Ich hasse...

Enigma22 schrieb:

Finde es aber sehr fair, wenn Kinderlose finanziell stärker belastet werden. Von neuen Beitragszahlern profitiert schließlich die gesamte Gesellschaft, das Kreuz mit den Blagen haben so unmittelbar nur die Eltern smiling_imp.png

Sehe keinen Grund für eine stärkere Belastung von Kinderfreien. (nicht -los, den kinderlos klingt so, als sei es ein Makel)
Ich sehe keinen Grund für eine finanzielle Diskriminierung von Kinderfreien. Man müsste aber zum Teil in Erwägung ziehen andere Berufsgruppen oder Einkommensarten stärker heranzuziehen.



Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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Eltern erhalten doch schon Vorzüge wie Kindergeld, Kinderfreibeträge, KiTa-Plätze etc. Kinder sind auch in der GKV kostenlos mitversichert. Das sind alles Kosten, die auch von Kinderfreien mitgetragen werden.

McClane schrieb:

Man müsste aber zum Teil in Erwägung ziehen andere Berufsgruppen oder Einkommensarten stärker heranzuziehen.
Und anfangen sollte man bei den Beamtenstuck_out_tongue_winking_eye.pngAls Beamter bekommt man ja selbst bei der KFZ-Versicherung noch Vergünstigungen, ziemlich überholt.

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Bei Beamten wäre ich für eine Legaliaierung der Bestechung. Dafür müssen sie bei mehr als 100.000€ im Jahr 25% Steuer abgeben.


McClane ist Gott.
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the_Metroid_one schrieb:

Bei Beamten wäre ich für eine Legaliaierung der Bestechung. Dafür müssen sie bei mehr als 100.000€ im Jahr 25% Steuer abgeben.

Bei einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zahlt man doch ohnehin schon knapp 29 % Lohnsteuer. Da kommen noch Soli-Zuschlag und ggf. Kirchensteuer hinzu und man ist schon bei 33 % Steuern.

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Es geht speziell um Bestechung.


McClane ist Gott.
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the_Metroid_one schrieb:

Es geht speziell um Bestechung.


Verstehe ich nicht? Wenn du mit 100.000€ bestochen wirst, dann musst du auf die 100.000€ auch Steuern bezahlen. Wenn du Drogen vertickst, dann musst du auch darauf Steuern bezahlen.

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Bestechung wäre dann sogar USt pflichtig (Drogenhandel auch)...


Diebstahl hingegen lässt sich keiner Einkuftsart zuordnen und wäre daher tatsächlich nicht steuerbar.


"That thing was much too big to be called a sword. Massive, thick, heavy and far too rough. It was more like a huge mass of Iron..."
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Wenn du häufiger Diebstahl begehst, wäre es doch ein Gewerbe? Definition ist doch nur, dass man häufiger etwas macht mit Gewinnerzielungsabsicht.

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Nicht ganz. Für die umsatzsteuerliche behandlung fehlt der Leistungsaustausch und gewerblich fällt weg, da man nicht offen am Markt auftritt.


"That thing was much too big to be called a sword. Massive, thick, heavy and far too rough. It was more like a huge mass of Iron..."
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McClane schrieb:

Enigma22 schrieb:

Finde es aber sehr fair, wenn Kinderlose finanziell stärker belastet werden. Von neuen Beitragszahlern profitiert schließlich die gesamte Gesellschaft, das Kreuz mit den Blagen haben so unmittelbar nur die Eltern smiling_imp.png

Sehe keinen Grund für eine stärkere Belastung von Kinderfreien. (nicht -los, den kinderlos klingt so, als sei es ein Makel)
Ich sehe keinen Grund für eine finanzielle Diskriminierung von Kinderfreien. Man müsste aber zum Teil in Erwägung ziehen andere Berufsgruppen oder Einkommensarten stärker heranzuziehen.



Ich habe mich auch falsch ausgedrückt. Ich finde finanzielle Erleichterungen für Eltern fair. Ganz einfach weil jede alternde Generation (in Ländern mit unserer demografischen Entwicklung insbesondere) auf neue Beitragszahler angewiesen ist. Und natürlich kann eine Gesellschaft sich derartige Regeln geben. Was eine anzupassende Besteuerung anderer Einkommensarten (*hust* Kapitalerträge) angeht, stimme ich voll zu.

"Kinderlos" ist für mich i.Ü. eine völlig wertfreie Bezeichnung und natürlich kein Makel, "kinderfrei" klingt für mich andersrum aber sehr sehr positiv konotiert. Aber egal, ist ein Nebenschauplatz.



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Belphegor schrieb:

Der Mensch kann ohne die Erde nicht leben, die Erde aber widerum sehr gut ohne den Menschen. Ich bete einfach dafür das die Natur schneller ist, als unser Verstand die Technologie zu erschaffen um zu flüchten. Denn das schlimmste was passieren kann ist das wir auch noch andere Planeten ausplündern.


Dies ist ein durchaus philosophisches Thema. Was ist "Natur"? Was sind "wir"? Unser Verstand/Intellekt steht nicht neben der Natur, sondern ist genauso ein Teil dieser wie alles andere auf diesem Planeten. Der Fakt, dass wir diesen nutzen, Flugzeuge erfinden, Bodenschätze abbauen, Vorstellungen von "Gott" oder ähnlichem formulieren - kurzum: das, was wir Kultur nennen, entwickeln - ist geradezu "natürlich". Alle anderen Lebewesen verfahren mit ihren Fertigkeiten genauso.

Damit meine ich jetzt natürlich ausdrücklich nicht, dass unser Umgang mit dieser Gartenwelt automatisch "in Ordnung" ist. Nur dieses Ausspielen Mensch vs. "Natur" ist inkonsequent und als Argument für Naturschutz usw nicht wirklich überzeugend.

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Enigma22 schrieb:

Ganz einfach weil jede alternde Generation (in Ländern mit unserer demografischen Entwicklung insbesondere) auf neue Beitragszahler angewiesen ist.



Das ist imho ein schreckliches System, das uns auf globaler Ebene noch abartige Probleme bereiten wird. In den bevölkerungsreichsten Ländern unserer Erde herrscht ein Chaos, das wir hier im Westen nur ansatzweise nachvollziehen können. Kulturkreise, in denen Menschen eine hohe Anzahl an Nachkommen als Altersvorsorge sehen, versinken für Gewöhnlich in einem Sumpf aus Armut, Gewalt und eigen verschuldeten Umweltkatastrophen.

Ein System, das nur dann funktioniert, wenn mindestens genauso viele Menschen Geld einzahlen, wie Menschen Geld verbrauchen, kann auf Dauer nicht funktionieren und sollte so früh wie möglich ersetzt werden. In etwa 80% der Länder unserer Welt müsste ein sofortiges Kinderlimit für Familien eingerichtet werden.

Als Lehrer kann ich zudem sagen: Wenn die Kinder unsere Zukunft sind, dann sitzen wir knietief in der Scheiße. Kevin, Mehmet und Chantal sind noch vor der Pubertät der Meinung, dass ihnen ein bequemes Leben zusteht, unabhängig von der eigenen Arbeitsmoral.


Frisbeetarianism is the belief that when you die, your soul goes up on the roof and gets stuck.
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Enigma22 schrieb:

Belphegor schrieb:

Der Mensch kann ohne die Erde nicht leben, die Erde aber widerum sehr gut ohne den Menschen. Ich bete einfach dafür das die Natur schneller ist, als unser Verstand die Technologie zu erschaffen um zu flüchten. Denn das schlimmste was passieren kann ist das wir auch noch andere Planeten ausplündern.


Dies ist ein durchaus philosophisches Thema. Was ist "Natur"? Was sind "wir"? Unser Verstand/Intellekt steht nicht neben der Natur, sondern ist genauso ein Teil dieser wie alles andere auf diesem Planeten. Der Fakt, dass wir diesen nutzen, Flugzeuge erfinden, Bodenschätze abbauen, Vorstellungen von "Gott" oder ähnlichem formulieren - kurzum: das, was wir Kultur nennen, entwickeln - ist geradezu "natürlich". Alle anderen Lebewesen verfahren mit ihren Fertigkeiten genauso.

Damit meine ich jetzt natürlich ausdrücklich nicht, dass unser Umgang mit dieser Gartenwelt automatisch "in Ordnung" ist. Nur dieses Ausspielen Mensch vs. "Natur" ist inkonsequent und als Argument für Naturschutz usw nicht wirklich überzeugend.

Es ist nur logisch, dass manche diese Vorstellung haben, denn tatsächlich entsteht sie durch eine Vorstellung der Überlegenheit. Der Mensch als kurzfristig aktives Teil der Evolution ohne besondere Bedeutung ist für einige eine Enttäuschung. Kein Wunde dass die Evolution im Augen der Idioten mal Häresie war. Der Mensch kämpft nicht gegen die Natur und er vernichtet sie auch nicht. Er ist ein Teil von ihr, nur ein Einflussvolleres. Diese Vorgänge sind absolut natürlich und wenn die menschliche Art dabei verschwindet ist dies keine Besonderheit.


McClane ist Gott.
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Jerry schrieb:

Ein System, das nur dann funktioniert, wenn mindestens genauso viele Menschen Geld einzahlen, wie Menschen Geld verbrauchen, kann auf Dauer nicht funktionieren und sollte so früh wie möglich ersetzt werden.

Wodurch?


Jerry schrieb:


In etwa 80% der Länder unserer Welt müsste ein sofortiges Kinderlimit für Familien eingerichtet werden.


Aha. Dann wünschst du den gleichen 80% also keinen freiheitlich demokratischen Rechtsstaat? Zum politischen Werkzeugkasten eines solchen gehört es nämlich ganz sicher nicht, dir und mir und allen anderen Bürgern vorzuschreiben, wie viele Kinder sie haben dürfen.


Jerry schrieb:


Als Lehrer kann ich zudem sagen: Wenn die Kinder unsere Zukunft sind, dann sitzen wir knietief in der Scheiße. Kevin, Mehmet und Chantal sind noch vor der Pubertät der Meinung, dass ihnen ein bequemes Leben zusteht, unabhängig von der eigenen Arbeitsmoral.

Ich bin ein entschiedener Gegner vom Volkssport namens Lehrer-Bashing, aber hier muss ich doch mal provokant fragen... Augen offen gehabt bei der Berufswahl? grin.png Und zweitens: Wenn das immer alles gestimmt hätte, was schon Platon über "die Jugend" und ihre Verkommenheit gesagt hat und seit dem in jeder Generation von "Alten" wiederholt wurde, dann dürften wir heute eigentlich noch nicht mal mehr zum Leben in Baumhäusern in der Lage sein.

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Von der historischen Bedeutung abgesehen, kann man Platon in Verbindung mit modernen Gesellschaften komplett vergessen. Politeia ist als politisches Werk unzeitgemäß, der platonische Dualismus ist Schwachsinn usw.

Er konnte ja nicht ahnen, wie die Zukunft aussieht.


McClane ist Gott.
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Muss mal eben was einwerfen - macht einfach weiter.

Ich hasse den komischen Uhu aus BrotW! 

Alle 3 Sekunden: "HUHU!" .. Stirb du Mistvieh! joy.png


Aktuelle Spiele: Overwatch (Btag: Tatze#21613) || Destiny 2
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Frisbeetarianism is the belief that when you die, your soul goes up on the roof and gets stuck.
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Jerry schrieb:



"Nintendo I've come to bargain"
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Damit es nur die Interessierten lesen müssen, mal als Spoiler... wink.png

Jerry schrieb:

Es hat durchaus etwas damit zu tun. Eine derartige Regelung würde dich nämlich in deinen Grundrechten verletzen. Geradezu haarsträubend wird es, wenn man sich vorstellt, wie sowas durchgesetzt werden sollte. Ein Kind mehr als erlaubt und die Eltern müssen Strafe zahlen oder gar in den Knast? Gerade in dem von dir angesprochenen Bangladesch würde das die Situation der Kinder wohl gerade nicht fördern.

Eine Besserung der wirtschaftlichen Lage des Landes ist mit anderen Mitteln besser, effektiver und menschlicher zu erreichen.

Jerry schrieb:


Wir haben statistisch mehr Kinder mit LRS/Legasthenie, Dyskalkulie und AD(H)S als jemals zuvor. Was früher einfach nur Unfähigkeit war, ist jetzt irgendeine Störung mit toll klingendem Namen. [...]
Wer früher in eine Sonderschule gekommen wäre, sitzt jetzt in der Hauptschule. Die ehemaligen Hauptschüler sind an der Realschule.

Ich bin gerne Lehrer und ich mag die allermeisten meiner Schüler. Trotzdem muss ich ehrlich feststellen, dass unsere Kinder dümmer werden und die Kluft zwischen unserer Elite und unseren "Normalos" immer größer wird.

Inwiefern sowas einfach nur kulturell bedingt diagnostizierte "Störung" oder tatsächlich eine glücklicherweise entdeckte Disposition ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wir sind aber wohl definitiv weiter in der Beurteilung von Schülern als vor 100 Jahren.

Auch die Inklusion kann ich nicht aus erster Hand beurteilen, jedoch weiß ich (das ist dann schon eher mein Fachbereich), dass Deutschland seit Jahren regelmäßig vom UN-Menschenrechtsrat für die Existenz von Sonderschulen gerügt wird. Kann man von halten, was man will.

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@Jerry 

Optimismus? Ist der Sohn von Sarah und Pietro, oder? joy.png

An sich scheint er aber schon recht zu haben. Wenn man, als unbeteiligter, Prüfungen vergleicht merkt man schon einiges. Und einige Diagnosen werden einfach zu leichtfertig verteilt. Wenn ich mir die paar Leute mit Dyskalkulie ansehe, sind sie eher dämlich. Es gibt einen Unterschied zwischen Leuten die kaum 4+8 berechnen können und Leuten die aufgrund ihrer extremen Beschränktheit keine quadratische Gleichungen verstehen.

Was an Sonderschulen verkehrt sein soll erschließt sich mir nicht. Die Schüler ziehen eh nur das Niveau runter und kommen zugleich überhaupt nicht mit. Sicher wird dann über Inklusion geredet, diese Leute kriegen dann aber, nie oder nur aus Mitleid je einen Abschluss.


McClane ist Gott.
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