Teamplay #86: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 21. Februar 2021

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay.

Nico: Spirit Island von Pegasus Spiele ist ein relativ komplexes Brettspiel, in dem die Spieler die Rolle von Inselgeistern übernehmen, die den Einfluss der eindringenden Entdecker zurückdrängen müssen. Zur Auswahl stehen dabei zahlreiche Geister, die durch ihre Spezialfähigkeiten und Effekte unterschiedlich komplex zu spielen sind. Die Kartenspiel-Strategie kommt dabei quasi ohne einen Glücksfaktor aus und verlangt von den Spielern stets eine gut funktionierende Zusammenarbeit, denn durch verschiedene Spielsysteme wird es hier schnell kompliziert und durchaus fordernd, die Dörfer und Städte der Entdecker zu zerstören und die Insel vor der fremden Übernahme zu schützen. 

Einige von euch fragen sich nun vielleicht, warum ich Spirit Island in Teamplay beschreibe und dafür nicht das Unplugged-Format nehme. Nun, wir haben das Spiel online und am PC gespielt, und zwar über eine Steam-Workshop-Mod des beeindruckenden Tabletop Simulators. Diese Anwendung lässt euch virtuell alle möglichen Brett-, Würfel und Kartenspiele spielen und kann dank der Steam-Community und eifriger Fans auf eine ganze Bandbreite an Workshop-Inhalten zurückgreifen. Vor allem in Zeiten von Lockdowns ist der Simulator also eine gute Alternative zur analogen Spielerunde (und spart euch nebenbei noch Geld) - deshalb ist er auf Steam gerade auch äußerst beliebt.

Deniz: Ich teste weiterhin Bravely Default II, aber nebenher wird die Switch auch für den einen oder anderen Multiplayer-Spaß angemacht. Meine Freundin und ich zocken zum Beispiel mit zwei anderen online gerade ab und an Marvel Ultimate Alliance 3 und Nine Parchments. Letzteres ist gerade durch das Friendly Fire ziemlich lustig, weil wir uns natürlich öfter mal versehentlich gegenseitig einen Zauber an die Rübe werfen. Auch Marooners, einen Billo-Mario-Party-Klon, haben wir einmal ausprobiert, da das Spiel im Sale im eShop war und mich zusammen mit ein paar Goldpunkten nicht mal einen Euro gekostet hat.

Vor allem geflasht hat mich aber die Demo zu Project Triangle Strategy, dem neuen Strategie-Rollenspiel im Octopath-Traveler-Pixel-Look. In der Demo kann ein Ausschnitt von Kapitel 6 der Geschichte gespielt werden, in welchem wir direkt in den Konflikt geworfen werden und erst einmal ums nackte Überleben rennen müssen. Vor den Kämpfen können die Schlachtfelder frei erkundet werden, wobei Items gefunden und mit euren Kameraden gesprochen werden kann. Im Kampf kann jede Figur, die gerade dran ist, eine Aktion wie einen Angriff oder das Benutzen eines Items ausführen und dann die Blickrichtung auswählen, bevor der nächste Charakter am Zug ist. Die Boost-Punkte, die sich schon seit Final Fantasy The 4 Heroes of Light durch Team Asanos Spiele ziehen, sind auch hier wieder mit an Bord. Jeder Charakter bekommt zu Beginn seines Zuges einen solchen Punkt, die verschiedenen Attacken können aber auch mehr als einen BP kosten, sodass es manchmal ratsam sein kann, sich die Punkte für einen härteren Angriff aufzusparen. Auch wenn das Spiel bereits in der Demo nicht wirklich mit Blutlachen gegeizt hat und eher von der ernsteren Sorte zu sein scheint, freue ich mich sehr darauf, mich nächstes Jahr durch die Vollversion zu kämpfen und all die Charaktere kennenzulernen, die sich aufgrund meiner Entscheidungen im Spielverlauf meiner Sache anschließen.

Andy: Kurz vor der Veröffentlichung meines Tests zum Nachfolger habe ich mit Atelier Ryza: Ever Darkness & the Secret Hideout angefangen, das ich bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nur kurz angespielt hatte, weil es mich im ersten Anlauf vor einem Jahr nicht packen konnte. Obwohl ich die Story nun schon kannte, da ich in Vorbereitung auf mein Review des zweiten Teils eine Zusammenfassung gelesen hatte, und viele der Verbesserungen die der zweite Teil mitbringt wirklich vermisst habe, sprang nach dem eher trägen Spielbeginn auch hier der Funke über und ich stehe nun kurz vor dem Abspann. Vorher möchte ich mich jedoch noch mit möglichst vielen optionalen Inhalten auseinandersetzen - zum Beispiel dem Besiegen der optionalen Superbosse, bei deren Design sich Toridamono offenbar von einer gewissen Szene aus Basic Instinct inspirieren ließ, und die wie schon in Atelier Meruru das spielerische Highlight darstellen. Die Handlung hat mich insgesamt zwar nicht so sehr gepackt wie die des Sequels, aber alleine um Kilo mal kennenzulernen - bei der es leider gut sein könnte, dass sie in weiteren Serienablegern keinen weiteren Auftritt hat - hat sich die Reise durch die Umgebung von Rasenboden und Kurken Island schon mehr als gelohnt.

Zum Schluss möchte ich noch ganz kurz in ein völlig anderes Genre ausschweifen: Auf Steam ist seit einiger Zeit der Free-2-Play-Titel hexceed erhältlich, der sich grundlegend an den Regelwerken von Minesweeper und Hexcells bedient, dabei jedoch ähnlich wie seinerzeit The Witness regelmäßig neue Mechaniken einführt, deren Funktion ihr euch selbst herleiten müsst. Mein Ersteindruck nach dem Lösen von etwa 20 Puzzles ist ausgesprochen positiv, und die regelmäßig erscheinenden DLC-Pakete scheinen ein außerordentlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Fans guter Logik-Puzzles sollten sich den kostenlosen Download unbedingt einmal ansehen.

Robert: Die letzte Woche über hat das Rollenspiel “The Outer Worlds”, sowie der jüngst auf der Switch erschienene DLC “Peril on Gorgon” einen beachtlichen Teil meiner Freizeit eingenommen. Meisten umgehe ich Rollenspiele wie Skyrim oder Fallout, weil sie mir ein wenig zu viel Freiheit und dafür etwas zu wenig roten Faden bieten. Die Jungs und Mädels von Obsidian Entertainment haben ihre Sache aber sehr gut gemacht und die Rollenspiel-Aspekte zugunsten einer präsenten Story leicht reduziert. Was übrig bleibt ist ein Rollenspiel, das mir mehrere Spielweisen und einen ganzen Haufen Möglichkeiten gibt, meinen Charakter zu gestalten, trotzdem aber nicht unter der Last von 10.000 Nebenquests und Weltereignissen zusammenbricht, sondern statt dessen 20 bis 40 Stunden soliden Spielspaß bietet.
Dass die Grafik auf der Switch nur ein Schatten der Pracht auf den leistungsstärkeren Plattformen ist, ist ja nun mittlerweile selbstredend. Dennoch hatte und habe ich viel Spaß und ein ausführlicher Test zur Erweiterung folgt in den kommenden Tagen. Den Test des Grundspiels findet ihr hier.

Matthew: Es wurde wieder Zeit, Diablo III: Eternal Collection in die Switch zu stecken. Schon in Teamplay #71 schrieb ich über meine Erfahrungen im Hardcore-Mode und die Vorsicht mit dem Perma Death – genau da habe ich nun wieder angesetzt. Ich habe mir eine Routine ausgedacht, die sämtliche Zufallsevents abdeckt, in der Hoffnung, diese an verschiedenen Orten zu entdecken: Mit Erfolg! Jeder Fortschritt sorgte dafür, dass mein Routine-Pfad kürzer und schneller durchlaufen werden könnte. Meine größten Durchbrüche in der Erfolgsliste war das Finden aller Lore-Bücher, aller seltenen Geister und des Großteils seltener Gegnertypen. Ich werde dennoch weiterhin im Hardcore-Modus spielen, denn bis ich alles abgeschlossen habe, fehlt mir noch eine ganze Liste an weiteren seltenen Gegnern. Die meiste Zeit befinde ich mich dafür im fünften Akt, welcher mir atmosphärisch auch am meisten gefällt.

Ebenfalls habe ich mit meinem Hauptcharakter im Koop zusammen mit der Magierin meiner Freundin gespielt. Der Mehrspieler ist weiterhin ein obligatorischer Bestandteil meiner Erfolgsjagd. Einen von drei Erfolgen konnte ich ebenfalls erfolgreich abschließen und habe sämtliche Zufallevent-Quests beendet. Mittlerweile spiele ich mit ihr viele Rifts durch, um ihr beim Aufstieg vom Equipment zu helfen. Dabei arbeiten wir weiterhin an den letzten beiden Koop-Erfolgen.

Und mit welchen Games habt ihr euch die Zeit vertrieben?

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5 Kommentare:


Buttergebäck
vor 9 Monaten | 0
Sitze immer noch an Divinity: Original Sin 2, aber langsam ist das Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Die Spannung aus dem ersten Drittel des Spiels bleibt nicht die ganze Zeit über erhalten, fesselnd bleibt es aber durchweg. Und jetzt gegen Ende zieht es nochmal kräftig an. Man muss sich aber daran gewöhnen, dass die Inszenierung nicht so epochal ist, wie man es von nicht-isometrischen Rollenspielen gewohnt ist, d.h., wenn der persönliche Handlungsstrang eines der Partymitglieder zu einem dramatischen Ende kommt, dann muss man das selbst erkennen und genießen; man darf nicht auf epische Musikuntermalung oder aufwendige Cutscenes warten. Insgesamt verleiht dieser unpathetische Ansatz dem Spiel aber mMn mehr Seriösität, mir gefällt es auf diese Weise besser als Spiele wie z.B. Dragon Age 3 (das ich aber auch nicht schlecht reden möchte).

Asinned
vor 9 Monaten | 0
Hatte zuletzt Control beendet, was mir nicht wirklich gefallen hat.

Jetzt spiele ich Dark Souls 3 und bisher gefällt es mir extrem gut! Hatte in meinen bisher 14h sehr sehr wenig Frustmomente und das Leveldesign ist ein Meisterwerk. Man sieht in der Ferne makante Architekturen, die man dann auch im späteren Game begehen kann. Die Art und Weise wie man dann aber durch die Level streift und mit jeder gewonnen Abkürzung sich ein Aha Moment einsetzt weil sich 2 anfangs gedachte Wege plötzlich an einen bekannten Teil der Spielwelt andocken und man somit nach und nach die Spielwelt nicht nur bereist sondern auch versteht. Spielerisch ist das natürlich auch sehr wichtig, denn solche Erkenntnisse sind neben dem besiegen der Bosse und den RPG-Mechaniken die stärkste Pogression im Spiel. Hinzu kommt ein gut funktionierendes Kanpdsystem und eine tolle Atmosphäre mit schaurigem Gegnerdesign. Werde wohl auf jeden Fall noch Dark Souls 1 (und vll sogar 2) spielen.

Jerry
vor 9 Monaten | 0
Control interessiert mich, aber mir hat Quantum Break schon nicht gut gefallen. Sind die Spiele vergleichbar?
Asinned
vor 9 Monaten | 0
Habe Quantum Break nicht gespielt, aber fand ein paar Szene mega frustrierend, weil das Kampfsystem schon sehr unübersichtlich sein kann. Hätte deswegen auch gerne den Schwierigkeitsgrad angesenkt weil der nicht so gebalanced wirkt aber kann man nicht im Spiel und somit gab es viel zu viele Frustmomente die den Großteil des Spielspaß komplett zerstört hat. Darunter war das Game ganz OK, aber auch nicht überragend.


Ozymandias
vor 9 Monaten | 1
Immer noch an Ghost of Tsushima, was Sucker Punch da geleistet hat ist wirklich großartig, wie ein The Witcher lll nur eben im feudalen Japan.