Angespielt: Warframe (Nintendo Switch)

Von Michael Prammer am 26. November 2018

Der Online-Shooter Warframe ist für Nintendo Switch erschienen. Wir verraten euch, warum sich der Einstieg in das Free-to-Play-Spiel durchaus lohnt.

Warframe? Was ist das überhaupt? Im Grunde handelt es sich um einen recht traditionellen Third-Person-Shooter im Science-Fiction-Setting. Allerdings steht nicht das Bekämpfen anderer Mitstreiter im Vordergrund; stattdessen setzt der Titel vor allem auf kooperatives Gameplay. Zusammen mit anderen Spielern - wahlweise aber auch alleine - dürft ihr euch auf unterschiedlichen Planeten an verschiedenen Missionen probieren. Das Ziel ist dabei immer recht simpel: möglichst viel Erfahrung und Ausrüstung für den eigenen Charakter sammeln, um diesen stärker zu machen. Nur so werden schwierigere Gebiete für euch zugänglich gemacht, die euch wiederum mit noch besserem Loot versorgen. Eine interessante Geschichte sollte ihr bei Warframe hingegen nicht erwarten. Vielmehr werden unterschiedliche Missionen aneinandergereiht, die mit filmreifen Zwischensequenzen unterlegt werden. Eine Mission dauert jeweils zwischen 10 und 40 Minuten, zudem enthält das Spiel sogar drei komplette Questreihen. In der Version für Nintendo Switch sind zudem alle bisher erschienenen Erweiterungen bereits von Anfang an integriert, sodass ihr wirklich einiges zu zun bekommt. 

Zu Spielbeginn dürft ihr euren Spielcharakter aussuchen und dabei aus einer von drei Klassen wählen. In einem gelungenen Tutorial werdet ihr behutsam in die Welt von Warframe eingeführt und dürft gleichzeitig verschiedene Spielstile testen, ehe ihr euch beim Charakter festlegt. Erst dann beginnt das Abenteuer und die Jagd nach Waffen, Erweiterungen und Ingame-Währung spornt zu unzähligen Spielstunden an. Und das Beste an der Nintendo-Switch-Fassung: sie ist komplett kostenlos. 

Free-to-Play ohne Online-Abo

Wer einfach nur mal in Warframe reinschnuppern möchte, benötigt zwar üppig Speicherplatz (etwas mehr als 12 GB), dafür allerdings nicht einmal ein Nintendo-Online-Abo. Das komplette Spielgeschehen ist nämlich nicht auf Pay-to-Win ausgelegt. Der Name Free-to-Play ist hier wirklich noch Programm. Sämtliche Gegenstände, für die man prinzipiell bezahlen könnte, sind rein kosmetischer Natur. Die ganzen Waffen, Ausrüstungen und Modifikationen lassen sich allesamt auch kostenlos im Spiel finden. Das dauert zwar alles etwas und frisst eine Menge Zeit, schont dafür jedoch euer Portmonee. Zum Zeitpunkt unseres Tests waren die Pakete im eShop noch nicht verfügbar, das sollte sich allerdings bald ändern. 

Dank Panic Button, die für die Portierung des Spiels verantwortlich waren, ist auch die Nintendo-Switch-Fassung zu einem echten Hingucker geworden. Die Jungs und Mädels haben bereits mit Doom und Wolfenstein II bewiesen, dass sie das Maximum aus der Hybridkonsole herausbekommen können, und das merkt man dem Shooter an vielen Stellen an. Vor allem, wenn es ins Freie geht, offenbart sich die Schönheit des Titels. Technisch wurde das Gesamtwerk auch absolut sauber umgesetzt und nur ganz selten gerät das Spielgeschehen ins Stocken. Letzteres hängt aber natürlich auch von einer stabilen Internetleitung ab.

Gibt es nach den ersten Spielstunden überhaupt etwas an Warframe zu bemängeln? Nun, das Gegnerdesign ist etwas monoton und so wiederholen sich die Widersacher bereits nach einigen Missionen. Und der Einstieg ist dank Tutorial zwar relativ moderat, jedoch dauert es ein paar Stunden, bis man das ganze Spielprinzip so richtig verinnerlicht hat. Viele Dinge wirken etwas überladen und gerade in den ersten Minuten kommt man sich etwas überfordert vor. Das merkt man vor allem an den vielen Missionen, die man auswählen kann, jedoch weiß man nicht genau, wo man anfangen soll. Wer da nicht am Ball bleibt, verliert unter Umständen schnell den Faden und damit auch das Interesse an Warframe.

Fazit:

Warframe ist ein gelungener Free-to-Play-Shooter, der eine ganze Menge zu bieten hat. Der gebotene Content ist nahezu unerschöpflich und die Möglichkeiten, den eigenen Charakter zu entwickeln sind vielfältig und motivierend. Hinzu kommt, dass der Weltraum-Trip komplett kostenfrei ist und nur Modedesigner und ungeduldige Spieler in die eigene Tasche greifen. Dass der Titel dazu noch richtig ansehnlich daherkommt rundet das Gesamtpaket ab. So sollte jeder Fan von Shootern und Rollenspielen, der mit dem Science-Fiction-Setting etwas anfangen kann, Warframe zumindest einmal eine Chance geben.

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1 Kommentare:


2null3
vor 1 Woche | 1
Ich hab's mal installiert und ein paar Missionen Probe gespielt und bin ernsthaft beeindruckt. Es ist zwar in der Tat eine Menge Information, die auf einen einstürzt, aber wenn man das meiste einfach ignoriert und sich entspannt reinfuchst, bekommt einen Shooter, der technisch und inhaltlich in Ordnung ist. Besonders weil er einfach mal nichts kostet. :)