Angespielt: Ninjala

Von Michael Prammer am 29. April 2020

Ninjala verbindet Ninja-Kampfkunst mit Kaugummi. Diese merkwürdige Kombination ließ sich ein einer sogenannten VIP-Erfahrung für eine Stunde testen. Wir waren dabei.

In der vergangenen Nintendo Direct-Augabe wurde ein Spiel Namens Ninjala angekündigt, das auf den ersten Blick stark an Splatoon erinnerte. Der Comicstil, die abgedrehten Waffen und das Gameplay ließen Erinnerungen an den Überraschungserfolg rund um die Inklinge wach werden. Auch der Farbshooter startete damals mit einem Netzwerktest. Wir haben eine Stunde mit dem abgedrehten Ninja-Spiel verbracht und schildern euch, was wir bisher davon halten.

Das Spiel begann mit einer regelrechten „Schlacht“ an Bedingungen, die es durchzulesen und zu akzeptieren galt - in dieser Fülle eher untypisch für ein Nintendo-Spiel, allerdings ist das japanische Unternehmen auch nicht der Entwickler des Titels. Anschließend durfte jeder Spieler einen Charakter für die Spielesession erstellten. In einem Dojo wurden danach die Grundmechaniken des Spiels mittels eines Tutorials an den Mann gebracht, bevor es mit dem eigentlichen Spiel losgehen konnte.

Das Spielprinzip von Ninjala ist denkbar einfach und beinahe so genial, wie das von Splatoon. Und den Vergleich, soviel sei an der Stelle verraten, muss sich das Spiel gefallen lassen, denn die Entwickler haben einige Elemente definitiv kopiert. Der selbst erstellte, niedlich designte Ninja wird aus der Third-Person-Ansicht gesteuert, wobei sich der Zusatz „selbst erstellt“ nur auf Augenfarbe, Frisur und Haarfarbe bezieht. Das Ziel des Spiels ist es, zumindest in dem Spielmodus des Tests, die meisten Punkte zu ergattern. Dafür mussten wir während dem Bekämpfen von Drohnen eine Leiste auffüllen. War diese voll, ließ sich ein Kaugummi aufblasen und daraus eine Waffe erstellen. Mit dieser konnten wir anderen Ninjas den Frack vermöbeln.

Zwar wurde der Modus als Battle Royale angepriesen, mit Titeln wie Fortnite oder PUBG sollte Ninjala jedoch nicht verglichen werden. Alle Spieler, acht an der Zahl, bleiben in Ninjala bis zum Ende der vorgegebenen Zeit auf dem Spielfeld. Während dieser Zeit wird gesprungen, gekämpft und durch alle möglichen Aktionen Punkte gesammelt. Die meisten Punkte gibt es, wenn andere Ninjas zur Strecke gebracht werden. Deshalb stellt das Primärziel jedes Ninjas immer das bereits oben beschriebene Auffüllen der Anzeige für Spezialattacken dar. Auch eine Ausweichattacke muss erst aufgeladen werden. Dafür gibt es im Spiel verschiedene Gegenstände zu finden, gelbe Kugeln, welche die Anzeigen aufladen und zudem Punkte geben. Am Ende gibt es diverse Belohnungen, wie neue Kleidungsstücke und einen Levelaufstieg. Ganz so spaßig wie Splatoon ist Ninjala dabei nicht, kann aber dennoch gut unterhalten.

Die Partien laufen paradoxerweise chaotisch und gleichzeitig zu eintönig ab, um es mit dem großen „Vorbild“ aufnehmen zu können. Anzeige aufladen, Kaugummi aufblasen, Waffe herstellen, Gegner vermöbeln – dieses Muster wiederholt sich immer wieder. Taktisches Vorgehen ist dabei praktisch nicht nötig. Wir hatten das Gefühl, alle paar Sekunden zu sterben, hatten am Ende jedoch trotzdem genug Punkte, um zu den besten Drei zu zählen. Es sollte allerdings angemerkt werden, dass wir hier natürlich nur den einzig verfügbaren Spielmodi der Demo beschreiben können. Andere Spielmodi wurden angedeutet, waren aber nicht spielbar.

Der Test lief auch nicht ohne kleinere Probleme ab. Während die ersten beiden Spielrunden noch gut funktionierten, hatte das Spiel bereits in der dritten Runde Schwierigkeiten, genügend Mitspieler zu finden. Es dauerte dann fast zehn Minuten, bis das Teilnehmerfeld voll war, was bei einem Testfenster von lediglich 60 Minuten etwas ärgerlich war. Verbindungsabbrüche gab es allerdings keine und die Partien liefen butterweich und ohne nennenswerte, technische Probleme. Insgesamt konnten wir fünf Runden spielen.

Ausblick:

Wir lehnen uns etwas aus dem Fenster und behaupten jetzt schon: Spielerisch wird es Ninjala nicht mit Splatoon aufnehmen können. Den Vergleich muss sich der Entwickler GungHo Online Entertainment aufgrund des sehr ähnlichen Designs gefallen lassen. Einen großen Vorteil gegenüber Splatoon hat Ninjala jedoch: Hier wartet ein Free-to-Play-Modell auf uns. Jeder Switch-Besitzer kann den Titel ohne Risiko anspielen. Auf jeden Fall sollte man den 27. Mai im Auge behalten, denn dann erscheint Ninjala und einen Blick ist das bunte, chaotische Ninja-Spektakel auf jeden Fall wert.

Schreibe einen Kommentar:

4 Kommentare:


Matthew1990
vor 1 Monat | 0
Ich musste ebenfalls sofort an Splatoon denken. xD

Falco
vor 1 Monat | 1
Ich habe ebenfalls an Splatoon gedacht, welches ich sehr mochte. Schade, dass der Titel so eintönig ist, sah spaßig aus. Werde sicher nochmal selbst reinschnuppern.

Vielleicht kann man hier mal Leute für ne Splatoon Runde zusammentrommeln? :d

Matthew1990
vor 1 Monat | 0
Aktuell bin ich enorm im Animal Crossing-Fieber, aber da ein paar Splatoon-Runden immer gehen, kann ich dazu gerne wieder auf unseren Discord-Server verweisen. :D

TraxDave
vor 1 Monat | 0
Natürlich erinnert es stark an Splatoon, deswegen hat's mich auch angesprochen (und wegen den Ninjas tbh). Ich hätte es vorhin gerne noch probiert, allerdings war es mir verwehrt. Ich schiebe es jetzt allerdings nicht auf die Beta, sondern auf meinen NAT-Typ, der mich letztens, als ich wiedermal Splatoon spielen wollte, auch zur Weißglut trieb.
Wenn es released ist und ich mal keinen besch*** NAT-Typ mehr habe, probier ich Ninjala aber gerne mal aus.