Test: Pokémon: Let's Go, Eevee!

Nutzer-Story von Matthew1990 am 27. Mai 2019

Konsole: Nintendo Switch

Release: 16.11.2018

Abschlussdatum: 27.05.2019

Spielzeit: ca. 60 Stunden


Spieleinhalt

Ich habe das Spiel durchgespielt und einschließlich die Pokémon-Liga, Green und Red besiegt. Dazu habe ich den PokéDex mit allen 153 Pokémon vervollständigt, sämtliche TMs gefunden und Kleidungsstücke gekauft.

Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich mit bis zu zwei Spielern lokal durchspielen.

Story

Ihr beginnt eure Reise in Alabastia, als ihr euer erstes Pokémon im Empfang nehmen wollt. Doch als ihr Prof. Oak nicht in seinem Labor antrefft, macht ihr euch auf die Suche nach ihm. Als ihr ihn vorfindet, macht ihr eine seltsame Begegnung mit einem Evoli. Die große Sympathie zwischen Trainer und Pokémon lässt euch zusammen die Reise beginnen, um Pokémon-Meister zu werden.

Review

Einen nostalgischen Schritt geht das Pokémon Remake der ursprünglich gelben Edition und bringt die Kanto-Region im neuem Glanz zurück. Trotz der Neuauflage eines alten Klassikers kann man einige Neuerungen entdecken, die viele Anlehnungen an anderen Spielen und sogar dem Anime haben, wie bereits die ursprünglichen Protagonisten Red und Green. Die Kanto-Region ist schön gestaltet worden und vor allem die Städte profitieren durch das Remake. Dabei sprangen mir besonders positiv das Museum in Mamoria City, aber auch der Lavandia Turm ins Auge. Der größte Städteumbau erfuhr Fuchsania City, denn die Safari Zone wurde von dem Pokémon Go Park abgelöst. Dort könnt ihr Kanto-Pokémon auf die Nintendo Switch rüber bringen, dies ist jedoch eine Einbahnstraße, jedoch auch die einzige Möglichkeit an ein Meltan zu kommen.

Der PokéDex der Edition reicht über die gesamten Kanto-Pokemon von 1 bis 150, darunter auch die Alola-Formen. Wer über die Zahl hinaus möchte, braucht zum einen - wie erwähnt Pokémon Go für Meltan und Melmetal zum anderen den PokéBall-Controller für Mew.

Abgesehen davon, dass euer treuer Begleiter - sei es Evoli oder Pikachu - immer auf eurem Kopf ruht, könnt ihr jedes andere Pokémon als zusätzlichen Begleiter hinter euch her laufen lassen. Darunter lassen sich manche Pokémon auch reiten, wovon weniger ausschließlich im Wasser benutzt werden. Im späteren Verlauf tragen euch wenige Pokémon sogar in die Lüfte hinauf.

Der bekannte Spielverlauf alle acht Arenaorden zu erhalten, um im Anschluss die Top Vier zu besiegen, wird mit vielen Storyelementen verknüpft. Wer seine Zeit anders nutzen mag, kann sich der Aufgabe widmen den PokéDex zu vervollständigen. Wollt ihr jedoch wirklich alle 150 Pokémon fangen, braucht ihr entweder die Zugriff auf die Pokémon der Paralleledition oder auf Pokémon Go.

Das Kampfsystem bleibt seinen Vorgängern treu: Ihr lasst ein Pokémon für euch in rundenbasierten Kämpfen antreten und wählt eine der bis zu vier Angriffen aus, heilt eure Pokémon im Kampf oder tauscht diese strategisch gegen ein anderes aus eurem Team aus. Bekannte Angriffe und das Schwächtesystem blieb unverändert. 

Das Fangsystem hat sich jedoch der Handy-App angepasst, denn dieser Prozess verläuft ohne ein Pokémon Kampf. Ihr könnt die wilden Pokémon mit Beeren füttern und/oder mit PokéBällen bewerfen. Dabei erscheint ein unterschiedlich farbiger Ring, der je nach Fangschwierigkeit von grün bis rot sein kann. Eure Chancen das Pokémon zu fangen steigen bei schrumpfendem Ring mit einem zentralen Wurf in die Mitte. Damit habt ihr eine gewisse Möglichkeit Einfluss auf die Fangchance auszuüben, letztendlich bleibt es jedoch dem Glück überlassen. Oft kommt es vor, dass die Pokémon jedoch nicht nur still stehen und sich fangen lassen, sondern um her springen oder sich dem Ballwurf sogar widersetzen.

Zusätzlich wurden die Zufallserscheinungen im hohen Gras entfernt. Stattdessen könnt ihr jedes wilde Pokémon auf der Overworld erkennen und gezielt anwählen, wodurch ihr in der Lage seid jedes wilde Pokémon aus dem Weg zu gehen.

Wollt ihr eurer Team aufstufen kämpft ihr nicht mehr gegen wilde Pokémon bis ihr ein PokéCenter aufsuchen müsst, sondern fangt Pokémon bis euch die Bälle ausgehen. Dieses Ressourcenmanagement sorgte dafür, dass ich oft einen Ausgleich schaffen musste zwischen dem Sammeln neuer Expertise und dem Kostenfaktor beim Einkauf neuer PokéBälle.

Bereits aus Pokémon Sonne/Mond wurde das Entfernen von VMs übernommen, sondern wurden durch Techniken ersetzen, die euer Partner erlernt unabhängig eurer Attacken-Slots. Zusätzlich wurden Arena-Voraussetzungen eingeführt, z.B. werdet ihr vor dem ersten Arenaleiter in seiner Arena geprüft, ob ihr ein Pflanzen-Pokémon besitzt.
Ebenfalls neu sind die Meister-Trainer, die nach der Pokémon Liga auf euch warten: 153 Trainer haben sich in Kanto verteilt und fordern euch in einem 1vs1-Kampf heraus, wobei ihr nur das Pokémon verwenden dürft, welches sie im Titel tragen. Nur wenige Trainer verzichten auf einen Kampf und wollten stattdessen lieber ein starkes Pokémon der Variante sehen.

Das Remake hat mir spielerisch extrem gut gefallen. Einzig alleine die technische Umsetzung fällt nicht gut aus. Das Spiel lässt sich am TV nur mit JoyCons spielen oder im Handheld. Zu Beginn wollte ich das Spiel mit dem PokéBall durchspielen, doch die Möglichkeit Pokémon zu fangen ist leider sehr schlecht umgesetzt, da es keine Präzision beim Zielen herrscht, weshalb ich in der Mitte des Spiels auf dem Handheld-Modus umgestiegen bin. Da der Pro Controller sich gar nicht erst mit dem Spiel verbindet, war es ebenfalls eine Herausforderung Bilder zu machen oder ins Homemenü zu kommen.

Wertung:

8.5 / 10

Matthew1990 meint:

"Eine frische Reise in die nostalgische Welt der Pokémon"
Spielerlebnis: Herausragend
Umfang: Gut
Technik: Durchschnittlich

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