Test: Luigi's Mansion 3

Nutzer-Story von Matthew am 06. Juni 2020

Konsole: Nintendo Switch

Release: 31.10.2019

Abschlussdatum: 05.06.2020

Spielzeit: ca. 40 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe auf allen 15 Etagen sämtliche Edelsteine, Boos und versteckten Erfolge gefunden.
Ebenfalls habe ich alle Erfolge aus dem Wirrwarrturm freigeschaltet.


Spieleranzahl

Luigi's Mansion 3 lässt sich zu zweit im Coop durchspielen - dabei spielt der Hauptspieler Luigi und der zweite Spieler kann ab einem gewissen Storypunkt als Gooigi spielen.

Außerdem verfügt das Spiel über ein paar Mehrspieler-Spiele, die ich selbst nicht getestet habe, jedoch bis acht Spieler sich lokal spielen lassen.

Der Wirrwarrturm ist ein Online-Coop-Modus, den man mit bis zu vier Spielern spielen kann.


Story

Luigi folgte der Einladung zusammen mit seinem Bruder Mario und Prinzessin Peach in ein vor erst recht fröhliches Hotel. Zu ihrem Ungunsten stellte sich heraus, dass die Hausherrin und ihre Angestellten gar nicht so freundlich sind, wie sie den Anschein beim Empfang gewahrt hatten.

Schon in der ersten Nacht, stellt sich heraus, dass das Hotel gruseliger ist, als es Luigi lieb sei...


Review

Zwei subjektive Punkte vorweg: Ich liebe die Optik und die Musik. Ich mag es seit dem ersten Teil und auch im dritten Ableger konnte mich beides überzeugen. Darüber hinaus erfreute ich mich immer wieder über die charmanten Animationen und liebevoll gestaltete Welt. Einzig allein ein Fan vom Virtual Boy war ich nicht - da gefiel mir der Game Boy (Teil 1) und DS (Teil 2) doch ein wenig mehr. Dies jedoch mein persönlicher Geschmack.
Ansonsten hatte ich öfters das Gefühl: Wenn ich nicht wüsste, dass mich hier knuffige Nintendo-Gegner erwarten werden, weil es noch immer ein Spiel für Kinder sei, hätte das Spiel auch ein cooles Horrorgame werden können. Die kleinen Schocker waren niedlich und die Atmosphäre doch manchmal erschreckend gut.

Dieses Spiel ist wieder eines der Spiele, die ihr nicht einfach durchspielen sollt, sondern euch Spaß bereiten sollte, die einzelnen Etagen zu erkunden. Überall lassen sich Geheimnisse, Geld und Edelsteine finden. Trotz der ganzen Erkunden bleibt das Spiel ein recht kurzes Spiel. Der Charme des Spiels würde jedoch durch alleiniges überfliegen aller Geheimnisse einfach verloren gehen. Da ihr mittlerweile genug Erkundungsoptionen habt, könnt ihr euch richtig austoben: Saugt sämtliche Objekte an oder öffnet Truhen, durchleuchtet die Räume nach unsichtbaren Objekten oder prüft nach, was ihr mit eurem Saugnapf abziehen könnt. Und wer weiß schon, wo euer neuer Begleiter hindurch gehen kann?
Zusätzlich möchte ich die abwechslungsreichen Etagen loben, die zwar erst alle als Hotelräume beginnen, im späteren Verlauf skurriler werden. Mein persönliches Highlight war das Filmstudio mit den vielen Filmszenen und Anspielungen anderer Spielereihen auf den Filmpostern.

Das Spiel ist jetzt nicht komplett auf das Erkunden aufgebaut, denn es gibt immer noch ein Antagonisten, die euch aufhalten möchte. Deshalb werden euch öfters eine kleine Anzahl an verschiedener Geister immer wieder auf euch gehetzt. Doch trotz der geringen Gegnervielfalt, bringen sie dennoch immer wieder neue, kleine Gimmicks mit sich. Die Bosskämpfe wirkten auf mich im Vergleich zu den Vorgängern dezent kleiner, waren aber nicht weniger abwechslungsreich. Dennoch musste ich feststellen, dass ich vor allem beim ersten Bosskampf nicht wahrnehme, dass es ein eigentlicher Bosskampf war.

Die Kämpfe gegen den Geistern lassen sich im groben zusammen fassen, dass ihr diese mit eurer Taschenlampe blendet, um sie im Anschluss aufzusaugen. Ihr könnt mit euren Luftdruck kurz in die Luft springen und Geister von euch wegstoßen. Ab und zu müsst ihr bestimmte Objekte von ihnen mit eurem Saugnapf wegschießen und Buu Huus lassen sich eher mit der Düsterlampe ausfindig machen.

Der einzige Mehrspieler-Modus, den ich gespielt habe, war der Wirrwarrturm. Hier könnt ihr eine Lobby für bis zu vier Spieler öffnen. Dort tretet ihr als Team an und versucht euch von Etage zu Etage vor zu arbeiten. Dabei erhaltet ihr pro Etage einen Auftrag, wie das Aufsaugen einer bestimmten Geisteranzahl, erreichen einer bestimmten Geldsumme oder das Finden vier verirrter Toads. Dafür habt ihr je maximal 5 Minuten Zeit und sollte die Zeit abgelaufen sein, ist euer Spiel vorbei. Damit ist die Zeit euer einziger Gegner, denn ein Ableben lässt sich noch durch einen Mitspieler gerade biegen. Dabei läuft ihr durch diverse Hotelzimmer und trefft immer wieder auf Geister, Gold und kleinen Power-Ups. Nebenbei solltet ihr beim Erkunden aufpassen nicht in eine Falle zu tappen, die euch wertvolle Zeit kosten wird, denn entweder seid ihr dort viel zu lange gefangen oder euer Mitspieler eilt zu euch rüber und holt euch da raus.
Je nachdem, für welche Größe ihr euch entschieden habt (5, 10 oder 20 Etagen) warten auf euch alle fünf Etagen kleine Bossgeister und auf dem Dach könnt ihr den immer gleichen Bosskampf gegen Boolossus erwarten.
Mit einer Hand voll Kommunikationsmöglichkeiten könnt ihr euch mit eurem Mitspieler auch unterhalten - ihr ruft ihn zu euch, bittet um Hilfe oder bedankt euch.
Spannender wird die Geisterjagd durch kleine Fluchangriffe - so könnte es passieren, dass euer Staubsauger entwendet wird und irgend woanders erscheint. Dabei geht Zeit drauf, ihn eben zurück zu holen. Der andere Fluch sorgt dafür, dass kurzzeitig die Karte ausfällt und Strom wegbleibt, der sich nur über einen Stromkasten wieder reaktivieren lässt.

Das gesammelte Geld hat einen kleinen Mehrwert, denn - egal, ob im Einzel- oder Mehrspieler - euer Geld landet auf das selbe Konto und dieses könnt ihr in drei Gegenständen bei Prof. E. Gidd investieren: Goldene Knochen, die euch nach dem Ableben komplett heilen. Ansonsten zwei verschiedene Suchhilfen für Buu Huus und Edelsteine. Eine Galerie für Musik und Geister findet ihr ebenfalls im Labor vom Professor.

Zusammen gefasst ist Luigi's Mansion 3 eine charmante Spieleerfahrung im Einzelspieler, ein tolles Coop-Spiel - offline als auch online. Wie der lokale Mehrspielermodus ist, kann ich wenig dazu beitragen, aber mit acht Spielern auf einem Spieleabend sich zusammen raufen klingt in meinen Ohren erst einmal nicht schlecht.

Wertung:

8 / 10

Matthew meint:

"Der dritte Teil ist wieder ein erschreckend charmantes, aber recht kurzes Abenteuer für alleine oder zu zweit und kann euch auch auf Spieleabenden sicherlich gut unterhalten."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Durchschnittlich
Technik: Gut

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