Teamplay #73: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 09. August 2020

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. So sahen unsere letzten zwei Wochen aus:

Deniz: Ich habe mich hauptsächlich mit Final Fantasy II auf meiner PSP beschäftigt. Das JRPG macht Final-Fantasy-typisch doch einiges anders als sein Vorgänger, was sich vor allem im Level-System zeigt. Im Gegensatz zu den meisten Spielen seiner Art werden eure Partymitglieder hier nicht durch Levelups stärker, sondern durch Austeilen und Einstecken von Schaden sowie durch Nutzen von Magie. Heutzutage sind vor allem die SaGa-Spiele berühmt-berüchtigt für diese Vorgehensweise, ihren Ursprung hat das System aber tatsächlich in der Final-Fantasy-Reihe. Die Story hält sich vom Wow-Faktor her etwas in Grenzen, aber das will ich einem über 30 Jahre alten Spiel wirklich nicht vorwerfen. Eine weitere Kuriosität des Spiels, die es so nicht mehr so oft in dem Genre zu sehen gab, ist die Tatsache, dass man für den Storyfortschritt gewisse Schlagwörter in Gesprächen mit den NPCs aufsammeln und andere NPCs nach eben diesen befragen muss. So murmelt die Prinzessin im Widerstandslager etwas von der "Dreadnought", einem militärischen Flugschiff, an dem das angreifende Imperium gerade arbeitet. Mit diesem Stichwort bin ich also mal schnell rüber zu Cid gesaust, der sich mit Flugschiffen ja auskennt, und habe ihn nach der Dreadnought befragt. Und siehe da - er weiß, wo die Schwachstelle des Schiffs vermutlich liegen wird! Insgesamt macht Final Fantasy II zumindest in den ersten Stunden also durchaus Spaß und bietet auch interessante Gameplayaspekte, auch wenn es in meiner FF-Favoritenliste wohl eher nicht vor IV, VI, VII oder XII landen wird.

Fairy Tail habe ich inzwischen auch beendet und den Epilog abgeschlossen. Im Postgame kommen dann jede Menge knallharte Quests dazu, für die ich aber noch ein paar Stunden grinden müsste, da ein paar der Postgame-Bosse sonst die komplette Party auslöschen können, bevor ich überhaupt zum Zug komme. Hat Spaß gemacht, muss ich jetzt aber nicht unbedingt noch vertiefen.

Andy: Bei mir hat ebenfalls die Neugier gesiegt, sodass ich mir das von Takeshi's Castle inspirierte Fall Guys zugelegt habe. Leider hat die PC-Version arge technische Probleme: Die Server sind fast durchgängig unerreichbar, ich habe sehr lange gebraucht um die Sprache im Spiel auf Englisch umzustellen, und seit heute habe ich das Problem dass die Framerate auf 20 FPS beschränkt und der Titel somit quasi unspielbar ist, selbst wenn man es mal in eine Spielsitzung schafft. 

Auch davon abgesehen kann ich mich dem Hype um den Titel leider noch nicht uneingeschränkt anschließen. Der hohe Glücksfaktor der Minispiele ist ein notwendiges Übel - denn wenn dieser nicht gegeben wäre, hätten 95% der Spieler niemals eine Chance auf einen Gesamtsieg. Die Langzeitmotivation liegt im Sammeln von Prestige-Punkten, durch die man über einen Battle Pass kosmetische Items und Ingame-Währung (zum Kauf weiterer kosmetischer Items) sammeln kann - doch die bisherigen Outfits und Gestaltungsmöglichkeiten treffen nicht unbedingt meinen Geschmack, sodass bei mir noch kein echter Sammelwahn ausbrechen will. Was ich von der Grabbing-Mechanik halten soll, weiß ich ebenfalls noch nicht - momentan verzichten fast alle Spieler auf ihren Einsatz, aber je nachdem wie sich das Metagame entwickelt, könnte sie sich mittelfristig zu einem echten Spielspaßkiller entwickeln.

Es ist aber auch nicht von der Hand zu weisen, dass Fall Guys mit einem wirklich einzigartigen Spielkonzept aufwarten kann und im Idealfall einen unglaublichen Charme versprüht. Als ich mir durch den erfolgreichen Abschluss eines Hindernislaufs den achten von insgesamt 15 Plätzen für die Halbfinalrunde sichern konnte, standen zwei weitere Spieler an der Ziellinie, winkten mir euphorisch zu und gratulierten mir auf diese Weise zum Weiterkommen. In solchen Momente kann man den Ärger über die technischen Probleme des Spiels eine kurze Zeit lang vergessen.

Michi: Ich habe PlayStation Now ausprobiert, weil mich dahingehend die Neugier etwas gekitzelt hat und weil ich den Vergleich zu Google Stadia ziehen wollte. Die Spieleauswahl ist schon enorm. Und so habe ich unter anderem Bloodborn, Greedfall und God of War 3 angetestet, um den Service etwas näher kennen zu lernen. Was mir dabei richtig gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass ich die Qual der Wahl habe, ob ich auf dem PC spiele oder auf meiner PlayStation 4. Außerdem kann ich diverse Spiele sogar gänzlich herunterladen und habe dadurch gar keine Nachteile mehr, die Streaming sonst so mit sich bringt. Aber wie ist die Streaming-Qualität eigentlich? 

Und hier war ich wirklich überrascht. Ich hatte in der Vergangenheit nur Schlechtes über den Service gelesen aber das, was ich bislang zumindest auf dem PC über die Windows-App getestet habe, lief einwandfrei. Keine Ruckler, keine Lags, keine Abstürze - so stelle ich mir das vor. Eine Auflösung in 1080 Bildern erwarte ich hierbei natürlich nicht, dafür ist mein Laptop auch viel zu klein. Aber es reicht für meine Zwecke aus und ich kann eine ganze Menge Spiele spielen. Bisher habe ich noch den sieben Tage andauernden Testzeitraum genutzt aber ich kann mir durchaus vorstellen, hier auch Geld zu investieren. Und der Vergleich zu Stadia? In Sachen Auflösung kann das hier natürlich nicht mithalten aber wenn ich mir die Spieleauswahl anschaue, dann ist mir das auch ziemlich egal. PlayStation Now ist für mich zu einem ernst zu nehmenden Service geworden, den Sony unbedingt ausbauen sollte und vor allem ordentlich bewerben muss. Wenn regelmäßig gute Spiele kommen, braucht sich der Service vor Niemandem zu verstecken.

Matthew: Ich hatte mich die letzten Wochen dem Sammelwahn in Pokémon Sword angeschlossen und direkt dazu den Season Pass gekauft. Inhaltlich und technisch habe ich mich genüge in meiner persönlichen Review ausgelassen, weshalb ich hier nicht weiter auf das Spiel eintreten mag. Hier möchte ich mehr um die positiven Erfahrungen eingehen, immerhin hatte ich trotz der ganzen Probleme meinen Spaß mit dem Spiel. Hauptsächlich liegen die Wurzeln in der nostalgischen Natur, dass ich als Kind mich bereits an die Taschenmonster gewöhnt hatte und deshalb weiterhin mich alleine durch das Fangen aller Pokémon erfreue. Aus diesem Grund hatte ich irgendwo meinen Spaß und zog es durch das Hauptspiel aus auch die Erweiterung "Isle of Armor" durchzuspielen.  Ich habe schon in "Let's Go Eevee" mich auf Geist- und Unlicht-Typen spezialisiert, daher führte ich diese neue Tradition in der Schwert-Version fort. Selbstverständlich musste Gengar als mein Allzeit-Lieblingspokémon in mein Team rein, aber auch über die neuen Pokémon erfreute ich mich riesig, vor allem die Galar-Versionen von Zigzachs und Makabar. Während ich jedoch im Spin Off gerade mal ein Team zusammen bekam, war die Auswahl der düsteren Pokémon so groß, dass mir die Auswahl eines festen Teams gar nicht so einfach fiel.
Enttäuschend wie der DLC auch war, nutzte ich die Gelegenheit dennoch mir ein weiteres Team mit sechs neuen Pokémon anzulegen und dort ebenfalls neue Pokémon der Kategorie Unlicht und Geist kennen zu lernen. Leider fiel das Abenteuer recht kurz aus und oft kamen meine neue Pokémongruppe nicht zum Einsatz. Dennoch erfreute ich mich über die Rückkehr eines von mir geliebten Features: Das erste Pokémon meines Teams lief mir hinter her. Wieso es jedoch nicht im Grundspiel verfügbar ist, bleibt mir ein Rätsel.

Jerry: Ich hab zuletzt viel Zeit mit meiner Switch verbracht. Paper Mario allein konnte mich für knappe 30 Stunden gut beschäftigen, außerdem flatterte mir Skully relativ unerwartet ins Haus. Meine Eindrücke zu den beiden Titeln könnt ihr in dem jeweiligen Testbericht lesen. Ansonsten hab ich mich auf der PS4 mit Flipping Death und Metro Exodus beschäftigt. Flipping Death ist ein abgedrehtes Point-and-Click-Adventure von den Machern von Stick it to the Man - nett, aber nicht überragend. Metro Exodus hab ich gestern Vormittag erst angefangen und insofern kann ich wenig zu dem Spiel als Ganzes schreiben. Die erste Stunde hat mich allerdings definitiv enttäuscht. Die Story ist chaotisch und ich habe das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt, obwohl ich beide Vorgänger durchgespielt habe. Außerdem nervt mich die Tastenbelegung. Mit der X-Taste wird die Waffe nachgeladen. Mit derselben Taste hebt Artjom aber auch Gegenstände auf. Während einem besonders hitzigen Feuergefecht kam es so bereits mehrfach vor, dass ich eigentlich mein Magazin wechseln wollte, mein Charakter sich aber stattdessen seelenruhig nach ein paar Gasmasken oder anderen Gegenständen in Reichweite bückte, was er selbstredend nicht überlebte. Auf Youtube habe ich ein Review gesehen, in dem der Anfang von Metro Exodus stark kritisiert wurde. Angeblich wird das Spiel besser, sobald sich die bis jetzt noch sehr engen, linearen Gebiete öffnen und eine Art Open-World-Gameplay ermöglichen. Darauf hoffe ich jetzt.

Wie stopft ihr das Sommerloch?

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5 Kommentare:


Tobsen
vor 1 Monat | 2
Ich spiele Final Fantasy IV in der Remake-Version für den DS. Und ich bin richtig angetan! ATB liebe ich eh, ich mag diese DS-3D-Grafik sehr, es versprüht richtig heftig FF-Charme und ich lerne Rydia kennen, die ich bereits in WoFF sehr cool fand. Wenn das Spiel durch sein sollte, habe ich noch FFVI und IX vor der Brust bzgl. Hauptteilen, die ich sicher mögen werde. Danach kommen dann die etwas strangeren Einträge der Reihe dran. Und dann ist sie auch durchgespielt. Das wird tatsächlich etwas komisch ^^'. Aber bis dahin dauert es ja noch etwas.

Denios
vor 1 Monat | 0
außerdem haben wir ja dann FFCC ;)

Asinned
vor 1 Monat | 2
Noch bei Ghost of Tsushima und da macht sich der Open World Koller breit. Hauptstory und Spielkonzept ist ziemlich cool und viele Elemente legen den Fokus mehr auf die Welt als auf die MiniMap. Im krassen Gegensatz dazu ist die Karte wenn man sie öffnet vollgestopft mit 08/15 Open World Gedöns. Das tut dem Spiel weh, was sonst echt viele gute Ansätze ins Genre mitbringt. Ein wenig mehr Mut zu rafikaleren Neuerungen hätte ich mir zwar gewünscht insgesamt ist Sucker Punch da aber schon auf dem richtigen Weg.

Ozymandias
vor 1 Monat | 0
Aktuell noch Ori & the Will of the Wisp. Der Vorgänger sah schon traumhaft aus, aber Teil 2 toppt das Ganze nochmals. Zudem gibt es jetzt Bosskämpfe und mehr Angriffsvielfalt (Schwert, Bogen, Keule, Speer) und nicht mehr nur eine Lichtkugel die für einen angreift. Wer Ori gelobt hat, wird Ori 2 vergöttern.

TraxDave
vor 1 Monat | 2
Hab FF7R endlich durch und bin bis auf das zu lang gezogene Kapitel 17 und den etwas zu Kingsom Hearts-esquen Schluss ziemlich begeistert. Ich hätte aber auch dss ganze Game schlecht finden können und wäre begeistert gewesen beim Auftauchen einer gewissen Person am Ende.

Danach wurde Ghost of Tsushima gestartet. Sofort war ich ein wenig ernüchtert von den im Vergleich viel schwächeten Charaktermodellen (obwohl mir Grafik eig wurscht is). Die Spielwelt ist aber wunderschön und das Gameplay fun, vom geilen Setting ganz zu schweigen. Leider ist es ein bissl zu 0815 in Bezug auf Open World und die generelle Machart.

Nebenbei aklimatisiere ich moch in F1 mit meinem neuen Thrustmaster T150 in der Formel 2 Meisterschaft (ohne Karriere). Muss erst noch ein bisschen lernen den Grip beim Rausbeschleunigen nicht zu verlieren, aber trotzdem nicht zu vorsichtig zu sein. Dann erst gibt‘s ne Karriere. :P