Teamplay #70: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 28. Juni 2020

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. Doch was lag in den letzten zwei Wochen an?

Nico: In den letzten Wochen habe ich mal wieder einige Titel aus dem Xbox Gamepass angespielt und bin bei zwei größeren Spielen etwas länger hängengeblieben. Nachdem mir auf der Nintendo Switch die Demo zu Monster Hunter Generations Ultimate gar nicht mal so gut gefallen hat, was vor allem am lahmen Gameplay und den absolut unübersichtlichen Menüs lag, wollte ich der Reihe noch eine Chance geben und habe das "vercasualte" Monster Hunter World installiert. Der Anfang des Action-RPGs hat mich doch etwas überrascht, immerhin hat Capcom hier tatsächlich versucht, den Beginn einer Story zu erzählen. Vom Hörensagen war Monster Hunter für mich bisher eher eine Ansammlung von Quests mit einer Story wie "Ein Monster hat das Dorf angegriffen, töte es!" In den ersten Stunden mit dem Rollenspiel, die allesamt noch zum Tutorial zählen, wurde die Story allerdings noch nicht weiter verfolgt, also bekam ich schnell das eigentliche Gameplay der Reihe serviert: 

Zu zeitbegrenzten Missionen aufbrechen, um große Monster zu killen und sie auszunehmen, um aus dem Material stärkere Waffen und Rüstungen zu schmieden, um wiederum noch größere Monster zu killen und sie auszunehmen, um aus dem Material stärkere Waffen und Rüstungen zu schmieden, um wiederum noch größere Monster zu killen und sie auszunehmen, um aus dem Material stärkere Waffen und Rüstungen zu schmieden, um wiederum noch größere Monster zu killen und sie auszunehmen, um aus dem Material stärkere Waffen und Rüstungen zu schmieden, um wiederum noch größere Monster zu killen und sie auszunehmen, um aus dem Material stärkere Waffen und Rüstungen zu schmieden, um wiederum ... das Spielprinzip sollte klar sein.

Grafisch war der Sprung von Generations Ultimate zu World gigantisch und auch das langsame Gameplay wurde durch ein deutlich schnelleres Kampfgefühl ausgetauscht, was mir eindeutig mehr zusagt. Und obwohl die Menüs immer noch ziemlich verschachtelt und das HUD unheimlich unhandlich ist, wurde die Menüführung hier schon spürbar simplifiziert. Das alles sind sinnvolle und gute Änderungen, meiner Meinung nach. Doch so richtig catchen kann mich auch Monster Hunter World nicht. Das liegt vor allem am missionsbasierten und zeitbegrenzten Spielablauf, der trotz des dicht bevölkerten Kontinents nicht das Gefühl einer lebendigen Spielwelt aufkommen lassen will. Ich bin mir wirklich sehr sicher, dass ich Monster Hunter World durchspielen würde, wenn es eine offene Spielwelt und eine wenigstens ansatzweise interessante Story zu bieten hätte. Die Kämpfe gegen die super designten Monster würden gepaart mit dem Aufbau eines westlichen RPGs ein tolles Rollenspiel ergeben. Capcom dürfte immerhin erkannt haben, dass die eingeschlagene Richtung zu deutlich mehr Erfolg führt (immerhin ist World das erfolgreichste Spiel des Publishers) - auch wenn es mir für die alteingesessenen Fans etwas Leid tut.

Das zweite größere Spiel war die ehemalige Mogelpackung von Hello Games, No Man's Sky. In aller Kürze: Von einer Mogelpackung ist hier nichts mehr zu spüren, obwohl die von mir besuchten Welten bislang doch sehr ähnlich aussehen und das in sämtlichen Trailern zum Spiel nicht so vermittelt wurde. Durch das große Update, durch das man nun auch eigene Basen errichten kann, kommt ein richtiges Sandbox-Feeling auf, das für viele Stunden motivieren kann. Ich kann zwar bereits Abnutzungspotenzial in den sich wiederholenden Locations erkennen, doch bis man hier wirklich so viele Dinge gesehen hat, bis man das Gefühl bekommt, nichts Neues mehr entdecken zu können, vergehen sicher etliche Stunden.

DenizIch habe mich durch eine der Routen (Crimson Flower mit Edelgard von den Black Eagles) in Fire Emblem Three Houses auf meiner Switch gekämpft und direkt danach die nächste angefangen. Das Spiel ist absolut grandios, wenn auch technisch etwas enttäuschend.  Die Aufteilung der Story in mehrere Routen ist zwar ziemlich cool für den Wiederspielwert, aber ich fand es dann doch etwas schade, dass man nicht alles in einem Durchlauf mitbekommen kann und viele Sachen einfach offen bleiben, wenn man nicht die anderen Routen spielt. Den zweiten Durchlauf spiele ich auf schwer und ich habe auch schon überlegt, den dritten tatsächlich auf extrem zu probieren, einfach weil ich ja eh ein paar Dinge aus dem vorigen Durchlauf übernehmen kann und das Spiel wirklich nicht sonderlich herausfordernd auf normal ist. Auch auf die DLC-Kampagne bin ich gespannt, die ich nach meinem zweiten Durchlauf angehen will. Es gibt also noch jede Menge zu tun.

Auf dem PC hab ich hin und wieder ein paar Minütchen Trails in the Sky gespielt. Da jetzt gerade Trails of Cold Steel III auf der Switch herausgekommen ist, müsste ich mich langsam mal etwas mehr beeilen mit den hunderten von Trails-Spielen, denn ich will eigentlich schon ganz gerne die volle Story erleben und nicht die Hälfte nachlesen müssen oder nicht verstehen. Ist halt schon ein Commitment, aber Trails in the Sky macht auf jeden Fall Spaß. Estelle und Joshua untersuchen gerade den Brandfall im Waisenhaus, ihren Vater haben sie immer noch nicht gesehen und die verschiedenen Vorfälle davor deuten alle darauf hin, dass im Hintergrund einige Fäden von mächtigen Leuten gezogen werden. Wenn man allerdings die Quest-Navigation von Dragon Quest XI oder Xenoblade Chronicles Definitive Edition gewöhnt ist, ist es etwas anstrengend, Sidequests in Trails in the Sky abzuschließen mit den teilweise doch recht kryptischen Hinweisen darauf, was wo getan werden muss.

Jerry: Ich habe, wie unschwer zu erkennen war, vor allem The Last of Us Part 2 gespielt. Meine Erfahrungen mit dem Titel habe ich in unserem Test und einem gesonderten Kommentar bereits zu Genüge festgehalten, insofern spare ich mir hier eine Wiederholung dessen. Nach dem erstmaligen Durchspielen musste ich zunächst eine Pause einlegen, am vergangenen Freitag habe ich dann jedoch einen zweiten Durchlauf gestartet, um noch ein paar Tresore in Seattle aufzuspüren und vielleicht noch die ein oder andere Trophäe freizuschalten.

Darüber hinaus habe ich ein Testmuster zu Deadly Premonition 2 zugeschickt bekommen und mir inzwischen auch die erste Stunde des Spiels zu Gemüte geführt. Leider habe ich den ersten Teil auf der Xbox 360 nie gespielt. Ich weiß eigentlich nur, dass der Titel bei Kritikern höchst unbeliebt war, aber dennoch eine Art Kultstatus bei den Fans erreichen konnte. Mal sehen ob der zweite Teil in die gleiche Kerbe schlägt. Pünktlich zum Release von Deadly Premonition 2 am 10. Juli sollte auch unser Test dazu fertig sein.

Und was spielt ihr bei den warmen Temperaturen?

Schreibe einen Kommentar:

4 Kommentare:


Matthew1990
vor 1 Woche | 1
"...doch etwas schade, dass man nicht alles in einem Durchlauf mitbekommen kann und viele Sachen einfach offen bleiben, wenn man nicht die anderen Routen spielt."
Wer die anderen Routen nicht spielt, ist schon irgendwie selbst Schuld. :D

Ich müsste auch mal wieder Monster Hunter Generations Ultimate weiter spielen. x.x

Denios
vor 1 Woche | 1
Ja, aber ist doch doof, dass man die anderen Routen spielen "muss". Ich spiel sie ja natürlich gern.

Bei MHGU wäre ich dabei :D
Matthew1990
vor 1 Woche | 1
Muss man ja nicht. Thehe! :P
Aber ist schon redundant, dass man jedes mal den Pre-Timeskip-Part spielen muss, bevor es storyrelevant wird.

Ich gebe dir Bescheid, sobald ich wieder los lege. :D


Asinned
vor 1 Woche | 2
Spiele immernoch LoU2 und versuch durch zu kommen um mich endlich bei den ganzen Diskussionen beteiligen zu können. Bin jedoch erst bei 15h.

Da meine Freundin auch hin und wieder spielen will habe ich mir Warlords of New York (Division 2 DLC) gekauft aber noch nicht viel gezockt.