Kommentar: Not cool, Nintendo!

Von Jeremiah David am 26. Januar 2019

Die Verschiebung von Metroid Prime 4 schlägt hohe Wellen. Oder etwa nicht?

Als (Hobby-)Redakteure haben wir hier bei NplusX eine WhatsApp-Gruppe, die mehr oder weniger regelmäßig genutzt wird. Sie ist in mancherlei Hinsicht praktisch, aber für längere Diskussionen eigentlich nicht geeignet. Eigentlich. Gestern sammelten sich dort viele, zum Teil durchaus lange Beiträge nur zu einem einzigen Thema: Metroid Prime 4.

Seit gestern ist bekannt, dass Nintendo die Arbeit an dem Spiel zurückgesetzt hat (NplusX berichtete). Die Japaner (bzw. nun die Amerikaner) fangen wieder bei Null an. Die Retro Studios, namhafte Entwickler der ursprünglichen Metroid-Prime-Reihe, dürfen nun ihr Glück mit dem vierten Teil der Serie versuchen, nachdem irgendein anderer Entwickler – ein „talentiertes, neues Studio“ - offenbar überfordert war. Im Prinzip ist die aktuelle Sachlage simpel und lässt sich für Fans der Serie auf folgenden Satz reduzieren: Metroid Prime 4 kommt viel später als erwartet.

Die Fans könnten oder sollten enttäuscht sein, vielleicht sogar wütend. Überraschenderweise sind sie es jedoch nicht. Die Kommentare auf verschiedenen Gaming-Seiten und vor allem auf Facebook malen ein eigenartiges Bild: Nintendo wird für den Mut und die Ehrlichkeit, den hungrigen Fans eine solch schlechte Nachricht zu präsentieren, gelobt. Fans freuen sich zudem darüber, dass die Retro Studios jetzt an dem Projekt sitzen.

Ein Nutzer auf Facebook schreibt beispielsweise: „Nintendo weiß einfach wie man es macht in der heutigen Zeit. 100 % Transparenz. Ist man enttäuscht? Vielleicht. Aber man ist im Bilde und hat Verständniss.“

Ein anderer schreibt: „EA hätte es veröffentlicht. Ein Glück ist Nintendo nicht EA!“

Und noch einer: „DAS(!) nenn ich mal Eier haben! Sauber! Bin ich enttäuscht? Auf GAR KEINEN Fall! Das die Japaner über ihr Ego springen und die Retro Studios in's Boot holen zeigt mir vor allem, dass wir endlich ernst genomme werden. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.“

Ähnliche Kommentare gibt es zuhauf, und sie beweisen, dass man der Ankündigung durchaus etwas Positives abgewinnen kann - aber sollte man das? Meiner Meinung nach verdient Nintendo hier weder Lob noch Verständnis. Ich wage sogar zu behaupten: Jeder andere Entwickler hätte für ein solches Geständnis völlig zurecht einen Shitstorm kassiert. Nintendos ehrliches, mutiges Video hat nur einen einzigen Zweck: Schadensbegrenzung.

Es ist bald zwei Jahre her, dass Nintendo den wartenden Fans Metroid Prime 4 präsentiert hat, wobei präsentiert eigentlich ein höchst unpassendes Verb ist. Auf der E3 2017 wurde ein Logo gezeigt, mehr nicht. Den Fans wurde auf übertrieben pompöse Art mitgeteilt, dass das Spiel in Entwicklung sei. Ein Jahr später ruderte Reggie Fils-Aimé bereits zurück. Auf Metroid Prime 4 angesprochen meinte er Polygon gegenüber:

„We believe it is not fair to the fan to repeatedly tease them over time about a game. That’s why we tend to focus close in, typically in a six- to nine-month timeframe, and go deep in sharing content and information on a particular piece of content. But right now, for something that’s not launching in 2018, it just wasn’t the right time.“

Microsoft, Sony und andere Publisher wurden in der Vergangenheit zurecht oft dafür kritisiert, auf Spielemessen immer wieder Titel zu zeigen, die noch Jahre von einer Veröffentlichung entfernt sind. Nintendo war währenddessen stolz darauf, sich stets auf bald erhältliche Titel zu konzentrieren, 2017 präsentierte der Konzern den Fans jedoch ein Spiel, das zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal als Trailer oder in Konzeptbildern gezeigt werden konnte. Die Switch war frisch auf dem Markt, der Hype war groß und Nintendo wollte den Fans noch einen Grund mehr liefern, wieso sie die Hybridkonsole kaufen sollten. Die Metroid-Prime 4-Ankündigung hätte meiner Meinung nach noch lange nicht erfolgen dürfen. Potenziellen Kunden sollte ein größeres Line-Up vorgetäuscht werden, als tatsächlich vorhanden war. Metroid Prime 4 wurde werbetechnisch geschickt eingesetzt, um einer mauen, von Super Mario Odyssey dominierten E3-Präsentation noch einen positiveren Spin zu verleihen. Genauso gut hätte Nintendo aber beispielsweise auch ein Mario Kart 9 mit einem schicken Logo präsentieren können. Wir wissen, dass ein solches Spiel irgendwann mal kommen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es bereits in Entwicklung.

Nintendo versprach Switch-Käufern einen langen, kontinuierlichen Support an Toptiteln, tatsächlich leidet die Konsole nach einem famosen ersten Jahr aber längst unter einer anhaltenden Dürre. Was brachte uns 2018? Neben Super Smash Bros. Ultimate und Octopath Traveler wenig Überragendes. 2019 sieht bisher sogar eher schlechter als besser aus.

Nintendo jetzt für deren Ehrlichkeit zu loben, wirft weniger ein positives Licht auf Nintendo, als vielmehr ein negatives auf die meisten anderen Publisher, die einen solchen Fehler vermutlich totgeschwiegen hätten. Es zeigt uns nicht, wie toll Nintendo ist, sondern welch geringen Stellenwert Ehrlichkeit in der Brache hat. Wir erwarten längst nur noch beschönigte Trailer, Halbwahrheiten und Werbelügen, und freuen uns dann schon über ein paar ehrliche Worte, selbst wenn sie nur dem Selbstschutz einer Firma dienen. Statt Nintendos Verhalten heute zu loben, sollte man deren Verhalten von vor zwei Jahren scharf kritisieren.

Auch die Nachricht, dass die Retro Studios jetzt an Metroid Prime 4 arbeiten, löst keine Jubelarien in mir aus. Nintendo betont, dass das Projekt jetzt in den Händen des Entwicklerstudios liegt, das die ursprüngliche Prime-Serie entwarf, das stimmt so aber leider nur halb. Die Retro Studios sind schon lange nicht mehr das, was sie mal waren. Der letzte Titel der Texaner – Donkey Kong Country: Tropical Freeze – wurde 2014 veröffentlicht. Seitdem sind 5 Jahre vergangen, in denen Nintendo dem Studio keinen einzigen großen Titel mehr anvertrauen wollte. Viele Mitarbeiter und sogar Führungskräfte, die bei der Entwicklung von Metroid Prime halfen, sind längst bei anderen Studios untergekommen und arbeiten jetzt für Armature Studio, 343 Industries oder id Software. Ein namenloses, von Kensuke Tanabe nur flüchtig erwähntes Projekt, wurde nach einigen Monaten Entwicklungszeit offenbar wieder eingestampft. Stellenanzeigen, mit denen das Team nach mehreren neuen Arbeitern suchte, blieben lange Zeit unbeantwortet. Zuletzt war Retro nur mit Portierungen beschäftigt, zunächst mit der Switch-Version von Tropical-Freeze, dann (gerüchteweise) mit der Metroid Prime Trilogy. Letztere könnte in Auftrag gegeben worden sein, nachdem Nintendo realisiert hatte, dass Metroid Prime 4 wohl nicht mehr in absehbarer Zeit das Licht der Welt erblicken würde. Sie würde zudem in Nintendos aktuelle Veröffentlichungsstrategie passen und die Anzahl leicht angestaubter Titel auf der neuen Konsole gleich um drei - zugegeben exzellente - Klassiker erweitern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Nachricht, dass die Retro Studios nun an Metroid Prime 4 arbeiten, ist mitnichten eine Gute. Sie muss auch nicht unbedingt eine schlechte sein, sollte aber zumindest mit einer gesunden Portion Skepsis begegnet werden. Nintendos Versprechen, höchste Qualität anstreben zu wollen, könnte, genau wie die Metroid-Prime-4-Ankündigung vor zwei Jahren, wenig mehr als ein halbgares Versprechen sein. So oder so: Not cool, Nintendo! Not cool!

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14 Kommentare:


Clessidor
vor 5 Monaten | 0
Sehr schöner Kommentar! Jedoch:
Retro Studios haben eigtl. immer noch eine gute Anzahl an Mitarbeitern, die damals bei Prime mitgearbeitet hatten. Und dürften auch noch Zugriff auf Dokumentation der Projekte haben. Würde von demher das "Sie sind nicht mehr das was sie waren" nicht 100% unterschreiben. Des Weiteren haben sie in den letzten 5 Jahren auch gewiss an etwas anderem gearbeitet. Hat sogar ein ehemaliger Mitarbeiter letztens auf Twitter angesprochen, dass das Projekt, wo er 2015 mit dabei war noch nicht draußen ist.
Zum anderen würde ich nicht sagen, dass Nintendo für 2019 nichts zu bieten hat, da noch so Sachen wie LM3, Animal Crossing und vermutlich Pokémon anstehen. Ich denke Nintendo wird das Jahr schon füllen können.

2null3
vor 4 Monaten | 2
Seit ich mal eine ganze Konsolengeneration lang auf ein Zelda-Spiel gewartet habe, das jedes Jahr verschoben wurde, bleibe ich bei so etwas gelassen.
Am Ende war Brotw es wert und bis dahin bessere ich dann halt den Kontostand der Konkurrenz auf oder spiele das was auch immer Nintendo bis dahin wirklich fertig hat. :)

Insgesamt betrachtet bekommt Nintendo von mir für die Ankündigung kein Lob, aber mir wäre auch die Zeit zu schade, um mich darüber zu ärgern.
"Schulterzuck"

Buttergebäck
vor 4 Monaten | 2
Das ist mal eine interessante Grundsatzfrage: Welchen Entwicklungsstand muss ein Spiel erreicht haben, um seine Ankündigung zu rechtfertigen? Ich finde, wenn ein Spiel von so vielen Leuten so sehr herbeigesehnt wird wie Metroid Prime 4, dann ist es völlig in Ordnung es schon so früh anzukündigen, wenn nicht der Eindruck erweckt wird, dass es schon in absehbarer Zeit erscheinen wird. Und in diesem Fall wurde dieser Eindruck meines Erachtens auch nicht erweckt. Es wurde nur gesagt, dass das Spiel in Entwicklung ist. Wenn nur ein Logo gezeigt wird muss jedem klar sein dass es noch in einem ganz frühen Stadium der Entwicklung ist. Deshalb denke ich auch nicht dass damit potentiellen Kunden ein größeres Lineup vorgetäuscht werden sollte.

Dass die Entwicklung auf Null gesetzt werden musste, nun, so etwas kann schlicht und ergreifend passieren. Da können die Entwickler noch so talentiert und erfahren sein und noch so ausgefeilte Projektmanagement-Methoden anwenden, die Möglichkeit einer in eine Sackgasse laufenden Entwicklung besteht immer. Auch nach diesem Artikel kann ich keinen Grund erkennen, Nintendo in diesem Zusammenhang zu kritisieren, sorry.

McClane
vor 4 Monaten | 3
Aber eben dann nutzt man doch die Erwartungshaltung schamlos aus um einen Hype zu erzeugen. NIcht die nette Art von Darling Nintendo.
Jerry
vor 4 Monaten | 1
"Welchen Entwicklungsstand muss ein Spiel erreicht haben, um seine Ankündigung zu rechtfertigen?" - Irgendeinen, d.h. das Spiel muss imho aus der reinen Konzept-/Planungsphase heraus sein und tatsächlich entwickelt werden. Wenn sich MP4 damals in 2017 überhaupt bereits in Entwicklung befand (wovon ich nicht überzeugt bin), dann offenbar in einer Phase, die so früh war, dass Ninty noch nicht einmal Konzeptbilder veröffentlichen wollte oder konnte. Wir wissen bis heute nicht einmal, welches Studio damit beschäftigt war.
Wenn die Entwicklung damals bereits in vollem Gange war, dann wurde diese nun nach rund 2 Jahren Entwicklungszeit komplett auf Null gesetzt und das ist mitnichten etwas, das einfach passieren kann. Nach einigen Monaten, ja, aber nach zwei Jahren? Nach 2 Jahren sind die meisten Spiele zu 50% oder mehr fertiggestellt. Ärgerlich ist jetzt außerdem, dass es durchaus nicht unmöglich erscheint, dass MP4 überhaupt nicht mehr für Switch kommt. Wenn die Retro Studios jetzt erst mit der Entwicklung beginnen, dürfte das Spiel frühestens 2022 fertig werden. Realistischer ist 2023 oder 24. Bis dahin könnte längst ein Switch-Nachfolger auf dem Markt sein.


Falco
vor 4 Monaten | 2
Ja, Metroid wird dadurch deutlich später rauskommen als erwartet. Ich finde es aber in dem Stadium noch erträglich mit der Verschiebung, weil man nichts gesehen hat und es auch so still drumherum wurde, dass man sich schon fragte, ob es "btw" erscheint.

Ich finde, es ist immer noch das beste Szenario. Ein schlechtes Metroid hätte das Franchise endgültig getötet.
Dass Retro-Passage ist schlichtweg falsch. LinkedIn zeigt, dass da noch sehr viel Metroid Prime Erfahrung im Studio steckt. Außerdem klingt es bei dir so, dass das Studio eingestaubt ist und gar nicht dazu in der Lage wäre, aufgrund der langen Abstinenz etwas auf die Beine zu bekommen.

Ich feiere das nicht, aber ich finde konsequent, wenn das Q-System durchgreift, auch wenn es Verzug bedeutet. Gab in den letzten Jahren genug Blenderspiele, die so unterirdisch schlecht waren.

Jerry
vor 4 Monaten | 2
Deine Meinung in Ehren, aber der Absatz über Retro ist ganz sicher nicht "schlichtweg falsch"! Klar steckt noch einige Prime-Erfahrung in Retro, aber ungeachtet dessen sind viele wichtige Leute von damals weg. Von den ehemaligen Führungskräften ist nur noch Michael Kelbaugh geblieben. Mark Pacini (Direktor der gesamten Prime-Reihe) und Todd Keller (Lead-Artist) arbeiten jetzt beide für Armature; Frank La Fuente (Head-Programmer) ist leider verstorben. Weitere Mitarbeiter wurden von id Software, Bioware Austin und 343 Industries abgeworben. Vor nicht allzu langer Zeit gab es erst Gerüchte, Nintendo könnte die Retro Studios komplett dichtmachen.
Falco
vor 4 Monaten | 2
Lies dir doch mal bitte den folgenden Satz nochmal durch:
"Die Retro Studios sind schon lange nicht mehr das, was sie mal waren."
Kommentar hin oder her, hier wird etwas als Fakt dargestellt, was nicht belegbar ist. Es ist völlig normal, dass Entwickler wechseln. Dennoch steckt nicht nur "einige" Erfahrung in dem Studio, sondern nach wie vor sehr viel. Wie du schon richtig festgestellt hast, ist Micheal Kelbaugh nach wie vor. Ryan Harris, auch Mitglied der ersten Tage, hat mittlerweile die vakante Entwicklungsleiterstelle übernommen. Aaron Walker, der Programmierverantwortliche zumindest in Metroid 3, aber hat darüber hinaus die die Programmierung in den nachfolgenden Portieren und DK Tropical Freeze übernommen, welches auch grandios war.

Was mir einfach missfällt, dass du dem Studio Qualität absprichst, obwohl kein Spiel bis heute das rechtfertigt. Auf Rare bezogen hätte ich der Aussage bedingungslos zugestimmt. Hier hinkt es einfach. Der geringe Output an Spielen ist kein Indikator dafür, dass es nicht gut werden kann.

Wenn ich den Text und mir die Frage beantworte, was Nintendo hätte anders/besser deiner Meinung nach besser machen können, komme ich zu folgenden Antwort:
Metroid gar nicht ankündigen.

"Genauso gut hätte Nintendo aber beispielsweise auch ein Mario Kart 9 mit einem schicken Logo präsentieren können. Wir wissen, dass ein solches Spiel irgendwann mal kommen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es bereits in Entwicklung."

Korrigiere mich bitte, wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege, aber deine Bindung zu dem Franchise hält sich in Grenzen oder?
Die Ankündigung von Metroid Prime 4 war dahingehend gerechtfertigt, um in der Zeit, in der man das Gefühl hatte, dass Nintendo wieder einiges richtig macht, auch langfristig gute Ziele identifizieren kann. Ein Mario Kart 9 oder ein Fifa 22 ist völlig irrelevant, völlig richtig. Bei Metroid war es eben nicht sehr wahrscheinlich, dass das Spiel noch kommt. Wenn du es immer hast kommen sehen, Chapeau. Wenn du aber selbst schon Gerüchte erwähnst, dass Retro Studios geschlossen werden solltest, frage ich mich ernsthaft, woher diese Selbstverständlichkeit bei dir herkommt. Im Grunde ist kein Spiel selbstverständlich. Ein präsentes Beispiel ist z.B. Beyond Good & Evil 2. Nachdem ein Nachfolger fast schon ausgeschlossen war, wird es für die nächsten 5 Jahre in Aussicht gestellt. Toll für Fans ;)

Vyse
vor 4 Monaten | 4
Ich glaube du legst Jerrys Argumentation hier deutlich negativer aus, als sie gemeint war. Es geht ja nicht darum dass die Retros jetzt automatisch ein schlechtes Spiel machen werden, sondern darum dass es keine Garantie dafür gibt dass MP4 genauso gut wird wie die Trilogie, nur weil noch ein Großteil der damaligen Mitarbeiter bei den Retros angestellt ist.

Ansonsten finde ich den Artikel aber auch zu negativ. Die Gerüchte dass die Retros zerfallen und vor der Schließung stehen kamen vor dem Release von Tropical Freeze auf; als dieses dann erschienen ist, hat die Qualität des Spiels diese Gerüchte mehr oder weniger widerlegt und seitdem hat auch eigentlich niemand mehr irgendwas in diese Richtung behauptet (mal abgesehen von den üblichen "it sucks because it's 2D"-Trollen). Und der Vergleich mit Mario Kart 9 ist auch unangebracht, weil man bei MP4 eben NICHT "sowieso wusste", dass es erscheinen wird.

Jerry
vor 4 Monaten | 0
@Falco: Was Vyse schreibt. Der Satz ""Die Retro Studios sind schon lange nicht mehr das, was sie mal waren." ist nicht mit einer Wertung belegt, sondern soll einfach nur ausdrücken, dass sich Retro über die Jahre stark verändert hat. Es sind weniger und zum Teil andere Mitarbeiter vorhanden. Ob das nun einen Einfluss auf deren Arbeit hat, bleibt abzuwarten. Ich sage lediglich: Nur weil Retro wieder an MP arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass der Titel super wird. Manche sehen in Retro und in Nintendos Aussagen eine Qualitätsgarantie. Die ist imho nicht eindeutig gegeben. ;)

Falco
vor 4 Monaten | 1
Ok, dann hab ich das etwas anders aufgegriffen, was aber wohl an dem generellen Ton des Textes liegt. Mit dem Fazit kann ich durchaus mitgehen. Natürlich ist es keine Freikarte, dass Metroid 4 das beste Spiel aller Zeiten ist. Unter diesen Umständen ist es meiner Meinung immer noch das Beste, was dem Titel passieren konnte, wenn es solche Probleme gab.
Skepsis mag ja richtig sein, aber mir basht das Ganze hier zu viel und geht gar nicht auf die eigentlichen Alternativen ein.


TraxDave
vor 4 Monaten | 1
Das Fazit hat nur wenig mit dem Beginn des Textes zu tun...irgendwie hat man sich da verrannt.
Das viele "Lob" aus dem Internet kommt hauptsächlich, weil Nintendo offen dargelegt hat:

- es gibt Probleme,
- man versucht sie zu lösen,
- man startet alles neu, um so die bestmögliche Qualität zu schaffen.

Natürlich feiern auch eingefleischte Fans, dass Retro Studios damit beauftragt wurden, das generelle Echo zielt jedoch überhaupt nicht darauf ab, sondern auf die Mitteilung an sich, was mit dem Spiel geschieht, nicht wer es entwickelt.

Squid
vor 4 Monaten | 0
Man kann sich sicher drüber ärgern, dass man nun so lange auf Prime 4 warten muss, aber da gibt es eben noch einen anderen Aspekt: Hätte man damals NUR Samus Returns für den 3DS gezeigt, wäre die Reaktion wohl ziemlich negativ gewesen - á la "Wo bleibt Metroid für die Switch?!" Also hat man das, wie ich finde, eigentlich ganz clever abgefangen, ohne uns einen zeitnahen Release zu versprechen.

Und hey - es kann ja durchaus sein, dass Nintendo selbst weiß, dass diese Ankündigung vor zwei Jahren zu früh kam. Aber die Zeit zurück drehen, das geht leider nicht, und dass man dann Transparenz zeigt und die Entwicklungsprobleme offen thematisiert, ist für mich eher etwas Positives als wenn man es totgeschwiegen hätte. Zumal solche vagen und zu frühen Ankündigungen für Nintendo ja doch eher die Ausnahme sind - da gibt es noch Bayonetta 3 und das wars dann eigentlich auch, sonst kommen die meisten Spiele zeitnah bzw. pünktlich raus.

Unabhängig davon stimme ich in einem Punkt voll zu, nämlich darin, dass 2019 aktuell nach einem ganz schwachen Jahr aussieht oder zumindest nach einem Jahr, das wieder mal "backloaded" sein dürfte - für Q1 und Q2 ist bis auf Yoshi ja nichts angekündigt. Das ist für mich das viel größere Problem, nachdem 2018 schon ziemlich katastrophal war.

TL;DR: Über ein Spiel im Unklaren zu sein, finde ich noch okay. Über ein ganzes Spielejahr - 2019 - nicht vorab informiert zu werden, finde ich dagegen ziemlich kundenunfreundlich.

mega
vor 4 Monaten | 0
Ich finde die Ehrlichkeitvon Nintendo hat Respekt verdient - Lob allerdings nicht. Sie wussten das mit dem rießen Hype auch eine gewisse Erwartungshaltung besteht. Und das dies ein "unbekanntes" Studio nicht erfüllen kann hätte N durchaus klar sein müssen. Ich finde es eher verwerflich, das man die Entwicklung nicht von Anfang an in die Hände der Retro Studios gegeben hat. Die ganzen Kosten hätte man sich sparen können.
Natürlich bedeutet das nicht automatisch das der 4er an die Genialität der ersten 3 Teile herankommt, allerdings liegt es bei Retro Studios definitiv in besseren Händen... Mich würde aber wirklich interessieren wie das Spiel nach den 2 Jahren überhaupt ausschaut.