Serien - Der Thread (Walking Dead, Game of Thrones, House of Cards etc.)

Derkomai schrieb:

Hab alle zwei Staffeln von Ash vs Evil Dead gesehen 

Hattest Du auch in jeder Folge den Drang zum Haarschneider zu greifen und Pablo den Spoiler zu stutzen? Was für eine Kackfrisur! sweat_smile.png

A propos Bruce Campell! Hat jemand Burn Notice gesehen? Hab damals im TV die ersten beiden Staffeln gesehen und dann den Anschluss verpasst.


You should always waste time when you don't have any. Time is not the boss of you.
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Castle (2009-2016)

Ich denke über diese durchaus bekannte Serie muss man nicht all zu viele Worte verlieren, nach 8 Staffeln und 173 Folgen fand die Serie welche sich um die Polizistin Kate Beckett und den Schriftsteller Richard Castle (Nathan Fillion u.A. bekannt aus Firefly) dreht ihr Ende und ich muss sagen... ich bin enttäuscht.

Natürlich habe ich nicht all zu viel erwartet, die Serie ist Großteils episodisch und lediglich die Entwicklung der persönlichen Beziehungen der Charaktere findet natürlich Folgen übergreifend statt, aber wie man diese doch durchaus kurzweilige Serie hinterrücks ermordete ist einfach eine Schande.

Der Finale und ultimative Gegenspieler wird in der letzten Episode (ca. ~40min) ab gefrühstückt, andere wichtige Begebenheiten haben sich (neben dem obligatorischem Mord) immerhin über eine paar Folgen erstreckt. Es ist zudem geradezu schockierend wie unfassbar simpel dies alles von statten ging nachdem bei früheren Zusammenstößen ein deutlich größeres Feuerwerk abgebrannt wurde und der Gegenspieler wirklich zum Superschurken aufgebauscht wurde der jeden den er tot sehen will auch mit einem Finger schnippen beseitigen lassen kann.

Davon ab sollte dies auch nicht unbedingt das Finale der Serie sondern nur das Staffel Finale sein, aufgrund von sinkender Einschaltquoten wollte man Beckett sterben lassen... was ohnehin schon unsinnig genug gewesen wäre, aber nun gut... ein Rachefeldzug alla Castle wäre sicher auch sehenswert gewesen. Doch anstatt dieser wahrscheinlich letzten und kostengünstigeren Staffel bekommen wir einen Schnitt, 7 Jahre später, Beckett und Castle mit drei Kindern, Friede, Freude, Eierkuchen, obwohl beide gerade noch angeschossen am Boden lagen. WTF?! Tot und gut, immer diese pseudo Happy Ends die ein unbefriedigendes Finale noch schlechter machen.


Fazit:
Alles im allem ist Castle eine Serie bei der man gut und gerne mal ein paar Folgen gucken kann und charmant unterhalten wird, aber keinesfalls etwas was man jetzt mal kurz exzessive gucken sollte... zumal das Ende der Serie leider nicht gerecht wird.

7/10


"Nintendo I've come to bargain"
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Goliath, S01, Amazon Video

Na ja, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Die typische David-gegen-Goliath-Story umgemünzt aufs Rechtssystem in dem ein kleiner, abgehalfterter Anwalt, der ehemals ein Mitbegründer einer Großkanzlei war gegen nun ebendiese vor Gericht zieht, die natürlich einen übermächtigen Rüstungskonzern vertritt.

So platt wie der Plot sind leider auch die Figuren. Der ehemaliger Weggefährte und jetzt Intimfeind an der Spitze der Großkanzlei ist natürlich eine zwielichtige Person mit einem Tick (Muss alle paar Sätze auf einem "Klicker" herumdrücken, lacht auch dann, wenn der wütend ist etc.)

Dazu werden Storywendungen aufs billigste aufgelöst. So kommt es zwei oder drei Mal vor, dass der Protagonist in einer Sackgasse steckt. Aber dann macht er einfach Bekanntschaft mit einem FBI-Agenten, und dieser, obwohl sie vorher nichts miteinerander zu tun hatten, reicht ihm dann auch jedes Mal "zufällig" genau das passende Beweismaterial. Einfallsloser geht es nicht.

Ich bleibe dabei, bislang hat mich das Serienangebot von Amazon wirklich nicht überzeugt. Billy Bob Thornton war in Fargo S01 auch meilenweit besser.


Wohlwollende 6/10



Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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Kann ich so unterschreiben. Finde Anwaltsserien eigentlich immer ganz gut, genreunabhängig, aber das kam mir hier eigentlich auch viel zu kurz. War alles zu einfach. Hatte mir mehr versprochen, vor allem da es alles andere als die erste Anwaltsserie von David E. Kelley ist.

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Schon jemand von euch Westworld gesehen?

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Eine Reihe betrüblicher Ereignisse - Netflix

Die Verfilmung der gleichnahmigen Buchreihe von Lemony Snicket, welche schon einmal ins Kino kam. Nun hat sich Netflix der Geschichte angenommen und 4 von 13 Büchern in 8 Episoden verfilmt. Eine zweite Staffel wurde mit Band 5 -8 wurde auch schon in Auftrag gegeben.

Mir gefällt die Serie sehr gut. Hält sich sehr viel näher am jeweiligen Buch als der Film. Die Darstellung von Neil Patrick Harris als Graf Olaf ist mMn auch wesentlich besser als die von Jim Carry. Man merkt einfach, dass es Harris Spaß macht den durchtrieben Bösewicht zu spielen. Bei den beiden ältesten Baudelaires ist die Schauspielkunst noch ausbaufähig. Vielleicht bessert sich das mit der nächsten Staffel. Dafür ist das Baby gut. Sorgt immer für ein Lacher grin.png

Der einzig störende Punkt für mich ist

das scheinbare Überleben der Baudelaire Eltern. Im Buch waren die definitiv Tod. Und ich hoffe dass man das in der Serie auch so lässt.

Alles im allen würd ich die erste Staffel mit 8,5/10 bewerten.

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Westworld S1

So bin nun mit meinem Bruder auch mit Westworld durch. Und muss sagen diese Serie hat mich gut unterhalten. Ohne große Worte. Story, Schauspiel, Produktion alles top und passt zusammen.
Um spoilerfrei zu bleiben: Die Serie lebt meiner Meinung nach von den vielen interessanten Charakteren und ihren Geheimnissen, welche sich dem Zuschauer auch nach und nach offenbaren. Das Finale lässt einen dann noch absolut zufriedenstellend zurück, was alle offenen Fragen betrifft und trotzdem wird dort ein neues Kapitel aufgeschlagen. Also für mich klare 10/10 äußerst sehenswert

Die einzigen Sorgen, die ich mir mache, ob die Serie es schaffen wird erfolgreich an der ersten Staffel anzuknüpfen. Hatte schon oft genug die Erfahrung gemacht, wie Serien, nach einer grandiosen gut durchdachten ersten Staffel den Anschluss nicht schaffen (Heroes, Once Upon a Time zB.). Das dürfte wohl die größte Challenge sein. Aber ich bin zuversichtlich und freu mich schon auf 2018....


Blub
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Orange is the new Black - Netflix 


Kurz und schmerzlos:

Staffel 1: 7,5/10

Staffel 2: 9/10

Staffel 3: 7/10

Staffel 4: 9,5/10


Staffel 5 kommt im Juni


"That thing was much too big to be called a sword. Massive, thick, heavy and far too rough. It was more like a huge mass of Iron..."
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Mich würde generell mal eure Meinung zu dem Trend mehr oder minder bekannte Kinofilme als Serie neu aufzulegen.

Fargo, From Dusk till Dawn, Twelve Monkeys, Lethal Weapon, Sleepers...

Sicher sind Remakes, Reboots etc. in der Filmbranche keine Seltenheit, aber so gehäuft fällt es azf.


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GF0P schrieb:

Mich würde generell mal eure Meinung zu dem Trend mehr oder minder bekannte Kinofilme als Serie neu aufzulegen.

Fargo, From Dusk till Dawn, Twelve Monkeys, Lethal Weapon, Sleepers...

Sicher sind Remakes, Reboots etc. in der Filmbranche keine Seltenheit, aber so gehäuft fällt es azf.

Wenn es gut gemacht ist, sehe ich kein prooblem darin. Von den oberen ist für mich nur Fargo interessant. Die zwei Staffeln waren wirklich hervorragend! Und es werden sogar Verbindungen zum Film geschaffen. Große Empfehlung meinerseits.


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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Finde den Trend an sich nicht schlimm. Filme sind auch nur mögliche Vorlagen für eine gute Serie. Übrigens ist die Idee auch gar nicht mal so neu, wenn ich da an Stargate denke.

Gesehen habe ich von den genannten Serien habe ich lediglich Twelve Monkeys. Zur Serie kann man sagen, dass sie in der ersten Staffel ganz ok, aber dann ab der zweiten Staffel so richtig packt. Man darf hier nur nicht denken, dass man sich haargenau an die Vorlage hält. Man erzählt eigtl. seine eigenen Geschichte auf Basis der selben Prämisse muss ich sagen. Aber das funktioniert eigtl. recht gut.


Blub
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Generell will uch den Trend auch nicht verteufeln. Das Medium 'Serie' bietet halt viel mehr Möglichkeiten eine Geschichte zu entfalten, wo der klassische Film schnell an seine erzählerischen Grenzen stößt.

Andererseits interessiert mich die Charakterentwicklung und Nebenstories herzlich wenig, wenn ich den kompletten Plot schon kenne. Da müssen die Serien schon mehr bieten, als 'nur' den Film længer und genauer nachzuerzählen. Stargate ist hier ein gutes Beispiel, denn es ist eigentlich eine Fortsetzung des Films.

Und genau da hapert es bei den 'Klappentexten' der Screamingdienste! Ohne Recherche bei Serienjunkies, IMDB und Co. erschließt sich einem das nicht ob es neue Inhalte bietet oder nur den Film neuerzählt!


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Nimm Fargo: Die Serie kümmert sich nicht um die Filmvorlage. Was sie aber übernimmt, das sind Tonalität und Ort des Films. Du hast also weiterhin absurde Charaktere, schwarzen Humor und das verschlafene Setting in Fargo, mit all den komisch sprechenden Menschen, dazu aber eine neue Story und das mit jeder Staffel.

Fargo funktioniert auch ganz wunderbar ohne Film. Den habe ich erst nach der ersten Staffel nachgeholt. Dann fallen einem ein paar Easteregga auf, die eingebaut wurden, aber nichts relevantes.

Faro jedenfalls erzählt nicht den Film wieder, sondern spielt zeitlich versetzt und lose verbunden mit den ein oder anderen FIlmversatzstücken und steht so für sich, ohne sich anzubiedern.


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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Fargo kann ich ebenfalls nur wärmstens empfehlen, wenn man auch nur einen Funken für schwarzen Humor übrig hat. Wirklich richtig gut!

Interessanterweise mag ich persönlich den Film nicht so richtig. Hab den aber auch vor vielen Jahren gesehen, vielleicht war ich damals noch nicht "reif" für so eine Art von Film sweat_smile.png

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The Knick

Unfassbar gut. Diese Serie ist direkt in die Riege meiner All-time-Favorites eingestiegen. Und John Thackery, dargestellt von Clive Owen, eine der prägnantesten Serienfiguren überhaupt bislang. Überhaupt war der ganze Cast hervorragend zusammengestellt.
Ich bin wahrlich kein Experte für Medizingeschichte, und einiges war in der Serie naturgemäß auch gerafft dargestellt, aber die augenscheinliche Penibilität hinsichtlich Kostüm, Kulisse und Geschichte ist wirklich grandios. Neben dem tollen Setting des New Yorkes um die Jahrhundertwende, ist es der Zeitgeist, der Forscherdrang, der vor nichts zurückschreckt, während der Tod in jeder Ecke lauert und zum Leben dazugehört. Manchmal macht man sich während des Ansehens erst bewusst, in welch sicheren und reichen Zeiten wir heute leben, während man damals schnell durchs Raster fiel.

Es tat der Serie gut, dass sie nur auf zwei Staffeln bzw. 20 Folgen ausgelegt war. Eine dritte ist zwar zum Teil in Planung, aber ich bin unschlüssig, ob das gut wäre.


Rectify

Nun ist auch Rectify beendet. Nach vier Staffeln und insgesamt nur 24 Folgen. Mir gefiel die Serie gut, aber sie ist ausdrücklich nicht für jedermann etwas, was auch schon klar wird, wenn man sich bewusst macht, dass sie nur auf Sundance TV lief. Der sehr ruhige und unaufegeregte Ton blieb bis zum Ende bestehen, ebenso wie das Südstaaten-Setting in einer Kleinstadt nahe Atlanta. Ebenso blieb der Hauptprotagonist bis zur letzte Minute undruchsichtig, kühl und unnahbar, was aber nur seine innere Verzweiflung herausstellte.

Auch hier ist der gesamte Cast einfach wunderbar. Man mag sie einfach und auch wenn die Serie nur kurz lief, so wachsen einem die Figuren ans Herz.

Kleines Hidden Gem in der Serienlandschaft.


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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Habe am Wochenende mit Luke Cage angefangen.

Das Setting an sich und die düstere Thrilleratmosphäre gefällt mir, wie auch schon beim Vorgänger Jessica Jones oder auch Gotham (ich weiss, anderes Universum) deutlich besser, als z.B. die auf Action und Krawall getrimmten Ableger Agents of Shield oder Flash.

Was die Serie aber nicht hat ist ein unfassbar guter Antagonist, wie es David Tennant als Kilgrave in Jessica Jones war. Der Typ ist aktuell einfach nicht zu schlagen.

Die Story manifestiert sich in den ersten Folgen auf die klassische Harlem Gangster und Bandenkonstellation einschließlich aller bekannten Klischees bus hin zur korrupten Polizei. Schade!

Alle Hauptcharaktere bleiben sehr blass, da scheint Potential verschenkt worden zu sein; aber vielleicht kommt ja noch der Durchbruch!


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GF0P schrieb:

Was die Serie aber nicht hat ist ein unfassbar guter Antagonist, wie es David Tennant als Kilgrave in Jessica Jones war. Der Typ ist aktuell einfach nicht zu schlagen.

Er wird auch nie zu schlagen sein. Imo der beste Antagonist der Film und Seriengeschichte. Lässt selbst den Heath Ledger Joker wie eine Witzfigur (hehe wegen Clown... Clown, Coral!!!) erscheinen.

Kilgrave ist nicht nur verdammt gut gespielt sondern auch dermaßen perfekt geschrieben. Alleine die Stage Szene mit dem verrückten "I wrote it... Surprise"

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"That thing was much too big to be called a sword. Massive, thick, heavy and far too rough. It was more like a huge mass of Iron..."
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Was erwartet ihr auch vom besten Doctor Who aller Zeiten?


Finde aber in Luke Cage werden die Antagonisten mit der Zeit besser. Also kein Vergleich zu Daredevils 2. Staffel, bei der die Bösen ziemlich schwach rüberkommen.


Santa Clarita Diet:

Mit 10 Folge a 30 min schnell vorbei, aber eine gute Comedy-Serie die man gerne mal sehen kann. Die Charaktere sind relativ sympathisch und die Story erfüllt ihren Zweck. Ein leichtgewicht unter den Comedy-Serien, dass man sich für zwischendurch mal ansehen kannthumbsup.png


Und da wir schon bei Comedy-Serien sind: Jemand den Teaser zu Silicon Valley gesehn? Bin gerade wieder mega gehyped. Ist für mich neben Rick und Morty die beste Comedy-Serie überhaupt.

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Sneaky Pete, Amazon Video

So richtig will es zwischen mir und Amazon in Sachen Serien nicht funken. Man kann Sneaky Pete gut weggucken, aber wirklich begeistert hat es mich nicht. Ja, es ist ganz nett zu sehen, wie Pete sich als verschollener Enkel ausgibt und nebenbei einige Dinge am laufen hat, aber es ist nicht wirklich originell. Die Schauspieler bleiben blass, das Potenzial der Serie wird nicht wirklich ausgeschöpft. Besonders zum Ende hin wird es dann absolut 08/15. Die erste Staffel ist ein auf zehn Stunden ausgedehnter Spielfilm.


6,5/10


Kreuzritter der philschen Tafelrunde SCORPIO!
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One Day at a Time (Netflix)

Bei der Serie handelt es sich um eine Comedy über das Leben einer kubanischen Familie in den USA. Es handelt grob um eine Mutter (ehemalige US-Soldatin), die nach der Trennung ihrer Mannes zusammen mit ihrer Mutter die beiden Kinder groß zieht. Die ersten Folgen waren noch etwas belanglos und die eingespielten Lacher z.T. etwas nervig. Aber besonders im späteren Verlauf werden immer mehr ernstere Themen aufgegriffen (u.a. PTBS der Mutter, Comming Out eines der Kinder etc) und mMn sehr gut umgesetzt. Die schauspielerische Leistung aller Darsteller hat mir persönlich gut gefallen. Mit 13 Episoden mit ca. 30 Minuten länge ist die erste Staffel sehr schnell geschaut. Eine zweite wurde mittlerweile auch in Auftrag gegeben.

Fazit: 8,5/10

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