Test: Xenoblade Chronicles 2

Nutzer-Story von Matthew am 19. Oktober 2019

Konsole: Nintendo Switch

Release: 01.12.2017

Abschlussdatum: 19.10.2019

Spielzeit: ca. 335 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe die Hauptgeschichte und den DLC komplett durchgespielt. Alle Charaktere sind auf dem maximalen Level 99 und habe sämtliche Aufgaben für die Blades absolviert. Ebenfalls schloss ich alle Nebenquests ab und besiegte alle Unique Monsters.


Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich nur alleine durchspielen.


Story

Rex lebte als Tiefseeberger auf seinen kleinen Titan "Opa" auf dem Meer und finanzierte sein Leben durch den Verkauf von Schrott, den er bei Bergungsgang auf dem Meeresboden des Wolkenmeeres fand. Als er nach einem seiner Handel einen großen Auftrag bekam ein riesiges Schiff zu bergen, schloss er sich dieser Gruppe an. Als die Gruppe ins Innere stoßen, finden sie die mächtige Aegis. Als Rex diese erweckt, beginnt seine Reise...


Review

Die Geschichte nimmt eine Wendung, die wieder in die Richtung zur Rettung der Welt geht. Dennoch packte mich das Geschehen emotional, da die Erzählung der Charaktere, Hintergründe und Welt dem Spieler sehr nahe gebracht wird. Die Welt selbst besteht aus einem gigantischen Meer, welches mit Wolken bedeckt ist. Nur wenige gigantische Titanen wandeln darin umher und dienen als Lebensraum. Jeder Titan hat seine eigene Nationen, Rassen und Lebensamosphäre. Der humanoide Titan Mor Ardain ist trocken und heiß mit einer militärischen Zivilisation regiert vom jungen und friedlichen Kaiser, während der Hirschtitan sich eher grün bedeckt mit Katzenmenschen, die in der Stadt Torigoth leben. Der Weltenbaum ist das einzige Objekt im Meer, welches als Heiligtum und unerklimmbar betrachtet wird, in dem der Schöpfer leben soll. Manche Menschen werden als Driver ausgebildet, die mit einem Kristall resonieren können und eine Blade erwecken, die eine humanoide Waffe ist, gebunden an ihrem Träger bis dieser sein Leben lässt.
Im Spielverlauf lernt ihr viele verschiedene Charaktere kennen, die sich eurer Gruppe anschließen, jedoch lassen sich viele legendäre Blades erwecken, die ihre eigenen persönlichen Geschichten haben.

Das Spiel lässt euch viele verschiedene Titanen mit ihrer eigenen Umgebung, Fauna und Flora erkunden und könnte dabei viele Schätze, Sammelpunkte, Orte, Städte und Personen finden. Die Gegenden sind groß genug und erstrecken sich öfters ebenso in die vertikale, wodurch die Gebiete sich lange bereisen lassen. Mithilfe von euren Blades könnt ihr bestimmte Feldpunkte zu finden, die ihr aktivieren könnt, um bestimmte Ereignisse auszulösen, wie das Erscheinen einer Truhe oder Aufspüren von Fußabdrücken.
Nebenquests könnt ihr reichlich für eure Mitmenschen erledigen, um tiefer in den Alltag der Leute zu tauchen, aber auch Blades haben zusätzliche Quests für euch parat, die meist euch los senden und bestimmte Personen suchen lassen, Materialien sammeln müsst oder Monster ausschalten sollt. Es gibt jedoch mehrfach gut inszenierte Quests, die ein größeres Abenteuer präsentieren.

Das Kampfsystem ist sehr passiv ausgeprägt, weshalb ihr trotz Aktiv-Time-Battle immer als Beobachter dabei seid. Ihr spielt eine Gruppe von drei Drivern, die alle bis zu drei Blades mit sich führen, von denen ihr einen als Hauptcharakter steuert. Im Autoattack könnt ihr jederzeit eine Spezialfähigkeit aktivieren, die bestimmte Stärken besitzen und eure Bladecomboleiste auffüllt. Meist beobachtet ihr das Kampfsystem und trefft eher passiv im Hintergrund Entscheidungen, wann welche Fähigkeit ausgelöst wird. Ihr müsst darauf achten mit euren Fähigkeiten Drivercombos auszuführen, die den Gegner zeitweise lähmen und mehr Schaden anrichten. Ihr müsst auf die Bladecombos achten, um mit Elementarangriffen Elementar Orbs aufzubauen. Ihr solltet öfters eure Blades rotieren, um die Angriffsauswahl zu steigern und die Elementarvarianten zu nutzen. Eure Gruppenleiste müsst ihr ebenfalls füllen, um euch auf ein Kettenangriff vorzubereiten, welcher am effektivsten ist, wenn ihr mindestens fünf Elementar Orbs aufgebaut habt. Durch diese verschiedenen Angriffsoptionen müsst ihr immer abwiegen, wann ihr welche Attacken benutzt. Das Spiel selbst nimmt euch jedoch von Beginn an an die Hand und führt euch langsam in das Geschehen ein, damit ihr nicht von Start an überfordert seid.

Technisch bleibt es nicht immer auf der Spur, denn gerade nach einer Schnellreise errichtet sich die Welt im Umfeld erst stückweise. Ebenfalls kritisch muss ich den Navigator für die Quests betrachtet, da diese im Vorgänger weit aus besser leiten konnten. Der Komfort die Belohnungen direkt zu erhalten ist auch verschwunden, denn ihr müsst sowohl die Sammelobjekte anwählen und nach einer kleinen Animation einsammeln, als auch eure Beute nach einem Kampf verteilt sich auf den Boden.

DLC

Für 30€ erhaltet ihr weitere Nebenquests und ihr erhaltet wenige Extrablades. Dazu viele Items, die euer Spielstart vereinfacht. Die größte Erweiterung ist jedoch die separate Vorgeschichte "Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country", die nicht nur das Kampfsystem abändert, sondern euch neue Charaktere und Spielwelten präsentiert. Der Umfang reduziert sich auf weniger Nebenquests und vorgegebenen sechs Blades, dennoch habt ihr die Möglichkeit eine Community aufzubauen, wie es im ersten Teil bereits möglich war.
In diesem Teil lassen sich manche Komfortfunktionen finden, die es seltsamer Weise nicht ins Hauptspiel geschafft, wie die Markierungen verstorbener Rare Monster.


Wertung:

9.5 / 10

Matthew meint:

"Eine Reise durch eine fantasievolle Welt, die bis zum Ende emotional und mitreißend bleibt."
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Herausragend
Technik: Gut

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