Teamplay #35: Das spielt die Redaktion

Von Die Redaktion am 24. Februar 2019

In unserem Story-Format Teamplay verschaffen wir euch regelmäßig sonntags kurze Eindrücke darüber, was die Redakteure von NplusX gerade zocken. Hier geht es zu unserer letzten Ausgabe von Teamplay. Und was war nun in den vergangenen Wochen los?

Michi: Tetris 99 läuft momentan beinahe täglich auf meiner Nintendo Switch (zum NplusX-Test). Der Titel begeistert mich zwar nicht auf ganzer Ebene und hat einige Makel, die man neutral betrachtet einfach in Frage stellen muss. Allerdings macht das Spiel einfach süchtig und das hat Tetris immer schon ausgemacht. Obwohl die Battle-Royale-Geschichte meiner Meinung nach nicht astrein umgesetzt wurde, versuche ich doch ständig, den ersten Platz zu erreichen. Wenigstens einmal will ich ganz oben stehen. Der Titel ist gratis (zumindest für Online-Abo-Kunden) und vor diesem Hintergrund wird das Spiel wohl noch das ein oder andere Mal gestartet werden.

Crackdown 3 ist endlich auf den Markt gekommen und ich habe mir zu gegebenem Anlass sogar den Gamepass meiner Xbox One für drei Monate zurückgeholt. Zunächst war ich richtig begeistert von dem Titel und mich haben die ersten Stunden komplett gefesselt. Leider hätte das Action-Spektakel ein paar Jahre früher auf den Markt kommen müssen, so fühlt es sich zumindest an. Man scheint alles schon mal in einer ähnlichen Form gespielt zu haben. Das Kommandanten-Prinzip (in diesem Fall Stellvertreter) kennt man aus Shadow of Mordor und die Open-World-Parts aus so ziemlich jedem Spiel der letzten Jahre. Spaß macht es trotzdem, auch wenn die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt werden.

Deniz: Neben ein paar Runden in Tetris 99 läuft auf meiner Switch gerade vor allem Disgaea 1 Complete. Das rundenbasierte Strategierollenspiel hat nicht viel gemeinsam mit Genrekollegen wie Fire Emblem, was zwar erfrischend ist, aber bei mir auch für etwas Verwirrung sorgte. Disgaea kommt mir im Vergleich wesentlich unübersichtlicher und chaotischer vor, die Story hat mich noch nicht wirklich gepackt und die englische Sprachausgabe ist einfach grauenhaft... aber trotzdem macht das Spiel irgendwie verdammt viel Spaß. So ziemlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist, kann mit der entsprechenden Zeitinvestition bis ins Unendliche hochgelevelt werden, seien es Charaktere, Ausrüstungsgegenstände oder sogar Heilitems. So kommt schnell ein sehr repetitiver, aber auch unglaublich belohnender Gameplayloop zustande, der süchtig machen kann…

… und deswegen spiele ich immer nur in kleinen Dosen und greife dann und wann zur Abwechslung auf meine Vita zurück, auf der ich Ys: Memories of Celceta angefangen habe. In dieser Neuerzählung des vierten Teils der rasanten Action-RPG-Reihe kehrt Abenteuer-Junkie Adol Christin nach einer waghalsigen Expedition durch den gefährlichen Wald von Celceta mit Gedächtnisverlust zurück. Um die Lücken in seinen Erinnerungen zu schließen und nebenher noch dem Geheimnis einer antiken Zivilisation auf die Spur zu kommen, stapft der tollkühne Schwertkämpfer also direkt zurück, unterstützt von seinem neuen Kumpel Duren. Gameplay-technisch steht das Action-Spektakel dem aktuellen achten Teil in fast nichts nach, lediglich ein paar kleinere Quality-of-Life-Improvements fehlen. Ansonsten können Unentschlossene mit Memories of Celceta genauso gut in die Welt von Ys starten wie mit Lacrimosa of Dana, Vorkenntnisse über die vielen anderen Abenteuer des rothaarigen Protagonisten werden nicht benötigt.

Matthew: In den letzten Wochen habe ich es in The Binding of Isaac: Afterbirth+ geschafft, „The Real Platinum God“ zu werden. Eden und Lilith sind weitere zwei interessante Isaac-Verkörperungen, die ich gespielt habe. Der größte Zeitfresser war dann jedoch „The Lost“. Seine Eigenschaften sind dafür bekannt, ihn zum schwersten Charakter zu machen. Mit einem heiligen Mantel beginnt er das Spiel, wodurch er nur einmal pro Raum getroffen werden darf und ansonsten keinerlei Schutz besitzt. Ansich also eine Sache der Einspielung, wenn es nicht diesen einen unfairen Boss gäbe. 

Es war nicht einmal der Boss an sich, der mich weiß anlaufen ließ, sondern der Weg dorthin: Die verschlossene Tür zu Mega Satan.

Ungefähr 50 Spielstunden lang habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, diese nervenzerreißende Tür zu öffnen. Die sicherste Methode war es, die Engel Uriel und Gabriel zu besiegen und den Schlüssel zusammenzusetzen. Auf der sicheren Seite wäre ich also gewesen, hätte ich Herzen geopfert und die Engel beschworen. Mit „The Lost“ ist dies jedoch unmöglich, da es ihn umgebracht hätte. Damit blieb mir einzig und allein zu hoffen, dass Engelsräume am Ende eines Bosskampfes auf mich warten. Ironischerweise war der eigentliche Boss dann ziemlich einfach. In der langen Zeit schaffte ich es, ihm zweimal gegenüberzutreten. Der zweite Versuch endete letztlich zu meinen Gunsten.

Jerry: Seit einer Woche bin ich (wieder) Besitzer einer Nintendo Switch. Nach anderthalb Jahren Pause konnte mich ein gutes Gebrauchtangebot zum Handheld zurückführen. Unter anderem mit dabei: The Legend of Zelda: Breath of the Wild, in das ich gleich wieder ein paar Stunden gesteckt habe. Eigentlich wollte ich Links letztes Abenteuer gar nicht noch einmal spielen, schließlich stehen noch genug andere Games unangetastet in meinem Regal, außerdem hatte ich anno 2017 bereits rund 100 Stunden in das Spiel investiert und Calamity Ganon erfolgreich besiegt. Abgesehen davon halte ich das Spiel zwar für sehr gut, aber gleichzeitig für komplett überschätzt. Es macht richtig viel Laune, aber es ist nicht mein Lieblings-Zelda und erst recht nicht mein Spiel des Jahres oder gar das beste Spiel aller Zeiten, wie es im Netz schnell von so manchem Spieler betitelt wurde. Den Legendenstatus, den Ocarina of Time innehat, wird BotW meiner Meinung nach nie erreichen. Dafür hat es einfach zu viele Schwächen, allen voran die praktisch nicht vorhandene Story, die stellenweise erschreckend leere Spielwelt und die Optik, der man einfach zu häufig ihre Wii U-Wurzeln anmerkt.

Abseits der Switch habe ich mich zuletzt mit Shadow of the Tomb Raider beschäftigt. Mein erster, absolut positiver Eindruck ist inzwischen gemischten Gefühlen gewichen. Die klassischen Tomb-Raider-Passagen in den Tempeln und Krypten sind fantastisch, aber die Ortschaften, die als Hub-Welten dienen, wurden weit weniger gut umgesetzt. Die NPCs stehen oder sitzen zu häufig nur planlos in der Gegend herum, die Gespräche sind meist lächerlich, Sidequests kaum der Rede wert. Schade.

Welchem Spielvergnügen habt ihr euch in den letzten Wochen hingegeben?

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3 Kommentare:


TraxDave
vor 6 Monaten | 2
Eigentlich sollten die letzten 2 Wochen hauptsächlich von KHIII gezeichnet sein. Nun kam es aufgrund verschiedener Gegebenheiten dazu, dass ich dort nach wie vor bei Spielstunde 4/5 ausharre und derweil wieder Mario + Rabbids (3. Welt beendet) und erstmals Nights of Azure (PS4) angeworfen habe...mit welchem ich schon diese Woche wahrscheinlich wieder fertig werde. Bin froh dazwischen immer wieder mal kürzere Titel zu haben!

Denios
vor 6 Monaten | 2
Wie findest du Nights of Azure so? Ich hab das auch hier liegen aber bisher trotzdem nur Teil 2 gespielt und den fand ich wirklich... schlecht^^
TraxDave
vor 6 Monaten | 1
Naja eigentlich gehört das Ding ja meiner Freundin, die sich allerdings dazu entschlossen hat, es doch nicht zu spielen, aber trotzdem erleben zu wollen. :P
Japano-Affinität herrscht vor, also hab ich's eingelegt. Rein Gameplay-technisch find ich's eigentlich nicht schlecht, halt nichts Außergewöhnliches. Für die Story braucht man eine gewisse Resistenz gegen Anime-Clichés.
Wenn man es kritisch betrachtet, muss ich dir fast zustimmen. Technisch nicht zeitgemäß, keine speziellen Gameplay-Kniffe, die Story dort und da ein bisschen zum Fremdschämen. Aber kein Punkt ist dermaßen schlecht, dass es ein KO-Kriterium wäre. Zwischendurch zum Abschalten tut es mir aber gerade gut - dementsprechend find ich's eigentlich (wirklich subjektiv) unterhaltsam. Wie gesagt: Das Gameplay an und für sich ist nicht schlecht. :P