Zuletzt durchgespielt

Ich muss da seltsamerweise prog4m3r Recht geben. Ich persönlich fand zwar die meisten Neuerungen auch ziemlich cool aber es gab 0 Abwechslungen bei den Missionen die noch dazu echt leicht waren. Eigentlich coole Gameplayideen wie sich mit Schüler anderer Klassen anzufreunden um sie später abzuwerben sind am Ende belanglos weil man auch so easy durch die Missionen kommt ( also auf schwer mit perma death). In Awakening habe ich mir noch den Kopf zerbrochen wie ich die Leute miteinander verheirate damit die Kinder geile Fähigkeiten bekommen und meine Truppe sinnvoll ergänzen. 

0  

Ich muss euch beiden leider widersprechen. Erstmal zu Pro: Wir wissen, dass du möchtest, dass alle Spieleserien exakt gleich bleiben und sich absolut überhaupt nichts ändert, deswegen verstehe ich auch nicht, wieso du kein größerer Dragon-Quest-Fan bist   

Aber nun spezifisch zu FE3H: Wo wurde denn da das fundamentale Gameplay über den Haufen geworfen oder etwas weggenommen? Last time I checked war es immer noch ein rundenbasiertes SRPG, aber was weiß ich schon, ich spiele es ja erst seit 65h... Es gibt auch nicht weniger Schlachten als in den anderen FEs, durch die verschiedenen Routen gibt es sogar deutlich mehr. Beim Schwierigkeitsgrad stimme ich einzig und allein euch beiden darin zu, dass er wirklich sehr niedrig ist. Mich persönlich hat es beim ersten Run überhaupt nicht gestört, weil mich da die Story und die Charas so faszinierten, dass ich froh war, mich mehr darauf konzentrieren zu können. Auf schwer in meinem 2. Durchlauf hatte ich bisher auch noch keine großen Probleme, allerdings musste ich mich lustigerweise gerade in ein paar der optionalen Sidemissions doch etwas anstrengen, alle am Leben zu erhalten. 

Da gibt es zum Beispiel die eine Quest, bei der sich Manuela und Hannemann streiten und dann startet die Schlacht mit Manuela allein in einer Ecke und dem Rest der Truppe in der anderen. Da ich in diesem Durchlauf Manuela nicht ein einziges Mal in einem Kampf dabei hatte, fiel es mir wirklich schwer, sie rechtzeitig zu erreichen, bevor die Gegner sie zerfetzt hatten und musste tatsächlich zweimal den Kampf neustarten. Beim 3. Mal hat es auch nur funktioniert, weil ich extremes Glück hatte und eine gegnerische Pegasusritterin zweimal daneben haute - bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von 81%. Auch die Quest, in der Byleth von Monstern umzingelt wird, war an einigen Stellen ultraknapp für mich. Vielleicht ist das auch einfach nur der Segen, den das Schlechtsein in jeglichen Videospielen mit sich bringt, aber aktuell kann ich mich bei diesen Sidequests echt nicht beschweren, auch wenn die Hauptmissionen noch relativ leicht sind. Und abwechslungsreich sind sie halt auch (also besonders der Sidecontent, die Hauptmissionen sind meist "besiege den General" oder "besiege alle", aber es gibt auch ein paar Schlachten in denen man Dörfler retten muss und die Layouts finde ich auch ganz nice, mal kämpft man in einem Dorf, mal in einem engen, verwinkelten Verlies, mal in einem dichten Wald... ist doch alles dabei).

Ich finde es übrigens auch nicht "belanglos", sich mit anderen Schülern anzufreunden und sie abzuwerben, denn ja, man braucht die Leute nicht als Kämpfer für sein Team, aber ich fand es supercool, dass die Entwickler echt für jede noch so unwahrscheinliche Kombination Supportgespräche entwickelt haben, die bisher ungekannte Facetten der Charaktere beleuchteten. Zum Beispiel habe ich aktuell Ingrid in mein Haus der Black Eagles rekrutiert und fand es cool, wie Dorothea sich mit ihr anfreundete (schade, dass die beiden keinen A-Support haben, finde ihr Zusammenspiel echt nice). 

Das ganze Kloster, das Pro so sehr den Schlaf raubt, kostet auch nur so viel Zeit, wie man selbst darin verbringen möchte. Wenn du es also nicht magst, klapperst du halt schnell per Schnellreise die 2-3 Sprechblasen auf der Karte ab und spulst weiter vor bis zum Kampf. Selbst das Lehren musst du ja nicht selbst übernehmen, wenn du nicht willst. Also das wirklich einzige, was in diesem Spiel an Fire-Emblem-haftigkeit fehlt, ist das Waffendreieck und auch wenn ich es etwas vermisse, ist es nicht wirklich ein Negativpunkt. Echoes hatte auch keins und war trotzdem ein tolles FE.

So, also ich kann es natürlich verstehen, wenn man FE3H nicht gut findet, weil man ein schwereres FE oder ein klassischeres erwartet hatte (wobei insbesondere Sacred Stones und 2/3 der Fates-Teile auch sehr sehr leicht waren), aber insgesamt betrachtet finde ich es auf nicht allen, aber vielen Ebenen allen anderen FEs überlegen.


This is where we build our future. Aktuell am Zocken: Final Fantasy XIV (Steam), Trails in the Sky (Steam), Fire Emblem Three Houses (Switch), Ys The Ark of Napishtim (PSP)
3