Test: Little Inferno

Nutzer-Story von Matthew am 29. September 2020

Konsole: Nintendo Switch

Release: 23.03.2017

Abschlussdatum: 28.09.2020

Spielzeit: ca. 5 Stunden

Spieleinhalt

Das Spiel bietet sieben Kataloge gefüllt mit lustigen Gegenständen zum Verbrennen. Dazu gibt es 99 verschiedene Combo-Optionen, die ihr herausfinden und gemeinsam verbrennen könnt.

Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich zu zweit durchspielen mit je einem Joy Con ein Pointer spielen.

Story

Draußen schneit es seit vielen Jahren und die Welt gefriert immer weiter zu, doch Tomorrow Coperation hat die Lösung: Kauft euch euer eigenes "Little Inferno Entertainment System", verbrennt Spielzeuge und vieles mehr und haltet euch dabei warm!


Review

Ihr sitzt vor eurem Little Inferno - ein Kamin - und habt die Möglichkeit euch aus eurem Katalog, welcher sich im Spielverlauf immer erweitert, Gegenstände zu bestellen und diese in den Kamin zu werfen. Dort könnt ihr sie gefahrenlos anzünden. Dabei habt ihr alle Zeit der Welt. Geld geht euch ebenfalls nie aus, da sowohl verbrannte Gegenstände mehr Geld bringen als sie kosten und hin und wieder Spinnen zum Anzünden erscheinen.

Die Physik des Spiels ist im Kamin recht interessant gehalten, die Musik sorgt für schöne Atmosphäre und die Geschichte packt einem mit einer bitteren Moral und führt euch zu einem sehr nachdenklichem Plottwist.

Das Spielprinzip ist recht trivial: Ihr könnt in eurem Katalog sämtliche lustige Gegenstände bestellen. Diese kosten Geld und brauchen eine bestimmte Zeit bis sie bei euch auf dem Tisch erscheinen, der sich vom Platz her ausbauen lässt. Dort könnt ihr eure Bestellungen auspacken und in den Kamin werfen. Je nach Objekt kommen unterschiedliche Situationen zustande: Brennt der Truck, fährt er los; manche Gegenstände ändern eure Feuerfarbe; ab und zu schreien die Objekte beim Verbrennen; manche gefrieren die Umgebung ein oder verbreiten eine ätzende Krankheit; andere wieder herum... verbrennen einfach. Ihr könnt und solltet alle Objekte mindestens einmal verbrannt haben und schaltet dabei neue Kataloge frei. Jeder Katalog beinhaltet ein bestimmtes Thema, wie Nahrungsmittel oder Gaming.
Der Videospiel-Katalog war mein Highlight, denn diverse Videospielanspielungen könnt ihr dort vorfinden, wie Duck Hunt oder The Legend of Zelda.


Neben dem Katalog habt ihr zwei Ressourcen: Geld und Tickets. Geld könnt ihr in Bestellungen investieren oder ihr erweitert die Größe eures Tisches, um mehr Pakete auf einmal anzunehmen. Die Tickets reduzieren eure Bestellzeit auf ein Minimum.

Um das Spiel mit Inhalt zu füllen habt ihr 99 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten Gegenstände zusammen zu verbrennen, die alle mit einem kleinem Wort beschrieben werden. Wollt ihr also die "Online-Piraterie"-Kombo ausführen, könnt ihr überlegen, welche der zwei Objekte dazu verbrannt werden müssten. Dadurch brennt ihr euch nicht nur geradlinig durch das Spiel durch, sondern könnt ein wenig herum experimentieren und herum rätseln.

Das Spiel beinhaltet jedoch eine tiefere Geschichte, die durch ein skurriles Video präsentiert wird und durch Briefe weiter ausgebaut wird. Drei entscheidende Charaktere spielen eine wichtige Rolle: Eure Nachbarin, die ebenfalls sehr fokussiert auf ihr feuriges Spielzeug ist; Ms. Nancy, die Inhaberin von Tomorrow Coperation, die euch ihr Produkt ans Herz legt; der Wettermann, der hoch über die Wolken das Wetter im Auge behält. Jeder von ihnen bringt den Zustand der aktuellen Lage eurer Welt näher und lässt euch angenehmer in die Spielwelt eintauchen.
Gekrönt wird die Geschichte durch ein packendes Finale, welches ich hier euch nicht vorwegnehmen möchte!

Gesteuert wird alles über ein Mauszeiger, den ihr ausschließlich nur mit der Joy Con-Motioncontrol bedienen könnt. Dabei fallen wieder selbige Probleme an, die ich bereits in meiner Review zu "World of Goo" angesprochen hatte.

Wertung:

9 / 10

Matthew meint:

"Ein Kunstspiel, worauf ihr euch einlassen müsst und eine gesellschaftskritische Botschaft hinterlässt."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Gut
Technik: Sehr gut

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