Test: The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition

Nutzer-Story von Matthew am 06. April 2021

Konsole: Nintendo Switch

Release: 15.10.2019

Abschlussdatum: 04.04.2021

Spielzeit: ca. 180 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe die komplette Hauptstory abgeschlossen und über hunderte von Nebenaufgaben beendet, die ich in meinem Spieldurchlauf bei all meinen Entscheidungen abschließen konnte. Darüber hinaus habe ich ebenfalls sämtliche abschließbaren Nebenquests in beiden DLCs Heart of Stone und Blood & Wine zusammen mit der Hauptstory beendet. Zusätzlich habe ich die komplette Weltkarte mit allen sechs Gebieten erforscht, dazu im New Game+ das maximale Level von 100 erreicht.

Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich ausschließlich allein abschließen.

Story

Nach den Ereignissen aus The Witcher 2 macht sich Geralt zusammen mit Vesemir auf die Suche nach seiner geliebten Yennefer. Nach einem kleinen Hexerauftrag findet Yennefer selbst die beiden Hexer und ordert sie zum Kaiser. Dieser möchte seine verschollene Tochter Ciri zurück, die aktuell auf der Flucht vor der Wild Hunt ist. Hiermit beginnt das Abenteuer von Geralt...


Review

Ich möchte zuerst mit der umfangreichen und verzweigten Geschichte von The Witcher 3 anfangen, denn wenn mich eines an das Spiel fesselte, war es die Welt um Geralt herum, die Menschen, die Interkationen mit ihnen und all die Aufgaben die Geralt bekam. Angefangen bei der recht großen Hauptgeschichte mit langen Zwischensequenzen über sehr interessant gestaltete und emotionale Nebenaufgaben bis hin zu simplen Witcher Contracts, die doch in einem tieferen Zweig ausarten konnten. Nachdem Durchspielen war mir klar, dass eine Serienadaption nur noch eine Frage der Zeit war, denn ich war von der Geschichte begeistert.

Mit über hunderten von Nebenaufgaben unterteilt in Mainquest, Sidequests, Schatzsuche und Contracts war ich gut bedient. Während die Mainquests die Hauptstory voran brachte, waren Sidequests zusätzliche Nebenmissionen, die sich meiner Meinung nach sehr lohnten. Schatzsuchen waren recht kurze Quests, die einen an bestimmte Orte führten und Truhen, Gold und Equipment brachten, während Contracts Aufgaben für gesuchte Hexer waren, bei dem Geralt sich melden und seine Bezahlung aushandeln konnte. Meist landete Geralt bei einem herum wütenden Monster, welches es zu bekämpfen galt - die Trophäe in Form des Kopfes durfte er immer behalten.

All diese Geschichten erlebt Geralt in den sechs verschiedenen Ländern White Orchard, Velen, Novigrad, Skellige Isles, Kaer Morhen und im Toussaint (DLC Blood & Wine). Viele Ruinen, Dörfer oder Städte lassen sich in den Wäldern oder den Inseln vorfinden, die ich besuchen, erkunden, plündern oder in denen ich handeln konnte. Während Städte und Dörfer für neue Nebenmissionen sorgten, ließ sich die Natur nach Ruinen und Schätzen erkunden: Wilde Banditenlager, Gefangene befreien, Monsternester, Schmugglerwaren - die Welt war voll davon.

Natürlich beinhaltet das Spiel nicht nur eine epische Geschichte und riesige Welt zum Erkunden, sondern ihr müsst euch auch hin und wieder in den Kampf begeben. Dabei habt ihr auf physischer Ebene ein ganz gewöhnliches Ausrüstungsmenü für Equipment, könnt Tränke und Beschichtungen mixen und könnt durch Level Ups erreichbare Skillpunkte in Fähigkeiten investieren.
Neben schnellem und starkem Angriff könnt ihr eines eurer fünf Zauber wirken, habt die Möglichkeit auszuweichen, zu rollen oder zu parieren.

Eine Individualisierung im Skillsystem könnt ihr über Punkte in den Kategorien Nahkampf, Magie, Alchemie und Sonstiges investieren. Eure primären Nahkampfwaffen sind zwei Schwerter und fünf feste Zauber: Aard erzeugt eine Druckwelle, die Gegner umstoßt und bröckelige Mauern einreißen. Yrden ist ein Magiekreis, der Gegner verlangsamt und Geister verletzbar macht. Igni ist ein Flammenzauber, der Gegner und Fackeln anzündet. Quen ist ein Schild, der euch vor einer bestimmten Anzahl an Schaden schützt. Axii besänftigt Gegner und hilft in manchen Gesprächen.

Ihr könnt noch Heilmittel, Tränke u.ä. Vorbereitungen für Kämpfe anfertigen, jedoch muss ich hier an der Stelle sagen: Ich habe mich nicht einmal damit wirklich beschäftigt und maximal Alchemie angewandt, wenn ich Questitems mixen musste.

Beim Erkunden muss Geralt nicht immer zu Fuß gehen, denn sein treues Pferd Roach kann er jederzeit zu sich pfeifen und die Welt vom Pferd aus erkunden. Da sich Schnellreisepunkte nur von einem Schnellreisepunkt aus bereisen lassen, war das Pferd hier häufiger zu Gebrauch als in anderen Open World Games - vor allem deshalb, weil das Pferd wirklich IMMER abrufbar war.

Neben dem ganzen Erkunden und Töten gab es noch das große Sammelkartenspiel Gwent. In diesem Kartenspiel geht es darum zwei Runden gegen seinen Gegner mit seinem selbst gebauten Deck zu gewissen. Dabei muss die Kampfkraft der eigenen Armee größer sein als die des Gegners. Dazu muss ressourcenschonend mit den eigenen Handkarten umgegangen werden, denn die ausgespielten Karten werden nach einer Runde abgelegt, während nur der Rundengewinner eine neue Handkarte ziehen darf. Verschiedene Karten sorgen für verschiedene Effekte, dabei gibt es vier Fraktionen, die sich unterschiedlich spielen lassen. Ich selbst hatte ausschließlich nur mit der Standardfraktion gespielt und hatte wenig Spaß beim Kartenspielen.

Ein einziges New Game+ bietet das Spiel nach Abschluss der Hauptgeschichte ebenfalls, bei dem ihr nur euren Charakter mitnehmen könnt. Dies beinhaltet Stufe, Skillbaum, Equipment und Geld, der Rest wird zurück gesetzt. Dabei könnt ihr die Geschichte neu erleben, neue Entscheidungen treffen und wieder neue Erfahrungspunkte sammeln. Dabei werden die Stufen sämtlicher Gegner und Quests drastisch angehoben.

Am Ende muss ich mich kritisch über die Technik äußern. Mich selbst störte die Grafik nicht, dennoch sollte angemerkt werden, dass die Switch sicherlich nicht die schönste Version bietet. Wem die Grafik wichtig ist, sollte hier die PC-Version empfohlen werden oder greift zur Konkurrenz. Anstrengender waren die Ladezeiten, die sich bis zu einer Minute hinaus zögern konnten. Nebenbei beendete sich die Software in meiner Spielzeit zwei Mal grundlos.

Wertung:

8.5 / 10

Matthew meint:

"The Witcher glätzt mit einer fesselnden Story und attraktiven DLCs, schwächelt bei der Technik in der Switchversion imens."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Sehr gut
Technik: Durchschnittlich

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