Test: Cadence of Hyrule: Crypt of the NecroDancer featuring The Legend of Zelda

Nutzer-Story von Matthew am 28. Mai 2021

Konsole: Nintendo Switch

Release: 13.06.2019

Abschlussdatum: 27.05.2021

Spielzeit: ca. 180 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe das komplette Spiel mit allen 48 Erfolgen abgeschlossen:

- alle drei Speedruns beendet
- alle Charaktere-Runs
- alle Herausforderungen
- alle Modi unter bestimmten Bedingungen beendet
- das Hauptspiel einmal komplett durchgespielt mit allen Items, Bossen und Charakteren

Das Spiel beinhaltet den Story-Mode, Dungeon-Mode, Puzzle Mode, All Character Mode und Daily Challenge


Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich zu zweit abschließen.


Story

Octavo hat mit seiner Magie sowohl Link als auch Zelda besiegt und in einen Schlaf versetzt, doch das TriForce beschwört eine Heldin aus einer anderen Dimension her: Cadence findet sich in Hyrule wieder, rettet die Helden und zu dritt machen sie sich auf den Weg die Musikinstrumente der Macht zu erobern, um Octavo zu besiegen.


Review

Cadence of Hyrule ist ein Crossover zwischen dem Indie-Spiel "Crypt of the NecroDancer" und der Nintendo-IP "The Legend of Zelda" und verbindet Dungeon Crawler und 2D Adventure zu einem musikalischen Indie-Hit. Während die Story recht im Hintergrund bleibt, ist der Kern des Spiel das Gameplay und die Herausforderungen, die das komplette Spiel bietet.

Der Story-Mode, der Hauptteil des Spiels, lässt euch mit Cadence in einem kleinen Tutorial beginnen. Ihr müsst euch aber schnell zwischen einem von zwei Charakteren entscheiden: Zelda oder Link.
Je nach Charakterwahl ist euer Startpunkt und eure Grundausrüstung anders. Während Link eher südlich in seinem Haus nahe des Strandes startet und sich mit Schild wappnet, beginnt Zelda in ihrem Schlosszimmer und erhält mit Nayrus Umarmung einen göttlichen Reflektor.

Die Spielwelt selbst ist eine 2D-Overworld - wie in klassischen Zelda-Spielen - mit abgetrennten Bildschirmarealen, in denen ihr im Takt zur Musik umher reisen könnt. Während ihr im unteren Bildschirm eine Taktbar seht, bewegt ihr euch in jenem Takt in der Welt herum: Ihr bewegt euch, greift an, führt Aktionen aus, verwendet Items, etc. Erst das Bekämpfen aller Gegner im Gebiet lässt euch frei in dem Abschnitt bewegen. Doch solange mindestens ein Gegner umher wandert, bewegt ihr euch im Takt. Fallt ihr aus dem Rhythmus, verliert ihr einen Spielzug, denn die Welt um euch herum beweget sich mit im Takt: Gegner, Feen, Falltüren, etc.

Ziel des Spiels ist es alle vier Dungeons zu betreten, um sämtliche Musikinstrumente zu erlangen, die euch zum Endboss führen. Der DLC beinhaltet eine alternative Route, die euch nur zwei Instrumente sammeln lässt. Doch auf dem Weg zum Finale könnt ihr allerlei nützliche Gegenstände finden, wie Herzteile, Ausrüstungen, Items, Rubine, Diamanten, Waffen, Schlüssel und Schriftrollen.
Dabei könnt ihr im Spielverlauf eure Grundausrüstung finden, welche aus Waffe, Schild und zwei Spezialfähigkeiten besteht und viele verbrauchbare Gegenstände, wie eine Fackel für einen größeren Lichtradius oder eine Schaufel, um durch Wände zu graben.

Ein klassischer Dungeon ist meist neben einem Boss immer mit zwei Dungeonebenen und ein bis zwei Zwischenräumen versehen. Jede Ebene hat immer einen offenen und einen verschlossenen Monsterraum und einen Händler. Pro Dungeon lässt sich ein Herzteil vom Händler kaufen und eines finden. Solche Grundgerüste findet ihr öfters im Spiel, doch der eigentliche Aufbau ist komplett zufällig auf viele verschiedene SEEDs aufgeteilt, weshalb jeder neue Run komplett anders ist. Trotz dessen könnt ihr auch jederzeit immer den selben SEED spielen, was gerade für schwere Herausforderungen wichtig ist.

Neben der SEED-Einstellung könnt ihr natürlich weitere Änderungen vornehmen, wie die Taktgeschwindigkeit verdoppeln oder gar keinen Takt einstellen, d.h. jeder Schritt/jede Aktion wäre ein Zug, wodurch das Spiel mehr zu einer Art "Zelda-Schachspiel" wird. Ebenfalls habt ihr die Möglichkeit mit Permadeath zu spielen, welcher nicht nur einen permanenten Tod beinhaltet, sondern auch die Grundgegner sind stärker und Bosse haben mehr Zusatzgegner.

Spielt ihr ohne Permadeath verliert ihr beim Tod sämtliche Rubine, Bomben und Ausrüstungen (wie Stiefel, Ringe, etc.) und startet bei einer großen Fee, wo ihr euch für Diamanten Items kaufen könnt und euch über ein Warpportal an einen aktivierten Checkpoint eurer Wahl teleportieren dürft.
Spielt ihr mit Permadeath ist euer Run direkt beendet.

Eine alternative Storyline mit Octavo als spielbaren Charakter ist ebenfalls im Spiel enthalten und selbstverständlich gibt es einen freien Modus, wo ihr jeden spielbaren Charakter auswählen könnt:
Dunkler Link/Zelda: Eine dunkle Version von Link und Zelda, die rein optisch anders sind und sich spielerisch nicht von ihren Originalen unterscheiden.
Frederick: Der Händler benötigt als weitere Lebensquelle Rubine, da er pro Aktion/Takt welche verliert. Besitzt er keine Rubine mehr, sinkt sein Leben auf 1.
Impa: Ist ihre Magieleiste gefüllt, kann sie einen Treffer ausweichen. Dazu kämpft sie mit einem Speer, welcher mit erhöhter Distanz angreifen kann und dient als Einsteigercharakter.
Yves: Besitzt nur ein einziges Herz, wodurch er kaum bis keinen Treffer überlebt.
Aria: Besitzt nur ein halbes Herz und überlebt misslungene Takte nicht.

Der Dungeon Mode entfernt die Oberwelt und lässt euch von Ebene zu Ebene hüpfen, während ihr euch im Puzzle Mode in einer größeren Version des Rätseldungeon aus dem DLC befindet.

Dabei beinhaltet das Spiel unzählige Erfolge, die euch motivieren sollen das Spiel auf verschiedenster Art und Weise durchzuspielen. Ob ihr das Spiel ohne Items beendet, keinen Schaden nehmt, unter einer bestimmten Zeit es schafft oder kleine Aufgaben mit bestimmten Charakteren absolviert: Ihr habt auf jeden Fall eine Menge schwerer Möglichkeiten das Spiel durchzuspielen. Dabei lernt ihr in den verschiedensten Versionen das Spiel auf unterschiedlichster Weise richtig kennen.

Da Aria keinen Schaden nehmen darf, ist jede Glasausrüstung goldwert, denn diese sind besonders stark, brechen aber nach Schaden - da ihr eh keinen Schaden nehmen dürft...
Ebenso ist das Erlernen eines Speedruns und das möglichst Beste aus dem SEED raus zu holen, verschiedene Wegkombinationen zu finden und euch Taktiken zu überlegen, denn wie in Breath of the Wild schon gibt es nicht DEN einen Weg, sehr interessant.
Besitzt ihr Eisenstiefel, könnt ihr eine ganze Ebene im Eisdungeon überspringen, während euch das Goronenamulett durch die Lava im Feuerdungeon schwimmen lässt. Erreicht ihr eine Fackel zum Lösen eines Rätsels nicht, nutzt den Feuerpfeil, Feuerstab oder Zeldas Feuermagie. Damit lernt ihr das Beste aus eurem Setup raus zu holen, was am Ende den größten Reiz aus macht.

Am Ende kommt hinzu dass die Musik im Spiel einfach verzaubernd ist. Es bringt eine ganze Palette neuer Tracks, aber auch Remixes von Zeldastücken mit.
Das Spiel im Zweispielermodus habe ich jedoch nie gespielt, weshalb ich mich dazu nicht äußern kann.

Wertung:

9 / 10

Matthew meint:

"Herausfordernd, musikalisch und spannend. Es ist ein perfektes Crossover für Zelda-Fans!"
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Sehr gut
Technik: Sehr gut

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