Zuletzt durchgespielt

Punch Line

Punch Line ist eine Visual Novel mit (sehr seichten) Gameplay-Elementen. Sie stammt aus der Feder des Autors der Zero-Escape-Trilogie, ist aber - zumindest auf den ersten Blick - nicht düster, sondern knallbunt und mit viel Fanservice vollgestopft.

Das Story-Intro hatte ich ja die Tage schon gepostet. Aber die Story kippt ziemlich früh und ist dann nicht mehr humorvoll-abgedreht, sondern verworren-abgedreht. Und offenbart dabei so viele Logiklöcher und Inkonsistenzen, dass es wirklich nicht mehr schön ist. 

Wenn das Entwicklerteam die Zeit die es in den dämlichen Panty-Fanservice gesteckt hat stattdessen genutzt hätte, um die ganzen Widersprüche in der Story auszubügeln, hätte es ein wirklich gutes Spiel werden können. Aber so wie es jetzt ist habe ich mich mehrmals gefragt, ob ich es überhaupt beenden soll. 

5.5/10


And I know, yes I know, that all the little things are coming back to haunt you

They'll tear you down in the end, colliding with your dreams and burning all you stand for

2  

A Hat in Time (PS4)

Ein 3D-Platformer für die PS4, der im selben Zeitraum erschienen ist wie Yooka-Laylee... das aber von unbekannten Leuten entwickelt wurde und deshalb nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit bekam, obwohl es eigentlich das deutlich bessere Spiel ist.

Man bekommt einen typischen Collect-A-Thon-Platformer, der stark auf Erforschung ausgelegt ist. Als Sammelitems gibt es Sanduhren (insgesamt 40 Stück), Wolle (zum Stricken neuer Hüte) und Reliquien (die einige Bonuslevel freischalten). Wolle und Reliquien gibt es deutlich mehr als man zum Durchspielen braucht, sodass man am Ende nicht in die Situation kommt dass irgendwo in irgendeiner Welt noch ein Item liegt das einem die 100% verbaut. Trotzdem konnte ich nur 36 der 40 Sanduhren finden und habe dafür etwa 15 Stunden gebraucht.

A Hat in Time spielt und steuert sich wirklich hervorragend. Das Gameplay bleibt immer recht simpel, die verschiedenen Hüte sind eher Schlüsselitems die für einen leichten Metroidvania-Anstrich sorgen und haben auf das normale Gameplay keinen besonders großen Einfluss. Punkten kann der Titel durch weitestgehend unverbrauchte Spielwelten und Settings und zum anderen durch die vielen verschiedenen Aufgaben, die es dem Spieler aufbrummt. Wenn man ein Kapitel aufruft weiß man nie so recht, was einen in den nächsten 10-30 Minuten erwartet. Die letzte Welt stellt dann nochmal komplett eigene Regeln auf und führt das 3D-Platformer-Genre ziemlich nah an die Perfektion.

Mir hat A Hat in Time außerordentlich gut gefallen. Es ist zwar über weite Strecken wirklich einfach, hat aber insgesamt ein bisschen mehr Biss als Super Mario Odyssey, sodass man ab und zu auch mal 4-5 Versuche für ein Level oder einen Boss brauchen kann. Dafür hat es einen grandiosen Humor, extrem abwechslungsreiches Leveldesign und einen tollen Soundtrack. Mir hat es tatsächlich besser gefallen als Super Mario Odyssey, weil es nicht so sehr darauf achtet immer Kindgerecht zu sein und bei niemandem anzuecken, sodass sich die Entwickler viel mehr trauen und ihre Kreativität stärker ausleben durften. Vergleiche mit Undertale sind aufgrund der vielen "Ich kann nicht glauben, dass das gerade passiert"-Momente nicht unangebracht.

Leider ist es an ein paar Stellen noch etwas unausgereift. Die Homing-Attacken aus der Luft funktionieren nicht so recht, sodass ich oftmals einfach in Gegner reingesprungen bin die ich eigentlich angreifen wollte. Außerdem gibt es ein paar Grafikfehler und auch Framerate-Einbrüche (sodass die angekünigte Switch-Version noch Schwierigkeiten kriegen könnte). Ich würde A Hat in Time wirklich gerne in den Neun-Punkte-Bereich heben, aber genau diese Kleinigkeiten machen aus meiner Sicht den Feinschliff aus, den ein Spiel für diesen Wertungs-Bereich halt vorzeigen muss. Trotzdem würde ich es uneingeschränkt empfehlen und jeder, der das Spiel kauft, tut sich einen großen Gefallen damit.

8.5/10


And I know, yes I know, that all the little things are coming back to haunt you

They'll tear you down in the end, colliding with your dreams and burning all you stand for

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Dark Souls Remastered (Nintendo Switch)

Heilige Maria, ich habe dieses bockschwere Spiel tatsächlich das zweite Mal in meinem Leben beendet. Und was habe ich mich gefreut. So viel geflucht habe ich selten bei einem Videospiel und das, obwohl ich das Teil schon einmal auf PS3 durch hatte. Ich hatte eigentlich gar nicht vor, zu Ende zu spielen. Ein bisschen nach Anor Londo, dann vielleicht noch ein paar Charaktere ausprobieren. Aber irgendwann hat es micht gepackt.

Jetzt steht New Game Plus an. Ich wollte das nicht, aber der gesamte DLC ging an mir vorbei. Und den will ich unbedingt schaffen. Das ist natürlich ziemlich clever, das im NG+ zu machen, wenn man im normalen Spiel schon kaum Land sieht. Aber jetzt ist es zu spät. Charakter auf Lv 85 muss ausreichen. Meine Statistik ist eh niederschmetternd. Der Spieldurchlauf hat 40 Stunden gedauert, was viel zu lange ist. Auf PS3 habe ich damals 32 gebraucht, weiß der Teufel, woran ich mich solange aufgehalten habe.

Wie dem auch sei, das Spiel hat mich voll gepackt. Und jetzt wird wohl noch so lange NG+ gedaddelt, bis ich gar keine Nerven mehr habe.


"La historia me absolverá" - Fidel Castro
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michi1894 schrieb:

Meine Statistik ist eh niederschmetternd. Der Spieldurchlauf hat 40 Stunden gedauert, was viel zu lange ist. Auf PS3 habe ich damals 32 gebraucht, weiß der Teufel, woran ich mich solange aufgehalten habe.

Was soll ich denn dann sagen? Mit 25 Stunden auf der Uhr am Anfang von Anor Londo...  


And I know, yes I know, that all the little things are coming back to haunt you

They'll tear you down in the end, colliding with your dreams and burning all you stand for

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Bayonetta 2

Meine bisherigen Erfahrungen:

- (ich habe zwar Bayonetta 1 & 2 für die Wii U gehabt, aber den ersten Teil kaum gespielt, den 2.Teil nicht einmal groß angefasst, daher bewerte ich es nicht als "Erfahrung")

Test: Bayonetta 2

Ich muss hier persönlich noch einwerfen, dass meine Zeitangabe leider verfälscht wurde. Ich denke, ich wäre um ca. 50 Stunden eher fertig gewesen, wenn die Übersetzung gestimmt hätte.

Als ich es auf Deutsch spielte, sollte man für einen Erfolg das komplette Spiel auf Unendlich-Klimax (maximaler Schwierigkeitsgrad) durchspielen und dabei eine perfekte Wertung (Pures Platin) hinlegen. Da gab es viele Wiederholungsversuche.

Seitdem ich meine Switch und das Spiel auf Englisch umgestellt hatte, wurde der Erfolg mir richtig angezeigt: Es reichte aus, das Spiel auf Unendlich-Klimax durchzuspielen. Damit konnte ich das Spiel schneller abschließen, als ich zuvor dachte.

Damit sank zwar stark die Herausforderung, muss aber gestehen, dass ich darüber nicht böse bin. Es hat zwar echt Spaß gemacht, es auf Purem Platin durchzuspielen, aber die gewisse Problematik der fehlenden Option Verse zu wiederholen ließ dann doch Frust raus. Bei Kapitel mit 8 Verse ist es cool, wenn man endlich den Abschnitt fehlerfrei schafft, aber wenn dann ein Vers nicht mitspielt, weil z.B. die Zeit extrem knapp bemessen ist... das macht dann echt kein Spaß.


Weitere Reviews:


"Don't you realize that being nice just makes you get hurt? Look at yourself. You made all these great friends, but now, you'll probably never see them again. Not to mention how much they've been set back by you. Hurts, doesn't it? If you had just gone through without caring about anyone, you wouldn't have to feel bad now. So I don't get it. If you really did everything the right way, why did things still end up like this? Why...? Is life really that unfair?" - Flowey (Undertale)
3  

Dragon Ball Xenoverse 2 (Switch)
Den Story-Mode zumindest. Aber es gibt ja noch ultra viele "Sidies" nenne ich sie jetzt mal (Parallel Quests, Trainingsmissionen, etc). Außerdem gibt es ja noch den gesamten Storymodus des ersten Teils! (Gabs ja während des Releasemonats als kostenlosen DLC, den hatte ich mir damals glücklicherweise gesichert.) Werde also noch ein bisschen weiter fighten auf jeden Fall. Nicht, dass die Story in irgendeiner Weise toll wäre, aber das Kloppen macht halt Spaß. Außerdem hat mein Saiyajin-Avatar gelernt, bis zum SSJ3 aufzupowern.


Ys VIII: Lacrimosa of Dana (Switch)
Wie auch bereits in meinem Grinder's Guide berichtet, hatte mich das Spiel anfangs noch nicht so aus den Socken gehauen und so hat es sich ziemlich gezogen, bis ich mich wirklich drangesetzt habe. Der Anfang ist megazäh und langweilig, aber es wird später richtig cool und ich bin froh, es noch durchgespielt zu haben. Richtig cooles Action-RPG.


This is where we build our future.
3  

Während unseres letzten gemeinsamen Urlaubs war meine Freundin überraschend 3 Tage krank und so konnte ich fernab von jedem PC mein Backlog ein wenig entschlacken. Folgendes kam dabei heraus:

Night in the Woods (Switch)
Ein niedliches kleines Spiel über das Leben in einer Kleinstadt in die man als junge Studiums-Abbrecherin zurückkehrt. Wer die Filme "Garden State" und "The fantastic Mr. Fox" kennt, kann sich einfach vorstellen, die beiden Filme hätten in einer romantischen Nacht ein Videospiel gezeugt und es liebevoll groß gezogen. Das Spiel bietet einige einfache Point und Click Rätsel, konzentriert sich aber primär auf die Charakterentwicklung nahezu jedes Einwohners, sofern man sich jeden Tag im Spiel die Mühe macht, die Leute anzusprechen und ihre Geschichten zu hören.
Ich will nicht lügen: Ich musste während des Spielens mehrmals die Konsole zur Seite legen, da das Spiel durch seine ruhige Art gerne mal Augen schwer werden und Gedanken abschweifen lässt. Trotz allem war es aber insgesamt eine interessante und schöne Sache, dieses Spiel bis zum Ende durchzuspielen, da man irgendwann einfach auch wissen möchte, wie es denn nun mit den Figuren zu Ende geht. Wer jeden Tag die ganze Stadt durchquatscht, kann das Spiel in etwa 14 Stunden beenden. Wer nur schnell durchhuscht, schafft es bestimmt auch in 4 Stunden, wird das Spiel dann aber mangels nachvollziehbarer Handlung schnell als blöde abtun. Ich geb dem ganzen eine 7/10

Fe (Switch)
Auch sehr niedlich. 10 Stunden durch einen Wald huschen, springen, klettern und fliegen und hin und wieder mit allen möglichen und unmöglichen Tieren singen, wenn man nicht kleine Rätsel in der Welt löst. Der Traum eines jeden Baumkuschlers. Ich muss zugeben, dass ich Probleme hatte, der Handlung, die einem ohne Worte, sondern nur mit kleinen animierten Sequenzen erzählt wird richtig zu folgen und diese dann online nachgelesen und auch schon wieder vergessen habe.
Trotzdem hatte ich viel Spaß, was mir nicht oft bei einem Spiel von EA passiert. :-P
Wer Spiele wie Super Mario Odyssey mag und auf Texte und knallbunte Grafik verzichten kann, sollte hier zugreifen und auch glücklich werden. 7(.5)/10

Broforce (Switch)
ICH KANN BEI BROFORCE NICHT OBJEKTIV URTEILEN, WEIL BROFORCE EINFACH DER OBERKNALLER IST!!!
Das Spiel ist im Couch Coop mit ein bis drei Freunden locker seine 10/10 Punkte wert und auch solo sollte man, wenn man makaberen Humor, der (vornehmlich Amerikanische) Actionfilme der letzten knapp 40 Jahre durch den Kakao zieht, mag eine gute Zeit mit dem Spiel haben. Nintendo hat es gerade im Sale. KAUFEN! BROFORCE!
Technisch ist das Spiel auf dem Level der PC Version, was bedeutet, dass es irgendwann aufgrund von schlampig programmierter Speicherverwaltung ruckelnd und langsam läuft, was aber durch einen Neustart des Spiels behoben werden kann. Für die Faulheit der Entwickler, das Problem auch nach Jahren nicht zu beheben gibt's einen Punkt Abzug:
9/10

Shantae: Half Genie Hero (Switch)
Ist es verwerflich, dass ich Shantae irgendwie sexy fand? Ich hab sie gerne mal ein paar Sekunden irgendwo stehen gelassen und mich an ihrer fröhlichen Animation ergözt. Ich lüsterner alter Sack. :P
Kurz gesagt: Das Spiel hatte seine Höhepunkte, etwa wenn es mit der Handlung voran ging und man einen Level zum ersten mal gesehen hat und auch seine Schwachstellen, wenn man dann zum fünften mal in die bereits besuchten Level latschen muss, um da Item x von y zu suchen, was das Spiel erfolgreich in die Länge streckt, obgleich es dann trotzdem nur 10 Stunden dauert, um so ziemlich alles im Grundspiel freizuschalten. 7/10 mit Potential nach oben.

Starlink: Battle for Atlas (Switch)
Ich würde dieses Spiel so gerne lieben. Aber ich tue es einfach nicht.
30 (kam mir länger vor) Stunden habe ich im Atlas System verbracht und wirklich jede einzelne feindliche Basis vernichtet und alle eroberbaren Stützpunkte erobert, die man auf den sieben Planten des Systems finden konnte.
Das war ein Fehler. Nicht nur, dass einem dieser Fleiß kaum einen Mehrwert bietet. Nein, man verliert zwischen den sieben Planeten, die trotz der Leistung der Engine, ein komplettes Sonnensystem ohne merkliche Ladezeit flüssig darzustellen alle irgendwie trist in unterschiedlichen Farben wirken, das Gefühl für die Qualitäten des Spiels. Statt dessen erlebt man die selben paar Quests immer wieder und wieder und wieder und wieder und wieder und das zum Teil auch gleich noch mehrfach auf demselben Planeten. Dazu kommen dann noch die sich ständig wiederholenden gesprochenen Texte und die Tatsache, dass die Gegner zwar mit mir im Level aufsteigen, trotzdem aber nicht klüger werden, sodass auch der komplexeste Boss irgendwann zu einer Routine verblasst, die man eben abarbeitet, bis der nächste Punkt auf der Karte erobert ist. Dazu kommt dann noch eine Handlung, die auch wenn sie für Kinder geschrieben wurde, den IQ der meisten Jugendlichen weit unterfordern dürfte, wobei die ursprüngliche Problemstellung der Handlung gar nicht aufgelöst wird. Statt dessen verweist man im dürftigen Abspann darauf, dass das noch nicht alles war und noch mehr folgt. Jeah! Endlich mal wieder eine Vorlage für einen DLC.
Es tut mir wirklich leid. Das Spiel hat ein paar sehr gute Konzepte und Ideen und an einigen Stellen habe ich überlegt, ob ich mich vielleicht in einer Alpha von "Beyond good and Evil 2" befinde. Leider wurde das meiste aber meiner Meinung nach eher lieblos durchgepeitscht, um es noch auf den Toys-to-life Markt zu schaffen, bevor auch der letzte eingesehen hat, dass auch physische DLCs immer noch DLCs sind.
So bleibt Ubisofts cleverste Idee bei der ganzen Geschichte der Versuch, Starfox in das Spiel einzubinden, was das Spiel aus nostalgischen Gründen einen Punkt besser macht und das Projekt vermutlich davor bewahrt hat, ein unglaublicher finanzieller Flop zu werden.
Positiv zu vermerken ist, dass man das Spielzeug offenbar doch nicht alle sieben Tage erneut bei der Konsole anmelden muss. Zumindest mir blieb dieser Vorgang in den letzten erspart.
6/10 auf der Switch. Sonst eher 5/10

P.S.: Man kann Starlink mit dem Basisset des Spiels problemlos durchspielen und verpasst durch die fehlenden Piloten und Waffen absolut nichts bemerkenswertes.

P.P.S: Wer jetzt mitgerechnet hat und sich fragt, wie ich in den 72 Stunden, die meine Freundin im Urlaub krank war 120 Stunden Spielzeit ansammeln konnte: Der Urlaub liegt zwei Monate zurück und Starlink habe ich natürlich erst jüngst durchgespielt. :-)

EDIT: Die Nutzerstatistiken der Switch sagen, dass "Starlink" nur 30 und nicht 80 Stunden lief. Der Rest war wohl vom Spiel erfasste Zeit im Stand-by.

8  

Yakuza 6

Nach den Yakuza 3,4,5 auf der PS3 und Zero und Kiwami 1 auf der PS4 bin ich nun auch zu Yakuza 6 gekommen.

Der neue Teil hat endlich mal eine neue Engine spendiert bekommen, was längst überfällig war. Die alten Teile waren echt schon sehr angestaubt was Grafik, aber auch einfach die gesamten Möglichkeiten angeht. Die neue Engine ist sowas wie ein Neuanfang für die Serie, der ausgerechnet zum letzten Teil der Reihe kommt. Dabei ist die Dragon Engine, so der Name, durchaus nicht nur ein Segen, sondern auch für negative Seiten verantwortlich.

Nachdem alle vorhergegangenen Teile sich irgendwie auch dadurch ausgezeichnet haben, dass sie eigentlich immer das gleiche boten, nur mit jedem Teil halt viel mehr, dadurch aber technisch nichts mehr investierten, ist doies bei Yakuza 6 anders herum. Hier wurde viel Wert auf die neue Engine gelegt, wodurch aber auch ein Großteil der vorherigen Features wieder verloren gingen. Ein Vergleich: In Yakuza 5 gibt es 5 Protagonisten, 5 verschiedene Kampfstile, 5 Städte und mehr als 100 Sidies, zudem hat jeder Proitagonist sein eigenes großes Minispie. In Yakuza 6 gibt es zwei Städte, einen Protagonisten, einen Kampfstil, 50 sidies und 4 größere Minispiele. Darüber hinaus wurde auch die Anzahl der verfügbaren Minispiele arg gekürzt. Yakuza 0 ist ähnlich groß wie 5, auch wenn es nur 2 Städte hat. Auch die Hauptstory ist deutlich kürzer als vorherige Teile.

Dafür sieht das Spiel nun aber einfach fantastisch aus! Ist es tagsüber nun nicht die Augenweide, sieht das Spiel nachts, wenn überall die Neonlichter leuchten und die Menschen durch die Straßen wuseln. Oder wenn man die Gegner mit seinem neuen, agileren Kiryu richtig schon in den Asphalt tritt, oder wenn man nun ohne nervige Ladezeiten in alle Gebäude spazieren kann um sich bei Poppo Katzenfutter für die Streuner besorgt, die man dann später ins Katzencafé umqaurtiert. Diese neue Freiheit ist wunderbar und steigert das Gefühl wirklich sich in einer lebendigen Welt zu bewegen ungemein. Auch viele Effekte sind neu, die das ganze noch mehr wurmms verleihen oder einfach nur toll aussehen...wenn da nicht dieses unsägliche Aliasing wäre, das das ganze Bild zerfrisst. Irgendwie haben es die Entwickler verpasst, dem Spiel ein funktionierendes Anti-Aliasing zu verpassen. Sehr schade!

Trotz dem Fehlenden Content muss ich aber sagen: Das was da ist, ist gut! Nicht unbedingt besser als vorherige Teile, aber auf gleichem Niveau. Die Story ist spannend und unterhaltsam (auch wenn man vielleicht lieber nicht zu viel drüber nachdenken sollte), die Inszenierung ist deutlich besser als in den Vorgängern, die Charaktere sind liebens- und hassenswert, es wird auch dieses Mal wieder ausschweifend lange und viel geredet, es gibt wieder witzige und dramatische Soap-opera-like sidies, die Hostessen wollen auch diesmal wieder für alles bezahlt bekommen. Es gibt sogar die Hostessen der Neuzeit: Camgirls! zu bestaunen, gut, eigentlich glotzt man die nur an und gibt Tastenkombis ein, was in der heutigen Zeit bestimmt nicht mal mehr bei pubertierende Jungs reicht um deren Blut in Wallung zu bringen, weil es so harmlos ist. Ich verstehe dieses piepsstimmige Rumgehabe eh nicht.

Mir hat das Spiel so gut gefallen, dass ich es einfach mal bis zur Platinum Trophäe gespielt habe, was ich tatsächlich bis zu diesem mal noch nie getan habe.

Auch Yakuza 6 hat sich also mit einem harten heat-move in mein Herz gesprügelt   



See you Space Cowboy
3  

2null3 schrieb:


Ist es verwerflich, dass ich Shantae irgendwie sexy fand? 

Nö ist ganz normal. Ich... hab da so nen Freund, der die auch ganz hot findet.


This is where we build our future.
6  

Vyse schrieb:

Spyro Reignited Trilogy

Da ich nicht zu den Leuten gehöre die rumjammern weil nur der erste Teil auf der Disc ist hab ich mal zugeschlagen.

Normalerweise bin ich ja absolut keine Grafikhure, aber was die Entwickler hier rausgeholt haben, ist schon weltklasse. Begriffe wie "fotorealistisch" und "wie ein Animationsfilm" sind hier wirklich keine Übertreibungen mehr. Ansonsten ist das Spiel natürlich sehr einfach, was aber durch das Erkundungsgameplay wieder ausgeglichen wird. Sparx hilft einem beim Finden einzelner Juwelen, ohne deren Fundort plump vorzusagen, sodass es wirklich Spaß macht alle Levels auf 100% zu spielen. Da man drei vollwertige Spiele für 40€ bekommt ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich top.

Kann es also jedem Platformer-Fan nur empfehlen.

Ich zitier einfach mal Andy aus dem Zuletzt-gekauft-Thread, dann muss ich weniger schreiben  Hatte mir die Trilogy letzte Woche im Angebot bei Amazon für ~27€ geholt, Teil 1 ist nun durch. Kann mich Andy anschließen, grafisch sehr schön, relativ kurzweilig aber auch einfach. Hab „quasi“ 100%, quasi deshalb, weil mich die fünf Flug-Level nervten und ich diese nicht vollständig abgeschlossen habe, da man die je 4 mal 8 Objekte (Ringe oder Tore durchfliegen, Truhen zerstören etc.) in einem Durchlauf schaffen muss, um auch die Bonusjuwelen zu bekommen. Alle anderen Level sind auf 100%.

Man merkt dem Spiel aber seine Herkunft in den 90ern an. Es bietet wirklich nicht viel, man läuft nur durch die Level und sucht die Drachen. Die Juwelen braucht man eigentlich nicht, man sammelt sie halt trotzdem. Und da am Ende, wenn man nicht ohnehin alle sofort findet, nur wenige fehlen, holt man auch noch die 100%. Spielzeit lag am Ende etwas unter 8h, mit reinem Level-Beenden wäre es wohl die Hälfte. Es macht aber durchaus Spaß. Mario 64, das immerhin zwei Jahre früher erschien, ist jedoch auf so vielen Ebenen besser. 

3  

Oxenfree (Switch)

Was für ein merkwürdiger Ritt.
Das Spiel befand sich zusammen mit "Night in the Woods" schon länger in meiner Wunschliste und war jüngst im E-Shop im Angebot, sodass ich einfach zuschlagen musste. Da ich es vor dem Release von Smash Bros fertig haben wollte, bin ich zunächst recht fix durchgeprescht, was rückblickend gar nicht nötig gewesen wäre. Aber ich fange besser vorne an.

Oxenfree ist, ähnlich wie Night in the Woods ein Adventure dessen Fokus nicht auf den Rätseln, sondern auf der Story, der Atmosphäre und der Charakterentwicklung liegt. Ihr steuert Alex, eine Schülerin, die zusammen mit ihrem Stiefbruder und 3 Freunden einen Wochenend-Ausflug auf eine kleine Insel macht, wo sie eigentlich nur am Feuer sitzen, Bier trinken und "Wahrheit oder Ohrfeige" spielen wollen, bis sie dann versehentlich ein mystisches Portal zu ... naja, sparen wir uns die Spoiler. Jedenfalls wird es ab da ein wenig unheimlich. Nicht auf die Weise, die einen Nachts unter's Bett gucken lässt, sondern in der guten alten Akte X oder Stranger Things Manier.

Per Controller steuert man Alex ab da kreuz und quer über die Insel, wobei der B Button für sämtliche Interaktionen reserviert ist und man sich mit + eine grobe Karte der Insel anzeigen lassen kann. Die Tasten Y, X und A dienen dazu, bei den Gesprächen die man (nahezu ständig und auf Englisch) mit den unterschiedlichen Charakteren führt, unterschiedliche Antworten zu geben und damit tatsächlich auch ein wenig den Verlauf und das Ende des Spiels zu ändern. Hier sei noch erwähnt, dass man zum einen deutsche Untertitel aktivieren kann und auch nicht dazu gezwungen ist Antworten zu geben. Das Spiel blendet die möglichen Antworten nach einigen Sekunden von selber aus und die anderen Charaktere interpretieren dieses dann je nach Situation als höfliches/unschlüssiges/ängstliches/desinteressiertes Schweigen.

Fazit:
Oxenfree ist eine gelungene Mischung aus unheimlicher Story à la "Lone Survivor" und High School Teenager Problemen, ohne dabei zu anstrengend oder zu creepy zu werden. Die Handlung kann in unter 6 Stunden abgeschlossen werden, wobei man das Spiel nach dem Durchlauf des Abspanns ohne weiteres noch einmal starten kann. Technisch gibt es nichts zu bemängeln und wer das Spiel mal für 5 bis 8 Euro ergattern kann und Spiele dieser Art mag, macht hier wenig falsch.
7/10

3  

@2null3 : Oxenfree und Night in the Woods waren acuh auf meiner Liste und dank dir spiele ich nun Night in the Woods und danach wohl Oxenfree. Wohin soll das noch führen?!


See you Space Cowboy
1  

Shenmue II (PS4)

Nachdem ich in meinem Review schon (hoffentlich) halbwegs objektiv an die Shenmue-Collection gegangen bin, habe ich Teil 2 nun "privat" beendet und die Platin-Trophäe geholt und wurde dabei erinnert, wieso ich das Spiel bzw. die Spiele so sehr liebe. Sie sind einfach ruhig und meaningful. Ich mag das Setting und die Handlung, die Charaktere schloss ich damals wie heute sofort ins Herz und ich fiebere mit Ryo einfach mit. Es hat unübersehbare Makel, aber meinem Zockvergnügen tat das keinen Abbruch. Ja, dann hakelt sich Ryo eben um die Häuserecken, c'est la vie.
Besonders Teil 2 ist neben Persona 5 wohl mein absolutes Lieblingsspiel und bekommt von mir off the record einfach nochmal die

10/10.

Ich freue mich wahnsinnig auf Teil 3!


Hoppe, hoppe Reiter - wenn er fällt, dann died er.
3  

Xenoblade Chronicles 2: Torna ~ The Golden Country (Switch)

Nach 25h "schon" durch, sehr ungewöhnlich für ein JRPG heutzutage. Ich habe alle verfügbaren Sidequests gemacht, aber keine Superbosse gesucht oder die Party gemaxt oder so. Wer das Ding 100%en will, kommt schon eher auf die anfangs von Nintendo beworbenen 40h. 

Torna ist trotz seines deutlich geringeren Umfangs im Vergleich zum Hauptspiel als vollwertiges Spiel betrachtbar, es erzählt seine eigene Story und hat auch seine eigene Atmosphäre. Die sehr kurze Hauptstory, die man eigentlich auch schon von Xenoblade 2 kennt, steht hier weniger im Vordergrund. Torna versucht eher, einen tieferen Einblick in Jins und Mythras Charakterentwicklung zu geben und die Atmosphäre zur Zeit des Aegis-Krieges einzufangen. Die Vergrößerung der "Community" hat sehr viel Spaß gemacht, da man, wenn man die Zeit investiert, sehr viele interessante, lustige, traurige und herzergreifende Ministories miterleben kann. Jeder NPC im Spiel, mit dem man sprechen kann, hat seine eigenen Probleme, erlebt seine eigenen Abenteuer und reist auf eigene Faust durch die Spielwelt. Im Spielfortschritt und mit steigender Community-Anzahl erfährt man so immer wieder neue Mini-Episoden von diesen NPCs, was die Spielwelt extrem viel lebendiger macht und jede Figur im Spiel, egal, wie unwichtig ihre Rolle in der Story auch sein mag, viel mehr zu einer "realen" Person macht als es die allermeisten Spiele tun. Wahrscheinlich wollten die Entwickler unbedingt, dass man dieses coole Feature nicht verpasst und durch Torna in 5h durchrusht und haben deswegen kurz vor Ende eine Sperre eingebaut, die verhindert, dass man weiterspielen kann, wenn man nicht genügend Sidequests absolviert hat. Macht storytechnisch nicht viel Sinn, aber stört mich persönlich jetzt auch nicht, denn wer die Sidies hier nicht macht/keine Lust drauf hat, braucht Torna gar nicht erst anfangen meiner Meinung nach. Ungeklärte Fragen des Hauptspiels werden jedenfalls nur bedingt erklärt, es macht es nur einfacher, manche Handlungen und Aussagen von Jin, Mythra und Malos aus dem Hauptspiel nachzuvollziehen.

Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und am Ende hab ich natürlich geheult wie ein Schlosshund, obwohl ich ja eigentlich ungefähr wusste, was auf mich zukam... 2018 ist irgendwie ein sehr tränenreiches Gamingjahr für mich.  

Ich finde es btw ziemlich episch, dass der Monolith-Chef Tetsuya Takahashi persönlich die Lyrics des Abspann-Songs geschrieben hat.^^


This is where we build our future.
5  

Dark Souls Remastered (Nintendo Switch)

Ich sehe das Spiel für mich jetzt als durchgespielt an. 

Meine Bilanz:

  • 4 Charaktere
  • 2 mal durchgespielt (1x NG+) / 1x gutes Ende, 1x böses Ende
  • Artorias of the Abyss-DLC durchgespielt
  • Solaire von Astora-Quest erledigt
  • mit allen vier Charakteren Anor Londo erreicht, einer davon komplett ohne Rüstung
  • Gesamtspielzeit: 150 Stunden

Da jetzt Smash Bros Ultimate draußen ist und mein Schreibtisch voller Videospiele liegt, macht dieses grandiose Meisterwerk erst einmal Pause. Ich habe mich beim ersten Run bewusst auf die Items gestürzt und die ganze NPC-Dialoge gelesen. Dadurch bekommt man auch alle Hinweise, was zu tun ist und wie das Spiel funktioniert, Das ist absolut erstaunlich, wie viele Hinweise überall auf der Welt versteckt sind. Damals auf der PS3 hätte ich das Spiel ohne YouTube im Leben nicht geschafft. Es gibt so oft die Situatiion, in der man angeblich nicht weiter kommt. Das stimmt aber nicht. Es gibt überall Hinweise und wenn man sich alle Dialoge zu Ende liest und alle Gegenstandbeschreibungen genau verinnerlicht, dann weiß man immer, was zu tun ist. Das ist hat mich absolut fasziniert.

Was mich wirklich gestört hat an dem Spiel, ist die Tatsache, dass man die ganzen Fehler nicht raus genommen hat. Das Ding heißt Remastered und hat die gleichen Bullshit-Fehler, wie das Original. Gegner schlagen durch Wände, Bosse werden durch einfache Mechaniken ausgehebelt, Grafikbugs, Kamera-Probleme und und und... Das darf bei einer überarbeiteten Version nicht passieren und somit hat das Spiel leider keine 10 Punkte verdient, sondern "nur":

9/10


"La historia me absolverá" - Fidel Castro
7