Nintendo gegen seine Fans - Teil 1: Der Umgang mit beliebten Franchises

Von Andreas Held am 11. Mai 2017

Kaum ein Konzern liegt so sehr im Clinch mit seinen eigenen Fans wie Nintendo. Im ersten Teil dieser Serie werfen wir einen Blick auf die vielen beliebten Nintendo-Serien, die trotz hoher Nachfrage seit vielen Jahren nicht mehr fortgesetzt werden.

Hinter Nintendos Firmenzentrale in Kyoto liegt ein Friedhof, dessen Grabsteine eine Mischung aus Nostalgie und Wut hervorrufen. "F-Zero", "Metroid", "Mother", "Punch-Out", "Kid Icarus", "Wario Ware", "Starfox" und "Wave Race" sind nur einige der Inschriften. Obwohl manche dieser Serien seit über 10 Jahren keinen vollwertigen Nachfolger mehr erhalten haben, ist die Nachfrage weiterhin sehr hoch. Dass sie trotzdem nicht fortgesetzt werden liegt zum Teil sicherlich daran, dass die Gewinnprognosen - schon allein aufgrund der hohen Entwicklungskosten, die manche dieser Serien verschlingen würden - relativ schlecht ausfallen. Doch glaubt man Nintendos Marketing-Aussagen, ist das nicht der einzige Grund.

Denn laut eigenen Aussagen will der Konzern nicht einfach nur das tun, was die Fans sich wünschen. Stattdessen verfolgt er das Ziel, die Fans mit neuen Spielkonzepten zu überraschen. Diese sollen dann beim Anspielen eines innovativen Titels merken, dass ihnen ein neuartiges Konzept noch viel mehr Spaß macht als der Franchise-Nachfolger, den sie sich vermeintlich gewünscht hatten. Anders ausgedrückt: Nintendo wusste besser als ich selbst, dass ich mit Nintendo Land mehr Spaß haben würde als mit einem Metroid Prime 4. Oder zumindest glaubten sie, es besser zu wissen.

Zugegeben: Vor etwa zehn Jahren hat Nintendo mit dieser Strategie voll ins Schwarze getroffen. Dr. Kawashimas Gehirnjogging, Wii Sports und Wii Fit waren riesige Markterfolge, die niemand hätte vorhersehen können. Und ich muss leider gestehen, dass alle drei dieser Titel am Releasetag ihren Weg in meine Sammlung fanden. Der allgemein verbreitete Vorwurf, dass diese Konzepte nur ein Szenepublikum aus "Nicht-Spielern" angesprochen hätten, stimmt also nicht ganz. Auch manche Vielspieler gaben diesen Experimenten durchaus eine Chance - stellten dann aber fest, dass sie im Gegensatz zu traditionellen Spielegenres sehr schnell langweilig werden und ließen die Nachfolger (Mehr Gehirnjogging, Wii Sports Resort und Wii Fit Plus) konsequent im Regal liegen.

Der Schatten dieser Spiele hat sich heute zu einem riesigen Problem entwickelt. Denn die Produktmanager in Kyoto klammern sich an ihre vergangenen Erfolge wie ein einsamer Nerd an das einzige Mädchen, das ihn jemals geküsst hat. Seitdem sind sie verzweifelt auf der Suche nach der nächsten großen Innovation, die ihnen die nächste Viertelstunde im Rampenlicht und die nächste große Dividendenausschüttung bescheren wird. Und seit dieser Zeit ist Nintendo kaum mehr dazu in der Lage, ein normales, traditionelles Konzept vorzustellen. Stattdessen denken sich die ehemaligen Fans bei jeder Ankündigung irgendeines Hardware-Gimmicks auf's Neue: "Nicht schon wieder so ein Mist".

Nintendos Dilemma scheint also eindeutig: Die für innovative Spielkonzepte zuständigen Abteilungen, die einst das große Geld scheffelten, produzieren in den letzten Jahren einen Flop nach dem anderen. Je mehr ein Spiel auf Bewegungssteuerung und sonstige Gimmicks setzt, desto schlechter verkauft es sich in der Regel. Um das auszugleichen, wird durch risikofreie Entwicklungen (z.B. Mario-Sportspiele oder 3DS-Ports von Wii U-Titeln) ein gewisser Basisumsatz sichergestellt. Diese generieren einen zwar nicht sonderlich hohen, dafür aber relativ sicheren Gewinn, der dann mit der Entwicklung des nächsten Gimmick-Spielchens wieder verbrannt wird. Für ambitionierte Großprojekte ist in diesem Gefüge nur wenig Platz - Spiele wie Breath of the Wild sind eine absolute Ausnahme.

Abhilfe schaffen hier die Second Parties und Auftragsarbeiten. Fast alle Wii U-Spiele, die mehr als zehn Stunden Spielzeit und einen anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad zu bieten hatten, kamen nicht von Nintendo selbst. Solche Projekte lieferten unter anderem Capcom (Monster Hunter 3 Ultimate), Omega Force (Hyrule Warriors), Platinum Games (Bayonetta 2) oder Monolith (Xenoblade Chronicles X). Trotzdem gab es unter'm Strich nicht genug Software, um die gefühlte Spieleflaute auszugleichen. Auch das lag vermutlich an Nintendos "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt"-Mentalität: Viele Entwickler erzählen davon, aus Kyoto keinen Zuschlag für die Weiterentwicklung eines Prototypen erhalten zu haben, weil Nintendo nicht wollte, dass ein Franchise fortgesetzt wird - selbst dann nicht, wenn ein anderes Studio alle Arbeiten übernimmt.

Obwohl dieses Gebaren in vierlei Hinsicht destruktiv ist, gibt es auch klare Nutznießer dieser Situation: Die Konkurrenz, vor allem in Form von Indie-Entwicklern, macht sich dankend in den frei gewordenen Marktlücken breit. Die Steam-Store-Seite des futuristischen Racers Redout beginnt mit den Worten "A tribute to [...] F-Zero", und Thomas Happ wurde mit Axiom Verge allein deshalb reich, weil er das von Nintendo seit sehr langer Zeit ignorierte Spielkonzept von Super Metroid emulierte. Auch Yooka-Laylee erlangte fast ausschließlich über seine Ähnlichkeit zu früher auf Nintendo-Konsolen vertretenen Spielen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Und was haben all diese Spiele gemeinsam? Sie erscheinen entweder gar nicht, oder nur mit sehr starker Verzögerung für eine Nintendo-Plattform. Wer also mit einem SNES oder einem N64 aufgewachsen ist und auch heute noch traditionelle Nintendo-Spielkonzepte genießen will, wie man sie von diesen Konsolen kennt, ist praktisch dazu gezwungen, in Hard- und Software zu investieren, die nicht von Nintendo stammt.

Für diese skurrile Situation ist allein das Management in Kyoto verantwortlich, das in allen Entscheidungen die Wünsche der Fans ignoriert und immer besser wissen will, was sich am Markt durchsetzen wird - damit aber konsequent falsch liegt. Hinzu kommt eine unglaubliche Arroganz, wenn Feedback der Fans eiskalt ignoriert wird, was sich unter anderem am Festhalten an den Freundescodes oder der Kartenrotation in Splatoon 2 zeigt. Auch der kommerzielle Flop von Star Fox Zero wird nicht etwa mit der Bewegungssteuerung und dem Zwei-Bildschirme-Konzept erklärt, sondern auf ein angeblich sehr geringes Interesse an der Marke Star Fox geschoben. Statt auf Kritik zu hören, den Titel mit dem klassischen Gameplay aus Star Fox 64 neu aufzulegen und somit einen Fehler einzugestehen, nimmt Nintendo lieber Millionenverluste in Kauf.

Ob sich diese Situation mit Switch bessern wird, ist noch nicht ganz abzusehen. Tatsächlich erlaubt Nintendo selbst im auf die JoyCons ausgelegten ARMS das Spielen ohne Bewegungssteuerung, und Super Mario Odyssey bietet zum ersten Mal seit über zehn Jahren in einem Mario-Platformer die offenen Welten, wie man sie in Super Mario 64 kennen und lieben lernte. Trotzdem kommt Nintendo, selbst wenn man die zahlreichen Wii U-Portierungen mitzählt, für 2017 mit Ach und Krach auf eine Quote von einem Spiel pro Monat, was für Vielspieler natürlich viel zu wenig ist, und alle bekannten Serien (bis auf die üblichen Verdächtigen) sind weiterhin verschollen. Das Votum der Early Adopter ist eindeutig: 1-2-Switch liegt wie Blei in den Regalen und das Interesse an den JoyCons ist so gering, dass die Pro Controller vielerorts ausverkauft sind. Ob sich Nintendo davon beeindrucken lässt, wird sich vermutlich auf der E3 zeigen.

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31 Kommentare:


Tobsen
vor 2 Jahren | 2
Wario Land, Endless Ocean, Animal Crossing, ... :-(
Ich hatte eigentlich nie mit Spielen, die Motion-Steuerung verwenden, Probleme. Meistens mochte ich sie sogar richtig. Eventuell bin ich daher auch der einzige im Forum, der die Wii tatsächlich super findet. Aber auch darum, weil eben oben genannte Spiele *zusätzlich* zu den Touch!-Generations-Spielen erschienen. Wie viele Metroids gab es auf der Wii? Vier. Wie viele Mario 3D-Abenteuer? 2. Außerdem eben Animal Crossing, Fire Emblem, Pandora's Tower, Xenoblade, PES, Super Monkey Ball(s), und und und. Ich könnte die Liste nahezu beliebig verlängern. Das wird der Wii immer gern abgesprochen mMn und sich an Wii Music aufgezogen. Naja, ich drifte ab.
Ich will doch nur ein Animal Crossing für Switch und keinen Gurkenhitschler....

Matthew1990
vor 2 Jahren | 0
...nein, du bist nicht der Einzige, der die Wii gut findet. :)
Ja, ein richtiges Animal Crossing wäre wieder gut. Mother und Metroid auch gerne gesehen. :)
Vyse
vor 2 Jahren | 0
Die Wii hatte halt tatsächlich noch guten 3rd-Party-Support und kam auf diese Weise zu einer wirklich netten Software-Bibliothek. Im direkten Vergleich mit dem Cube finde ich allerdings schon, dass von Nintendo selbst deutlich weniger Core-Titel kamen.

Hakuo
vor 2 Jahren | 0
Richtig, im Nachhinein lässt sich für mich sogar sagen, dass die Wii den direkten Vergleich gegen die WiiU um Längen gewinnt.
Hatte definitiv länger und mehr Spaß bei deutlich mehr spielen auf meiner kleinen weißen fuchtelkonsole


blither
vor 2 Jahren | 0
Nintendo hat so viele IPs, dass sie die nächsten vier Konsolengenerationen damit versorgen könnten, wenn sie nur jeweils ein Spiel jeder IP veröffentlichen würden.

Hin und wieder wird eine IP ausgegraben, wenn eine Konsole erfolgreich ist. Zuvor werden die Marken gebracht, die das größte Potenzial haben. Eine recht verständliche Strategie, aber auf die Dauer ermüdend.

Ken_Sugisaki
vor 2 Jahren | 0
Zumindest was den Konsolenmarkt angeht, könnte man auch noch Pokemon nennen.

Bei einigen Marken sehe ich es nicht als so tragisch an, wenn sie verschwinden. Allerdings schafft man es nicht mal die Top Titel vernünftig auf eine Konsole zu bringen (Die WiiU hatte kein schönes 3D-Mario, kein (zeit-) exklusives Zelda, kein FE obwohl die Serie aufm 3DS abgeht...) und das ist halt schon blöd.

Ken_Sugisaki
vor 2 Jahren | 0
EDIT: Wer aber unbedingt das alte Spielgefüh auf neuen Konsolen haben will, der soll sich bei der VC die Spiele für einen schmalen Taler kaufn. ;P

Matthew1990
vor 2 Jahren | 2
Star Fox Zero, Kid Icarus Uprising und Game & Wario (auch wenn man es nicht als richtiges Wario Ware ansehen möchte) kamen doch für die letzte Generation raus.
Ich behaupte, Nintendo begräbt seine IPs nicht, sondern bewahrt sie überraschend auf.
Sind wir ehrlich: Wissen wir meist schon was Ubisoft, EA, etc. präsentieren werden? Ja.
Wissen wir, was Nintendo präsentieren wird? Nein.
Ich denke, wenn man so lange auf eine Kingdom Hearts Fortsetzung wartet, wie ich, kennt das Gefühl, wenn man lange wartet und dann das erste Bild gezeigt wird. Gefällt mir persönlich lieber. Soll Nintendo meinetwegen ein neues Metroid Prime 4 in 5 Jahren raus hauen, wenn es mich genauso umhaut, wie die letzten 3 Teile.

kraid
vor 2 Jahren | 3
Waren es die Spiele wie z.B. Metroid Prime 3, welche die Wii zum Erfolg gemacht haben oder war es eher der Erfolg der Wii, welcher das Erscheinen derartiger Titel erst möglich gemacht hat?

Andersherum, hat das frühzeitige Aus der WiiU sicher auch dafür gesorgt, das einige Spieleprojekte nicht mehr erscheinen bzw. auf die Switch wechseln.

Man muss halt auch bedenken, das Spiele wie Metroid, Fzero, WaveRace, 1080° usw. zwar bei den eingefleischten Fans sehr beliebt sind, aber die Masse der Leute eben eher Mario, Donkey Kong und Zelda kauft.

Wenn jeder Zweite Konsolenbesitzer einen Mariotitel kauft aber nur jeder Zwanzigste ein Metroid, ist ganz klar was Priorität hat.

Asinned
vor 2 Jahren | 6
Kann dem Beitrag so nicht zustimmen. Der 3DS hatte doch einige Titel wieder ausgegraben, ebenso wie der DS. Bei der Wii gab es doch ein Punch Out, oder? Generell hatte man eben auch das Problem, dass vieles nicht so einfach mit der verpflichtenden Bewegungssteuerung umsetzbar war.

Was bleibt ist die WiiU und hdie Konsole hat sich einfach viel zu schlecht verkauft, als das man da alte Großprojekte wieder aufwändig fortsetzen kann.

Daher meine Meinung ist bei den zuletzt erfolgreichen Konsolen gab es schon einige Titel, die wieder aufgelegt wurden. Bei der Fülle an alten IP's kann man natürlich auch recht einfach Marken finden, die es bisher nicht geschafft haben. Außerdem waren DS,3DS und Wii sehr speziell im Steuerungsschema, so dass sich nicht unbedingt jede IP für ein Reboot angeboten haben.

Was heißt das für Switch? Sollte sich Switch weiterhin gut verkaufen können, gehe ich schon davon aus, dass man wieder mehr ältere Titel ausgraben möchte.

mega
vor 2 Jahren | 2
Perfekt auf den Punkt gebracht. Nintendo will alles besser wissen und kann sich einfach keine Fehler eingestehen. Ganz zu schweigen das man auf Kritik nicht hört! Ich warte schon lange auf ein neues Wave Race, F-Zero, Endless Ocean oder Metroid Prime 4. Sogar ein Eternal Darkness 2 wäre der Hammer. Aber Nintendo muss eben immer Sachen entwickeln die keiner haben will oder irgendwelche Innovationen einbauen die mehr schaden als das sie den Spielen gut tun. Nintendo hat sich stark zum negativen geändert und ist leider nicht mehr das was es mal war...!

Turrican
vor 2 Jahren | 1
"Stattdessen denken sich die ehemaligen Fans bei jeder Ankündigung irgendeines Hardware-Gimmicks auf's Neue: "Nicht schon wieder so ein Mist"."
So ist es.Und 1-2 Switch...Ist einfach uninteressant da es die eingefleischten Fans ohnehin nur als Techdemo wahrnehmen.Vom unverschämten Preis mal abgesehen.
Ich bin gespannt ob Skyrim demnächst noch erscheinen wird und welche Version es sein wird.

Sinobin
vor 2 Jahren | 2
Wo bleibt ein Golden Sun 4!!!

Link
vor 2 Jahren | 0
Hab grad gelesen das ein grosser golden sun titel für die switch in arbeit ist. Yeahhhhhh
Sinobin
vor 2 Jahren | 0
Es wurde nur eine neue Petition dazu gestartet bei 70.000 Personen.


Buttergebäck
vor 2 Jahren | 3
Für ein richtig großes AAA-Spiel braucht man heute eben viel mehr Personal, Zeit und Geld als noch vor zehn Jahren. Deshalb ist Nintendo wahrscheinlich mit dem Spiele-Output den sie in den letzten Jahren gezeigt haben schon komplett ausgelastet, selbst die Metroid-Prime-Spiele kamen ja nicht direkt von Nintendo. Es ist sicher auch nicht so, dass da draußen ein Haufen extrem vertrauenswürdiger Drittentwickler rumläuft, die man voller Enthusiasmus mit der Entwicklung der Nachfolger etablierter IPs beauftragen könnte. Darum glaube ich absolut nicht dass sich an der aktuellen Situation so bald etwas ändern wird. Ich persönlich bin Vielspieler und trotzdem mit Nintendos Spieleangebot der letzten Jahre recht zufrieden, deshalb habe ich ohnehin nicht wirklich das Recht, mich zu beschweren (erschießt mich ruhig, aber für mich ist Star Fox Zero ein vollwertiger und äußerst gelungener Serieneintrag).

Was Nintendos Philosophie, die eigenen Ideen den expliziten Wünschen der Spieler vorzuziehen, betrifft: Wenn man das konsequent durchzieht und klar kommuniziert (und das machen sie zur Zeit eigentlich), finde ich es gut. Ich denke die wissen sehr genau, wie sehr sie viele Spieler damit zur Weißglut treiben und wie sehr sie damit ihr eigenes Überleben in Frage stellen. Aber wenn man die Spielebranche als Ganzes betrachtet, dann, finde ich, braucht es Nintendo unbedingt. Sie machen Dinge einfach anders, geben neue Impulse, stellen etablierte Strukturen und Standards infrage, auch wenn sie damit oft gegen die Wand laufen. Sie nehmen damit eine Position ein die außer ihnen im Moment niemand besetzt. Früher, als die Budgets der AAA-Titel und damit das finanzielle Risiko noch nicht so groß waren wie heute, gab es auch ohne Nintendo noch ein stärkeres Moment des Chaos, mehr Unwägbarkeit. Aber heute nehmen sie damit eine wichtige Rolle ein. Klar, mittlerweilse gibt es viele starke Indie-Entwickler die experimentelles Zeug machen, aber die sind wie der Name schon sagt indipendent und in ihren Möglichkeiten viel beschränkter als größere Entwickler. Nintendo ist soweit ich sehen kann der einzige Großkonzern der noch für Vielfalt und Wagnis steht.

So wie sich ein gesundes Ökosystem durch Artenvielfalt auszeichnet, so ist das Überleben Nintendos in meinen Augen ein Kriterium für die Gesundheit der Spielebranche. Ich hoffe sie werden uns auch noch die nächsten 128 Jahre begleiten.

Gast
vor 2 Jahren | 1
Ich stimme mit dem Text größtenteils überein. Dass Management ist auch wirklich sehr arrogant und geht auf Kundenwünsche so gut wie gar nicht zu, was mich nicht im geringsten stört. Mich stören die kreativen Köpfe, die scheinbar nur noch an Spielereien wie Pikmin und sonstige Gimmick-Spiele interessiert sind. Bestes Beispiel: was nützt mir das größte Zelda (Breath of the Wild), wenn es thematisch so leer wie nie zuvor wirkt. Es hat zwar Spaß gemacht, aber das beste Zelda ist es für mich nicht geworden. Dafür war die Story, mit schlappen 35 Minuten Videomaterial, zu dünn, zu oberflächlich, zu inkonsequent und teilweise zu lieblos mit diesen einseitigen Videodialogen, beim dem Link wie ein geistig behinderter wirkt. Und das bei einem Spiel, in dem man mehrere hundert Stunden investieren kann. Dieses Spiel zeigt mir ganz besonders, welchen Kurs die Entwickler, bzw. Designer gehen möchten. Stupides hin und her, mit Sammelwahn.

Ein Spieldesigner, den ich auch als Künstler sehe, weil er ja mit seiner geistigen Kapazität etwas erschafft, soll Spiele entwickeln, wie er sie möchte, ohne auf Trends zu schauen, auf Kundenwünsche einzugehen oder sich seinem Vorgesetzten wie ein Hund zu bücken. Bei Nintendo habe ich auch das Gefühl, dass die älteren Herren, wie Miyamoto und Aonuma, wie Götter leben, den es aber an geistiger Fähigkeit mangelt. Von den jüngeren Herrschaften, wie bei Splatoon oder 1 2 switch halte ich momentan überhaupt nichts. Einzig in Monolith Soft und Retro Studios habe ich noch Hoffnung.

bench0211
vor 2 Jahren | 0
Ein neues Pikmin würde ich mir aber extrem wünschen

2null3
vor 2 Jahren | 1
Ich kann dem Artikel leider nur begrenzt zustimmen und gebe deswegen mal meine subjektive Meinung zu den anfangs aufgelisteten Titeln wieder:

F-Zero: War super, konkuriert als Rennspiel aber mit Mario Kart, das eine breitere Zielgruppe anspricht. Klar unterscheiden sich beide in vielen Punkten sehr stark, aber ich kann immer nur eines von beiden auf einmal spielen. Und wenn ich die Wahl habe (und dank Fast Racing Neo hat man sie ja fast), starte ich doch lieber Mario Kart.
Metroid: Wurde jüngst auf dem 3DS bedient, zugegeben aber mit einer mir auch zu blöden Spiel-Idee. Was Metroid angeht, stimme ich dem Artikel zu. Es wird Zeit für Samus.
Mother: Zog spurlos an mir vorbei. Kommt mir aber auch nicht schade vor. (J)RPGs gibt es ja nun für wirklich alle Plattformen. Auch wenn natürlich nicht alle super sind.
Punch-Out: Ich würde jederzeit jedes Box-Spiel mit Bewegungssteuerung, einem Box-Spiel vorziehen, indem ich alles mit Steuerkreuz und Tasten regeln muss. Selbiges gilt auch für Dart-Simulatoren und virtuelles Billard. Ob das Spiel mit Bewegungssteuerung dann "Punch Out", "Wii Sports Boxen" oder "Arms" heisst, ist mir ehrlich egal. Gibt ja eh kaum/keine Handlung.
Kid Icarus: Würde ich sofort für die Switch kaufen, hat aber ein grandioses Spiel auf dem 3DS (das ich immer noch nicht durchgespielt habe).
Wario Ware: Da kann man auch 1-2-Switch spielen. Gleicher Trash und die Spiele dauern ähnlich lange.
Starfox: Wurde leider ein Opfer des krampfhaften Versuchs, den zweiten Bildschirm der Wii U zu vermarkten, als eigentlich schon alles zu spät war. Kam aber vor weniger als 10 Jahren raus ;)
Wave Race: Wieder ein Rennspiel. Siehe F-Zero.

Wie gesagt: Alles nur meine eigene Meinung. Ich kann gut damit leben, wenn es jemand bei einigen oder allen Spielen anders sieht.

Generell bin ich aber davon überzeugt, dass meine subjektive Meinung als Spieler und Kunde nicht repräsentativ ist und man sich dementsprechend als Publisher auch nicht nach ihr richten sollte. Vielmehr sollten da erfahrene Designer und Profis alle wichtigen Entscheidungen treffen, auch wenn die auch hin und wieder Mist bauen.
Außer natürlich Ihr stimmt alle meiner Meinung zu den o.g. Spielen geschlossen zu. Das wäre dann doch so bemerkenswert, dass meine Meinung vielleicht doch das Maß aller Dinge sein sollte. :)

Matthew1990
vor 2 Jahren | 1
Da stimme ich vollkommen zu. Die meisten Titel würden eh an mir vorbei gehen.
Außer Metroid und vllt. auch Mother (da Undertale daran angelehnt ist und mir dieses Spiel sehr gefiel)
Ansonsten stimme ich auch mit dem Rennspielen zu: F-Zero und Wave Race würde ich ebenfalls ignorieren, da ich Mario Kart spiele.
Lediglich bei Starfox würde ich widersprechen, da ich die Idee mit dem 2.Bildschirm irgendwie cool fand. Aber da ich die Ausführung nicht kenne, weil ich es nie gespielt habe, kann ich nicht viel dazu sagen. :)
TraxDave
vor 2 Jahren | 0
Ich bin ehrlich gesagt zu faul, um meine Gedanken zum gesamten Thema auszuführen, wobei ich kurz sagen will, dass ich auch eher auf eurer Seite bin.

Deswegen nur kurz Ausführungen zu Star Fox auf der Wii U:
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben gut 90% der Kritiker von Star Fox hier in diversen Foren den Titel nie tatsächlich gespielt. Meiner Meinung nach ist der Titel deutlich interessanter und anspruchsvoller als der alte Klassiker, der heutzutage wohl eher langweilig wäre (ich frage mich schon die ganze Zeit, wie sich jeder das wünschen kann, ich wäre jedenfalls unterfordert).
Ich finde Nintendos einziger Fehler bei Star Fox liegt darin, dass sie es nicht als (Couch-)Koop-Abenteuer vermarktet haben, denn zu zweit am Steuer des Arwings etc. geht das Konzept zu 100% auf.


Chris
vor 2 Jahren | 1
Monolith Soft ist ein Tochterunternehmen von Nintendo und damit First Party (Retro Studios auch @Buttergebäck).

Finde den Artikel nicht so gelungen. Es ist nicht komplett falsch, aber es wird darin sehr viel behauptet und nur wenig belegt.

Retrogamer_alias_Papa
vor 2 Jahren | 0
F-Zero...
Mann, habe ich das auf dem S-Nes gesuchtet. Ein Spiel für nur 49,99 DM, dazu 2 Player Modus. Totaler Pflichtkauf, bis ich das erste Wipeout angetestet habe. Ninty konnte nicht nachlegen... Wipeout 2064 habe ich bis heute nie angetestet. Ich habe zwar den passenden Emu, aber wie schon bei 007: Ohne Original Keine Kopie!!!
Ergo: keine Rom solange das Original nicht in meinen Fingern ist.
Tut mir leid, aber ich habe prinziepien.

Hakuo
vor 2 Jahren | 0
Meines Wissens hatte F Zero keinen Multiplayer, nur F Zero 2, was Japan-Exklusiv war^^

coltrane
vor 2 Jahren | 0
Ich habe es längst aufgegeben auf die Spiele zu hoffen die eh nicht kommen werden. Manchmal denke ich mir sogar, dass es besser ist wenn so Sachen wie Metroid oder F-Zero nicht mehr gemacht werden, weil ich das heutige Nintendo eh als nicht mehr fähig erachte würdige Vorsetzungen dieser Serien zu bringen. Schon dieses langweilige Such- und Sammelspiel Breath of the Wild war ein Todesstoß für die Zeldaserie wie ich sie mal mochte und ich fürchte mit allem anderen würde es genau so laufen.
Man muß mit dem zufrieden sein (oder auch nicht) was kommt, und wenn nichts kommt dann spiel´ ich halt die alten Sachen noch eine Trillion mal durch. Die sind eh viel besser als die heutigen Non-Games, wo es nur noch ums Sammeln und hin und her laufen geht ohne jegliche Challenge.

bench0211
vor 2 Jahren | 1
DIDDY KONG RACING !!

Matthew1990
vor 2 Jahren | 0
Liegen da nicht die Rechte bei Rare?
blither
vor 2 Jahren | 0
Ich glaube nicht, da Diddy Kong ein Nintendo-Charakter ist.

Spider-Man
vor 2 Jahren | 0
War ein Auftragsspiel wie Donkey Kong Country


Spider-Man
vor 2 Jahren | 0
Dieser Artikel und die Diskussion sind absolut sinnlos.
Warum?
Nintendo stirbt und mit ihnen ihre legendären Games.
Was macht es da schon noch Sinn über nicht geplante Games zu diskutieren.
Werden wir nie in den Genuss von
Mario 64 2
Mario World 2
Star Fox Adventure 2
oder einem neuen Wave Race
kommen. Sorry das ich hier nur ein paar Games genannt habe ja ... fehlt noch und... auch, aber wie schon gesagt es macht eh keinen Sinn.


Stefo3000
vor 2 Jahren | 0
Bist du auch einer dieser Typen der jedes Jahr sagt "Nintendo is Doomed!" ?
Nintendo wird wahrscheinlich so weiter machen wie bisher und aus Fehlern lernen wie z.B. Wii U , also warum die Annahme das Nintendo untergeht und wir solche Spiele nie sehen werden?
Nur mal so es gibt genug Alternativen zu denn Spielen weswegen Ich dein Problem nicht verstehe.