Teamplay #38: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 07. April 2019

In unserem Story-Format Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. Und was war nun in den vergangenen Wochen los?

Michi: Seit Freitag spiele ich ziemlich überraschend Yoshi's Crafted World. Für mich war der Titel nach der Demo eigentlich gar kein Day-One-Kauf, da mir das Spiel auf den ersten Blick viel zu leicht wirkte. Jedoch ist es nicht damit getan, einfach durch die Level zu stolzieren. Denn dieses Unterfangen ist in der Tat nicht gerade schwierig. Als größere Herausforderung erweist sich das Auffinden der Glücksblumen, die benötigt werden, um neue Levelabschnitte freizuspielen. Diese liegen nicht einfach so herum und wenn man im Spiel etwas voran kommt, stößt man ganz schnell an seine Grenzen und plötzlich wird das kostbare Gut knapp. Manche der Blumen sind gar nicht so einfach zu bekommen und so hat es Nintendo meiner Meinung nach dieses Mal geschafft, einem putzigen Yoshi-Abenteuer auch eine gewisse Herausforderung mit ins Boot zu packen.

Viel Zeit zum Spielen hatte ich sonst nicht und habe mich deshalb mit etwas Handy-Kram über Wasser gehalten. Dabei bin ich auf ein interessantes kleines Spielchen gestoßen, das sich noch in der Entwicklung befindet, sich allerdings schon sehr gut spielt. Es hört auf den Namen Rogue Grinders und gehört zur Familie der Dungeon-Crawler. Es gibt in einer sehr minimalistischen Retro-Optik viele Waffen frei zu spielen, neue Charaktere zu entdecken und es dürfen zufallsgenerierte kleine Dungeons erforscht werden. Der Clou an dem Spiel: der Spieler wischt seinen Charakter immer nur einen Schritt nach in eine gewünschte Richtung und die Gegner tun dies im Anschluss ebenfalls. So entsteht auch eine gewisse Spieltiefe, die gerade bei den Bosskämpfen zum Einsatz kommt. Für 2,99 Euro entfernt man die lästige Werbung und genießt den Titel in vollen Zügen, gerade für kurze Sitzungen auf dem Klo ist der Zeitvertreib bestens geeignet.

Andy: KoeiTecmo hat - ziemlich überraschend - eine englischsprachige Version von Dead or Alive Xtreme: Venus Vacation auf Steam veröffentlicht. Da sich der Region Lock sehr leicht umgehen lässt und das Spiel anschließend kostenlos heruntergeladen werden kann sprach für mich nichts dagegen, den Titel mal unter die Lupe zu nehmen.

Venus Vacation ist ein Spin-Off der gleichnamigen Minispielesammlung, in der sich alles um Strände, Bikinis und Beach Volleyball dreht. In dem Free2Play-Titel kann ich die Volleyball-Matches nicht mehr selbst steuern, sondern lediglich von der Coaching-Zone aus eingreifen. Die Ergebnisse der Team-Duelle werden, basierend auf den Status-Werten der Sportlerinnen, quasi ausgewürfelt. Um meine Chancen schon im Vorfeld zu erhöhen kann ich sowohl die Charaktere als auch ihre Badeanzüge aufleveln, Accessoires anlegen und passive Skills ausrüsten - wobei die Outfits auf das Szenario abgestimmt sein sollten. Im aktuellen Event "First Pajama Party" gibt es beispielsweise dicke Bonuspunkte, wenn ich die Spielerinnen in Schlafanzügen antreten lasse.

Bisher gibt sich Venus Vacation für nicht-zahlende User überraschend fair - fast alle Inhalte können problemlos ohne Echtgeldeinsatz freigespielt werden. Die vorhandenen Mikrotransaktionen sind aber leider maßlos überzogen: Für umgerechnet rund 2,85 Euro bekäme ich genau einen Versuch, ein spezielles Event-Outfit aus dem Kapselautomaten zu ziehen - mit einer Gewinnchance von lächerlichen 0,39%. Man müsste schon ein Managergehalt beziehen oder spielsüchtig sein, um sich darauf überhaupt einzulassen. Auch Dead or Alive 6 war bereits wegen seines völlig überteuerten Season Passes in den Schlagzeilen und es ist schade, wie sehr KoeiTecmo diesem Franchise mit seiner Geldgier zusetzt. Denn eigentlich ist Venus Vacation ein spaßiges Manager-Spielchen mit vielen Sammelitems, das ich mit sinnvollen und vernünftig bepreisten Mikrotransaktionen auch gerne finanziell unterstützen würde.

Nico: Als bekennender Fan der sogenannten „Walking Simulatoren“ (diese Genrebeschreibung sehe ich nicht als beleidigend an) führe ich mir immer mal wieder einen dieser vor allem auf Steam zahlreich vorhandenen Wandersimulatoren zu Gemüte. Wie bei Spielen dieser Art üblich, stehen auch bei The Vanishing of Ethan Carter Redux, dem Unreal-Engine-4-Remaster des Originals, die Story und die kleinen Rätsel im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Die atmosphärische Mysterygeschichte dreht sich um den verschwundenen Jungen Ethan Carter. Auf der Suche nach dem Vermissten werden wir konsequent durch die persönlichen Stories aller Familienmitglieder der Carters geführt, bis es schließlich im Finale um Ethan selbst geht. Mit jedem abgeschlossenen Handlungsstrang ergibt sich ein klareres Bild des mysteriösen Geschehens und die Entwickler von The Astronauts schaffen es trotz kaum variierender Spielmechaniken stets, einen Anreiz zum Weiterspielen zu schaffen. Die einzelnen Geschichten sind in ihrer Ausarbeitung abwechslungsreich, vor allem aber sind es die schöne Spielwelt und die cleveren Rätsel, die die Stärke dieses Walking Sims ausmachen. Scheinbar verhexte Häuser, Blutrituale auf einem alten Friedhof, unheimliche Monster in tiefen Minenschächten, ungeklärte Morde und sogar ein Trip ins Weltall - in der kurzen Spieldauer von etwa drei Stunden wird hier erstaunlich viel geboten. Diese Diversität und die unheimlich dichte Atmosphäre machen The Vanishing of Ethan Carter zu einem lohnenswerten Spielerlebnis.

Jerry: Unverhofft kommt oft. Eigentlich hatte ich nicht vor, die letzte Staffel von Telltale’s The Walking Dead zu spielen. Es ist fast sieben Jahre her, dass ich mich zum ersten Mal, damals noch auf der Xbox 360, mit Clementine und anderen Überlebenden der Zombie-Apokalypse beschäftigt habe. Dieser erste Ausflug in die faulende Welt der Untoten konnte mich zwar ordentlich unterhalten, aber nicht gut genug, um mich zum Kauf weiterer Staffeln zu bewegen. Nur durch Zufall bin ich an einen Download-Code für die finale Staffel geraten. Inzwischen kann ich sagen: Zum Glück! Das letzte Spiel des mittlerweile aufgelösten Entwicklers Telltale Games ist nicht perfekt, ist aber alles andere als schlecht und definitiv besser als der erste Teil. Jetzt spiele ich sogar mit dem Gedanken, mir die aufbereitete Sammlung mit den Staffeln 1 bis 3 nachträglich zu besorgen. Dem steht allerdings die Tatsache im Weg, dass in meinem Spieleregal noch ein paar bereits gekaufte Games darauf warten, von mir gezockt zu werden. Eines davon habe ich erst gestern aus einer willkürlichen Laune heraus in meine Xbox 360 geworfen. Ich bin sicher schon seit über drei Jahren im Besitz von Halo 4. Trotzdem hatte ich es bis gestern nie gespielt. Wieso? Keine Ahnung. Dafür, dass es bereits 2012 veröffentlicht wurde, sieht es selbst heute noch gut aus. Ich werde demnächst sicher noch mehr Zeit damit verbringen.

Deniz: Mit Valkyria Chronicles bin ich fast durch. Das rundenbasierte Strategie-Rollenspiel hat es mir trotz des halbwegs realistischen Kriegssettings, was eigentlich überhaupt nicht mein Ding ist, ziemlich angetan. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm bis sehr fordernd, das Gameplay und die Charaktere sind cool und der Artstyle einzigartig. Aber ein wenig Abwechslung brauchte ich dann doch, weil die gegnerischen Züge manchmal nervtötend lange dauern und meine aktuelle Mission eine ziemliche Kopfnuss für mich ist.

Aus diesem Grund habe ich NieR: Automata in die PS4 geschoben. Das Action-RPG aus der Feder des verrückten Directors Yoko Taro spielt tausende Jahre in der Zukunft auf der Erde. Aliens haben unseren Planeten mit einer Maschinenarmee erobert, die überlebenden Menschen haben sich auf den Mond zurückgezogen und schicken Androiden für sich in den Kampf. Neben dem actionreichen Kampfsystem aus dem Hause Platinum Games mischen sich auch Bullet-Hell-Shooter-Elemente und Hacking-Minispiele in den abwechslungsreichen Spielfluss. Die Story finde ich bisher sehr spannend, aber ich liebe auch Sidequests und so verbrachte ich meine ersten Spielstunden hauptsächlich damit, auch wenn sie bisher meist aus Botengängen mit extrem langen Laufwegen bestanden.

Auch wenn ich damit Gefahr laufe, wie ein elender Switch-Fanboy zu klingen: Ich finde es jetzt schon schade, dass ich nächste Woche nicht unterwegs weiterzocken können werde.

Was ging spieletechnisch bei euch in den letzten Wochen?

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6 Kommentare:


Matthew1990
vor 2 Monaten | 1
Ich bin noch mit Octooath beschäftigt. Ich denke, nächsge Wiche bin ich damit fertig. :)

Matthew1990
vor 2 Monaten | 0
*nächste *Woche
Ich hasse es am Handy zu schreiben. x.x

Falco
vor 2 Monaten | 1
Hab die Woche mit Horizon Zero Dawn angefangen. Ich fand das Setting vom Lesen her immer ziemlich grausam, aber es überzeugt von Spielminute 1 an. Echt unglaublich. Yoshi ist auch auf meiner Liste, aber wohl eher für das Ende des Jahres :)

Pogo
vor 2 Monaten | 1
YAKUZA KIWAMI 2!!
There is only room for one dragon in Japan!

TraxDave
vor 2 Monaten | 2
Boah Nier: Automata muss ich dann eigentlich auch mal nachholen. ^^
Bei mir läuft My Hero: One‘s Justice auf der Switch und nebenbei ein wenig Oceanhorn. Beide Titel gefallen mir sehr gut.
Mit meinem Cousin spiele ich, wenn wir uns sehen, Dungeon Defenders auf der PS3. Bisschen eine Crap-Steuerung teilweise, aber sonst unglaublich witzig. ^^

Denios
vor 2 Monaten | 1
Nier Auto ist auf jeden Fall ein interessantes Game, kann es nur empfehlen^^.