Neue Mini-Konsolen noch nicht vom Tisch?

Von Nico Zurheide am 13. Juli 2021

Nintendo denkt weiter drüber nach.

Die Fragerunden auf einem Shareholder-Meeting von Nintendo lassen hin und wieder interessante Einblicke in die zukünftigen Pläne der Firma zu. Am Dienstag gab es wieder ein solches Meeting, auf dem CEO Shuntaro Furukawa auf die beliebten Mini-Konsolen angesprochen wurde.

In den Jahren 2016 und 2017 veröffentlichte der japanische Publisher das Nintendo Classic Mini NES (mit 30 vorinstallierten Titeln) respektive das Nintendo Classic Mini SNES (mit 20 vorinstallierten Spielen, darunter das bis dahin unveröffentlichte Star Fox 2). Beide Konsolen waren damals schnell vergriffen.

Ein Aktionär wies auf das Potenzial der Mini-Konsolen hin, mit diesen auch Eltern erreichen zu können, die nicht länger Videospiele konsumieren. Furukawa sagte dazu: „Wir wollen immer dass unsere Produkte von Leuten aller Altersklassen gespielt werden, von Kindern bis hin zu Erwachsenen. Nachdem wir nun so viele Jahre in der Videospielindustrie tätig sind, glauben wir, dass es inzwischen viele verschiedene Generationen gibt, die mit Nintendo-Konsolen in Kontakt gekommen sind.“

Zu der Möglichkeit, weitere ältere Konsolen als Mini-Version auf den Markt zu bringen, sagte Furukawa: „Wir werden weiterhin die Möglichkeit prüfen, klassische Inhalte, wie mit der NES- und SNES-Classic-Mini-Serie, sowie über unsere Online-Dienste anzubieten, um die Attraktivität unserer Produkte an verschiedene Generationen zu vermitteln.“

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Wir meinen: Ein handfester Hinweis auf weitere Mini-Konsolen also? Wohl kaum - die Antwort des CEOs fällt wie gewöhnlich möglichst neutral aus. Dass Nintendo „Möglichkeiten prüft“, ältere Spiele an neue Kunden zu vermitteln, dürfte kaum überraschen. Gleichwohl dürften auch die Entscheider bei Nintendo wissen, dass solche Mini-Konsolen von Fans sehnsüchtig herbeigewünscht werden, vor allem in Bezug auf das Nintendo 64 und den Gamecube

Andererseits hat Nintendo momentan spürbar kein Interesse daran, klassische Titel auf aktuellen System verfügbar zu machen, wie man an der spärlich eingerichteten Nintendo-Switch-Online-Bibliothek unschwer erkennen kann. Zumal die beiden bisherigen Mini-Konsolen zu einer Zeit erschienen, als die Nintendo Switch noch nicht eine verselbstständigte Verkaufsgranate geworden war. Und: Mit solchen Collections verbaut sich der Publisher auch die Möglichkeit, Spiele dieser Systeme mit einem Aufpreis auf der Switch zu veröffentlichen. Mit Blick auf die Gerüchte einer möglichen Zelda-3D-Collection würde es auch kaum Sinn ergeben, vorher beispielsweise noch ein Mini-N64 auf den Markt zu bringen.

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Wie seht ihr das, würdet ihr euch weitere Mini-Konsolen wünschen? Oder sollte sich Nintendo lieber mehr um die Switch-Online-Ludothek kümmern?

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5 Kommentare:


michi1894
vor 2 Monaten | 0
Bin absolut dafür und ein großer Fan dieser Teile. Einen N64-Mini würde ich begrüßen, bei nem Gamecube-Mini komplett ausflippen.

Buttergebäck
vor 2 Monaten | 2
Habe mir das NES-, bzw. SNES-Mini damals nicht geholt, weil ich es einfach viel zu umständlich finde, sich ein extra Gerät (mitsamt offenbar ziemlich kurzem Kabel) anzuschaffen. Viel schöner fände ich es, wenn die Switch-Online-Ludothek konsequent erweitert werden würde (obwohl ich sie auf dem jetzigen Stand auch schon nicht schlecht finde). Respekt übrigens, dass ihr uns solch exotische Wörter wie "Ludothek" näherbringt. :-)

TraxDave
vor 2 Monaten | 1
Ganz ehrlich: Ich würde beides begrüßen und beides auch tatsächlich konsumieren. ^^

Denios
vor 2 Monaten | 1
Es ist nie verkehrt, alte Games auf so vielen Wegen wie möglich spielbar zu machen. Mini-Konsolen habe ich nie geholt und werde damit auch nicht anfangen, aber eine Virtual Console auf der Switch und/oder ein breiteres Angebot an Titeln in den Switch-Online-Apps vermisse ich schon sehr.

coltrane
vor 2 Monaten | 1
Mein NES-Mini kann sogar N64 abspielen, und alles vorher sowieso.