit dem "Wilden Westen" des Jahres 1899 beschäftigt habe. Ich habe alle Hauptmissionen der sechs Storykapitel sowie der zwei Epiloge abgeschlossen und auch die meisten Nebenmissionen, obwohl ich da leider auch einige verpasst habe.

Es ist schon ein bisschen unfassbar, dass es sich hier einerseits um ein Open-World-Spiel mit einer ziemlich großen Spielwelt handelt, und andererseits sowohl die Grafik als auch die Story und die Glaubwürdigkeit der Charaktere auf dem höchsten Niveau befinden. Normalerweise fallen diese Aspekte bei Open-World-Spielen ja hintenüber.

RDR2 ist sicher nichts für Leute, die einfach schnelle Action wollen oder sich nicht auch auf ruhigere Phasen in einem langen Spiel einlassen können. Denn davon gibt es hier verdammt viele, zwischen den Missionen taucht man immer tiefer in die unheimlich abwechslungsreiche Spielwelt ein und erkundet jeden kleinen Zipfel der Berge, Prärien, Wälder und Wüsten. Ein kleiner Kritikpunkt wäre hier, dass man sich abgesehen von vereinzelten Rauchsäulen oder wirklich herausstechenden Gebäuden kaum von visuell interessanten Orten leiten lassen kann, weil diese meist gut versteckt sind oder einfach zu klein sind, um von Weitem gesehen werden zu können. So erfolgte auf jedem meiner Erkundungstrips immer wieder der Griff zur Karte, um die dort angezeigten Hütten markieren und direkt ansteuern zu können. Deshalb ist das Design der Spielwelt sicher nicht so revolutionär wie in Zelda Brot, dafür setzt RDR2 aber natürlich in Sachen Technik und Realismus neue Maßstäbe.

Es ist schon beinahe lächerlich, wie viel Arbeit hier in wirklich jeden kleinsten Aspekt des Spiels geflossen sein muss, sei es Gameplay, World Building, Story, Charaktere, historische Hintergründe, pipapo etc. Jeder verdammte NPC hat gefühlt fünf verschiedene Antworten auf aktuelle Situationen und man kann sich mit wirklich jeder Person kurz unterhalten, ohne dass merkliche Wiederholungen auftreten. Das ist für mich noch eindrucksvoller, als die hervorragend geschriebenen Dialoge der Storymissionen. Dazu kommt, dass es für etliche Aktionen, die man im Verlauf des Spiels höchstens ein- oder zweimal ausführt, dedizierte Eingaben gibt, die dann jeweils angezeigt werden und die auch nicht kompliziert sind, aber doch eine Immersion erzeugen, die es so wohl in keinem zweiten Videospiel gibt. Klar, das alles wurde wohl nur durch unschöne Arbeitsbedingungen und Crunch Time möglich und Rockstar hat dem inzwischen entgegengewirkt, aber es wäre schon schade, wenn RDR2 das letzte Spiel ist, das diese Form von Realismus bietet (und nein, TLoU2 kann da nicht mithalten).

Ich habe jede Sekunde genossen und obwohl ich beinahe alle Gebiete der Karte erkundet habe, habe ich längst noch nicht alles gesehen. Mein einziger Verbesserungsvorschlag wäre eine Warnung vor Hauptmissionen, dass bestimmte Nebenmissionen oder Gebiete danach nicht mehr verfügbar sind. Ansonsten aber sind hier alle Aspekte auf absolutem Topniveau und Cyberpunk muss sich schon ganz schön anstrengen, um hier mithalten zu können, mal schauen.


nibez is good for you
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