Test: I, Zombie

Nutzer-Story von 2null3 am 28. August 2020

Ein Rätselspaß mit Zombies.

Vorwort: Vor einer Weile hatte ich die Idee, mir mal einige der preiswertesten Titel im Eshop vorzunehmen und zu jedem von ihnen einen kleinen Test zu schreiben. Keines der Spiele sollte deutlich mehr als einen Euro kosten, Free2Play sollten sie aber auch nicht sein. Was kann da schon schief gehen...

32 Minuten und eine Sekunde!

So lange habe ich gebraucht, um das erste Spiel in dieser Reihe durchzuspielen. Wow! Aber fangen wir von vorne an.

I, Zombie ist ein Rätselspiel in dem man einen Zombie spielt und entweder einen einzelnen oder alle anderen NPCs auf dem Bildschirm zombifizieren muss. Hierzu steuert man seinen Charakter zu einem Zivilisten und berührt ihn ein paar Sekunden lang und schon hat man einen neuen treuen Zombie-Gefolgsmann, den man mit einfachen Tastendrücken kommandieren kann. Probleme bereiten Geschütztürme und patrouillierende Soldaten, die zwar auch verwandelt werden können, sich aber mit Schusswaffen wehren und deswegen möglichst nicht direkt angegriffen werden sollten. Vielmehr gilt es oft, erst einmal durch die Gegend zu schleichen und das verwundbarste einzelne Ziel zu erreichen und zu infizieren, um die eigene Truppe so schrittweise größer und mächtiger zu machen. Hat der letzte unverwandelte NPC uns sein leckeres Gehirn überlassen, bekommt man eine Bewertung der eigenen Leistung, abhängig von der Zahl der noch lebenden(?) Zombies und der Zeit, die man für den Level gebraucht hat, bevor es mit der nächsten Karte weitergeht.

Klingt einfach? Ist es auch. Zumindest meistens. Schuld daran ist zum einen die herrlich dumme K.I. der Gegner (Zivilisten laufen panisch in gerade Linie weg, bis sie mit einer Wand kollidieren gegen die sie dann weiterlaufen) aber auch die effiziente Steuerung der eigenen Zombie-Armee, die man mit den gegebenen drei Tasten oft mühelos und präzise kommandieren kann. So arbeitet man sich durch das Spiel, ohne für eine einzelne Karte länger als einige Minuten zu brauchen. Wenn man doch mal stirbt, oder das Level mangels Gefolgsmänner nicht mehr schaffen kann, reicht ein einziger Tastendruck, um nach kaum einer Sekunde Ladezeit wieder am Anfang der Karte zu stehen. Frust kommt so selbst in den wenigen kniffligen Stellen des Spiels nicht auf.

Überhaupt sind so ziemlich alle Ladezeiten in diesem Spiel erfreulich kurz, was wohl auch den wenigen Assets zugeschrieben werden muss, die in den Speicher geladen werden müssen. 2 verschiedene Gegner, 3 unterschiedliche Zivilisten, 3 Zombies, 3 Hintergrund-Melodien und eine Handvoll Items für die Landschaft hätte wohl auch ein Gameboy ohne Probleme handlen können und würden wohl recht schnell eintönig wirken, wenn das Spiel nicht unglaublich schnell vorbei gewesen wäre. 

Immerhin hat sich Awesome Games Studio die Mühe gemacht, einen Leveleditor und einen eigene Community-Bereich ins Spiel einzubauen, sodass man schnell eigene Level erstellen und teilen oder die Karten anderer Spieler spielen kann, was den Content theoretisch ins Unendliche steigert, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand mehr als eine Stunde mit den Karten der anderen Spieler verbringen mag, ehe ihm/ihr die immer gleichen Texturen und Melodien dann doch langweilig werden.

FAZIT:

Gleich das erste Spiel macht mir die Bewertung nicht gerade leicht. Ich hatte mäßig spielbaren Trash erwartet, den ich nach einer Stunde Testzeit in der Luft zerreißen kann, bekam aber ein kurzweiliges und grundsätzlich anständiges Spiel mit viel Potential vorgesetzt, das nur durch seinen mangelnden Umfang negativ auffiel. Bedenkt man aber den Preis (Anm.d.Red.: 4,99 Euro im Nintendo eShop) und die Tatsache, dass man für einen Euro in einigen Spätverkäufen nicht einmal mehr einen Schokoriegel bekommt, fühle ich mich durchaus gut unterhalten und kann das Spiel jedem Rätselfreund mit Langeweile und zu teurem Spätverkauf empfehlen. Deutlich mehr als die bei Steam geforderten 2 Euro sollten aber nur Genre-Liebhaber zahlen.

Wertung:

5.5

2null3 meint:

"Kurzweiliger Spaß mit Potential aber zu wenig Umfang für den Vollpreis"
Spielerlebnis: Gut
Umfang: Mangelhaft
Technik: Durchschnittlich

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5 Kommentare:


2null3
vor 3 Wochen | 0
Kleine Anmerkung: Fast kein Spiel im Eshop kostet wirklich nur einen Euro. Allerdings wird der Preis der meisten dieser Spiele regelmäßig reduziert, sodass ich sie zum Zeitpunkt des Kaufs immer für den genannten Preis beziehe.
Sollte das jemanden irritieren, kann man es auch als "Lowest-Budget-Spiele-Test" sehen. ;-)

Terry
vor 3 Wochen | 1
Schöner Test!

Buttergebäck
vor 3 Wochen | 0
Die Namensgleichheit mit der großartigen TV-Serie ist äußerst interessant.

Farbi11
vor 2 Wochen | 0
Keine Screenshots?

2null3
vor 1 Woche | 0
Ich hatte überlegt, es im Test zu erwähnen: Die Screenshot Taste der Switch funktioniert in diesem Spiel nicht.