Die NplusX-Awards 2018

Von Die Redaktion am 19. Dezember 2018

Wir küren die Top-Games 2018!

Am 07. Dezember wurden in Kalifornien die besten Spiele des Jahres ausgezeichnet. So mancher Nintendofan schüttelte angesichts des Datums womöglich ungläubig den Kopf, denn am gleichen Tag wurde Super Smash Bros. Ultimate überhaupt erst veröffentlicht. Nintendos buntes Prügelspiel konnte von der Jury somit nicht berücksichtigt werden. Red Dead Redemption 2 und God of War machten als Folge dessen die Sache unter sich aus (wir berichteten: LINK).

Wir starten unsere Preisverleihung daher ein paar Tage später als unsere Kollegen in den USA. Wir verzichten außerdem gänzlich auf Kategorien. Ausgezeichnet werden genreübergreifend die drei besten Spiele des Jahres mit jeweils einer klassischen Gold-, Silber- und Bronzemedaille.

Das Schwierige an so einer Preisverleihung: Nicht jeder Redakteur hat alle großen Titel des Jahres gespielt. Außerdem sind Geschmäcker bekanntlich verschieden. Objektivität ist nahezu unmöglich. Bevor wir daher unsere begehrten, prestigeträchtigen, super-duper-tollen NplusX-Awards an drei ausgewählte Titel verleihen, reflektieren einige Redakteure über ihr persönliches Spielejahr 2018. Dasselbe dürft und sollt auch ihr machen, liebe Leser! Wir laden euch ausdrücklich ein! Welche Titel haben euch 2018 besonders beeindruckt? Gab es auch Nieten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Jerry: Es sollte mir angesichts der vielen tollen Titel des Jahres schwer fallen, einen persönlichen Favoriten zu bestimmen, tut es aber nicht! Red Dead Redemption 2 schlägt Detroit: Become Human und God of War locker. Die lebendige, riesige Spielwelt hat mich nach einem zugegebenermaßen langsamen Start tief in ihren Bann gezogen. Das lange Warten hat sich absolut gelohnt. Detroit: Become Human hat ein paar kleinere Schwächen, ist aber meiner Meinung nach mit relativ großem Abstand David Cage's bestes Werk. God of War landet nur mit Ach und Krach vor Astro Bot auf dem dritten Platz meines persönlichen Rankings. Den VR-Titel hätte ich hier fast ebenso gut an dritter Stelle nennen können.

Meine persönliche Enttäuschung des Jahres: Agony. Die ersten Trailer und Bilder sahen vielversprechend aus, das Endergebnis war jedoch alles andere. Eine miese Technik und nicht weniger schlechtes Level-Design machen die Reise durch die Hölle leider nicht nur inhaltlich zu einem Höllentrip.

Andy: Auf Platz 3 meiner persönlichen Rangliste schleicht sich ein absoluter Nischentitel ein: Das koreanische Musikspiel DJMax Respect konnte meine alte Liebe zu diesem Genre noch einmal richtig aufflammen lassen. Auf den beiden vordersten Plätzen darf das Monster-Hunter-Franchise einen Doppelsieg feiern, wobei ich Monster Hunter Generations Ultimate noch vor World einordnen würde. Letzteres hat die bessere Technik, aber dafür trumpft der Switch-Titel mit einem viel größeren Umfang sowie den kreativer gestalteten Monstern und Rüstungssets auf.

Müsste ich für 2018 eine echte Gurke benennen, wäre diese wohl Punch Line - ein bunter und abgedrehter interaktiver Anime aus der Feder des Schöpfers der Zero-Escape-Trilogie. Die völlig unsinnige und widersprüchliche Story befindet sich leider nahe an einem Totalausfall.

Kamil: Lange habe ich darauf gewartet und nun glühen wieder die Daumen: Super Smash Bros. Ultimate ist da! Und schon nach wenigen Tagen kann ich sagen, dass der Titel für mich ein großes Highlight im Spielejahr 2018 darstellt; vor allem im Mehrspielermodus werden hier garantiert noch dutzende von Spielstunden investiert. In puncto Einzelspielerkampagnen haben mich in diesem Jahr vor allem Red Dead Redemption 2 und God of War überzeugt. Über den neuesten Blockbuster aus dem Hause Rockstar wurde (zurecht!) schon einiges geschrieben, besonders überrascht hat mich jedoch das neue Abenteuer von Antiheld Kratos. Ich bin zwar ein Freund der God-of-War-Reihe, aber nach der ersten Ankündigung der Neuausrichtung des Franchise war ich wirklich skeptisch und hätte auf einen Flop getippt. Doch der Titel hat mich letztlich fast uneingeschränkt überzeugt und ich freue mich bereits auf den ganz sicher kommenden Nachfolger.

Michi: Das Spiele-Jahr 2018 war aus meiner Sicht hervorragend. Ich persönlich besitze alle drei aktuelle Konsolen und habe somit immer etwas zum Zocken. Mein Spiel des Jahres ist Dark Souls Remastered. Das Spiel ist alt und ich hatte es schon auf Playstation 3. Damals quälte ich mich durch das Spielgeschehen und habe es mit ach und krach durchgeschafft. Dieses Mal bin ich viel tiefer ins Detail, habe mir mehr Zeit mit dem Spiel gelassen und es übte eine Faszination auf mich aus, wie selten ein Videospiel zuvor. Genau das Wünsche ich mir von dem Medium und das hat mein Platz 2, God of War, nicht geschafft. Dennoch zählt die Geschichte von Kratos und seinem Sohn zu den besten Spielen im Jahr 2018 und konnte mich absolut begeistern. Letztlich war es dann ein Kopf-an Kopf-Rennen mit einem Nintendo-Hit. Octopath Traveler ist dieses Jahr auf meinem persönlichen dritten Platz gelandet. Das charmante Rollenspiel in der Retrooptik hat mich wochenlang an den Bildschirm gefesselt und das Genre der JRPGs für mich etwas zugänglicher gemacht.

Das Jahr hatte für mich eine große Enttäuschung und die heißt Microsoft. Es gab einfach nichts, was mich in diesem Jahr vom Hocker gehauen hat. Der Gamepass wächst, das ist löblich, aber die großen Spiele und Hoffnungsträger kommen alle erst im Jahr 2019. Ich persönlich hoffe einfach, dass Microsoft im nächsten Jahr mehr bietet, es wäre schade um die XBOX One.

Niko: Auch wenn das Spielejahr 2018 in meinen Augen längst nicht mit 2017 (Zelda!) mithalten konnte, so bin ich dennoch mit dem diesjährigen Programm zufrieden. Das liegt aber auch daran, dass ich Horizon: Zero Dawn nachgeholt und viel Zeit in dieser Welt verbracht habe. Aber auch das aktuelle God of War konnte mich sehr gut unterhalten. So richtig geflasht hat mich dann aber erst Astro Bot: Rescue Mission. Da ich mich bereits in anderen Artikeln hier und hier ausführlich dazu ausgelassen habe, spar ich mir an dieser Stelle Wiederholungen. Neben Astro Bot kam für mich auch Firewall: Zero Hour wie aus dem Nichts. Firewall profitiert wie auch Astro Bot enorm von dem räumlichen Erleben. Das eher gemächliche Spieltempo dieses Titels verhindert bei mir weitestgehend Motion Sickness, zudem setzt Firewall eher auf umsichtiges Vorgehen und beschert mir somit eine Spannung, die ich beim Durchrushen bei Call of Duty so gar nicht empfinde. Im Hinblick auf den Umfang des Spiels ist hier definitiv noch Luft nach oben, ich erwarte aber weitere kostenlose Inhalte wie mehr Spielmodi und neue Maps. 

Enttäuscht haben mich in diesem Jahr Microsoft und Nintendo. Während ich bei den Japanern vielleicht noch einräumen muss, dass mein persönlicher Geschmack zunehmend zielsicher umschifft wird, hat Microsoft die aktuelle Generation viel zu offensichtlich und sehr leichtfertig abgeschenkt. Ich frage mich schon länger, warum die Redmonder die Xbox One X überhaupt veröffentlicht haben. Vielleicht wollten Sie zeigen, dass sie immer noch „Balls of Steel“ haben, als sie das „Monster“ kündigten. Wenn man das Monster dann aber am ausgestreckten Mittelfinger verhungern lässt, erschließt sich für mich da keine wirklich durchdachte Strategie - daran kann auch der gefühlt hundertste Forza-Ableger nichts ändern. Hier haben sie sich selbst eine harte Hypothek für die nächste Generation auferlegt.

Deniz: Obwohl die Switch in kürzester Zeit zu einer meiner Lieblingskonsolen avancieren konnte, ist mein Lieblingsspiel des Jahres 2018 (noch) nicht darauf erhältlich. Wer mich kennt, den wird es kaum verwundern, dass Platz 1 für mich ohne Zweifel das old-school-RPG Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals ist. Die abenteuerliche Reise durch eine märchenhafte Welt mit unvergesslichen Verbündeten wird auf ewig einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Platz 2 und 3 sind für mich ebenfalls großartige Spiele: Octopath Traveler, das wunderschöne Pixel-RPG mit dem beeindruckenden Soundtrack und dem tollen Kampfsystem und Monster Hunter Generations Ultimate, welches sich nur ganz knapp gegen Super Smash Bros. Ultimate und den Standalone-DLC Xenoblade Chronicles 2: Torna – The Golden Country durchsetzen konnte. MHGU ist, wie Kollege Andy bereits anmerkte, nicht das schönste Spiel der Welt, aber trotzdem ein wirklich gelungener Liebesbrief an alle Monster-Hunter-Fans mit wahnsinnig viel Umfang und einer der größten virtuellen Waffen- und Rüstungskammern der Videospielgeschichte.

Da ich in letzter Zeit viel gezielter Games auswähle, spiele ich nur noch selten Spiele, die mich wirklich enttäuschen. Am ehesten würde da noch Final Fantasy XV Pocket Edition HD passen, das an sich kein schlechtes Spiel ist und die Hauptgeschichte des Spiels originalgetreu in Chibi-Optik nacherzählt, dem Spieler aber fast alle Freiheiten nimmt und die Spielwelt extrem einengt und linearisiert. Was mich am meisten enttäuscht hat, ist allerdings, dass der Port des Mobile Games auf die Switch extrem lieblos fabriziert wurde und neben Framerate-Einbrüchen und Soundfehlern noch viele andere Probleme mit sich bringt.

Abseits davon war das Spielejahr 2018 aber für mich wirklich ein Knaller und gesegnet mit vielen tollen JRPGs. Selbst Smash ist viel RPGiger als seine Vorgänger!

Nico: Ohne Übertreibung kann man 2018 wohl als ein überragendes PlayStation-Jahr in Erinnerung behalten. Nun besitze ich allerdings keine PS4 und konnte deshalb abseits der polierten Blockbuster zwei unglaubliche Perlen entdecken. Da wäre der bockschwere Platformer Celeste, der faire Challenges mit flüssigem Gameplay und klugen Ideen verbindet. Ganz nebenbei wird hier noch eine bewegende Story erzählt und das alles von einem grandiosen Soundtrack unterlegt. Mein Spiel des Jahres aber ist der Actionplatformer Dead Cells, in den ich etliche Stunden investierte und der diese Art des Gameplays ganz einfach perfektioniert. Zwischen den beiden Indietiteln positioniert sich auf meinem zweiten Platz ein ganz starkes Super Smash Bros. Ultimate, das zwar an einigen Stellen kleine Schwächen aufweist, alles in allem aber die erhoffte „ultimative“ Iteration des Couch-Koop-Klassikers ist.

Damit in Verbindung steht aber auch meine Niete des Jahres: Die nun kostenpflichtigen Online-Features der Nintendo Switch. Als Verweigerer bleibt mir ein großer Teil von Smash verwehrt - was vielleicht nicht das schlimmste ist, wenn man sich Erfahrungsberichte über die schlechte Stabilität anhört. Das ganze System ist ein schlechter Scherz von Nintendo. Solange aber Spieler hier und anderswo mitmachen, werden die Scherze der Publisher mit jedem Jahr schlechter.

Das waren die Lieblingstitel der einzelnen Redakteure, aber welche Titel sind nun unsere Top 3? Welche Spiele werden mit unseren Awards ausgezeichnet? Lange, schwierige Diskussionen haben zu folgendem Ergebnis geführt:

Auf dem 3. Platz:

ASTRO BOT: RESCUE MISSION


Auf dem 2. Platz:

SUPER SMASH BROS. ULTIMATE


Und der Sieger 2018:

GOD OF WAR

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7 Kommentare:


prog4m3r
vor 3 Wochen | 2
Gut, God of War habe ich bisher Zielsicher umschifft, deshalb kann ich nichts dazu sagen, bei Red Dead Redemption weiß ich aber jetzt schon, dass es mir obgleich seiner objektiven Qualitäten kaum besser gefallen würde als meine Top 3

3) Detroit: Become Human; es ist und bleibt ein David Cage Spiel, weshalb man einen Haufen objektiver Mängel wohl kaum bestreiten kann, trotzdem hatte ich meinen Spaß und gerade die beeindruckende Szene am Anfang des Spiels wird wohl niemand der den Titel gespielt hat so schnell vergessen.

2) Dragon Quest XI; Deniz skalpiert mich wahrscheinlich gerade innerlich, erst wage ich es kein JRPG auf den 3. Platz zu setzen und nun bekommt sein heiß geliebtes Dragon Quest nur den zweiten Platz. Ich könnte den Titel jetzt als nettes klassisches JRPG in moderner Optik beschreiben um freundlich auszudrücken, dass sich abseits der Technik in der Reihe über Jahrzehnte verdammt wenig getan hat, aber es ist einfach ein gutes Spiel und man hat Spaß daran es durch zu spielen.

1) Octopath Traveler; Grafik, Sountrack und nicht zuletzt das extrem spaßige Kampfsystem welches niemand im verlauf des Spiels je vollständig nutzen wird, weil alles mit Cyrus niederbrennen einfach schon soooo viel Spaß macht. Diese (halbe?) Hommage an Final Fantasy 6 macht einfach Spaß, ist trotzdem etwas eigenes und hat im Prinzip nur einen gravierenden Kritikpunkt, welcher dazu führt, dass ein paar andere Aspekte des Spiels etwas in Schieflage geraten sind. Die Idee mit den jeweiligen Charakteren ganz allein ein eigenes Abenteuer erleben zu können mag ja gut klingen, macht aber sowohl die Sache mit der Charakterinteraktion als auch den "Dungeon" wirklich schwierig, hinzu kommt, würden die Charaktere und ihre jeweiligen Storys interagieren, wären die Geschichten sicher auch komplexer geworden. Damit will ich nicht sagen, dass jede Geschichte einen umhauen muss oder dass die Charaktere letztendlich das große ganze vor dem Post-Game erkennen müssen, aber hier und da ein kritischer Gedanke, eine Verstrickung der Handlung, etwas linearere Strukturen zum wohle der Story und einfach mehr Charakterinteraktion gepaart mit einem besseren Dungeon-Design hätten durchaus einen echten 9er Titel aus Octopath Traveler machen können.

Vllt. auch etwas unfair, da mein persönliches Spielhighlight im Jahr 2018 Final Fantasy VI darstellte, welches ich kurz vor Octopath Traveler beendete.

TraxDave
vor 3 Wochen | 2
Interessant, dass es RDR2 dann nicht in die finalen Medaillenränge geschafft hat. ^^

3. Platz: Monster Hunter World
Da ich schon längere Zeit Monster Hunter spiele und schon lange der Überzeugung war, dass es mal eine deutliche Überarbeitung benötige, war ich recht froh, als MHW rauskam. Zwar sind die neuen Monster an sich nicht mehr ganz so kultverdächtig, allerdings habe ich rein gar nix gegen den geringeren Umfang, da ich sowieso nicht so viel Zeit in einzelne Games investieren möchte.

2. Platz: Pokémon Let's Go Evoli
Für Pokémon Let's Go gilt Ähnliches wie oben. Ich habe der Simplifizierung nur wenig entgegenzusetzen, da ich einfach nicht alle 2 Meter in einer Höhle von einem Zubat aufgehalten werden will, dass meine Spielzeit sinnlos in die Höhe treibt. Dass man die Pokémon auf der Oberwelt sieht ist für mich eine sehr willkommene Änderung, sowie auch, dass VMs (wieder einmal) wegfallen und man die Pokémon im Schlepptau hat. Für die nächste Generation will ich diese Neuerungen auch haben, allerdings in Kombination mit Kämpfe gegen wilde Pokémon - das schließt sich nicht zwangsweise aus.

1. Platz: Super Smash Bros. Ultimate
Mir bleibt nicht viel zu sagen: es ist wirklich ziemlich ultimativ. Kleinere Spielmodi sind zwar dem generellen Umfang zum Opfer gefallen, aber wenn ich ehrlich bin, ist es viel viel wichtiger, dass einfach der Kern des Spiels passt - und der ist perfekt. Online-Modi empfinde ich bei Smash als unwichtig, da ein solch schnelles Spiel online sowieso nicht annähernd das Gleiche ist, wie offline. Ich freue mich schon auf den Fighters Pass!


RDR2 und Dragon Quest XI sowie auch zahlreiche andere Games konnte ich bis jetzt leider nicht spielen. Davon hätte es aber vermutlich nur Dragon Quest XI in die Rangliste geschafft; der 1. Platz an Smash ist allerdings safe. ;)

Ramy
vor 3 Wochen | 4
Für mich ist die Sache recht klar: Astro Bot ist für mich das Spiel des Jahres. Ich habe lange kein Spiel mehr gezockt, dass diese alte "Nintendo-Magie" und eine derartige Faszination versprüht.

Asinned
vor 3 Wochen | 1
1. RDR2 Geniales Story Telling und epischer Soundtrack
2. GoW War wirklich super.
3. SSBU Bisher tolles Spiel

Müssen noch nachgeholt werden: Dragon Quest 11, AC O, Spider Man und Astro Bot(mir fehlen zur VR-Anschaffung noch Argumente)

YxinX
vor 3 Wochen | 1
God of War, Spider-Man und Persona 5, waren die besten Spiele, die ich dieses Jahr gezockt habe. Mit sehr kurzem Abstand käme dann noch Dragon Quest 11 und Hollow Knight.
Das SSB Aldimate den Silber Award gewinnt kommt wenig überraschend. Nach nur fünf erworbenen Titel dieses Jahr für die Switch (weil sie im Sale waren) hoffe ich, dass es in 2019 mehr gibt was mich von Big N interessiert. Denn die Pokemon Let's Go und das ultimative Fressbrettvermöbelspiel konnten mich nämlich nicht ansprechen und wurden auch daher nicht gekauft.

Buttergebäck
vor 3 Wochen | 0
Mein Spiel des Jahres ist eines, dass schon 2017 erschienen ist, ich aber erst diesen März gespielt habe: Thimbleweed Park. Hier sind sowohl Gameplay, Story als auch die ausiovisuellen Aspekte auf so hohem Niveau und greifen so perfekt ineinander, da kommt für mich kein anderes Spiel ran. Ich mag es, wenn ein Spiel eine tragische Geschichte erzählt ohne mir die Tragik dabei auf den Bauch binden zu wollen, und das ist hier famos geglückt. Saulustig ist es ganz nebenbei auch noch. Ein Meisterwerk, das erahnen lässt, was für eine Qualität die früheren Gilbert-Adventures haben (die ich leider nie gespielt habe).

Andere aus meiner Sicht bemerkenswerte Spiele dieses Jahres, ohne Rangfolge:

- Smash Ultimate ist der erhoffte Volltreffer geworden, das kann ich sagen, obwohl ich noch nicht mal alle Charaktere ausprobiert habe. Am wichtigsten ist dass das Kampfsystem so verbessert wurde und sich die Kämpfer einfach besser steuern lassen. Dazu kommt ein Story-Modus, der zwar trotz allem nicht an den Subraum-Emissär heranreicht, wohl aber ungeheur motiviert und eine nicht sehr vorhandene, aber dennoch fesselnde Story mit faszinierendem Ende bietet. Beeindruckt hat mich zudem, mit wie viel Liebe zum Detail die neuen Kämpfer gestaltet wurden und wie es geglückt ist, mit ihnen auch wieder sehr neue Spielweisen einzuführen. Ich denke da vorallem an King K. Rool und seine Superarmor-Angriffe. Und Online-Matches mit spürbarem Lag hatte ich bisher kaum.

- Mit Dark Souls Remastered bin nun auch ich in diese berühmte Serie eingestiegen und ich kann die Faszination dahinter absolut nachvollziehen. Auch wenn es das Spiel in manchen Aspekten meiner Meinung nach etwas übertreibt mit der Ungnade, ist es doch eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. In die Spielwelt habe ich mich sehr schnell verliebt und es hat Gefühle in mir ausgelöst, die schon lange kein Spiel mehr in mir ausgelöst hat oder vielleicht sogar noch nie. Nämlich Reue und das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, das sich nicht mehr rückgängig machen lässt.

Buttergebäck
vor 3 Wochen | 1
- Octopath Traveler habe ich noch gar nicht durch, aber ganz ähnlich wie Thimbleweed Park vereint es Story, Musik und Grafik zu einem in sich geschlossenen Spielgenuss. Würde es nur nach dem Soundtrack gehen wäre es ganz klar mein Spiel des Jahres. Und die Story hat mich mit ihrem Tonfall und den darin behandelten Themen kalt erwischt. Das Gameplay an sich ist mit dem cleveren Kampfsystem und den großartigen Möglichkeiten der Charakterentwicklung einerseits wahnisinnig motivierend. Andererseits ist die Welt durch ihren achtgliedrigen Aufbau recht statisch und überstrukturiert, was einem viel Entdeckerdrang und allgemein viel Fahrt aus dem Spiel nimmt. Durch das System mit den acht Charakteren hat man zwar viel Freiheit, was man wann machen will, aber man wird dadurch auch kaum vermeiden können früher oder später für viele der Aufgaben maßlos überlevelt zu sein. Das eigentlich gelungene Kampfsystem wird dadurch über weite Strecken des Spiels ziemlich ad absurdum geführt. Hier wäre ein streng linearer Spielablauf vielleicht doch die bessere Wahl gewesen.

- Auch South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die Story fänge stark an und flacht gegen Ende leider immer mehr ab, was doch recht enttäuschend war. Überrascht hat mich aber, wie viel Spaß das Kampfsystem macht. Auch die teilweise sehr kreativen Bosskämpfe sind hervorzuheben. Die einwandfreie deutsche Sprachausgabe ist ein besonderes Sahnehäubchen, das zusammen mit dem grundsätzlichen Design ein wunderbares authentisches South-Park-Feeling erzeugt. Für jemanden wie mich der die Serie sehr gerne schaut ist das ein riesiger Pluspunkt.

Im Großen und Ganzen würde ich sagen dass ein richtig gutes Spieljahr war.