Test: FIFA 22

Von Kamil Witecy am 21. Oktober 2021

FIFA gegen PES ist vorerst Geschichte. Doch wie schlägt sich der Platzhirsch bei seinem ersten echten Next-Gen-Ableger?

Es war ein echter Paukenschlag im Sommer: Konamis langjährige Pro-Evolution-Soccer-Reihe wird offiziell und vollumfänglich in eFootball umbenannt, setzt künftig lediglich auf digitale Inhalte und wird Ende September als reines Free-to-Play-Game auf den Markt gebracht. Obwohl der Start des Titels vor knapp drei Wochen eher verpatzt wurde und eFootball aktuell noch mit vielen Bugs, Grafikfehlern und allgemeiner Inhaltsarmut zu kämpfen hat, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten oder sogar Jahren zeigen, wie der Schritt der Japaner final zu bewerten ist. Und es wird sich zeigen, ob eFootball mit seinem Free-to-Play-Ansatz einstige FIFA-Spieler für sich gewinnen kann, die es leid sind jährlich 60€ für ein weiteres Fußballspiel mit einer neuen Jahreszahl zu investieren.

Und was macht EA mit seiner neuen Sonderstellung? Erstmal die Spieler verärgern. Denn schon vor der Veröffentlichung hat FIFA 22 für einige negative Schlagzeilen gesorgt: Denn während PS5- und Xbox-Series-S/X-Spieler handfeste Verbesserungen spendiert bekommen, gehen PC- und Last-Gen-Spieler bis auf kleinere Anpassungen fast gänzlich leer aus. Von den Nintendo-Versionen rund um die Legacy-Ausgaben der FIFA-Ableger mit aktuellen Kadern ist man es ja leider schon gewohnt, dass aber nun auch PC-Spieler sowie PS4- und Xbox-One-Besitzer nur mit einem lauen Update rechnen dürfen, hat für sehr viele negative Stimmen und Frustration gesorgt, da auch die Marktverfügbarkeit der Next-Gen-Maschinen immer noch nicht gewährleistet ist.

Wir haben uns in diesem Test jedoch explizit die PS5-Version angesehen und geben euch ein Update über die Neuerungen der Next-Gen-Fassung.

Mini-Story-Modus und Hypermotion-Technologie

Als ich FIFA 22 das erste Mal gestartet habe, war ich tatsächlich ziemlich überrascht. Nicht, weil die zumindest für PS5-Verhältnisse doch spürbare Ladezeit mich etwas nervte, sondern weil ich nicht wie zuletzt immer in einem ersten Flutlicht-Abendspiel der Champions League gelandet bin. Stattdessen erhaltet ihr in einer Art Mini-Storymodus, in dem ihr unteren anderem auf Größen wie David Beckham, Thierry Henry und Kylian Mbappé trefft, eine storybezogene Einführung in FIFA 22. Während diesem rund 30-minütigen Tutorial bringt euch EA einige der (neuen) Gameplay-Grundlagen bei und ihr erstellt euch einen Avatar, den ihr später in anderen Spielmodi verwenden könnt. In den ersten Minuten auf dem grünen Rasen beeindrucken die überarbeitete Grafik und die geschaffene Atmosphäre vollends. Zuschauer auf den Rängen eskalieren nach den Covid-Verboten offenbar euphorischer denn je und die neue Standard-Kameraeinstellung sorgt für eine Optik wie samstags auf dem Sofa zur Bundesliga-Konferenz. Doch dieses Bild hält nicht unbedingt lange – denn während die neue Kameraperspektive optisch wirklich sehr gut aussieht, dürften die meisten Spieler sehr schnell wieder zu ihrer gewohnten Einstellung wechseln und dann keinen großen Unterschied mehr zur Optik von FIFA 21 auf der PS5 erkennen. Zu umständlich und schwierig ist es einfach, mit der neuen Perspektive zu spielen. Und welcher passionierte FIFA-Spieler will schon einen Nachteil beim Spielen, nur für eine bessere Optik?

Viel wichtiger ist es aber auf dem Platz. Und in diesem Jahr lautet das neue Buzzword von EA „Hypermotion“. Ausschließlich in den Next-Gen-Versionen, also in den Ablegern für PlayStation 5 und Xbox Series X/S, sorgt die neue Hypermotion-Technologie maßgeblich dafür, dass sich sämtliche Bewegungsabläufe in FIFA 22 authentischer anfühlen und schlicht besser, realitätsnäher aussehen. Angefangen beim einfachen Dribbling, über das Stoppen eines Balles bis hin zur Körperverlagerung beim Torschuss. Alle Bewegungen haben einen flüssigeren Ablauf. Dabei handelt es sich bei Hypermotion im Grunde um mehrere verschiedene neue Technologien, die in Summe dafür sorgen, dass sich die Spieler natürlicher und realistischer auf dem Rasen bewegen. 

Electronic Arts hat bei der Entwicklung des neuen FIFA-Ablegers erstmals eine Technik verwendet, die 22 Profi-Fußballer bei echten Trainingsspielen filmt und durch Spezialanzüge alle Bewegungen des Körpers aufzeichnet. Mehr als 4.000 neue Animationen sind dadurch zustandekommen. Und das sieht man auch auf dem Spielfeld. Nicht nur die Animationen und Bewegungsabläufe der einzelnen Spieler sehen geschmeidiger aus, auch die Mannschaften an sich bewegen sich auf dem Spielfeld realistischer im Verbund. Die virtuellen Kicker interagieren auch endlich deutlich natürlicher mit der Umgebung und dem Geschehen auf dem Rasen. Mitspieler gestikulieren authentisch wenn sie frei sind oder Anweisungen geben, sie motzen emotionaler über Schiedsrichterentscheidungen oder vergebene Torchancen und heizen die Zuschauer hin und wieder schonmal dazu an, noch mehr Stimmung zu machen – all das, was man beim echten Fußball eben auch auf dem Platz erlebt. Eine deutliche Verbesserung, die laut EA im letzten Jahr so noch nicht umgesetzt werden konnte, weil damals noch primär für die Last-Gen entwickelt wurde. Electronic Arts begründet auch die fehlenden Änderungen in den Last-Gen-Fassungen mit der für die neuen Features notwendigen Leistungssteigerung der modernen Gaming-Maschinen.

Über Manuel Neuer und explosive Sprints

Neben der Hypermotion-Technologie verbessert auch das Gameplay-Feature mit dem klangvollen Namen „Machine Learning“ das Spielgeschehen, wodurch die KI über ein insgesamt besseres Angriffs- und Defensivverhalten verfügt. Vor allem die Offensiv-KI wurde dadurch gestärkt und eure Teamkameraden machen klügere Laufwege und geben euch so mehr Möglichkeiten, das Spiel in die Breite zu ziehen. Insgesamt entstehen dadurch mehr interessante, spannende Spielsituation auf dem Platz, insbesondere in der Offensivbewegung. Die Spieler sind aufgrund der neuen Animationen dazu in der Lage, variantenreichere und individuellere Entscheidungen zu fällen, was unter anderem auch daran liegt, dass es mehr bzw. effektivere Tricks gibt, zumindest wenn ihr mit Spielern wie Lionel Messi oder Jadon Sancho agiert. Diese Entscheidung geht auf der anderen Seite aber auch ein wenig zu Lasten des generellen Balancings, denn im aktuellen Stadium ist die Offensive der Defensive zumeist immer etwas überlegen, sodass auch gefühlt mehr Tore fallen. Dies liegt aber (zumeist) nicht an den Torhütern, die in FIFA 22 stark verbessert wurden.

Gerade nach den ersten Partien (noch ohne einen ersten Patch) fühlte sich in meinen Spielen fast jeder Torhüter an wie Manuel Neuer. Neben einer realistischeren Strafraumbeherrschung halten die Keeper vor allem in Eins-gegen-eins-Situationen teilweise unglaublich gut. Mitunter ein Grund für die stärkeren Torhüter ist der Einbau der neuen Animationen. Nie sahen Paraden realistischer und authentischer aus als in FIFA 22 und nie haben sich Torhüter nach starken Leistungen so gestenreich selbst gepusht. Selbst der obligatorische Reklamierarm von Manuel Neuer hat es nun ins Spiel geschafft. Auf der anderen Seite sind die Torhüter in der aktuellen Fassung nicht fehlerfrei – hin und wieder traten beim Spielen auch Situationen auf, in denen die Torhüter fast slapstickartig am Ball vorbeifausten und leichte Gegentreffer zulassen. An dieser Stelle muss EA ebenso noch nachbessern wie bei angeschnittenen Schüssen außerhalb des Strafraums. Während ihr frei vor dem Tor oft an den Torhütern verzweifelt, gehören Finesse-Shots zu den besten Optionen, ein Tor zu erzielen. Hierdurch fallen einfach viel zu viele Tore.

Ein weiteres neues Feature wird von EA als „explosiver Sprint" bezeichnet, welcher die Dynamik in Eins-gegen-eins-Situationen etwas verändert. Generell kann man sagen, dass das Tempo von Spielern weiterhin sehr wichtig ist, doch es kommt nun auch auf das Timing beim Sprinten an. Steht ihr mit Ball frontal vor dem Verteidiger, könnt ihr ihn zunächst aus der Verteidigungslinie locken, ehe ihr dann im richtigen Moment zum Sprint ansetzt und dank eines kleinen Geschwindigkeit-Boosts vorbeizieht.

Schwieriger im Vergleich zu FIFA 21 sind hingegen die Dribblings - vor allem in der Spielfeldmitte. Schnelle Haken sind nur mit bestimmten Spielern effektiv, hält man den Ball außerdem zu lange, ist ein Ballverlust programmiert. Stattdessen kommt es darauf an, sich mit Geduld und klugen Pässen nach vorne zu kombinieren und dort dann seine Angreifer in Szene zu setzen. Generell ist das Spieltempo in FIFA 22 langsamer ausgefallen und aufgrund der vielen neuen Spielanimationen müsst ihr eure Spieler nun genauer positionieren und steuern, um Bälle vernünftig anzunehmen oder einen gescheiten Pass zu spielen. Positiv herauszustellen ist zudem auch die Ballphysik, die ebenfalls ein Upgrade erhalten hat und sich besser als in den letzten Teilen anfühlt. Aber leider auch immer noch nicht so gut, wie einst zu besten PES-Zeiten. 

Eine weitere gelungene Neuheit beim Gameplay sind die verbesserten Anwahlmöglichkeiten der eigenen Spieler, die auf der PS5 über den rechten Stick erfolgen (siehe Screenshot). Ihr könnt hier in jeder Spielsituation jeweils aus den vier am nähesten zum Ball stehenden Spielern auswählen. Das erfordert zunächst eine Eingewöhnung, ermöglicht euch im Spiel jedoch aktiver und individueller zu verteidigen.

Detailverbesserungen im Karrieremodus

Zu den beliebtesten Spielmodi in FIFA gehört seit jeher die Karriere, wobei zwischen einer Manager- und einer Spielerkarriere unterschieden wird. In der Managerkarriere hat sich insgesamt kaum etwas getan, jedoch gibt es mit dem Create-a-Team-Modus endlich die Möglichkeit, einen eigens gegründeten Klub vom Anfang an die Spitze des Weltfußballs zu führen. Nach dem Erstellen eurer Mannschaft könnt ihr diese in jeder verfügbaren Liga platzieren; das ersetzte Team wandert dann zu den Mannschaften aus dem „Rest der Welt". Letztlich habt ihr so also die freie Wahl, ob ihr euch mit mehreren Aufstiegen erst nach oben kämpfen wollt oder ihr direkt in der höchsten Spielklasse einsteigt. Anschließend können Trikots, Logo und auch das Stadion aus vorgefertigten Bausteinen andererer Stadien gestaltet werden. Ebenso liegt es ganz an euch, welche Spieler sich im Kader des neu gegründeten Vereins befinden - via Squad Builder kann auch die Mannschaft und deren Budget individuell erstellt werden.

In der Spielerkarriere haben sich die Entwickler etwas mehr Mühe mit Neuerungen gegeben. So gibt es in FIFA 22 erstmals die Möglichkeit, mit eurem erstellten Pro als Joker von der Bank zu kommen. Ganz wie auch im echten Fußball-Business entscheidet der Trainer bei jungen, aufstrebenden Talenten über eine Einwechslung und die Länge der Spielzeit. Steht eine Einwechslung an, könnt ihr die Simulation verlassen und sofort ins Spielgeschehen eingreifen - als Einzelspieler oder Lenker des gesamten Teams. Dabei startet ihr die Spielerkarriere als Bankspieler, mit starken Leistungen nach Einwechslungen bzw. im Training (Stichwort „Minispiel-Übungen“) könnt ihr euer Standing beim Trainer steigern und euch so nach und nach für Startelfeinsätze empfehlen. Performt ihr hingegen nicht gut, könnte es auch sein, dass sich der Trainer entscheidet euch an einen schwächeren Verein auszuleihen, sodass ihr dort zunächst mehr Spielpraxis sammelt.

Ebenfalls neu ist das Skill- und Erfahrungssystem in der Spielerkarriere. FIFA 22 verfolgt hier das klare Ziel, die Entwicklung des eigenen Spielers komplett in eure Hände zu legen. Via Fähigkeitenbaum und erworbenen Extras wie z.B. "Distanzschütze", "Dribbelkünstler" oder "Balleroberer" könnt ihr durch das Einlösen von Erfahrungspunkten individuell bestimmen, zu welchem Spielertyp ihr euch entwickeln wollt. 

Zur Unterstützung der Atmosphäre haben die Entwickler zudem viele neue Filmsequenzen in die Karriere eingebaut. Es gibt beispielsweise neue Sequenzen bei den Transferverhandlungen und auch nach den Spielen kommt es häufig zu kurzen Videosequenzen aus der Kabine, in denen die Mannschaft entscheidende Szenen diskutiert oder ihre Siege feiert. Für richtige Begeisterung und emotionale Auswüchse sorgen die immer noch recht steifen Videos aber weiterhin nicht.

VOLTA goes FIFA Street

Große Veränderungen gibt es dieses Jahr im VOLTA-Modus: Es gibt leider keinen Story-Modus mehr und der arcadige VOLTA-Fußball fühlt sich entgegen der letzten Auftritte mehr denn je nach FIFA Street an. Entsprechend genießen die Flair- und Skill-Moves nun eine höhere Priorität, um ein offensiveres und trickreicheres Spielen zu fördern. Auch aus diesem Grund hat EA einen sogenannten Skill Meter eingeführt, wodurch Skill-Moves, Flair-Pässe und Wand-Pässe belohnt werden. Dieser wird am oberen Bildschirmrand angezeigt und besteht aus insgesamt drei Teilen. Sobald die erste Leiste gefüllt ist, zählt das nächste Tor doppelt. Bei zwei gefüllten Leisten zählt der nächste Treffer dreifach und bei einem komplett gefüllten Skill-Meter sogar vierfach. Zusätzlich bekommt ihr noch mehr Möglichkeiten an die Hand, eure Kicker individuell zu gestalten, sodass ihr in VOLTA diesmal ein komplett anderes, noch weiter vom echten Fußball entfernteres, Spielgefühl erlebt.

Zusätzlich wurde der VOLTA-Modus noch um einen durchaus spaßigen Arcade-Modus erweitert. Dieser Modus bietet diverse Party-Games für zwischendurch und kann mit bis zu drei weiteren Spielern online bestritten werden. Unter den insgesamt acht Spielen befinden sich unter anderem Fußballtennis, Dodgeball, Mauerball-K.O. oder Eckenduell. Eine Runde besteht dabei immer aus vier 2-gegen-2-Minigames. Dabei könnt Ihr Punkte sammeln, um das Turnier zu gewinnen und euch zusätzlich auch VOLTA-Münzen und VOLTA-Saison-XP sichern. Negativ zu beanstanden ist jedoch, dass das Solo-Onlinespiel in VOLTA gestrichen wurde. Die VOLTA-Battles sind daher die letzte verbleibende Möglichkeit, in FIFA 22 VOLTA überhaupt solo zu spielen.

Ferner bleibt es bei allen anderen Modi mehr oder weniger genauso wie beim Vorgänger, wirklich Nennenswertes gibt es hier kaum zu berichten. Im Pro-Clubs-Modus gibt es nun noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten für eure Teams, zudem könnt ihr erstmals auch weibliche Spieler in euren Kader aufnehmen. In FIFA Ultimate Team, der dank der Mikrotransaktionen finanziell bedeutendste Modus für EA, gibt es auch nur kleinere Neuerungen zu vermelden. Neben weiteren Komfortverbesserungen bei der Zusammenstellung eures Kaders und neuen FUT-Helden wurde z.B. die Weekend League und der Division-Rivals-Modus überarbeitet. Erstmals könnt ihr hier in jeder Saison in Ultimate Team von Division 10 bis zu der Elite-Division aufsteigen. Dank der Checkpoints wird auch dafür gesorgt, dass ihr einen entsprechenden Rang in der Divison behaltet und nicht durch eine Niederlage wieder absteigen könnt. Abseits davon sind die altbekannten Modi und die Squad Building Challenges auch wieder mit dabei, was für Abwechslung sorgt. Natürlich aber nur, wenn man das Konzept denn generell mag und auch über das viel kritisierte Pay-to-Win-Konzept hinwegsehen kann. Ich persönlich habe bereits seit einigen Jahren aufgehört, diesen Modus ausführlich zu Spielen. Für andere wiederum ist es nachwievor der Kaufanreiz schlechthin.

Was hingegen in jedem Fall negativ zu betrachten ist: Wir müssen uns in diesem Jahr mit weniger (lizenzierten) Nationalteams begnügen, da EA hier entsprechende Lizenzen wohl nicht mehr bekommen oder aus Kostengründen eingespart hat. Auch gibt es keinen Qualifikationsmodus oder Ähnliches für die bevorstehende Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Wir sind gespannt, ob EA hier im nächsten Jahr noch ein Update nachreicht oder sogar erneut zur Kasse bittet.

Fazit:

Auch in diesem Jahr liefert uns Electronic Arts wieder ein gelungenes Gesamtpaket aus umfangreichen Lizenzen, authentischer Stadionatmosphäre, vielen (altbewährten) Spielmodi und einem gelungenen Gameplay auf dem Rasen. Doch lohnt sich der Wechsel auf die neue Version in diesem Jahr wirklich und fühlt sich die erste echte Next-Gen-Version anders an als beispielweise FIFA 21 auf der PS5? Eine eindeutige Antwort zu geben, fällt auch in diesem Jahr leider nicht ganz leicht. Ja, FIFA fühlt sich auf den Next-Gen-Konsolen in diesem Jahr besonders zu Beginn merklich anders an und bedarf zunächst einer Eingewöhnung. Insbesondere die vielen neuen Animationen und Interaktionsmöglichkeiten der Spieler untereinander rund um die Hypermotion-Technologie tun dem Spielgeschehen unheimlich gut und hieven den Grad an Realismus auf ein neues Level. Dies führt unter dem Strich zu einem authentischeren Fußballerlebnis als in den vergangenen Ablegern. Und dennoch bleibt am Ende nicht der Eindruck, dass EA mit FIFA 22 schon alles aus der Next-Gen herausgeholt hat, was möglich wäre, und wir von einer echten Fußball-Revolution sprechen können. Die Änderungen sind spürbar, aber eben auch weiterhin nur Detailverbesserungen - im Kern findet ihr auch in FIFA 22 dasselbe FIFA-Gameplay wie in den letzten Jahren wieder. Hinzu kommen noch einige Balancing-Probleme, die die Entwickler erst noch in den Griff bekommen müssen. Ebenfalls schade ist der komplette der Wegfall eines Story-Modus, der mich persönlich in den letzten Jahren (vor VOLTA) stets gefesselt hat.

Von uns getestet: PlayStation-5-Version
Wir bedanken uns bei Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.

Wertung:

8.0

Kamil Witecy meint:

"Dank Hypermotion-Technologie das wohl authentischste FIFA aller Zeiten - eine echte Revolution ist es jedoch nicht, da zuviel beim Alten bleibt."
Spielerlebnis: Gut
Umfang: Sehr gut
Technik: Sehr gut

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2 Kommentare:


Tobsen
vor 1 Monat | 0
Komischer Mammut-Test, aber ich skippe dennoch.

Terry
vor 1 Monat | 0
Inwiefern "komisch"? Die sind ja immer lang bei mir ;-)