Kommentar: Nintendo im Verwaltungsmodus?

Von Jeremiah David & Michael Prammer am 19. Februar 2021

Zwei Meinungen zu Portierungen, Kunden(un)freundlichkeit und Preispolitik

Jerry meint:  Nicht erst seit der letzten Direct bin ich mit Nintendo ziemlich frustriert. Ich sage es ganz deutlich: Nintendo ist für mich aktuell mit ziemlichem Abstand der kundenunfreundlichste Konsolenhersteller und vor allem Publisher auf dem Markt.

Während Microsoft seinen Kunden die Spiele förmlich nachträgt und wirklich alles tut, um den Image-Verlust der frühen Xbox-One-Zeit wieder wett zu machen und Sony einfach wie gehabt mit viel Routine vor sich hin werkelt, scheint Nintendo aktuell offenbar vieles dafür zu tun, um langjährige Fans zu vergraulen und vor allem jeden letzten Cent aus den vorhandenen Switch-Gamern zu pressen. Und das Verrückte daran? Kaum jemand beschwert sich darüber. Im Gegenteil! Viele feiern sie. Leide ich unter Wahrnehmungsverlust? Fakt ist: Nintendo veröffentlicht im Juli ein zehn Jahre altes Spiel ohne nennenswerte Verbesserungen abseits der obligatorischen Anpassung der Steuerung und der hochskalierten Auflösung zum selben Preis wie das zum PS5-Launch erschienene Spider-Man: Miles Morales. The Legend of Zelda: Skyward Sword HD wird im Jahre 2021 satte 20 Euro mehr kosten als es 2014 die Halo: Master Chief Collection tat, die immerhin fünf verschiedene und teilweise stark verbesserte Spiele beinhaltete, oder ein paar Jahre später die Spyro Reignited Trilogy mit drei überarbeiteten Klassikern. Von Sammlungen wie Rare Replay wollen wir hier gar nicht erst sprechen. Noch einen weiteren, letzten Vergleich? The Legend of Zelda: Skyward Sword HD wird im Jahre 2021 volle 40 Euro mehr kosten als The Legend of Zelda: Skyward Sword 2016 in der Virtual Console.

Rund 60 Euro will Nintendo zudem nachwievor jeweils auch für die Portierungen von Spielen wie Pikmin 3, Hyrule Warriors, Xenoblade Chronicles, Donkey Kong Country: Tropical Freeze oder die Super Mario 3D All-Stars Collection, deren Spiele zwischen 25 und 13 Jahre alt sind und ebenfalls nur mit minimalem Aufwand auf die Switch portiert wurden. Aber gut, die Collection wird immerhin nur in einer streng limitierten Auflage verkauft. Wie hoch die Auflage ist? Nun, sie wurde nicht quantitativ limitiert, dafür aber zeitlich, sodass die Collection unter dem Vorwand einer Birthday-Edition nur bis Ende März angeboten wird. So kann Nintendo beliebig viele Exemplare verkaufen und den geneigten Konsumenten dennoch mit einer vorgegaukelten Knappheit gehörig unter Druck setzen. Donkey Kong Country: Tropical Freeze wird im eShop übrigens für 60€ und 25€ gleichzeitig angeboten. Gibt es einen inhaltlichen Unterschied zwischen der deutlich teureren Switch-Version und der WiiU-Fassung? Abgesehen von einem extra leichten Spielmodus für die Kleinen, nein. Ähnliches gilt auch für andere WiiU-Titel, die auf der Switch grundsätzlicher teurer sind als auf der Vorgänger-Konsole.

Hinzu kommt ein Online-Service, der außer der Erlaubnis Nintendos heilige (soll heißen: hoffnungslos veraltete) Server zu verwenden, praktisch nichts beinhaltet. In-Game Voice-Chat? Nö. Monatliche gratis Spiele wie bei Microsoft und Sony? Nur olle Kamellen. Hand aufs Herz: Wer von euch spielt regelmäßig Nintendos „gratis“ Titel wie Tecmo Bowl, BRAWL BROTHERS oder Ice Climber? Selbst Klassiker wie Super Metroid, Super Mario Bros. oder The Legend of Zelda: A Link to the Past haben zumindest bei mir viel ihrer einstigen Anziehungskraft eingebüßt. Die Spiele waren vor 30 Jahren erste Sahne, aber im Jahre 2021? Als die Spiele auf den Markt kamen waren viele der heutigen Nintendo-Online-Mitglieder vermutlich noch nicht auf der Welt. Gibt es sonst irgendwelche Boni? Nintendo bewirbt den kostenpflichtigen Online-Service mit exklusiven Angeboten für Mitglieder, aber auch hier muss man festhalten: Die sind größtenteils lachhaft schlecht. Die Möglichkeit beispielsweise einen einzelnen, kabelgebundenen SNES-Controller für 29,99 € exklusive Versandkosten zu erwerben ist nicht wirklich ein verlockendes Angebot. Ein Blick auf Ebay oder Amazon verrät: Ähnliche, wenn auch qualitativ vermutlich nicht ganz so gute Controller gibt es ab 5€, bessere gar im Doppelpack für denselben Preis wie Nintendos Einzelstück.

Gibt es denn wenigstens Sonderangebote für Spiele? Mehr oder weniger. Nintendo verkauft zwei Game-Coupons zum reduzierten Preis – also für 100 Euro. Jeder Coupon kann für ein Spiel verwendet werden, wer also die oben genannten Spiele für regulär je 60€ kaufen möchte, kann damit zumindest im eShop tatsächlich Geld sparen, allerdings nur dort und fairerweise sollte man hier von einem simplen Mengenrabatt sprechen, denn auf einzelne Titel gibt es keine Vergünstigungen.

Bei Ubisoft, Activision, EA und Co werden Spiele nach einiger Zeit grundsätzlich billiger angeboten. Wenn die Verkaufszahlen sinken, sinken eben auch die Preise. Nintendo nimmt aber lieber die sinkenden Verkaufszahlen in Kauf, als dem Kunden einen Schritt entgegenzukommen. Wie viel kosten die Launch-Titel der Switch heute? Regulär, genauso viel wie damals. Für 1-2-Switch möchte Nintendo im eShop 50€, für Breath of the Wild 60€. Sonderangebote und Preisreduzierungen gibt es bei Nintendo äußerst selten. Aktuell (Stand 19.02.21) gibt es in der laufenden "Nintendo eShop-Aktion" mehr als 1500 vergünstigte Spiele. Das ist eine ganz schöne Menge. Wie viele davon kommen von Nintendo? Die Antwort fängt mit N an und hört mit -ull auf.

Steckt Nintendo das viele Geld in neue, qualitativ hochwertige Spiele oder gar in neue Studios? Fakt ist: Inzwischen wurde fast jedes ehemals exklusive WiiU-Spiel auf die Switch portiert, und minimalistische Portierungen kosten im Vergleich zu Neuentwicklungen kaum Geld. Wirklich neue Exklusivtitel finden ihren Weg nur tröpfchenweise auf die Switch und die wenigen Titel konnten bisher qualitativ zwar häufig aber mitnichten immer überzeugen. Titeln wie Breath of the Wild oder Super Mario Odyssey stehen Spiele wie Kirby Star Allies oder Deadly Premonition 2 gegenüber. Viele Spiele wie Arms, Dr. Kawashima's Brain Training, Mario Tennis Aces oder Yoshi’s Crafted World ordnen sich irgendwo im Mittelfeld ein und sind wenig mehr als „nett“. Die Tatsache, dass ein ursprünglich für die WiiU entwickelter Switch-Launch-Titel noch immer mit großem Abstand als bestes Switch-Spiel betrachtet wird, sagt einiges über das Spieleangebot der Hybridkonsole aus.

Hat Nintendo solche Vorgehensweisen nötig? Nein. Ganz und gar nicht. Nintendo könnte Skyward Sword für 29,99€ in den Handel bringen und würde damit noch immer einen ordentlichen Gewinn machen. Ähnliches gilt für andere Portierungen. Nintendo könnte zudem mehr in den Ausbau der eigenen Studios investieren oder gar neue Studios kaufen oder gründen, aber wozu? Die Switch steuert auf 80 Millionen verkaufte Einheiten zu. Wohl auch Corona-bedingt sind sowohl die Hardware- als auch die Software-Verkäufe hervorragend. Animal Crossing allein hat sich über 26 Millionen Mal verkauft. Mario Kart 8 Deluxe – ein weiterer WiiU-Port – kommt auf über 33 Milllionen verkaufte Einheiten. Von solchen Zahlen können andere Publisher nur träumen. Nintendo hat es aktuell schlichtweg nicht nötig kundenfreundlich zu sein. Nintendo könnte die Fans für ihre Treue belohnen. Nintendo könnte tolle Sonderaktionen auf dem Niveau der Konkurrenz anbieten, zahlenden Online-Mitgliedern mal mehr als ein lieblos dahingeklatschtes Super Mario Bros. 35 „schenken“, Portierungen alter Games zu handelsüblichen Preisen veröffentlichen oder einfach mal ein Auge zudrücken, wenn irgendein stolzer Hobby-Entwickler ein Fanprojekt mit einer Nintendo-IP veröffentlichen will, aber das wäre ja kundenfreundlich, und gegen Kundenfreundlichkeit ist Nintendo seit Iwatas Tod offenbar allergisch.

Ich möchte trotz meiner bewusst harsch gewählten Worte nicht sagen, dass Nintendo ausschließlich kundenunfreundlich agiert. Das wäre eine unfaire Verallgemeinerung. Man muss klar zwischen Nintendo als Entwickler und Nintendo als Publisher unterscheiden. Einige Nintendo-Titel haben mir seit dem Switch-Launch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mir viele Stunden bester Unterhaltung beschert. Nintendos Entwicklertsudios waren und sind größtenteils erstklassig, als Publisher ist mir Nintendo jedoch höchst unsympathisch geworden. In den oberen Etagen scheint das Wohl des Kunden schon lange keine Priorität mehr zu genießen. Ich verstehe, dass eine Firma Gewinn machen muss, doch der finanzielle Aspekt steht in Kyoto mehr im Fokus, als er es sollte. Früher war der Kunde noch König, jetzt ist es der Aktionär. Nintendos aktueller Präsident Shuntarō Furukawa ist kein Gamer, sondern ein Politik- und Wirtschaftswissenschaftler und mit Verlaub: Das merkt man.

Eine Teilschuld für die Situation sehe ich auch bei uns Spielern. Nintendo ist sich bewusst, dass viele ihrer IPs praktisch Selbstläufer sind. Nintendo hat es beispielsweise geschafft, dass wir von einem Pokémon-Titel gar keine schicke Grafik oder ausgefeiltes Gameplay mehr erwarten. Pokémon-Spiele verkaufen sich schlicht weil sie Pokémon-Spiele sind. Ähnliches gilt für jedes Spiel, das "Zelda" oder "Mario" im Titel trägt. Skyward Sword wird von vielen gefeiert, weil das Spiel jetzt endlich auch ohne Fuchtel-Steuerung gespielt werden kann, und der aufgerufene Preis ist für viele kein relevanter Kritikpunkt, denn für ein Nintendo-Spiel ist der ja völlig normal.

Der bekannte Youtube-Kanal Spawn Wave schreibt auf Twitter: "I'm surprised that people are surprised that Skyward Sword is 60 dollars." 

Würde Ubisoft dagegen das ebenfalls 2011 veröffentlichte Assassin's Creed: Revelations heute noch einmal ohne nennenswerte Verbesserungen für 60€ auf den Markt bringen, würden wir uns alle an die Stirn fassen. Wir bewerten Nintendos Titel also offenbar nicht mit denselben Maßstäben wie Konkurrenzprodukte. Nintendo ist nicht Microsoft, Sony, Ubisoft, EA, Activision oder sonstwer. Nintendo ist anders. Nintendo ist eben Nintendo.

Gamer belohnen und bestrafen Publisher in der Regel mit ihrem Geldbeutel. Im Idealfall heißt das: Schlechte oder überteuerte Spiele bleiben in den Regalen liegen, während sich gute Titel oder Titel mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis toll verkaufen. Publisher, die ihre Kunden wie Vieh behandeln, sollten von den Gamern einen Shitstorm nach dem anderen kassieren. EA wurde nicht umsonst wiederholt zur schlechtesten Firma der Welt gewählt. Nur Nintendo scheint irgendwie immun gegen solche Konsequenzen. Der Konzern aus Kyoto kann noch so kundenunfreundlich agieren – vielen Gamern scheint das egal. Das finde ich schade, und sollte es nicht schon längst klar sein: Ich werde mir Skyward Sword HD für 60 Euro sicher nicht kaufen.

Michi meint:

In vielen Punkten kann ich meinem Kollegen Jerry durchaus zustimmen; auf der anderen Seite kann ich auch Nintendos aktuellen Kurs verstehen. Das Problem liegt mehr in der Videospielbranche an sich als an Nintendo im Speziellen.

Auch aus meiner Sicht erscheint es aktuell so, als ob Nintendo in der Ära nach Iwata gewinnorientierter denn je wirtschaftet und dabei insbesondere die treuesten Fans nicht mehr im absoluten Fokus stehen. Das ist mehr als nur bedauerlich, denn es waren doch gerade diese Fans, die auch in der nicht so erfolgreichen Wii-U-Ära dafür sorgten, dass der Name Nintendo über die Jahre 2012 bis 2016 eben nicht in Vergessenheit geriet. Jetzt hat sich das Blatt jedoch komplett gewendet, Nintendo steht an der Spitze kann im Prinzip machen, was sie wollen. Ein Animal Crossing reicht aus, um die Hardware-Verkäufe gefühlt für das komplette Jahr 2020 zu wuppen. Warum sollte man sich aus wirtschaftlicher Sicht aktuell also großartig ins Zeug legen und mit aller Gewalt jetzt schon ein Metroid Prime 4 oder ein Breath of the Wild 2 - möglicherweise noch halbfertig - auf den Markt werfen, wenn es doch noch genügend Software aus der nicht so erfolgreichen gibt/gab, die kaum einer gespielt hat?

So eine Super-Mario-Collection funktioniert da ebenso gut wie das von Jerry besonders harsch kritisierte Skyward Sword. Denn warum sollte Nintendo in einer Zeit, in der auf der gesamten Welt aufgrund der Covid-Pandemie wirtschaftliche Probleme bestehen und im Speziellen auch die Games-Branche sich auf Home-Office-Entwicklungen einstellen musste, dieses Geld nicht mitgenommen werden? Von den 100 Mio. verkauften Wii-Konsolen haben gefühlt 85 Mio. Spieler niemals etwas von Zelda oder Link gehört. Auf der Nintendo Switch sieht das anders aus; dank dem grandiosen Breath of the Wild ist The Legend of Zelda auf der Hybrid-Konsole eine Institution. Ich kann Nintendo als Unternehmen daher sehr gut verstehen, dass man zunächst versucht alle Register zu ziehen, um die Fehlinvestitionen der vorherigen Generationen wieder einzuholen. Solange das gut geht, wird sich das japanische Unternehmen also erstmal im Geld wälzen und kaum auf die Wünsche der Fans hören. Zu betonen ist zudem ja auch, dass Nintendo und ihre stärksten Partner ja auch gegenwärtig sehr gute Neuentwicklungen auf den Markt bringen, insbesondere Fans von JRPGs haben aktuell ihre helle Freude an der Switch. Nur eben nicht alle Spieler. Das ist aber nicht nur ein Problem von Nintendo, sondern ein generelles Problem in der Branche. Die Vergangenheit hat zudem auch bereits mehrfach gezeigt, dass immer die führenden Unternehmen im Markt auf Sparflamme gekocht und in einen Verwaltungsmodus geschaltet haben, während die hinterherhinkenden Unternehmen mehr denn je um die Gunst der Spieler buhlen mussten. Nichts Neues also.

Und ganz aktuell betrachtet: Sind Microsoft und Sony gegenwärtig wirklich so viel besser als Nintendo? Oder arbeiten die beiden Unternehmen nicht auch nur gewinnorientiert und scheren sich kaum um die Bedürfnisse ihrer Kunden? Microsoft hat mit der XBOX Series X/S zweifelsohne zwei tolle Geräte auf den Markt gebracht. Wo aber bleibt die einzigartige Software, für die man zwingend eine solche Konsole braucht? Hier kann in meinen Augen nicht immer der Gamepass das einzige Argument sein. Es kommt einem ja fast so vor (und vermutlich ist es sogar so), als wären die beiden Konsolen von Microsoft nur Mittel zum Zweck und das Unternehmen möchte im Grunde nur den Service Gamepass verkaufen. Deutlich wird diese Vermutung bei der Release-Strategie der neuen Geräte. Halo Infinite ist einige Wochen vor Launch in solch einem erbärmlichem Zustand, dass der Start des Zugpferds um beinahe ein Jahr verschoben werden musste. Wen interessiert es? Niemanden, denn es gibt ja den Gamepass. Der ist aktuell noch relativ preiswert, jedoch werden hier auch bei Phil Spencer irgendwann die Dollar-Zeichen in den Augen klingeln und eine deutliche Preiserhöhung (in welcher Form auch immer) wird irgendwann auch durchgezogen und nicht mehr wie jüngst zurückgenommen, wenn erst einmal genügend Abonennten ins Netz gegangen sind. Denn: Auch Microsoft geht es am Ende des Tages nur ums Geld. Von Sony könnte ich ein ähnliches Liedchen pfeifen. Die PlayStation 5 kostet knapp 500€ (oder 400€ ohne Disk-Laufwerk; wenn man sie denn überhaupt bekommt). Was wurde zu Beginn nicht alles für Software versprochen, die zeitnah und exklusiv auf der neuen "Traumkonsole" erhältlich sein sollte. Gestartet ist man dann dennoch erwähnenswert exklusiv nur mit einem Remake zu Demon's Souls und einem kurzen Spider-Man-Add-On zum Vollpreis. Der nächste richtige Exklusivtitel erscheint mit Ratchet & Clank auch erst im Sommer; auch hier könnte man also meinen, dass in der Chefetage offenbar erkannt wurde, dass eine Userbase von über 120 Mio. PlayStation-4-Nutzern existiert. Getreu dem Motto: Lasst uns also diese zunächst ohne Aufwand und nur mit altem Kram mitnehmen und auf den Schmarrn mit den Exklusivtiteln pfeifen. Es lohnt sich aktuell wohl einfach nicht, größere Titel rauszuhauen. Stichwort: gewinnorientiertes Handeln.

Was ich also sagen möchte: unter dem Strich stelle ich bei allen drei Herstellern also eine Gemeinsamkeit fest. Der Fan ist nur so lange etwas wert, wie er dringend gebraucht wird. Da ist es egal, ob die Firma Nintendo, Microsoft oder Sony heißt; meiner Meinung nach sind da alle gleich und nehmen sich nicht viel. Solange die Produkte gekauft werden, wird sich niemand auch nur einen Finger krumm machen, um uns Fans etwas Gutes zu tun. Wir sind einfach nur die Konsumenten, die sich dann mit den Ergebnissen herumärgern und unserem Frust freien Lauf lassen müssen, wenn die Chefetagen der Konzerne ihre Scheine zählen. Wenn es aber dann mal nicht so läuft, dann ist der Fan an allem Schuld. Dann ist die Erwartungshaltung zu hoch, dann will der kleine Michi ein Skyward Sword für 20€ haben und könnte doch genauso auch 70€ bezahlen, weil das arme Nintendo sonst kein Metroid fertig stellen kann. Die Videospiel-Industrie ist zu einem richtigen Scherbenhaufen verkommen. Leider machen wir trotzdem alles mit, weil es nun mal unsere Leidenschaft ist.

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25 Kommentare:


TraxDave
vor 2 Monaten | 6
Sehr interessanter Artikel!
Ich verstehe die Kritik Jerrys, aber folge inhaltlich eher Michi. Nintendo hält die Preise der eigenen Spiele hoch und verkauft Remasters zu überhöhten Preisen, teilweise sogar teurer als die Konkurrenz. Wenn man sie für das kritisiert, ist das okay.
Allerdings wird die Sachlage so dargestellt, als würde Nintendo entweder am "schlimmsten" agieren, oder einfach gleich schlimm wie die anderen, aber dafür nicht kritisiert werden. Ein Blick ins Internet offenbart: Kaum einer wird egal für was auch immer so stark kritisiert wie Nintendo. Das spiegelt sich jedoch in den Verkäufen nicht wider, da die Produkte selbst meist Ausnahmeprodukte sind.

Auch nicht zu vergessen: Ein EA verkaufte dazumals ein Star Wars Battlefront um satte 150€ in der "vollen" Edition. Miles Morales ist ein Spin-Off, was um die 8h geht, absolut keine Innovation bringt und wird dargestellt wie ein Breath of the Wild. Demon's Souls ist ein outgesourcestes Remake für 80€.

Ich will damit sagen: Nintendo sind keine Heiligen, sie agieren profitorientiert und übertreiben dies seit der Ära Switch auch dort und da. Der einzige Unterschied ist, dass die Fans es von ihnen einfach nicht so gewöhnt sind, wie von anderen.

Xbox will ich trotzdem loben. Die fahren seit Jahren einen sehr kundenfreundlichen Kurs. Die Begründung ist allerdings offensichtlich und wie scheinheilig das ist, muss sich in Zukunft zeigen. Zum Vergleich: Am 3DS und der Wii U habe ich jeweils 2 gratis First Party Titel erhalten. Einfach so. Ist nicht allzu lang her.

Jerry
vor 2 Monaten | 4
Ich will dir gar nicht widersprechen (denn im Prinzip sind wir denke ich ähnlicher Meinung), möchte aber zumindest anmerken: Die "volle" Edition eines ursprünglich als "ultimate" betitelten Spiels muss inzwischen auch mit zusätzlichen 55€ (zuzüglich zu den 70€ für das Basisspiel) erkauft werden. Das ist nicht mehr weit von EA's 150€ entfernt.
Miles Morales ist mit rund 15 Stunden (7-8 Stunden ist nur die Main-Quest) zugegebenermaßen kurz, aber technisch auf höchstem Niveau und eben eine Neuentwicklung, die noch kein halbes Jahr alt ist, zumal Miles Morales für 20€ mehr um die komplette, 25 Stunden lange Remastered-Version des ersten Teils erweitert werden kann. Dass Spider-Man mangelnde Innovation vorgeworfen wird, wundert mich zudem, schließlich bestehen die "Innovationen" in Skyward Sword HD aus einer normalen Steuerung und 720p.
Demon's Souls ist ein von Grund auf neu entwickeltes Remake und keine Portierung des 2009 veröffentlichten Originals (das drei Jahre vor Skyward Sword dennoch schon HD kannte), und Skyward Sword technisch so weit voraus, dass jeder Vergleich lächerlich wäre.
Ähnliches gilt für einen Vergleich zwischen Microsoft und Nintendo. Die Redmonder sind Nintendo in Sachen Kundenfreundlichkeit um Meilen voraus. Deren aktuelle Konsole kann ganz ohne Zusatzkosten Spiele der letzten, vorletzten und vorvorletzen Generation abspielen, häufig sogar mit grafischen Verbesserungen. Microsoft wird also wohl auch in Zukunft kaum in die Verlegenheit kommen diverse Xbox One oder 360-Spiele in eine neue Hülle zu stecken, um ihnen dann für je 60€ einen Re-Launch auf der Series S/X zu gönnen ;-)
Matthew1990
vor 2 Monaten | 1
Stimmt TraxDave vollkommen zu.
Nintendo mittlerweile nicht die Bösen.
Sie sind nur wie alle anderen: Unternehmen, die unser Geld wollen.

TraxDave
vor 2 Monaten | 1
@Jerry:

Hast überall recht, stimme dir auch zu. Der Vergleich zum Sony Release war eher auf den Switch Release bezogen bzw eigentlich ohne echten „Vergleichsgegner“, sondern einfach als blanke Tatsache, dass hier auch (meiner Meinung nach) eher wenig für viel Geld verkauft wird. Demon‘s Souls für 50-60 okay, Miles Morales für 30-40 okay. Ist halt das gleiche Problem wie bei Nintendo, dass das Produkt an und für sich okay/gut ist, aber die Preisgestaltung problematisch. :/

PS: Fiktives Szenario: Es ist 2024, Microsoft ist unangefochtener Marktführer, der Gamepass und alle digital verfügbaren „Retros“ werden zeitlich auf 31.03.2024 limitiert, danach verschwinden sie im Shop und sind einzeln für 40-60€ zu erwerben...oder gar nicht mehr. :D

Jerry
vor 2 Monaten | 2
Es wird definitiv spannend, was Microsoft langfristig macht. Im Moment fehlen einfach noch die großen Spiele. Wenn TES VI, Perfect Dark und Co veröffentlicht werden, dann wird Microsoft sicher "Anpassungen" vornehmen - dann sehen wir, wie scheinheilig deren bisheriges Vorgehen wirklich war ;)


coltrane
vor 2 Monaten | 3
Ich verfechte hier mal einen anderen Ansatz. Es gibt doch schon zigtausend Spiele, wofür braucht man überhaupt noch neue? Die alten sind eh viel besser, am liebsten spiele ich auf dem N64. Damals waren Spiele noch Spiele, heute ist das Schema - kaufen, 1x durchrennen und in die Ecke schmeißen.
Nintendo macht doch eh nicht das was wir wollen, die Firma kann man abhaken.

Tobsen
vor 2 Monaten | 0
Schließe mich Coltrane an. Die alten Spiele sind wirklich einfach besser als neue. Besonders das N64 war eine sehr starke Plattform, die weitaus mehr als ein Mario und zwei Zeldas zu bieten hatte. Wer braucht schon Persona 5 Royal, wenn man auch Aidyn Chronicles zocken kann? Das waren noch echte Spiele!

Matthew1990
vor 2 Monaten | 0
Du hast Super Man 64 vergessen.

N_Fan1512
vor 2 Monaten | 0
@Jerry
Jetzt muss ich dich schon Fragen ob du Skyward Sword HD schon anspielen (analysieren) konntest oder warum behauptest du ,dass es hochskaliert mit 720p läuft???
Ich gehe mal stark davon aus ,dass es wie Twilight Princess HD von einem externen Studio wie Tantalus entwickelt wird.
Bei Skyward Sword HD wurde einfach wie bei Twilight Princess HD die Auflösung auf 1080p angehoben und damit wurden schon die größten Probleme der Wii Version behoben denn die hatte eine sehr schlechte Auflösung und Kantenflimmern. In direkten Vergleichsvideos sieht man ja dass es um einiges besser aussieht als auf der Wii??? Zusätzlich hat es auch 60FPS was ich als viel wichtiger als eine komplett überarbeitete Grafik halte.
Das was einige einfach als HD Filter bezeichnen ist viel eher die malerische Grafik die natürlich gleich geblieben ist.

Jerry
vor 2 Monaten | 3
Nein, ich habe es noch nicht anspielen können. Die 720p hab ich nur genannt, weil das die native Auflösung des Displays ist. Womöglich schafft das Spiel 1080p - schöner wird es dadurch nicht, schließlich wurde an den Texturen ja nichts geändert. DAS hätte echte Arbeit bedeutet. Alle deine Punkte stimmen vermutlich - und ändern absolut gar nichts an der Tatsache, dass es sich hier um einen schrecklich lieblosen, billigen Port handelt und das Spiel dennoch mehr kostet, als es jemals zuvor auf irgendeiner Plattform gekostet hat. Und ohne dich in irgendeiner Weise persönlich angreifen zu wollen: Es geht mir einfach nicht in den Kopf, wie viele Leute das Spiel verteidigen, weil es im Jahr 2021 ohne Kantenflimmern auskommt und 60fps schafft. Ist der Gedanke, dass der Preis eines Produkts in Relation zu den Herstellungskosten stehen sollte, so altmodisch? Das minimalistische "Beheben von Problemen" sollte meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein und keinen Premiumpreis erfordern. Cnet.com hat erst gestern einen schönen Artikel veröffentlicht und ganz richtig festgestellt: Nintendo kann solche Preise aufrufen, weil der durchschnittliche Nintendofan jedes Gefühl für faire Preis-Leistungs-Verhältnisse verloren hat und schlicht alles kauft, was Nintendo heutzutage in die Läden stellt: "It (Nintendo) is just following our lead -- because as much as we'd like to pay less for the Nintendo Switch versions of reissued Wii U games, we don't. We pay full price, and continue to pay full price, no matter how old the games are." So einfach ist diese Sache und so lange Leute da draußen ohne mit der Wimper zu zucken 60€ für einen solche Ports ausgeben, wird Nintendo die Preise sicher nicht anpassen. Danke dafür!
N_Fan1512
vor 2 Monaten | 1
@Jerry
Habe zwar nirgends Nintendos Preispolitik vereidigt, aber mir ist 100x lieber Nintendo verkauft jedes Spiel und Port um 60€ als ,dass sie damit anfangen zu jedem Spiel Seasonpasses um 40€ aufwärts und Ingameshops mit Microtransaktionen einzuführen!

Jedem ist es selbst überlassen welche Games er zu welchem Preis kauft.
Ich kaufe mir weil es vor BotW mein Lieblings Zelda war.

Selbst wenn wir alle in den Foren auf solche Spiele verzichten würden, würden sie sich trotzdem in Millionenhöhe verkaufen, einfach weil wir im Kundenkreis eine Minderheit sind.

Jerry
vor 2 Monaten | 4
Das ist hier doch kein Entweder-Oder-Szenario. Vermutlich ist es dir auch lieber, wenn dir ein Ziegelstein auf den Fuß fällt, statt auf den Kopf - objektiv solltest du dir aber weder das eine noch das andere wünschen.

Ansonsten stützt du nur meine These: Den Nintendo-Fan von heute juckt es nicht, dass er von Nintendo ausgenommen wird. Er kauft die Spiele trotzdem.

N_Fan1512
vor 2 Monaten | 0
Was soll der blöde Ziegelstein vergleich??
Wieso sollte mich Nintendo ausnehmen ,wenn ich ein Spiel kaufe das ich möchte und gerne spielen würde. Das musst du mir mal erklähren????

Natürlich ist es nicht direkt ein Entweder-Oder aber was glaubst du mit welchen Ideen Nintendo das Geld reinholen würde ,gäbe es diese Ports nicht???

Ich kaufe die Games nicht weil ich Nintendo Fan bin, sondern weil ich sie gerne zocke. (Und Nein ich besitze nicht jedes Nintendo Game !)

Jerry
vor 2 Monaten | 3
Wenn dir der Ziegelsteinvergleich zu blöde war, dann wird dir der hier womöglich auch nicht gefallen, aber sei's drum: Stell dir vor, es stehen mehrere gleich große Gebäude zum Verkauf: Neue Gebäude zu marktüblichen Preisen, ein paar alte, renovierungsbedürftige Häuser zu deutlich günstigeren Preisen, und ein altes, renovierungsbedürftiges Haus zum selben Preis wie die neuen Häuser. Der subjektive Wert der Gebäude ist stets unterschiedlich, und vielleicht gefällt dir das zuletzt genannte Haus einfach am besten, aber wenn du dafür den Vollpreis hinlegst, dann machst du kein gutes Geschäft. Du wirst vom Verkäufer ausgenommen – er verdient im Vergleich mit den anderen Anbietern am meisten. Womöglich stört dich das gar nicht, am objektiven Wert des Gebäudes und dem objektiven Preis-Leistungsverhältnis ändert das aber nichts.
Ich will dir nicht den Spaß an Zelda:SS nehmen. Das Spiel ist prima, es ist aber trotzdem ohne jeden Zweifel ein veraltetes, kaum verändertes Spiel, das zu einem deutlich überhöhten Preis angeboten wird.
Solltest du weiter diskutieren wollen, würde ich vorschlagen das im Forum zu machen. :)


Button
vor 2 Monaten | 3
Ich denke auch, dass Nintendo sich zu sehr auf Portierungen konzentriert. Natürlich kann ich verstehen, dass Nintendo damit auf vergleichsweise einfachem Weg eine Menge Geld macht. Solange sich ein fast sieben Jahre altes Mario Kart 8 derart gut verkauft, besteht gar nicht die Notwendigkeit, einen neuen Titel zu veröffentlichen.
An den Portierungen stört mich vor allem, dass Leute, die eine Wii U besitzen, da nichts oder nur wenig von haben. Schon seit einiger Zeit denke ich vor jeder Bekanntgabe zukünftiger Veröffentlichungen: Bitte nicht noch ein Port!
Wenn Portierungen gemacht werden, sollte man sich auf die älteren Spiele konzentrieren. Mit "Link's Awakening" hat man das gemacht. Das finde ich in Ordnung. Sowas würde ich mir zum Beispiel für "Ocarina of Time" oder Mario 64" wünschen. Meiner Meinung nach sind die N64-Spiele grafisch vergleichsweise schlecht gealtert. Da würde ich bei dem ein oder anderen Spiel noch mal zuschlagen, aber nicht bei Spielen, die ich auf der Wii U (fast) genauso spielen kann.
Es könnte auch sein, dass auf Nintendo hier ein langfristig Problem zukommt: Lukrative Portierungen in dem Maße veröffentlichen - das kann man ein Mal machen. Das funktioniert auch deshalb, weil der Großteil der Switch-Besitzer keine Wii U hat. Wenn es irgendwann eine Nachfolgekonsole für die Switch gibt, wird das anders sein. Man wird diese ganzen Spiele kaum nochmal mit solchem Erfolg portieren können, ergo müssen wieder neue Spiele her. Und da kann ich nur hoffen, dass Nintendo dann auch in der Lage ist, zu liefern.

Denios
vor 2 Monaten | 4
Auch wenn ich die Gefühle und Gedanken nachvollziehen kann (und es im Fall von Skyward Sword auch unverschämt finde): Nicht JEDER Port ist lieblos. Xenoblade, Mario 3D World und Tokyo Mirage Sessions haben allesamt mehrere Spielstunden an neuen Inhalten spendiert bekommen.

Die Zielgruppen der Switch sind inzwischen, und das findet natürlich nicht jeder geil: JRPG-Fans, Nintendo-Fans (insbesondere die, die keine WiiU hatten) und Leute, die PS3/X360-Games unterwegs spielen möchten.

Matthew1990
vor 2 Monaten | 2
Das würde ja bedeuten, Nintendo hat als Unternehmen eine sogenannte "Unternehmensstrategie" und verfolgt bestimmte Zielgruppen und finanzieren sich eher durch sichere Kunden, als neue Experimente zu wagen mit dem Risiko die Fans damit nicht zu erreichen, gleichzeitig aber keine neuen Kunden ansprechen können - schockierend.

Cristiano_
vor 2 Monaten | 4
Nachdem ich die Demo zu Project Triangle Strategy durchgezockt habe (und total begeistert bin): allgemein ist der Third-Support unter den gegebenen Umständen ok! Die Switch ist nunmal technisch hinter der Konkurrenz, leider werden westliche Titel (v.a. AAA-Titel) deshalb nie im vollen Umfang da sein. Deshalb schön, dass es Indies, japanische Nischentitel und hier und da alte Kamellen gibt. Besser wird es wohl nicht...

Da so ein Output natürlich nicht alle ansprechen kann, gab es zumindest in der Vergangenheit stets die Gewissheit, dass Nintendo viele tolle, *neue*, Exklusivtitel raushaut. Ist seit Ende 2019 leider diesbezüglich sehr dünn, v.a., wenn man in der Vergangenheit stets alle Nintendo-Konsolen besaß...

Und nun zum aktuellen Hauptproblem Nintendos, zumindest mMn: die Kommunikation! Symptomatisch die vergangene Direct. Nachdem man 1,5 Jahre nur Minis oder Partner-Directs abhielt, ist es doch legitim gewesen, jetzt etwas mehr von First Party-Seite zu erwarten.
Stattdessen zuerst die Aussage, dass man sich nur auf Titel im 1. Halbjahr 2021 fokussiert. Komisch, dass man dann die Direct mit Splatoon 3 als Highlight beendet... das 2022 erscheint.
Die restlichen Highlights Nintendos sind Mario Golf und ein fauler HD-Port von Skyward Sword. Hätte man mMn auch auf Twitter ankündigen können, genau sowie Paper Mario 2020. Ich denke, wäre diese Direct wieder als Partner Direct konzipiert gewesen, wäre dies besser gewesen.
So aber herrscht bei einigen (z.T. auch bei mir) der Eindruck, dass von Nintendo nicht mehr viel Neues kommt. Stattdessen überteuerte Ports, die man meist sowieso kennt.
Die Switch wird bald 4 Jahre Lebenszeit absolviert haben. Nun steht man da ohne Aussicht auf ein neuen Ableger aus DK, Mario Kart, 2D-Mario, Revival einer alten IP (zB F-Zero; wenn nicht jetzt zu erfolgreichen Zeiten, dann wohl nie wieder) etc.
Außerdem die Ungewissheit bezüglich Metroid Prime, Brot 2 und allgemein den Retro-Studios. Einem tollem Studio, das es scheinbar seit ganzen 7 Jahren nicht schafft, ein neues Spiel auf den Markt zu bringen.
Mit der ganzen Portwelle hätte ich persönlich kein Problem (muss es ja nicht kaufen), würden diese parallel zu Nintendo-Neuproduktionen erscheinen.

Zum Launch 2017 lockte Nintendo mit einem tollen Lineup. Seitdem kam mMn nur 2019 im Ansatz daran ran. Zu wenig! V.a., da Nintendo diesmal nicht 2 Konsolen parallel versorgen muss.

Ozymandias
vor 2 Monaten | 1
Da gebe ich dir Recht, der Launchzeitraum war erstklassig, danach nahm es leider rapide ab.
Mich wundert es nicht, dass du den Turm verlassen hast, für den Kommentar wärst du sicher arg angegangen worden. Neuerdings werden dort auch Posts im Unterforum gelöscht, wenn sie nicht den gängigen Ansichten der Mods entsprechen. :/

Falco
vor 2 Monaten | 6
Team Jerry.

Nintendo hatte schon immer einen Sonderstatus und über viele Dinge hab ich immer hinweggesehen, was eigentlich state of the art war. Stichwort Grafik und Online Infrastruktur und damit einhergehend Third Party Support.

Die Preispolitik ist erschreckend, funktioniert aber dahingehend, weil viele Spieler sich aus Alternativlosigkeit trotzdem an den Spielen erfreuen oder sie aufgrund mangelnder Nintendo Erfahrung noch nicht gespielt hatten. Ich kann voll verstehen, wenn aktuell Sparflamme angesagt ist. Für mich ist es aber ein wesentlicher Unterschied, ob man das kundenorientiert oder profitgeil macht. Kundenorientiert wäre es gewesen zu sagen: "Sorry, wir schaffen das mit Zelda nicht. Wir haben kurzfristig aber eine ultimative Collection erstellt aus drei Spielen und wollen Sie damit vertrösten." Oder eben eine zumindest aufgebesserte Version von Skyward Sword, wie es damals mit Wind Waker gemacht worden ist. Das war super!
Ich habe Skyward Sword damals sehr ausgiebig gespielt und es hat die Gemüter gespalten. Mir tut es weh, wie lieblos das Spiel nun den Leuten zum Fraß geworfen wird und am Ende wahrscheinlich aufgrund der technischen Komponente verhasster denn je sein wird.
Das ist nicht mein Nintendo.
Der Preis ist mir ehrlich gesagt ziemlich Schnuppe. Ich zahle gerne viel Geld für sehr gute Spiele, in denen viel Arbeit steckt. D.h. aber nicht, dass ich gerne weniger Geld für weniger gute Spiele, die stiefmütterlich behandelt werden, zahle. Wie lieblos Skyward Sword behandelt wird, möchte ich mit keinem weiteren verkauften Exemplar unterstützen und solche Entscheidungen unterstützen.
An dieser Stelle muss ich Michi zustimmen. Unerfolgreiche Unternehmen sind symphatischer. Das hängt aber auch einfach damit zusammen, dass Ressourcen bei so hohen Zahlen nicht mehr für alle Gruppen ausreichen. Die Switch ist zwar meine absolute Lieblingskonsole all time, aber aufgrund des Konzepts. Spieletechnisch war das Aufgebot der vergangenen Konsolen (insbesondere N64, GC und WiiU ) einfach grandios! Da kommt die Switch nicht mehr hin.
Um nochmal die Ressourcen aufzugreifen:
Was macht Nintendo bitte die Ganze Zeit? Für BotW und Odyssee steht eine Physik schon.
Was ist aus der Zusammenlegung der Studios geworden? Pfeift auf die Aktionäre und kurzfristigen Gewinn. Investiert in Ressourcen und in die Zukunft! Ich sehe echt schwarz.

McClane
vor 2 Monaten | 5
Ich bin bei Jerry. Was mich an Michis Kommentar stört ist, dass es ein einziges "Aber die anderen sind nicht besser" ist.
Nun denn, mir ist es langsam ziemlich egal mit Nintendo. Mittlerweile bin ich in dem Alter, in dem ich diese Wellenbewegung der Hersteller (viel Einsatz und Mühe, dann wieder nichts) zum xten Mal mitmache.
Und bin ich eigentlich der Einzige, der diese Direct in der steifen Aufmachen furchtbar findet? Als würde man es aus einer deutschen Beamtenstube senden.

michi1894
vor 2 Monaten | 1
War klar, dass man über Microsoft nichts schlechtes schreiben darf, ohne eine Retour-Kutsche zu bekommen ^^. Es wurde oben erwähnt und ich sehe das auch kommen: wenn Microsoft genug Gamepass-Kunden im Sack hat, war es das mit der Kundenfreundlichkeit. Dann zählt nur noch der Umsatz.

mega
vor 2 Monaten | 3
Ich bin da voll bei Jerry. Nintendo hat seit Iwatas Tod stark nachgelassen, doch auch schon vorher war Nintendo nicht mehr das Unternehmen der glorreichen Zeit. Ich sehe das "Problem" allerdings weniger bei Nintendo sondern beim Endkunden, den Fans und "Fanboys". Wenn man teilweise liest das es da welche gibt die von sich geben sie würden gar 100-150€ für HD Versionen von älteren Nintendo-Spielen bezahlen braucht man sich nicht wirklich zu wundern... Das Problem ist, das es trotz überhöhten Preisen gekauft wird, nur weil es von Nintendo kommt oder Nintendo draufsteht. Natürlich nutzt Nintendo das als Gewinnorientiertes Unternehmen aus, besonders wenn so öffentlich kommuniziert wird mit Geld um sich schmeißen zu wollen.

Ein anderes "Problem" ist, das in vielen Redaktionen quasi keine oder kaum Kritik gegenüber Nintendo vorhanden ist, sogar vieles schöngeredet wird und dementsprechend immer sehr hohe Wertungen für Nintendo eigene Spiele vergeben werden.. teils unverhältnismäßig im Vergleich zu Qualitativ ebenbürdigen Produkten anderer Entwickler. Ich kenn das Problem, denn ich war auch etliche Jahre in solch einer "Position", war hingegen aber immer der kritischste wenn es um N selbst ging.
Mir scheint es fast so als ob die Nintendo-Fans so ausgehungert an Spielen sind, das sie sich über jedes, noch so lieblose, Remaster älterer Spiele kaputt freuen, egal wie teuer es ist. Und das hat man an der Mario 3D Collection schon gemerkt, die wirklich lieblos war. Und wenn wan sich Skyward Sword HD anschaut, nunja... und dann auch noch 60€. Da hat man wirklich Respekt vor jenen Firmen die sich mit Spielen wie der Spyro-Trilogy oder ähnlichen wirklich viel Mühe geben. Aber das was Nintendo seit einiger Zeit dahingehend anbietet ist schauderhaft.

Letztendlich liegt es aber alles an den Fans, die das ganze unterstützen. Würden das die wenigsten mitmachen, müsste auch N ihre Strategie überdenken. Und niemand MUSS das mitmachen, auch wenn es seine Leidenschaft ist. Denn erst wenn Leidenschaft zur BESESSENHEIT geworden ist, wird etwas zu einem MUSS!

Ozymandias
vor 2 Monaten | 1
Leider ruht sich Nintendo zu sehr auf alten Lorbeeren aus. Klar sind Lortd zu alten Spielen deutlich billiger und Risikoärmer, aber ich bin gespannt wann ihnen das zum Verhängnis wird und auf die Füße fällt. Wenig Aufwand, maximaler Profit, wieso muss ich dabei an The Pokémon Company/Game Freak denken?

Ozymandias
vor 2 Monaten | 0
Achja, ich bin ganz klar Team Jerry, auch wenn ich Michi verstehen kann.