Dark Souls (Remastered): Unser Einsteiger-Guide

Von Michael Prammer am 21. November 2018

Willkommen beim fröhlichen, digitalen Sterben. Ihr habt euch für Dark Souls Remastered entschieden, segnet aber regelmäßig das Zeitliche und seid frustriert? Wir helfen!

Eine Sache vorneweg: Bei diesem Guide handelt es sich nicht um eine ewig lange, ausführliche Komplettlösung. Wir wollen euch vielmehr ein paar Anregungen geben, wie ihr euch zu Beginn des Spiels das Leben in Dark Souls etwas vereinfachen könnt. Auf längst bekannte Tipps, wie „der Tod lauert überall“, „achtet auf eure Deckung“ oder „gebt nicht so schnell auf“ verzichten wir. Beachtet bitte außerdem, dass dieser Guide einige Spoiler (!) enthält. Wer sich nicht zu viel vom Beginn des Spiels verraten lassen möchte, sollte nicht weiterlesen.

Was ihr hier in den nachfolgenden Absätzen zu lesen bekommt, sind die gesammelten Erfahrungen von etwa vier versauten Charakteren, die wir bei unserem ersten Spieldurchlauf hinnehmen mussten. Zwei davon hätten wir uns sparen können, wenn wir uns an ein paar simple Empfehlungen gehalten hätten. In den folgenden Zeilen beschreiben wir den aus unserer Sicht „stressfreisten“ Weg von der Charaktererstellung, bis hin zu den ersten beiden Glocken. Ab dann solltet ihr die Basics des Spiels beherrschen und könnt euch ohne weitere Hilfe in „Sens Festung“ stürzen.

Die Wahl des Charakters und die Gabe

Was zu Beginn schnell mal unüberlegt und undurchdacht von Statten geht, sollte jedoch gerade für die ersten Spielstunden wohl überlegt sein: die Charaktererstellung. In vielen Lösungen und Guides wird der „Ritter“ oder der „Krieger“ empfohlen, da diese über relativ gute Anfangswerte in Sachen Kondition und Energie verfügen. Im Hinblick auf die ersten Bosse empfehlen wir allerdings den Magier. Dieser besitzt 30 Seelenpfeile, die sich bequem aus der Ferne verschießen lassen. Gerade für den allerersten Boss im „Asyl der Untoten“ ist diese Methode die leichteste. Die Nahkampfwaffe des Magiers ist zwar absoluter Mist, aber wir erklären euch gleich im nächsten Abschnitt, wie ihr bereits kurz nach dem Start an eine relativ gute Waffe kommen könnt.

Dazu solltet ihr die Gabe „Geheimschlüssel“ auswählen. Das hat zwei wichtige Gründe: Zum einen können wir uns auf diese Weise nach Verlassen des Startgebietes eine gute Ausrüstung (Schwert und Schild) zusammenholen, zum anderen können wir ein unter Fans ziemlich gehasstes Gebiet umgehen, doch dazu später mehr. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Möglichkeit einige Türen zu öffnen, für die man sonst einen Schlüssel kaufen oder suchen müsste.

Erste gute Waffe/Schild

Nachdem das „Asyl der Untoten“ gemeistert wurde, landet euer Charakter am „Feuerbandschrein“. Läuft man von dort gleich die Treppe runter und benutzt anschließend den Aufzug, befindet ihr euch im Gebiet „Die Ruinen von Neu Londo“. Verlasst den Aufzug und betretet das nächstes Gemäuer auf der rechten Seite, dann wartet eine verschlossene Tür auf euch. Folgt man dort nun dem linken Weg und überquert eine Holzbrücke ins „Drachental“, offenbart sich in weiter Ferne bereits ein großer, schlafender Drache.

Versucht das Folgende beim ersten Mal zu schaffen, denn weitere Versuche werden schwieriger. Macht euch außerdem darauf gefasst, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu sterben. Nehmt die Beine in die Hand, sprintet zum Drachen und hebt auf, was zwischen seinen Füßen liegt. Ihr bekommt, wenn alles optimal läuft, ein gutes Schwert, ein ebenso gutes Schild und eine Seele. Schwert und Schild lassen sich zu Beginn noch nicht verwenden, jedoch könnt ihr eure Werte relativ schnell dahingehend verbessern.

Seelenfarmen leicht gemacht

Knapp bei Kasse? Mal wieder keine Seelen im Gepäck? Dark-Souls-Spieler kennen den folgenden Trick bereits, aber wir wollen ihn den Neulingen nicht verschweigen: Ist das Leuchtfeuer bei der „Stadt der Untoten“ erreicht, folgt man dem Weg weiter, bis man zum Zwischenboss „Taurus Dämon“ kommt. Anschließend überquert man die Brücke mit dem Drachen (Vorsicht vor dem Feueratem) und macht sich nach rechts in die Nische und dort die Treppe hinunter. Die Leiter muss nach unten gestoßen werden und bringt eine Abkürzung zum Leuchtfeuer. Jetzt lassen wir den Drachen für uns arbeiten. Auf der Brücke sind einige Feinde, die im Fegefeuer des Drachen automatisch sterben. Die Seelen wandern auf das Konto des Spielers. Man braucht nichts weiter zu tun, als den Weg über die Abkürzung der Leiter nach oben zu marschieren, die beiden Treppen hinauf und sich mal kurz auf der Brücke blicken zu lassen. Nun schnell wieder die Treppe hinunter und der Drache wird sogleich die ganze Brücke entflammen. Pro Durchgang gibt das 555 Seelen. So kommt man in wenigen Minuten auf ein beachtliches Seelen-Konto, was für das Aufleveln eine sehr stressfreie Methode darstellen kann.

Nach dem ersten großen Boss

Die erste ganz große Herausforderung, die den Spieler an den Rande der Verzweiflung bringen könnte, ist zweifelsohne der „Glockenturm-Gargoyle“. Die Kirche davor ist schon heftig, gerade für Anfänger, aber der Boss setzt noch einen drauf. Ein probates Mittel ist hier "Menschlichkeit" zu verwenden und sich Hilfe anderer Spieler zu holen. Die gibt es normalerweise zu Genüge, vor allem vor der Kirche. Hat man den Bosskampf für sich entschieden, sollte man jedoch nicht sorglos seine Seelen verbraten. Man erhält etwa 15.000 Stück und natürlich jucken die Finger, diese sofort in die eigene Stärke des Charakters zu investieren. Allerdings betritt man vermutlich als nächstes das Gebiet der „Untiefen“ und hier gibt es ein ganz großes Problem, man kann nämlich verflucht werden. Das Heilmittel sind „Läuterungssteine“. Diese gibt es nach dem Läuten der ersten Glocke bei dem Priester zu kaufen. Wir empfehlen, auch wenn man nicht unbedingt verflucht wird, unbedingt drei dieser Steine zu kaufen.

Verflucht sein heißt, dass man die Hälfte seines Energiebalkens verliert, bis man durch einen „Läuterungsstein“ geheilt wird. Und diesen gibt es eben nach diesem Boss. Ist man erst einmal in den „Untiefen“ und verflucht, wird es ziemlich schwierig, dort wieder heraus zu kommen, gerade dann, wenn man noch etwas schwach auf der Brust ist.

Die zweite Glocke

Die zweite Glocke befindet sich in „Quelaags Sphäre“, einem Gebiet, welches nur durch ein richtig ekelhaftes Areal zu erreichen ist. Normalerweise sollte man zu diesem Zeitpunkt schon etwas auf dem Kerbholz und die „Untiefen“ hinter sich gebracht haben. Nach diesem Gebiet wartet der „Klaffdrache“ Dieser muss nicht einmal unbedingt erledigt werden, denn man erhält für einen Sieg neben einem Haufen Seelen lediglich den Schlüssel zur sogenannten „Schandstadt“. Der Name ist Programm und kaum ein anderes Gebiet wird so sehr von Dark Souls-Spielern gehasst, wie dieses. Warum? Weil man überall in Untiefen fallen kann, weil überall Gegner lauern, die den Spieler vergiften können und weil das Zwischenleuchtfeuer unserer Meinung nach relativ doof platziert ist. Einmal dort angekommen, gibt es kaum ein Weg zurück und man muss sich durch das Gebiet quälen.

Wie schenkt man sich den Stress? Ganz einfach, mit dem eingangs erwähnten „Generalschlüssel“. Am „Feuerbandschrein“ den gleichen Weg nach unten zu den „Ruinen von Neu Londo“ nehmen und dann wieder in die bereits geöffnete Tür im rechten Gebäude treten. Nur dieses Mal nicht nach links ins „Drachental“, sondern nach rechts direkt in die „Schandstadt“. Diese wäre eigentlich der Rückweg, wenn man das Gebiet abgeschlossen hat, jedoch kommt man auch so herein und das deutlich entspannter. Der Weg führt über das Holzgerüst die ganzen Leitern hinunter, wobei man sich hierbei immer an den Fackeln orientiert. Am unteren Ende wartet einen Art Aufzug, der euch in die Sümpfe bringt. Hier muss man so oder so durch, nur hat man sich nun beinahe die komplette „Schandstadt“ gespart.

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9 Kommentare:


nintenman
vor 3 Wochen | 0
Soll ich den Artikel lesen oder will ich mich lieber selber durch das Spiel beißen?

2null3
vor 3 Wochen | 0
Ich habe es gelesen und glaube nicht, dass die Lektüre die Leistung, durch die ersten Level zu kommen sonderlich schmälert.
Als Analogie: Beim Formel 1 Rennen kennst Du die Strecke und ihre Hindernisse auch vorher, was trotzdem nicht garantiert, dass Du es heil oder schnell durch's Ziel schaffst. :)

Metronom
vor 3 Wochen | 1
"Was zu Beginn schnell mal unüberlegt und undurchdacht von Statten geht, sollte jedoch gerade für die ersten Spielstunden wohl überlegt sein: die Charaktererstellung."

Das mag sein. Da ich dieses Spiel jedoch noch nie spielte, woher weiß ich dann, was "unüberlegt" und "undurchdacht" ist? Es ist ja nicht so, dass das Spiel nicht mit jedem Charakter gespielt werden könnte.
Dass es aus diesen oder jenen Gründen sinnvoller ist diesen oder jenen Charakter zu nehmen, ist richtig. Allerdings finde ich es schade, dass ich, um nicht gefrustet zu sein, erst Ratschläge einholen oder Guides lesen muss. Denn mit diesen ist der Einstieg in DarkSouls tatsächlich leichter. Nur spricht dies auch dafür, dass das Spiel wohl nicht ganz so ausbalanciert ist, wie Spiele ausbalanciert sein sollten - oder eben deren Charaktere.

Jerry
vor 3 Wochen | 0
Mir hat genau aus diesen Gründen DS und auch Bloodborne nicht gefallen. Spiele dürfen durchaus herausfordernd sein, aber DS und co sind für mich persönlich einfach zu hart und damit nicht mehr genießbar. Aber viele Spieler sehen das wohl anders.
Buttergebäck
vor 3 Wochen | 0
Bei mir gab es eine Stelle wo ich tatsächlich nicht weiter wusste und ganz kurz einen Guide bemüht habe, aber ansonsten denke ich nicht dass man die Guides braucht um nicht gefrustet zu sein. Auch dass man einen Charakter in den Sand setzen, bzw. sich verskillen kann kann ich nicht so recht glauben. Das Spiel verlangt eher Können vom Spieler selbst und weniger von der Spielfigur.

Vyse
vor 3 Wochen | 0
Natürlich kann man das Spiel mit jedem noch so mies geskillten Charakter beenden. Das Problem ist aber, dass man mit einem verhunzten Charakter irgendwann zu lange braucht, um die Gegner zu besiegen, sodass - wenn sich die Fehlversuche häufen - extrem viel Zeit für jedes bisschen Fortschritt draufgeht. Ich hing am Ende an einer Sequenz die ich nicht verstanden habe, aber auch nur ein mal in 30 Minuten versuchen konnte, weil ich mit meinem schlecht geskillten Charakter sehr lange für den Weg vom Lagerfeuer bis zu dieser Stelle brauche und ihn meistens nicht überlebe. Damit war ein Weiterspielen für mich nicht mehr praktibel, auch wenn ein guter Spieler der den Titel kennt natürlich kein Problem damit hätte, meinen Char zum Abspann zu führen.

Buttergebäck
vor 2 Wochen | 0
@Vyse OK, das wusste ich nicht.


Denios
vor 3 Wochen | 0
ich habe tatsächlich vor, ohne großartige Hilfe irgendwie durchzukommen. Ob es mir gelingen wird, ist nochmal ne andere Frage, mal sehen wie weit ich komme, bevor ich heule :D

Aber einen neuen Spielstand werde ich sicher nicht anlegen. entweder es klappt, oder halt nicht. bin da stur :D

nintenman
vor 2 Wochen | 0
@2null3
da ist etwas wahres dran.Ich werde das Spiel in Ruhe im Weihnachtsurlaub angehen und hoffe das nichts zu Bruch geht;)