80% des Videospiele-Umsatzes im Vereinigten Königreich mittlerweile digital

Von Jeremiah David am 04. Januar 2019

Neueste Zahlen belegen, dass digitale Verkäufe  in Großbritannien und Nordirland im Jahr 2018 rund 80% des Umsatzes ausmachten. Das berichtet das Online-Magazin Eurogamer, das sich wiederum auf Recherchen der Entertainment Retailers Association beruft. Inbegriffen sind hierbei Mikrotransaktionen, DLCs, Abo-Dienste, Pay-to-Play-Modelle sowie individuelle Spieleverkäufe.

Der digitale Markt konnte somit im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12,5 Prozent einfahren, der Retail-Markt ein Minus von 2,8. Der Videospielmarkt als Ganzen durfte ein Plus von 9,1 Prozent verbuchen.

Interessant ist hierbei, dass, obwohl der Trend eindeutig zu Digital-Verkäufen geht, besonders Titel, die eher ein breites Publikum ansprechen, noch immer sehr vom Retail-Markt abhängig sind. FIFA 19, das 2018 erfolgreichste Spiel im Vereinigten Königreich, konnte sich rund 2,5 Millionen mal verkaufen. Lediglich 25 Prozent davon waren jedoch digitale Verkäufe.

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7 Kommentare:


Terry
vor 2 Wochen | 0
Bei mir noch: 60% Retail, 40% digital.

Tobsen
vor 2 Wochen | 1
Bei mir: 90% Retail, 10% digital.

Buttergebäck
vor 2 Wochen | 0
Bis vor wenigen Monaten habe ich ein Spiel wenn möglich immer physisch gekauft. Aber dann hatte ich eines Samstagabends plötzlich riesige Lust mir Dark Souls Remastered zu holen. Da das aber um die Uhrzeit kein Laden mehr offen war und danach ja Sonntag gewesen wäre, habe ich es mir einfach runtergeladen. Eine Weile später als Smash Ultimate rauskam habe ich es ebenfalls digital gekauft, weil die Möglichkeit, schon um Mitternacht losspielen zu können, einfach zu verlockend war. Bei beiden Spielen habe ich es erstaunlicherweise nicht im geringsten vermisst, eine Packung zu öffnen und ein Modul in die Konsole zu schieben. Außerdem habe ich gemerkt wie gut es sich anfühlt wenn ein Spiel einfach immer auf der Konsole ist und man sich nicht um das Lagern und Auswechseln von Modulen scheren muss.

Einzig der Speicherplatz macht einem unter Umständen einen Strich durch die Rechnung. Habe mittlerweile eine 128-GB-Speicherkarte in der Switch, aber wie ich hörte kann auch die schneller voll sein als einem lieb ist. Ich werde also wohl ab und an sicher auch noch physisch kaufen. Aber es würde mich nicht wundern wenn es vielen so wie mir geht und deshalb zunehmend digital gekauft wird.

Jerry
vor 2 Wochen | 0
Ich kaufe bevorzugt physisch, aber gefühlt 80% aller Inhalte (quantitativ, nicht qualitativ) gibt es nur noch digital. Ob Indie-Titel oder DLC zu großen AAA-Produktionen - das Zeug bekommt ja nicht mehr auf einer Disc.
Buttergebäck
vor 2 Wochen | 0
Yo, das kommt hinzu. Bei DLCs ist es ja auch naheliegend dass da nicht nochmal extra eine Verpackung gestaltet und in die Läden gebracht wird. Und bei Indie-Titeln ist es sicher meistens so dass ein physischer Vertrieb gar nicht finanzierbar wäre.

Trotzdem denke ich nicht dass das physisch verkaufte Spiel in absehbarer Zeit aussterben wird. Viele Leute, gerade solche die sich nicht unbedingt mit Spielen auskennen, informieren sich ja nicht im Internet über Spiele sondern gucken sich einfach an was es so im Elektrohandel gibt. Ich sehe nicht wie man das ersetzen sollte (und finde es auch gut dass es diese Form des Handels auch weiterhin geben wird).


TraxDave
vor 2 Wochen | 1
Bei mir auch eher 90% retail, 10% digital.
Digital eigentlich nur alles, was nur digital geht, sowie ganz selten sehr gute Angebote.

nibez
vor 2 Wochen | 1
Wenn ich mal genau darüber nachdenke ist es bei mir wohl 90% digital, 10% Retail. PC-Spiele ohnehin nur digital.
Aber der Vorteil von Retailspielen ist mit dem notwendigen Installieren der Games eh schon länger nicht mehr gegeben. Insofern ist das auf der Switch schon praktisch, wenn der obligatorische Patch nicht zu groß wird...