Test: Phoenix Wright: Ace Attorney Trilogy

Nutzer-Story von Matthew am 29. Juni 2019

Konsole: Nintendo Switch

Release: 09.04.2019

Abschlussdatum: 29.06.2019

Spielzeit: ca. 70 Stunden


Spieleinhalt

Die Trilogie beinhaltet drei Klassiker der Phoenix Wright: Ace Attorney-Reihe:

  1. Phoenix Wright: Ace Attorney
  2. Phoenix Wright: Ace Attorney Justice For All
  3. Phoenix Wright: Ace Attorney Trials and Tribulations

In Summe ergeben alle drei Spiele 14 Kapitel.


Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich nur alleine durchspielen.


Story

Phoenix Wright: Ace Attorney

Ihr seid Phoenix Wright und tretet euren ersten Fall als Verteidigungsanwalt unter der Führung eurer Mentorin Mia Fey an. Euer Kumpel wird des Mordes beschuldigt, der seine Freundin getötet haben soll. Es liegt an euch seine Unschuld zu beweisen!

Phoenix Wright: Ace Attorney Justice For All
Es ist ein Jahr vergangen als ihr zum Meisterverteidiger wurdet. Ihr wolltet euch euren nächsten Fall stellen, um die Polizistin Maggey zu verteidigen, doch während ihr auf der Couch döst, bekommt ihr einen Schlag auf den Kopf! Als ihr aufwacht, könnt ihr euch an nichts mehr erinnern...

Phoenix Wright: Ace Attorney Trials and Tribulations
Es findet fünf Jahre vor dem Ereignissen aus Teil 1 statt, denn ihr seid Mia Fey mit ihrem zweiten Fall. Nervös tretet ihr den Fall an und versucht den Mordverdächtigen zu verteidigen. Es liegt an euch die Unschuld von Phoenix Wright zu beweisen!


Review

Phoenix Wright ist eine Art Visual Novel, wo ihr primär euch durch die Geschichte und die verschiedenen Fälle durchlest. Dabei lernt ihr viele interessante und einzigartige Charaktere kennen, die euch entweder temporär im Kapitel oder durch das ganze Spiel begleiten. Begleitet werdet ihr mit stimmiger Musik, die vor allen in den Prozessen die Spannung unterstreicht.
Alle drei Teile haben in sich abgeschlossene Kapitel, die zwar hin und wieder bekannte Charaktere erneut aufführen, es jedoch immer wieder eine Rückblende zu vorherigen Ereignissen gibt, um sich erneut daran zu erinnern, wer sich vor euch befindet.
Etwas mager aufgeschlagen ist die Tatsache, dass die Welt im Realismus wandelt, abgesehen der Geisterbeschwörung. Eure Assistentin Maya Fey und andere ihrer Familie können als Medium Geister in sich aufnehmen, wodurch verstorbene Charaktere zu Wort kommen, wodurch eine spirituelle Erweiterung hinzugefügt wird.

Das Gameplay wird in zwei Phasen aufgeteilt: Untersuchung und Prozess.
Die Untersuchungen empfand ich meist eher als monoton und träge. Eure Aufgabe ist es nach Beweisen zu suchen und die Ermittlung voran zu treiben. Dabei unterhaltet ihr euch mit diversen Charakteren, präsentiert ihnen Beweise (oder ab dem 2. Spiel Charakterprofile) oder untersucht die Gegend. Dabei arbeitet ihr eigentlich alle möglichen Kombinationen ab: Ihr untersucht jede Stelle, die man sich anschauen kann, sprecht sämtliche Themen an, die euch zur Verfügung stehen, oder präsentiert dem Gegenüber alles, was ihr bereits gefunden habt. Seltener kommt vor, dass ihr kleine Minispiele spielen müsst, wie das Absuchen von Blutspuren oder Fingerabdrücken. Primär ist dieser Abschnitt ein purer Leseakt und lässt euch als Spieler Einblick in das Geschehen gewähren.
Im Vergleich zum ersten Teil habt ihr ein Magatama bei euch, welches euch Lügen und Geheimnisse aufdecken lässt. Es ist ein Amulett, welches Psychoschlösser erscheinen lässt, welche das Geheimnis des Charakters verbergen. Habt ihr genug Beweise gefunden, könnt ihr mit diesen eure Theorie aufbauen und das Geheimnis lüften.

Der zweite Teil ist der Prozess. Als Verteidigungsanwalt ist es eure Pflicht eure Mandanten für unschuldig zu sprechen, während der Ankläger an jeder Aussage zweifelt und euch immer wieder zur Beweislast drängt. Meiner Ansicht nach war dies der aufregendste Teil, da die Spannung oft durch die hitzigen Diskussionen der Theorien und der Beweislast zwischen euch und dem Kontrahenten erhöht wurde bis ihr final an die Wahrheit kommt und den wahren Mörder fasst. Dieser Akt ist ebenfalls primäre Lesepflicht, jedoch bekommt ihr öfters Zeugenaussagen vorgelegt. Im Kreuzverhör ist es dann eure Aufgabe Widersprüche in der Zeugenaussage zu finden und damit die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dafür habt ihr zwei Möglichkeiten: Ihr präsentiert Beweise, die widersprüchlich einer der Aussagen vom Zeugen sind, z.B. wenn sich der Zeuge mit der Uhrzeit vertan hat, da euer Autopsiebericht eine andere Todeszeit angibt. Solltet ihr jedoch einen falschen Beweis vorbringen, werdet ihr bestraft und bei zu häufigen Fehltritten endet der Prozess. Weniger riskant ist die Befragen der Zeugen, denn ihr könnt jede Aussage genauer unter die Lupe nehmen, wodurch Widersprüche entdeckt oder die Zeugenaussagen erweitert werden. Zusätzlichen zu Beweisen könnt ihr ab dem zweiten Teil der Reihe auch Charakterprofile vorlegen.

Innerhalb der drei Teile darf man kaum Fortschritt der Spiele erwarten. Die empfand ich jedoch in keinster Weise tragisch, denn die Stärke des Spiels liegt in ihren Geschichten und verrückten Charakteren. 

Wertung:

7.5 / 10

Matthew meint:

"Ein volles Paket voller Phoenix Wright-Action mit einer abgeschlossenen Trilogie und spannender Geschichte und Wendungen."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Herausragend
Technik: Gut

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