XBOX One S: Wir erklären euch die "Kleine"

Von Michael Prammer am 03. August 2016

Auf der vergangenen E3-Messe im Juni in Los Angeles kündigte Microsoft eine Hardware-Revision zur aktuellen Heimkonsole XBOX One an. Unter dem Beinamen S versprach man ein kleineres Modell mit einigen Extras. Nun ist das Gerät im Handel erhältlich und NplusX erklärt euch die Neuerungen, die die XBOX One S mit sich bringt.

Der größte Unterschied liegt zunächst einmal in der Optik: Das Gerät ist im Vergleich zur ersten XBOX One um 40 Prozent geschrumpft, außerdem hat man das Netzteil in das Gehäuse integriert. Neue Lufteinlässe rings um die Konsole sollen für eine bessere Kühlung sorgen. Neuerdings lässt sich die Microsoft-Konsole dank des neuen optischen Laufwerks auch vertikal aufstellen. Ein beiliegender Standfuß gibt der Konsole hierbei den nötigen Halt. Neben der XBOX One selbst hat auch der Controller eine leichte Frischzellenkur erhalten. Die Klinkenbuchse für 3,5mm-Kopfhörer, die seit 2015 zum Standard gehört, ist ebenso wie Bluetooth mit an Bord. Dadurch lässt sich der Controller einfacher und vor allem kabellos mit dem PC verbinden. Außerdem wurde die Controllerrückseite an den Griffen mit „Textured Grip“ aufgewertet und soll nun noch sicherer in der Hand liegen.

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Im Inneren der Konsole hat sich auch ein wenig getan. Die XBOX One S ist die erste Spielkonsole, die 4K-Videos abspielen kann - vorausgesetzt wird natürlich ein Fernseher, der diese Auflösung unterstützt. Ein passendes HDMI-Kabel, welches für die 4K-Bildauflösung benötigt wird, liegt der Konsole bei. Neben der bereits verfügbaren 2TB-Variante soll die Xbox One S später in diesem Jahr auch noch mit einer Festplattenkapazität von 500GB sowie 1TB erscheinen. Beide Varianten werden zumindest in den USA bereits ab dem 23. August verkauft. Momentan gibt es die XBOX One S nur in weiß zu kaufen. Eine rote Variante kann bereits vorbestellt werden und erscheint am 7. Oktober als Gears-of-War-4-Edition. Weitere Farben wurden bislang aber nicht angekündigt.

Neben den augenscheinlichen Neuerungen soll sich laut Hersteller auch etwas an der Performance des Geräts getan haben. So soll die XBOX One S dank neuer Hardware-Architektur etwas leistungsstärker sein als die ältere Schwester. HDR (High Dynamic Range) soll - einen entsprechenden TV vorausgesetzt - für kräftigere und leuchtendere Farben bei Spielen und Filmen sorgen. Entsprechend berichten einige Magazine von höheren Bildraten in einigen Spielen, jedoch könne man diese minimalen Verbesserungen kaum wahrnehmen. Zusätzlich ist der Stromverbrauch gesenkt worden und Kunden berichten davon, das die XBOX One S noch leiser als die XBOX One sei.

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Microsoft bringt mit der XBOX One S die erste Hardware-Revision des 360-Nachfolgers auf den Markt und das Gerät hat es in sich. Kleiner, schneller, besser – so könnte man das Gerät kurz umschreiben. Die 4K-Funktionen sind nett und theoretisch betrachtet bekommt man für 399 Euro den günstigsten 4K-Player auf dem Markt. Jedoch ist das für viele Spieler höchstens eine Dreingabe, da 4K-Fernseher immer noch nicht allzu verbreitet sein dürften. Die größten Pluspunkte sollten das kleinere Design, das „verschwundene“ Netzteil und der überarbeitete Controller sein. Wer noch keine XBOX One besitzt, bekommt jetzt einen interessanten Grund geliefert, sich mit einer Anschaffung auseinander zu setzen. Für Spieler, die bereits ein Microsoft-System im Haus haben, bleibt die Frage, ob sich ein Umstieg wirklich lohnt. Immerhin kommt im nächsten Jahr das ominöse Projekt Scorpio, das dann wohl einen größeren technischen Sprung vollführen dürfte. Wer an der neuen Konsole interessiert ist, kann sie hier bestellen.

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7 Kommentare:


Farbi11
vor 4 Jahren | 0
Ist das nun die grundsätzliche Taktik, erst ein Frankenstein-Monster herauszubringen und später dann die eigentliche Fassung? Zumindest kommt es mir so vor. Dass sich die Software während einer Konsolengeneration weiterentwickelt, ist schön und gut, aber warum bringt man nicht gleich die kleinere Version?

McClane
vor 4 Jahren | 2
Weil die Technik vor drei Jahren nicht so weit war. (Im Verhältnis zum angestrebten Preis der Konsole). Weil jetzt ganz andere Leute den Kurs der Xbox mitbestimmen. Und weil es in der letzten Generation nicht viel anders war.

Nintendofan
vor 4 Jahren | 0
Das dürfte wohl vorallem eine Kostenfrage sein. Im Laufe der Zeit sinken die Produktionskosten, Herstellungsverfahren ändern sich, Teile werden kleiner, etc.

@Michi: Ich vermisse die HDR-Funktion in deinem Beitrag ;)

GF0P
vor 4 Jahren | 0
Frisst die Kleine auch UHD-BDs oder beschränkt sich die 4K Funktion auf Streamingdienste?

McClane
vor 4 Jahren | 0
Ja, kann sie.

Pogo
vor 4 Jahren | 0
Oh Nice! Das neue Pad benutzt Blutooth! Dann muss ich mir wohl irgendwann noch eins kaufen, damit ichs auch endlich mal Kabellos mitm PC verbinden kann.

Denios
vor 4 Jahren | 0
Das soll jetzt kein Gehate/Gefanboye sein: Ich hätte mir so viel lieber ne Xbox One als ne PS4 geholt. Wenn mich die Spiele für XOne auch nur ein kleines bisschen jucken würden...