Diskussionen: LEGO City Undercover, 13 GB und teure Switch-Speicherkarten

Von Tim Herrmann am 28. März 2017

Das Internet regt sich gerade wieder auf - über die Switch-Verpackung von LEGO City Undercover auf. Darauf weist der Publisher nämlich auf "Game-Downloads" hin. Mittlerweile scheint alles halb so wild zu sein. Dennoch zeigt die Geschichte: Switch-Spiele sind manchen Herstellern offenbar zu teuer.

"Bis zu 13GB" freien Speicher und eine Internetverbindung benötigen Spieler laut der Verpackung von LEGO City Undercover zum Spielen des kommenden Switch-Titels - das wäre mehr als ein Drittel des insgesamt zur Verfügung stehenden internen Speichers der Switch-Konsole von 32GB. Die Umsetzung des Wii U-Titels erscheint am 6. April 2017 in Europa.

Schon das Wii U-Original war als Download auf unverständliche Weise riesengroß, jedoch erforderte die Retail-Fassung keine Zusatzdownloads. Mittlerweile rudert Publisher Warner Bros. Interactive auch in Bezug auf die Switch-Umsetzung zurück: "Spieler können den Titel auch ohne Downloads spielen", heißt es in einem Statement gegenüber Eurogamer.

Nähere Details bleibt das Unternehmen aber schuldig. Fans spekulieren bereits, ob vielleicht nur die Missionen, nicht jedoch die offene Spielwelt ohne Zusatzdownloads spielbar sein könnten - oder ob die Zusatzdownloads Ladezeiten verringern oder andere Performance-Vorteile bieten. Keine dieser Hypothesen lässt sich aber derzeit belegen oder widerlegen.

Eine andere Theorie: Warner Bros. könnte bei der Modulgröße gespart haben. Switch-Module gibt es in verschiedenen Größen, wobei solche mit mehr Speicher teurer sind als kleinere Cartridges. Im Vergleich zu den verhältnismäßig billigen (Blu-Ray-)Discs von PlayStation 4 oder Xbox One sind Switch-Module deutlich teurer, was sich mitunter auch in Verkaufspreisen der Spiele widerspiegelt. Just Dance 2017 beispielsweise kostet auf Switch 59,99 Euro - der im Vergleich zu anderen Versionen um etwa 20 Euro höhere Preis dürfte zum größten Teil darin begründet liegen, dass der aktuelle Release aktueller ist als die anderen. Zu einem anderen Teil soll der höhere Preis aber auch an den Herstellungskosten der Module liegen. Nintendo hat sich für eine individuelle Speicherkartenform entschieden, die man selbst herstellt, nicht für eine günstige Standardlösung.

Sollte LEGO City Undercover also ein Vorbote dafür sein, dass Publisher zukünftig bei Modulen sparen, indem sie Spielern Zusatzdownloads aufbürden, könnte dies zu Widerstand unter Fans führen. Schließlich ist die Switch-Konsole beim Thema Speicher ohnehin schwach aufgestellt und MicroSD-Karten sind verhältnismäßig teuer. Wie es sich mit LEGO City Undercover genau verhält, lässt sich derzeit aber nicht zweifelsfrei beurteilen. NplusX hält euch auf dem Laufenden.

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25 Kommentare:


Matthew1990
vor 3 Jahren | 1
Ist Warner Bros. Interactive nicht für qualitativ minderwertige Spiele, wie Lego oder Batman Arkham, bekannt?

2null3
vor 3 Jahren | 0
Man kann sich über Geschmack nicht streiten, aber ich fand viele Spiele der Batman Arkham Reihe (z.B. Arkham City und Origins) ziemlich anständig und beide haben mich sehr gut unterhalten.
Bei den Lego Spielen scheiden sich die Geister, da sie in der Tat fast immer das gleiche sind, aber Lego City Undercover sticht da in Sachen Gameplay und Handlung sehr positiv hervor, weil es eben nicht dem Gameplay aller anderen Lego Spiele entspricht.
Letztlich vertraue ich mal darauf, dass die NplusX Redaktion das Spiel auf der Switch noch einmal testen und (mit etwas Glück) auch der Frage, ob im Retail ein Download wirklich nötig ist auf den Zahn fühlt.
Bis dahin warte ich einfach ab und ärgere mich nicht weiter. :)
McClane
vor 3 Jahren | 0
Die Batmans sind allesamt gut bis sehr gut.

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 1
Finde ich nicht. Deren Spiele sind manchmal etwas unsauber aber wesentlich besser als die einiger Publisher.

Matthew1990
vor 3 Jahren | 0
Ich stellte die Qualität der Ausführung in Frage. Nicht die Spielerfahrung. :)
Bisher waren die Lego-Spiele (Marvel, Batman, etc.) immer ziemlich buggy.
Und in der Neuauflage von Batman Arkham City war auch der DLC mit Robin so buggy, dass man ihn nur ein einziges mal spielen konnte. Danach stürzte es immer ab. :)

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Hab ich ja geschrieben, gute Spiele aber unsauber.


Belphegor
vor 3 Jahren | 0
Die Legospiele sind toll. Und Arkham Asylum und Arkham City war das beste was Batman je passiert ist. Ne ne Warner ist noch einer der besseren Firmen. Das Problem des zu hohen Preises für alles liegt bei Nintendo und natürlich auch darin begründet das diese auf die teuren Cardridges anstatt günstiger DVDs/BDs setzen. Was allerdings von Warner frech ist: ein 4 Jahre altes Spiel wieder auf den Markt zu bringen. Das ist mein einziger Kritikpunkt an der Sache.

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
War nie anders zu erwarten. Die Leute sind ja so "intelligent" und kaufen sich das Spiel erneut und dann auch noch für 60€. Da wären sie blöd, sich auch nur ansatzweise zu bemühen.
Enigma22
vor 3 Jahren | 0
*flüster* Manche Leute kaufen es sich demnächst (nicht für 60€) erstmals und nicht erneut. Kaum vorstellbar, oder...

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Fakt ist aber, dass Leute die es schon hatten, behauptet haben es zu kaufen. Also gibt es Doppelkäufer.

Matthew1990
vor 3 Jahren | 0
Ja, weil die Wii U eine so große Nutzerbasis, ist es echt eine Frechheit.
Jeder Mensch sollte mittlerweile eine Wii U besitzen, daher sollte auch jeder Zugriff auf Mario Kart und Lego City Undercover haben können.
Ist ja albern, das Spiel erneut aufzulegen, weil man dann automatisch dazu gezwungen wird, das Spiel erneut zu kaufen. :)

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Hab ich so nie behauptet. Nur ist es so, dass üblicherweise die Spiele nicht 2 mal gekauft werden, bei Nintendo ist dem aber leider so. Daher gibt es da besonders gerne Rereleases.


the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Nun, was damit auch ist, es zeigt eine grundsätzliche Problematik. Die Module sind zu teuer, also kommt nichts, es wird überteuert angeboten oder es wird noch an den bemittleidenswerten Speicher der Switch genagt.

Tim
vor 3 Jahren | 0
Dass Switch-Module ein wenig teuer als Discs sind, dürfte jedenfalls der geringste Faktor sein, den Dritthersteller in Betracht ziehen, wenn es um Switch-Portierung geht.

Sefgodio
vor 3 Jahren | 0
Wo liegen denn deine großen Zweifel?
Das sich das ganze auf einer Nintendokonsole nicht verkauft?
.....ich denke man muss halt erstmal schauen, wie die Switch sich weiter verkauft.
Ich denke Dritthersteller kommen nur wieder mit ins Boot, wenn die Switch durchgehend gute Verkaufszahlen hat.
the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Ich denke, dass sich die Titel nicht verkaufen ist ein Mythos. Nur wurde sich oft nicht genig um eine gute Umsetzung bemüht, oder die Hardware war schlechter, oder eben das Medium war nachteilhaft.

Tim
vor 3 Jahren | 0
Nintendo hat mit der Wii U-Generation einfach unheimlich viel Vertrauen bei den Third Parties verspielt. Jetzt sind alle in der Abwartehaltung und schauen mal, wie das System läuft bzw. wie auch Nintendo selbst es nach vorn pusht.

Grundsätzlich sehe ich aber eine Chance, dass die Drittherstellerunterstützung zumindest besser wird als auf Wii U. Switch scheint eine entwicklerfreundliche Konsole zu sein, die Verkaufszahlen sind im Moment ordentlich. Deshalb sage ich: der Preis der Module wird kein (oder nur ein sehr untergeordnetes) Kriterium sein, das über den Third-Party-Support entscheidet.


NXPro
vor 3 Jahren | 0
Wurde jetzt schon mehrfach gesagt, dass man nichts zusätzlich downloaden braucht und trotzdem das ganze Spiel spielen kann. DVDs/Bluerays sind für eine mobile Konsole einfach ungeeignet!

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Und Module sind für Heimkonsolen nicht geeignet...
Alune
vor 3 Jahren | 0
Weshalb sind Module für Heimkonsolen nicht geeignet? Beim N64 waren die Module einer der größten Vorteile gegenüber der Playstation.
Keine Ladezeiten, interner Speicher für Spielstände, widerstandsfähig.

Ich finde es nur schade, das die Switch-Module nur gelesen und nicht beschrieben werden können.

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0
Bullshit!
Es war DER Neckbreaker. Deshalb ist unter anderem auch FF nie mehr dort und viele Entwickler ausgestiegen

Alune
vor 3 Jahren | 0
Und das begründest du womit genau? Bullshit brüllen kann jeder ;)

the_Metroid_one
vor 3 Jahren | 0

Wegen dieser Entscheidung ist unter anderem SE angepisst ausgestiegen, und verdammt viele Entwickler brachten wenig bis nichts weil die Module zu teuer und/oder zu klein waren.


Alune
vor 3 Jahren | 0
Weshalb sind Module für Heimkonsolen nicht geeignet? Beim N64 waren die Module einer der größten Vorteile gegenüber der Playstation.
Keine Ladezeiten, interner Speicher für Spielstände, widerstandsfähig.

Ich finde es nur schade, das die Switch-Module nur gelesen und nicht beschrieben werden können.

Alune
vor 3 Jahren | 0
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