Tipps und Tricks für Fire-Emblem-Einsteiger

Von Deniz Üresin am 04. Dezember 2020

Fire Emblem: Shadow Dragon & the Blade of Light ist nicht unbedingt der einsteigerfreundlichste Titel in der Strategie-Rollenspielreihe. Unsere Tipps sollen euch dabei helfen, das Spiel besser zu verstehen und zu genießen. 

Wie ihr unserem Test bereits entnehmen könnt, macht der erste Fire-Emblem-Titel auch heute noch Laune. Das altbackene Gameplay hat aber doch seine Tücken und viele Dinge sind etwas anders als in neueren Ablegern und werden im Spiel einfach gar nicht oder nicht sehr gut erklärt. Doch keine Angst, wir haben uns schließlich bereits in die Schlacht gestürzt und wollen euch mit dieser kleinen Sammlung an Tipps und Tricks auf das Abenteuer vorbereiten:

Brüder, reicht die Hand zum Bunde

Nicht jeder Soldat aus den feindlichen Nationen Gra oder Grust will wirklich aus voller Überzeugung gegen Prinz Marth und seine Allianz kämpfen – bietet sich also die Chance, einen Kämpfer zu überreden, sich euch anzuschließen, solltet ihr sie auch nutzen! Ihr erkennt umstimmbare Charaktere daran, dass sie einen Namen tragen (und kein Boss-Gegner sind) und meist einen Satz von sich geben, bevor sie einen eurer Kameraden angreifen. Tretet ihr mit dem richtigen Partymitglied an diesen Soldaten heran, erscheint im Kontextmenü der Eintrag „Talk“. Im anschließenden Gespräch wird schließlich der Feind zum Freund. Der schwierigste Teil ist aber, herauszufinden, welcher eurer Charaktere euch die Möglichkeit gibt, den Krieger für eure Sache zu gewinnen. Unser Tipp #1: Nehmt auf jeden Fall Marths Freundin Caeda mit auf jedes Schlachtfeld – die bezaubernde Pegasusritterin und Prinzessin der Insel Talys verdreht so manchem Soldaten den Kopf! Sollte aber auch sie erfolglos bleiben, greift unser Tipp #2: Besucht jedes Dorf und lest jedes Gespräch aufmerksam durch! In den allermeisten Fällen wird euch direkt oder indirekt gesagt, wer dazu in der Lage sein könnte, einen der Feinde umzustimmen.

3, 2, 1… meins!

Diebe sind in jedem Fire-Emblem-Titel außerordentlich nützliche Einheiten. Nicht wegen ihrer vergleichsweise niedrigen Stats, sondern vor allem wegen ihrer Fähigkeiten, Schlösser zu knacken. Im ersten Teil können sie ohne weitere Ausrüstung zwar nur Schatztruhen öffnen, aber da in diesen meist wertvolle Items oder Gold ruhen, ist das bereits nicht zu verachten. Der Dieb Julian, den ihr früh im Spiel erhaltet, trägt außerdem 16 Master Keys mit sich, mit denen auch Türen geöffnet und Zugbrücken heruntergelassen werden können. Diese Schlüssel kann theoretisch jeder mit sich führen, aber unser Tipp #3 lautet, sie Julian tragen zu lassen, da viele Schatzkisten hinter verschlossenen Türen aufbewahrt werden und ihr so einer Einheit die gesamte Nebenarbeit überlassen könnt, während der Rest sich mit dem Kämpfen beschäftigt. Übrigens erhält Marth, sobald er das Fire Emblem trägt, auch die Fähigkeit, Schatztruhen zu öffnen.

Unser Tipp #4: Feindliche Diebe solltet ihr übrigens so schnell es geht ausschalten oder ihnen zumindest den Weg versperren, da diese sich oft gezielt in Richtung Schatztruhen und Dörfer begeben, um diese zu plündern. Anders als in den meisten anderen Fire Emblems bekommt ihr die Beute nicht, wenn ihr den entsprechenden Langfinger besiegt!

Für Ruhm und Ehre

Wer sich etwas länger mit der Fire-Emblem-Reihe beschäftigt, erinnert sich vielleicht noch an die Arenen. In diesen kann einer eurer Kameraden einen Kampf auf Leben und Tod austragen und für den Sieg eine ordentliche Geldprämie einheimsen. Mit der Quicksave-Funktion ist das Grinden in der Arena fast schon ein Kinderspiel geworden und unser Tipp #5 lautet: Macht Gebrauch davon! Nachdem ihr die Kriegerprinzessin Minerva erhalten habt, könnt ihr diese überaus starke Einheit in der ersten Arena, die ihr danach besuchen könnt, nicht nur ordentlich trainieren, sie füllt währenddessen auch die Kriegskasse enorm auf! Kaum ein Feind kann ihr in dieser Arena nennenswerten Schaden zufügen. Gebt ihr aber am besten ein Stahl- oder Silberschwert in die Hand, damit sie ihr wertvolles Levin Sword nicht an die Gegner der Arena verschwendet. Eine ordentlich gelevelte Minerva und ein prall gefüllter Geldbeutel sind willkommene Unterstützungen in der zweiten Hälfte des Spiels, in der der Schwierigkeitsgrad langsam, aber sicher ansteigt.

Keine Experimente!

A propos grinden: Abseits von der Arena, die es nur auf manchen Maps gibt, sieht es damit eher schlecht aus. Es gibt zwar ein paar Stellen, an denen feindliche Verstärkung in fast unendlicher Menge spawnt, aber diese Stellen sind meist viel zu gefährlich, um ein paar unerfahrene Kämpfer dort zu positionieren, denn Nachschub spawnt immer zu Beginn des gegnerischen Zuges!

Unser Tipp #6: Entscheidet euch früh für eure Lieblingskämpfer und widmet ihnen eure ganze Aufmerksamkeit! Solange der Schwertmeister Navarre ordentlich trainiert, wird er im späteren Verlauf zu einer kritischen-Treffer-Maschine, die Feinde erbarmungslos niedermäht, aber fangt ihr erst in Kapitel 16 an, euch mit ihm zu beschäftigen, wird er euch kaum etwas nutzen, da seine HP und sein Verteidigungswert einfach zu niedrig sind, um gegen die aktuellen Feinde bestehen zu können.

Erhaltet ihr außerdem neue Charaktere oder entscheidet euch dafür, einen eurer Kameraden zukünftig auf die Ersatzbank zu schieben, solltet ihr vorher unbedingt deren gesamtes Hab und Gut ins Lager verschieben. Ihr habt wie bereits im Test erwähnt keine Möglichkeit, das Inventar eurer Kämpfer abseits vom Schlachtfeld zu organisieren. Nehmt ihr sie dann doch wieder ins Team, könnt ihr sie auf den meisten Maps wieder relativ schnell ausrüsten, da ihr sehr oft in der Nähe eines Lagers startet.

Klasse, dieser Wechsel!

Einige eurer Charaktere können ab Level 10 und mit dem passenden Item einen Klassenwechsel durchführen, was Fans der Reihe natürlich bekannt ist. Diese mächtigen Items sind im Erstlingswerk extrem rar gesät und nicht allen ist am Namen abzulesen, wofür sie gut sind Unser Tipp #7 ist also eine Liste, welche Items ihr für welche Klassenwechsel benutzen könnt:

  • Hero Crest: Entwickelt einen Mercenary (z.B. Navarre oder Ogma) zu einem mächtigen Hero.
  • Orion’s Bolt: Mit diesem Item wird aus einem Archer ein gefürchteter Sniper. Gordin kann mit diesem Item über sich hinauswachsen, der Schütze Castor jedoch nicht, denn er gehört der Klasse Hunter an!
  • Paladin's Honor: Aus einem Cavalier kann hiermit ein legendärer Paladin werden. Die Frage aller Fragen ist: Bekommt zuerst Abel die Beförderung oder doch lieber Cain? Fun Fact: Das Item hieß in früheren Iterationen wörtlich übersetzt "Knight Crest", obwohl die Klasse "Knight" damit nichts anfangen konnte.
  • Bishop Ring: Ein Mage oder Curate steigt mit Anlegen dieses Rings zum Bishop auf, der sowohl über Heilzauber als auch Angriffsmagie verfügt. Dieses mächtige Upgrade bekommt ihr erst recht spät im Spiel, bis dahin müsst ihr euch mit dedizierten Heilern und Magiern über Wasser halten.
  • Skydrake Whip: Ein Pegasus Knight wird mit diesem Item zum Dracoknight – und wer will nicht auf einem Drachen reiten? Trotz der gesteigerten Stats bleibt die Schwäche gegenüber Bogenschützen aber bestehen!

Das waren unsere Einsteigertipps für angehende Fire Emblemisten. Habt ihr euch das Strategie-Rollenspiel bereits auf die Switch geladen?

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