Teamplay #61: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 23. Februar 2020

In Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay.

Andy: Als Limited Run Games eine Retail-Version von Mary Skelter 2 ankündigte, wollte ich dieses coole Sammlerstück allein schon wegen seines Covers unbedingt in meiner Sammlung haben. Nachdem ich den Titel bereits im November vorbestellt habe, kam er nun Mitte Februar bei mir an. Wahrscheinlich war es gut, dass ich erst im Nachhinein erfahren habe, dass Mary Skelter 2 von Compile Heart entwickelt wurde - ein Studio, das sich vor allem durch Low-Budget-JRPGs mit viel Fanservice, belanglosen Handlungen und ultraniedrigen Schwierigkeitsgraden "auszeichnet".

Denn Mary Skelter 2 macht vieles von dem richtig, was andere Compile-Heart-Spiele normalerweise falsch machen. Der Anforderungsgrad der Kämpfe ist zwar selbst auf dem höchsten der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade immer noch sehr moderat, aber immerhin macht es zumindest den Anschein, dass das simple Spammen von normalen Angriffen und gelegentlichen Heilzaubern nicht immer ausreichend sein wird. Noch positiver überrascht hat mich die Handlung des für einen Dungeon Crawler sehr textlastigen Titels, da Mary Skelter 2 schon in den ersten Stunden einige durchaus spannende und dramatische Szenen abliefern konnte. Ein insgesamt sehr guter Soundtrack rundet das Gesamtbild ab. Wenn sich der positive Ersteindruck bis zum Abspann bestätigt, kann man Mary Skelter 2 also recht problemlos als den bisher besten Compile-Heart-Titel bezeichnen, der alles was die deutlich bekanntere Neptunia-Serie bisher hervorgebracht hat locker in den Schatten stellt.

Michi: Ich habe die vergangenen Wochen beinahe überhaupt keine Videospiele gespielt, was eigentlich in unserer Branche fast nicht möglich ist. Ok, ein paar Runden Samurai Shodown auf Stadia oder ein paar Kämpfe beim überragenden Thronebreaker (zum Test). Wenn das aber insgedamt zwei Stunden waren, dann ist das sehr optimistisch gerechnet. Ich habe die letzte Zeit mit einem "neuen" Hobby verbracht, das ich erst so richtig seit Weihnachten lebe. Ich baue wieder mit LEGO. Richtig gelesen, ich spiele mit kleinen bunten Steinen, die eigentlich für Kinder gedacht sind. Hierbei habe ich mir in der letzten Zeit vor allem kleinere Star-Wars-Sets aufgebaut, die sich wunderbar auf meinem Schreibtisch platzieren lassen.

Aktuell bin ich mit zwei Marvel's-Avengers-Sets fertig geworden, zwei kleinere 10-Euro-Baukästen, welche einfache Mechs enthalten, jedoch viel Spaß beim Aufbauen bereiteten. Als "Highlight" der Woche befindet sich gerade ein LEGO Creator-Set in meiner Bauphase, nämlich ein kleiner Spielzeugladen, der mir unglaublich gut gefallen hat und den ich sehr günstig erstehen konnte. Warum plötzlich LEGO so viel Spaß macht und Videospiele kurzzeitig sogar verdrängen konnte, weiß ich selbst nicht. Mal sehen, wie lange das hält.

Nico: Wie Kollege Michi habe ich auf der Nintendo Switch mit Thronebreaker: The Witcher Tales begonnen, kann seine Begeisterung über das Kartenspiel allerdings noch nicht vollumfänglich teilen. Ich hatte in The Witcher 3 schon viel Spaß mit Gwint und dem Sammeln der verschiedenen Karten und vermisse in Thronebreaker dementsprechend eine dritte Reihe für die Artillerie auf dem Spielfeld. Die kleinere Spielfläche wird aber immerhin durch die neuen Effekte aufgefangen, die beinahe alle Karten besitzen und die das Spiel insgesamt noch etwas taktischer werden lassen. Die Wechselwirkungen sind nun gar so verzweigt, dass CD Project Red in der Welt des RPGs immer wieder Rätsel-Kämpfe einbauen konnte, in denen meist nur eine bestimmte Verkettung von Karten und Effekten zum Erfolg führt.

Die Story des Rollenspiels ist innerhalb des Genres zwar bei weitem keine Offenbarung, wirkt aber vor allem nach der versponnenen Netflix-Serie angenehm "straight forward". Die schön gezeichnete Spielwelt breitet sich dementsprechend linear vor unserer Protagonistin Meve aus, enthält dabei aber immer wieder Abzweigungen mit Nebenquests und versteckten Sammelitems fernab vom Pfad, sodass ich es verzeihen kann, dass Meve sich ungefähr so akkurat wie ein LKW steuern lässt und an jedem kleinen Stöckchen hängen bleibt. Zumal sich das Einsammeln der überall verteilten Ressourcen auch wirklich lohnt, denn die Aufwertung der verschiedenen Einrichtungen im Heereslager von Meves Armee verschlingen recht schnell große Mengen an Gold und Holz. Da auch die Spielkarten bei manchen Aufwertungen noch neue Effekte erhalten, wird mich das Spiel wohl bis zum Ende fesseln können.

Nun habe ich zwar weiter oben damit begonnen, dass mir Thronebreaker nicht so vollumfänglich zusagt wie meinem Kollegen, führte dann aber fast nur positive Dinge an. CD Project Red scheint hier also doch einen sehr guten Job gemacht zu haben. Die von Michi in seinem Test angemerkten technischen Schwächen auf der Switch muss ich aber leider bestätigen.

Schniko: Ich gönne mir jetzt einfach mal den Spaß und klinke mich direkt in Michis Thema ein: Da ich in letzter Zeit auf der PS4 hauptsächlich eFootball PES 2020 und auf der Switch nach langer Zeit wieder Rayman Legends zocke, halte ich detailliertere Berichte darüber eher für weniger spannend. Aber auch ich habe jetzt in der dunklen Jahreszeit vermehrt mit Lego und weiteren Klemmbausteinen herumgebastelt. Einerseits komme ich durch meine Kinder ohnehin regelmäßig damit in Berührung, andererseits ist es einfach herrlich entspannend, in Ruhe ein nettes Lego-Set zusammenzubauen und die Herausforderungen des Alltags ein wenig zu vergessen. Und wenn das fertige Modell auch noch einen Sportwagen, ein Flugzeug, ein Raumschiff oder sonst ein potentes Fortbewegungsmittel darstellt, ist der Tag doch gerettet. In letzter Zeit bin ich zunehmend auf kompatible (und völlig legale) Klemmbausteinsets anderer Hersteller wie Cobi aufmerksam geworden. Das polnische Unternehmen stellt unter anderem viele Militärmodelle her, mit denen ich persönlich gar nichts anfangen kann. Es gibt aber auch Sets für Pazifisten wie mich: Neben der Boeing 787 und dem Space Shuttle Discovery hat es mir vor allem die Titanic (Set-Nr. 1916) angetan, deren immerhin 2840 Teile ich in der vergangenen Woche voller Entzücken und begleitet von den staunenden Bärchenaugen meiner Kinder zusammensetzen konnte.

Ich konnte viele entspannte Stunden verbringen und im Ergebnis ist das Schiff wirklich schwer und mit stolzen 92 Zentimetern Länge ein stattliches Modell. Als im Radio dann zufällig „My Heart will go on“ lief, musste ich fast ein kleines Tränchen verdrücken. Meinen Fingerkuppen hat der Bau nicht ganz so gut getan, die waren bei Fertigstellung doch etwas wie sandgestrahlt vom vielen Zusammendrücken der stramm sitzenden Klemmbausteine. Aber meine Finger dürfen jetzt auch wieder vermehrt Videospielcontroller streicheln, denn vorerst habe ich genug vom Modellbau. Dafür aber wieder spürbar mehr Lust und Energie für´s Zocken gewonnen. Das ist doch auch was Feines.

Matthew: Die letzten Wochen – wie könnte es auch anders sein - habe ich mich erneut intensiv mit Monster Hunter Generations Ultimate beschäftigt. Ich bin fasziniert, wie zivilisiert die Online-Community von Monster Hunter organisiert ist. Jeder darf seine Quest, die er gerade benötigt, einmal an die Aushängewand posten und nach jeder abgeschlossenen Aufgabe stellt sich der Spieler hinten an und jagt solange mit den weiteren Spielern im Team bis er wieder am Zuge ist.

Darüber hinaus ist die Community sehr hilfsbereit, wenn es darum geht den Endboss zu besiegen, um damit den Bruch des Jägerranges zu erhalten – so stieg ich beispielsweise von Rang 12 auf 136 auf. Doch meine meiste Zeit verbrachte ich damit, die alternativen, stärkeren Monsterformen, die sogenannten Deviant Monster, nach und nach zu erlegen. Allmählich kann ich mich vom 3DS-Content verabschieden und darf nach 500 Spielstunden mit switch-exklusiven Missionen weitermachen. Ich freue mich schon, viele weitere Stunden online mit anderen Mitspielern zu verbringen und große Monster zu jagen.

Falls sich jemand der Jagd anschließen möchte, kann gerne auf den Discord-Server von NplusX hier vorbei schauen.

Deniz: Neben ein paar Runden Ring Fit Adventure teste ich aktuell Rune Factory 4 Special für die Nintendo Switch. Das Action-RPG-Spinoff aus dem Harvest-Moon- bzw. Story-of-Seasons-Universum hat mir bereits auf dem 3DS sehr viel Spaß gemacht und die Switch-Fassung steht dem in nichts nach und ist ein toller Zeitvertreib bis zum Erscheinen des fünften Ablegers der Reihe. Bisher bin ich aber leider noch nicht dazu gekommen, die zusätzlichen Szenarios zu sehen, die extra für den Port gemacht worden sind. Der Test wird zeitgleich mit dem Spiel Ende Februar erscheinen.

Abseits davon habe ich mir am Endboss von Tales of Eternia die Zähne ausgebissen. Beim dritten Versuch hat es irgendwie geklappt, aber ich hätte gerne irgendwie vorher erfahren, dass man den unausweichlichen Insta-Death-Spell am Ende eines über 20 Minuten dauernden Kampfes blocken kann, indem man drei verschiedene Tasten gedrückt hält. Naja, abseits davon war das Spiel ziemlich cool und ich werde meine ausführlicheren Gedanken dazu im Zuletzt-Durchgespielt-Thread posten.

Und welche Spiele unterhalten euch momentan?

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5 Kommentare:


Asinned
vor 4 Monaten | 1
Im Koop Bereich hat sich wenig getan. Da spiele ich immernoch Overcooked 2 und Death Stranding(wir wechseln uns ab). Ansonsten habe ich auf Stadia Metro Exodus angefangen und bisher find ich das ganz gut

Buttergebäck
vor 4 Monaten | 1
Bin in letzter Zeit wieder ziemlich in Wargroove eingestiegen und werde mich demnächst an der neuen Kampagne versuchen. Bin extrem gespannt wie sich die beiden neuen Einheitentypen ins Gameplay einfügen.

TraxDave
vor 4 Monaten | 1
In Pokémon Schwert hab' ich mich kurz um das Postgame gekümmert und es nun (bis zu den DLCs) beiseite gelegt.
Ansonsten ein Stündchen Fire Emblem Three Houses und endlich einen Batzen Final Fantasy VII mit ganz viel 3x-Speed. Dort bin ich glaub' ich mittlerweile im letzten Viertel angekommen. Es ist nach wie vor alt.

JoWe
vor 4 Monaten | 1
Mich hat TheDivision2 wieder. Die letzte (dritte) Edpisode des Year1 macht vieles richtig und ist in Punkto Setting und Atmosphäre echt topp. Storytechnisch bietet sie den Auftakt zum kommenden Warlords-DLC, der mich am 3.März zurück ins (sommerliche) NewYork bringt. Da bin ich ehrlich gesagt ein bissl gehyped, auch wird dann das Gear-System komplett überarbeitet und das Levelcap erhöht

GF0P
vor 4 Monaten | 1
Durch einen Preisauszeichnungsfehler, habe ich Civilisation VI für die Switch im örtlichen MM für schlanke 19.99 erwerben können. Dies hat mich erwartungsgemäß über die Woche mehrere Stunden beschäftigt. Parallel habe ich im Gamepass Children of Morta entdeckt, welches mich bisher ebenfalls in seinen Bann ziehen konnte. Schon drei Charaktere auf LV 5 aber noch keine Chance gegen den Spinnenboss.