Teamplay #80: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 15. November 2020

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay.

Nico: Ich habe Ni No Kuni: Der Fluch der Weißen Königin zwar noch ein wenig weitergespielt (in der letzten Teamplay-Ausgabe gibt es ausführlichere Eindrücke), das JRPG dann aber aufgrund des für mich unpassenden ATB-Kampfsystems ad acta gelegt. Aus dem Xbox Gamepass habe ich aber bereits Tales of Vesperia: Definitive Edition geladen. Soll keiner sagen, dass ich dem Genre keine Chance gebe!

Davon ab haben wir uns an den beiden vergangenen Samstagen in einer Vierergruppe drei Partyspiele angesehen. Stick Fight: The Game kannte ich bereits vorher und das schnelle Multiplayer-Kampfspiel ist immer wieder aufregend und verdammt lustig. Leider wiederholen sich die Level nach wie vor relativ schnell, außerdem ist die anfängliche Begeisterung stets nach etwa 30 Minuten einigermaßen verflogen, was aber kein Grund dafür ist, das Spiel nicht nochmal anzuwerfen. Als zweites war Gang Beasts an der Reihe, das seit seinem Release 2014 als lustiges Partyspiel wohl schon ausreichend Bekanntheit erlangt hat. Hier geht es darum, die Dummy-Figuren der anderen Spieler von der Stage zu befördern, was aufgrund der Physik der Charaktere oft genug für Lacher sorgt. Als krönenden Abschluss gab es dann noch Genital Jousting, dessen Release bei vielen Spielern wohl ebenfalls nicht unbemerkt blieb. Hier übernimmt jeder Spieler die Kontrolle über einen Penis mit Anus - in verschiedenen Minispielen geht es dann darum, möglichst viele andere Penisse zu penetrieren, bei einem Rennen als erstes ins Ziel zu gelangen oder auch mal die meisten Würstchen mit dem eigenen Anus zu verputzen. Ein großes Fuckfest also. Einen Einzelspieler-Storymodus á la Octodad gibt es hier übrigens auch. Das alles ist so ungeheuer absurd, dass man es einfach mal gesehen haben muss. Obwohl man dem Humor des Spiels natürlich einen gewissen Haudrauf-Faktor definitiv nicht absprechen kann.

Deniz: Sehr schön, Nico, komm auf die dunkle Seite der JRPG-Fans! Tales of Vesperia ist ein spielbarer Anime und hat herumfliegende Zahlen, also mal sehen, wie lange du das spielen wirst, bevor du es abbrichst…

Ich arbeite weiterhin fleißig an zwei Großprojekten. In Projekt #1 versuche ich, alle Trails-Spiele von Nihon Falcom in Release-Reihenfolge zu spielen. Erst kürzlich beendete ich den zweiten Teil der ersten Subserie, nun habe ich mit dem dritten begonnen: Trails in the Sky the 3rd. Anders als die beiden Vorgänger ist Teil 3 der Sky-Reihe ein waschechter Dungeon Crawler mit Visual-Novel-Einlagen, bei dem ihr nicht nur Kevin Grahams persönliche Story spielt, sondern auch in den Erinnerungen jeder Menge anderer bekannter Gesichter stöbert und unglaublich viel über sie erfahrt. Kevin und seine Gefährtin Ries wurden während eines Auftrags für die Kirche von einem seltsamen Artefakt in eine Parallelwelt gezogen. Auf der Suche nach einem Ausweg befreien die beiden einige alte Bekannte, die ebenfalls dort gelandet sind. So habe ich bereits die Mechanikerin Tita, die königliche Leibgarde Julia und Olivier’s Aufpasser Mueller rekrutieren können und kämpfe mich aktuell durch eine alternative Version der Hauptstadt von Liberl, die von Dämonen überrannt worden ist.

Auch in Projekt #2, Final Fantasy XIV, komme ich gut voran. Ich habe es endlich geschafft, die Questreihe zwischen A Realm Reborn und Heavensward abzuschließen und mit der zweiten Erweiterung anzufangen. Die Story ist noch einmal ein ganzes Stück spannender geworden und ich will jetzt wirklich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch die Ninja-Questreihe wird endlich fortgeführt, was ich sehr cool finde, da ich sowohl die involvierten Charaktere mag als auch mein Skill-Repertoire erweitern kann.

Nebenher teste ich natürlich weiterhin Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung. Als Zelda- und Musou-Freund habe ich mich sehr auf diesen Titel gefreut und in meinem Preview ließ ich auch bereits durchscheinen, dass die Kollaboration von Koei Tecmo und Nintendo kein Griff ins Klo geworden ist, aber bis zu einem abschließenden Urteil müsst ihr euch leider noch bis kurz vor Release gedulden.

Jerry: Auf die Gefahr hin hier eine Serie zu brechen: Ich habe – wenig verwunderlich – keine JRPGs gespielt. Stattdessen habe ich einige Zeit in Resident Evil: Revelations 2 und Need For Speed: Hot Pursuit Remastered gesteckt. Resident Evil stand schon seit einigen Jahren auf meiner Liste an Spielen, die ich irgendwann mal nachholen wollte und der Titel liefert jetzt genau das ab, was ich mir erhofft hatte: Zombies und große Wummen. Wenn ich gestresst aus der Arbeit komme, brauche ich solche seichten Ballerspiele manchmal einfach. Dann heißt es: Hirn abschalten und Spaß haben.

Need for Speed: Hot Pursuit Remastered flatterte dagegen als taufrisches Testexemplar bei uns in die Redaktion. Ich bin nicht der größte Rennspiel-Fan, allerdings hatte ich mit dem Original im Jahre 2010 viel Spaß und so meldete ich mich für ein Review. Auf der Xbox 360 war Hot Pursuit trotz namhafter Konkurrenz mein absolutes Lieblingsrennspiel. Die neue Remastered-Version ist spielerisch nicht schlechter und so natürlich noch immer super unterhaltsam. Für sich genommen ist Hot Pursuit ein fetziges, süchtig machendes Arcade-Rennspiel, aber als Remaster ist es eigentlich ein Reinfall, denn im Vergleich zum Original hat sich kaum etwas getan. Im Prinzip hat EA die 2010er-Version mit geringem Aufwand einfach auf die noch aktuelle Konsolengeneration portiert.

Robert: In der letzten Woche haben mich mehrere Spiele auf Trab gehalten. Zuerst einmal wäre da Descenders, ein Roguelike-BMX-Rennspiel in dem ihr auf prozedural generierten Strecken möglichst schnell fahren und dabei so viele Stunts wie möglich machen müsst. Das ganze erinnert ein wenig an die alten Tony Hawks Spiele und steuert sich auch vergleichbar gut, bleibt aber durch die limitierten Versuche und das Permadeath-System so fordernd, dass bis heute kaum jemand in einer Sitzung durch alle vier Gebiete gekommen ist. Einen ausführlicher Test zu dem Spiel findet ihr hier bei uns innerhalb der nächsten Tage.

Um einiges ereignisloser ging es in den letzten Monaten in World of Warcraft zu, während die zuletzt erschienene Erweiterung “Battle for Azeroth” ihrem Ende zuging. Nun hat endlich das obligatorische Pre-Event begonnen, das traditionell den Weg für die nächste Erweiterung ebnet und endlich können wir uns mit den Folgen von Sylvanas’ Bruch mit der Horde und allen lebenden Wesen Azeroths befassen. Die ehemalige Anführerin der Horde hat nämlich nach allerlei Untaten im Verlauf der letzten Erweiterung den Frostthron angegriffen und die Krone des amtierenden Lichkönigs zerstört. Ein Akt der die Barriere zwischen Diesseits und Jenseits zertrümmert hat und uns jetzt als Retter aller lebenden und verstorbenen Seelen ab dem 23. November auf den Plan ruft. Bis es aber soweit ist, läuft die Geisel, die untote Armee des Lichkönigs, frei herum und muss unter Kontrolle gehalten werden.

Und last but not least verbringe ich viel Zeit im dystopischen London von Watch Dogs: Legion, um als Mitglied von Deadsec einen korrupten Überwachungsstaat zu Fall zu bringen und die Bürger der Stadt vor Gangstern und militanten Schergen zu schützen. Das zweitjüngste Werk von Ubisoft bringt wieder einmal alle Qualitäten eines üblichen Open World Spiels mit und bietet uns die Möglichkeit, jeden Einwohner der Metropole als Spielfigur rekrutieren zu können. Eine Design-Entscheidung die zugleich Segen und Fluch des Spiels ist, da sie für unglaubliche Diversität sorgt, gleichzeitig aber verhindert, dass man eine emotionale Bindung zu seinem Charakter aufbauen kann, der ja komplett austauschbar ist. Dennoch hole ich aus reiner Experimentierfreude einiges aus dem Spiel raus und versuche mit einer Mischung aus aktiviertem Permadeath, dem Verzicht auf ein großes Hackerteam und dem Spiel mit einem Charakter, den ich mir sonst nie bewusst ausgesucht hätte ein Gefühl der Bindung zu erzeugen. Ob und wie das funktioniert berichte ich gerne bei Zeiten.

Und wie seid ihr in den November gestartet?

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7 Kommentare:


Asinned
vor 1 Woche | 1
Bei mit läuft gerade Ni No Kuni wo ich noch ziemlich am Anfang bin und noch nichts groß schreiben kann. Das andere Game ist Vampyr. Das bietet schwache Technik aber hat ziemlich coole Ideen mit einer interessanten Story. Bei der Ausführung stolpert der Titel aber öfters mal. Trotzdem: Die Ideen sind klasse und ich wäre sehr glücklich wenn Dontnod ihre Fehler bei einem Vampyr 2 bereinigen würden.

Tobsen
vor 1 Woche | 3
Ys Origin auf der Vita und es ist einfach so viel besser als Ys 8. Bin dankbar, dass Deniz mir das geschenkt hat. Ein echter Chocobro!

Denios
vor 6 Tagen | 0
Freut mich sehr! Habe jetzt auch mal kurz in die Switch Version reingezockt und das "so viel besser als 8" würde ich zwar nicht unterschreiben, aber es macht auf jeden Fall viel Fun

2null3
vor 1 Woche | 2
Genital Jousting hat sogar einen Story Modus in dem man als männlicher Penis einen weiblichen Penis als Partnerin für den Reunion Schulballball sucht. Alles irgendwie ein wenig cringy, aber die Story hat sogar eine Aussage.

TraxDave
vor 1 Woche | 2
Nachdem der November bei mir wenigstens marginal anders aussieht als die letzten 2 Monate, gib ich auch wiedermal meinen Senf dazu.

Ghost of Tsushima hab ich jetzt durch. Das "endlich" aus vorigem Satz hab' ich wieder gelöscht, weil es sich nicht wie "endlich" anfühlte, sondern ruhig noch länger dauern hätte können. Dabei habe ich sogar 60h damit verbracht, alles auf der Insel zu sammeln, zu befreien etc und letztendlich auch die Platin-Trophäe geholt, weil mir hierfür nur noch 2 gefehlt haben.

In F1 2020 habe ich neben meiner Driver Career noch den eigentlich prominenteren My Team Modus gestartet. In jenem fahre ich mit Controller und Traktionskontrolle auf Mittel sowie ERS-Hilfe, ansonsten auch ohne Fahrhilfen, aber mit TV-Kamera. Die Driver Career fahre ich komplett ohne Inserts und aus Cockpit-Sicht, jedoch mit Lenkrad und Pedalen. Da ich nicht immer Lust habe auf volle Realismus, weil es einfach anstrengend ist, habe ich so ein Hybrid-Konzept ausgearbeitet. ;)

Achja und Bayonetta (1) ließ meine Wii U wiedermal ein Lebenszeichen von sich geben sowie Super Mario Bros. 3 meinen Mini NES...furchtbar dieses Game...viel zu schwierig für weichgespülte moderne Gamer wie mich.

Denios
vor 1 Woche | 2
Haha, als Kind/Jugendlicher habe ich SMB3 geliebt, aber ich glaube, heutzutage würde ich auch echte Probleme mit dem Spiel haben :D

Buttergebäck
vor 1 Woche | 2
Ich war so mutig mir Control für die Switch zu holen und muss sagen, dass es echt gut spielbar ist und ordentlich läuft. Cloud-Gaming ist natürlich mit deutlichen Fallstricken verbunden, nicht zuletzt das Problem, dass man das Spiel nicht mal eben für 20 Minuten pausieren kann um zwischendurch was zu essen, weil man nach kurzer Zeit ohne Eingabe (zurecht) aus dem Spiel gekickt wird, damit der Server für jemand anderen frei wird. Richtig schlimm ist das alles aber nicht, dafür bekommt man eben eine absolut fantastische Grafik, die Nintendo wahrscheinlich auch mit dem Nachfolger der Switch nicht ohne Streaming wird anbieten können.

Auch die Kämpfe und das erkunden des Federel Bureau of Control machen einfach Spaß, was mich aber wirklich aus den Socken haut ist die narrative Qualität des Spiels. Es ist wirklich ein Titel der nicht weiter von Assassins-Creed-artiger AAA-Gülle entfernt sein könnte, sowas gibt einem den Glauben an die Spieleindustrie zurück. Einziger echter Kritikpunkt: Wäre es so schwer gewesen eine Bewegungssteurung für das Zielen zu implementieren? Das macht das Spiel mMn unnötig schwer.