Teamplay #96 - Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 01. August 2021

Gewohnt geniale Gamer genießen gewaltig geile Games.

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay.

Solltet ihr die letzten Tage übrigens nichts Gutes zu spielen gefunden haben, dann macht doch bei unserem Gewinnspiel mit und gewinnt mit etwas Glück zwei Exemplare von Super Mario 3D World + Bowser's Fury.

Andy: Am vergangenen Dienstag erschien der Microsoft Flight Simulator endlich auch für Xbox Series X/S im Game Pass, und es war tatsächlich ein Release, auf das ich mich lange gefreut hatte. Eins vorweg: Der vom Asobo Studio stammende Simulator versucht noch nicht einmal, ein klassisches Videospiel zu sein. Gamification-Elemente wie vorgegebene Missionen, Statistiken und Achievements sind nur in Ansätzen vorhanden, die noch dazu völlig verbuggt sind. Der schönste Spielmodus ist sicherlich der Bush-Trip-Modus, in dem ich mich textuellen Wegbeschreibungen folgend und ohne weitere Navigationshilfen von Flughafen zu Flughafen hangeln muss. Aber warum gibt es, in einem Spiel das den gesamten Erdball und jeden einzelnen existierenden Flughafen (vom Touristen-Hotspot bis zur Grasschneise im Dschungel) abbildet, selbst mit allen DLCs nur zehn solcher Touren - und nicht viel, viel mehr?

Dass von dem Titel trotzdem eine starke Faszination ausgeht liegt daran, dass die gesamte Technik dahinter (die aus Satellitenbildern und Topographiedaten eine 3D-Welt erschafft) unglaublich beeindruckend ist. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, mal die Straßen und Ortschaften in meiner Umgebung zu überfliegen - und diese wurden mit einer schockierenden Genauigkeit abgebildet. Selbst das Haus, in dem ich wohne, konnte ich ohne größere Mühen wiederfinden, da sogar die umliegenden Gärten und Parkplätze akkurat abgebildet sind. Als ich danach im äußersten Süden von Chile eine Weltreise gestartet habe, musste ich mich zunächst über die im Juli um 14 Uhr kaum über dem Horizont stehende Sonne wundern - bis mir klar wurde, dass auf der Südhalbkugel gerade Winter ist, die Sonne derart nah am Südpol daher auch mittags sehr tief steht, und das Spiel offenbar selbst solche Details simuliert. Gleichzeitig hatte ich wirklich das Gefühl, in einem der entlegendsten Winkel der Erde unterwegs zu sein, den ich in Person wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen werde. Der Knaller wäre es natürlich, wenn man irgendwann ein Rennspiel oder ein Konzept wie den Truck Simulator mit diesem Konzept umsetzen könnte.

Michi: Ich habe Hyrule Warrios: Zeit der Verheerung herausgekramt und mich intensiv mit dem Spiel beschäftigt. Ich hatte das Spiel mal günstig mitgenommen und ein paar Minuten reingeschnuppert. Dann verschwand der Titel auf meinem "Stapel der Schande". Zuletzt hatte ich mir dann The Legend of Zelda: Breath of the Wild wieder angetan und festgestellt, dass der "Vorgänger" (Zeit der Verheerung) eigentlich auch noch auf mich wartet. Also ran da. Mir gefällt an dem Spiel auf jeden Fall die tolle Präsentation. Die vielen gelungenen Zwischensequenzen und die flotte Erzählweise nehmen den Spieler während der kompletten Story mit ins Boot und untermalen das Abenteuer. Was mir auch gefällt, ist die interaktive Karte. Die vielen Anspielungen und Parallelen auf Breath of the Wild sind einfach toll und die Zusammenhänge ergeben manchmal sogar Sinn. Das Gameplay ist typisch für das Genre und macht einen soliden Job, wenngleich es nicht zu meinen ganz großen Favoriten zählt. Mir hätte diese Art der Präsentation, die Geschichte und die Atmosphäre auch gut in einem Action-Adventure gefallen. Aber auch so habe ich Spaß mit dem Spiel und werde die Vorgeschichte zu Breath of the Wild auf jeden Fall genießen.

Jerry: Seit gestern habe ich Sommerferien. Die stressigste Zeit des Jahres ist vorbei und in den nächsten Wochen werde ich hoffentlich einige Games spielen können. Tatsächlich möchte ich mich demnächst mal auf mein Fahrrad schwingen und mit einer leckeren Brotzeit und einem Getränk in die Natur hinaus radeln, um dann irgendwo im Schatten mit meiner Switch daddeln zu können. Den Handheld-Modus nutze ich viel zu selten. Mit der Super Mario 3D All-Stars Sammlung habe ich drei gute Spiele auf nur einem Modul. Die Collection konnte ich vor einigen Tagen günstig erwerben, zu mehr als anderthalb Stunden mit Super Mario 64 und Super Mario Sunshine fehlte mir aber bisher die Zeit. Speziell mit Mario 64 verbinde ich viele schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit. Auch auf Super Mario Sunshine freue ich mich sehr, denn das durfte ich - anders als Mario 64 und Super Mario Galaxy - bis jetzt nie mein Eigen nennen.

Abgesehen davon werde ich gewiss auch noch einige Zeit vor meiner PS5 sitzen, wenn auch nur, um PS4-Spiele zu zocken. Vor kurzem habe ich Chicken Police angefangen. Was nach einem schrecklichen Moorhuhnjagd-Klon klingt ist in Wirklichkeit ein düsteres Point-and-Click-Adventure im Film-Noir-Stil.

Robert: Nachdem ich mich in den letzten Wochen hauptsächlich mit dem HD Remaster von The Legend of Zelda: Skyward Sword befasst habe (der Test dazu erscheint hier in Kürze), hatte ich jüngst ein wenig Zeit, um im Midgard des Spiels Tribes of Midgard Giganten der nordischen Mythologie zu verhauen. In den Trailern als ein Koop-Diablo mit Hausbau beworben, entpuppte sich der Titel als eine Art Rogue-like Tower Defense Spiel, das zwar wie ein Diablo mit Borderlands Texturen aussieht, sich mit seinen Tag-Nacht-Wechseln und dem stetigen Kampf ums Überleben aber eher wie Klei Entertainments Don’t Starve spielt. Eine diskutable Leistung des Marketing-Teams.

Trotz allem macht das Spiel mit seinen gnadenlos auf Koop getrimmten Spielmechaniken aber eine Menge Spaß und ich erwische mich regelmäßig dabei “nur noch eine kleine Runde” spielen zu wollen - sehr zum Leidwesen meiner Schlafenszeit. Lediglich der Einzelspieler-Modus überzeugt irgendwie nicht. Vermutlich weil ein einzelner Wikinger grundsätzlich nur mäßig gut ein ganzer Clan sein kann. Wer aber gerne mit ein paar Freunden zusammen in einer Gruppe aus unterschiedlichen Klassen marodierend durch die Landschaften ziehen mag und Spaß daran hat, überirdische Riesen zu vermöbeln, sollte sich das Spiel bei Gelegenheit ruhig einmal ansehen.

Nico: Mini Motorways ist der stilistisch wie thematisch passende Nachfolger von Mini Metro, einem minimalistischen Strategiespiel, in dem man ein stetig wachsendes Netzwerk an U-Bahnen in den verschiedensten Städten der Welt verwalten muss, sodass möglichst lange keine Station wegen Überfüllung geschlossen wird. Dann nämlich endet die Highscorejagd. Mini Motorways verlagert das Spielprinzip über die Erde und verlangt im Grunde das Gleiche, nur eben mit Straßen und Autobahnen. Hatte man im Vorgänger bei Upgrades noch die Wahl zwischen weiteren Linien, Wagen und Tunneln oder der Aufwertung einer Station zum Hauptbahnhof, so gestalten sich die Belohnungen für das Abschließen einer Ingame-Woche im Nachfolger etwas diversifizierter. Durch das strategische Platzieren von Kreisverkehren und Ampeln lässt sich der kontinuierlich dichter werdende Verkehr besser leiten. Brücken helfen zwar auch hier lediglich bei der Überquerung von Flüssen, doch die Autobahnen verleihen dem Spiel eine neue strategische Tiefe. Anders als normale Straßen können die Highways nämlich ungeachtet des Limits von Straßenteilen und über beliebig weite Strecken platziert werden. Wenn man hier weit über 1000 Punkte bekommen möchte, muss man also alle Komponenten klug kombinieren. Ein würdiger Mini-Nachfolger!

Was spielt ihr gerade?

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3 Kommentare:


Asinned
vor 4 Monaten | 0
Deaths Door. Der Titel nimmt Elemente aus Zelda, Metroidvania und Souls und erschafft danit sein eigenes ganz charmantes Gameplay. Sehr empfehlenswert.

Ozymandias
vor 4 Monaten | 1
Ich bin kurz davor Monster Hunter Stories 2 abzuschließen, während ich in anderen MH Spielen wie Rise, die Demo schon nach wenigen Minuten wieder gelangweilt von der Switch ins Datennirvana geschickt hatte, kann mich dieses Spiel wirklich begeistern. Mir gefällt der Artstyle auch deutlich besser als in der Hauptserie und mag das Rundenbasierte Kampfsystem, im Gegensatz zur Mutterserie.

Buttergebäck
vor 3 Monaten | 0
Lustigerweise habe ich genau wie Michi in letzter Zeit viel Zeit der Verheerung gespielt, insebesondere um den DLC auszuprobieren. Das Warriors-Gameplay hört einfach nicht auf, mir Spaß zu machen, und zusammen mit dem Grafikstil von BotW, den ich nach wie vor umwerfend finde, ist es einfach ein klasse Gesamtpaket.