Test: FIFA 19

Von Kamil Witecy am 30. September 2018

Das ewige Fußball-Duell geht in eine neue Runde: FIFA oder PES? Wer holt sich in diesem Jahr den Goldpokal?

Pro Evolution Soccer 2019 hat Ende August die diesjährige Fußballsaison eingeläutet und zeigte insbesondere auf dem Rasen seine herausragenden Qualitäten (zum NplusX-Videoreview). Doch hinsichtlich der Spielmodi und Lizenzen stagniert Konamis Fußballsimulation. Mit gezielten Verbesserungen am Gameplay, noch realistischeren Bewegungsanimationen der Spieler, einem schlichtweg gigantischen Lizenzpaket, spaßigen Hausregeln und dem dritten Teil der Journey-Saga in den Fußballschuhen packt Electronic Arts die Grätsche aus. Zu seinem 25. Jubiläum will sich die FIFA-Reihe unbedingt auch den inoffiziellen Henkelpott greifen. Wir haben FIFA 19 ausführlich getestet.

Die Königklasse im Haus

Eine gelungene Neuerung hat EA in diesem Jahr mit den sogenannten Hausregeln eingeführt. Abseits der klassischen Freundschaftsspiele könnt ihr im Anstoß-Modus eure Matches diesmal auch nach eigenen Regeln gestalten. Abhängig von den ausgewählten Optionen zählen etwa nur Volley-Schüsse bzw. Kopfbälle oder nur Tore außerhalb des Sechzehners. Wer mal so richtig die Sau auf dem Platz rauslassen möchte, deaktiviert kurzerhand einfach Spielregeln wie Abseits, gelbe sowie rote Karten und grätscht sich den Frust von der Seele. Im Survival-Modus wird es hingegen noch arcadiger: Bei jedem Tor wird ein Spieler der erfolgreichen Mannschaft vom Rasen genommen und am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Toren und somit auch den wenigsten Spielern auf dem Grün. Die neuen Hausregeln sind zwar sicherlich kein alleiniger Kaufgrund, erweisen sich aber gerade bei Spieleabenden mit Freunden als extrem unterhaltsam. Zudem fügen sie sich ausgezeichnet in das Portfolio der Spielmodi ein und erhöhen den ohnehin schon sehr guten Umfang zusätzlich. Jetzt fehlt im Grunde nur noch der exzellente Hallenmodus aus FIFA 97.

Ein großes Plus der FIFA-Serie war schon immer die umfangreiche Lizenzierung. Auch FIFA 19 bildet da keine Ausnahme und bleibt das Maß aller Dinge, da es bei Teams, Trikots, Spielern und Stadien kaum Wünsche offen lässt. Für die aktuelle Saison hat EA abermals mit den Geldscheinen gewedelt und sich die prestigeträchtige Lizenz der UEFA Champions League zurückgeholt. Damit hat man der Konkurrenz aus dem Hause Konami im Grunde auch das letzte nennenswerte Stückchen an exklusivem Lizenz-Inhalt genommen. Kein Wunder also, dass die Entwickler die Königsklasse voll in den Fokus stellen, sodass euch die Champions League nun auch als eigenständiger Modus zur Verfügung steht. Ihr könnt den aktuell laufenden Wettbewerb originalgetreu nachspielen oder aber eine eigene Champions-League-Runde erstellen. Zudem könnt ihr auch Einzelspiele auf europäischer Bühne bestreiten und auswählen, ob ihr Gruppenphase, Halbfinals oder nur das Finale bestreiten möchtet. Lediglich die CL-Qualifikation ist nicht mit im Lizenzierungspaket enthalten, ihr startet somit bei einer neuen CL-Saison stets mit der Gruppenphase.

Die Präsentation ist dabei absolut erstklassig und stellt sogar die ein oder andere TV-Übertragung in den Schatten. Im Eröffnungsspiel erklingt die bekannte Champions-League-Hymne und ihr bekommt beeindruckende Fan-Choreographien auf der Tribüne zu sehen. Viele Einspieler nach Toren oder guten Torchancen zeigen die Stars in der Nahaufnahme und untermauern die Emotionen der virtuellen Kicker. Dazu gibt es die typischen Fangesänge von den Rängen auf die Ohrmuscheln, die das Geschehen perfekt untermalen. In Sachen Atmosphäre steckt FIFA 19 die Konkurrenz - trotz insgesamt weniger authentischer Spielergesichter - in die Tasche. Der deutsche Kommentar mit Wolff Fuss und Frank Buschmann ist zwar weiterhin noch nicht annähernd perfekt, im direkten Vergleich mit den PES-Pendants aber nach wie vor um Längen besser. Pro-Tipp: Kommentator auf Englisch stellen, ein Champions-League-Spiel auswählen, den FC Liverpool als Mannschaft nehmen und einfach nur genießen. Wer da keine Gänsehaut bekommt, der hat den Fußball nie geliebt.

Der krönende Abschluss der Alex-Hunter-Saga

Abseits der Hausregeln wirbt EAs Fußballtitel vor allem für den dritten Ableger der in FIFA 17 gestarteten Journey-Story. Zu Beginn könnt ihr dabei wieder in Sekundenschnelle eure Fortschritte und Entscheidungen aus den ersten zwei Teilen importieren und so eure eigene Geschichte weiterspielen. Diesmal kontrolliert ihr in der Story gleich drei Hauptcharaktere - Alex Hunter, seine 16-jährige Schwester Kim Hunter und Kumpel Danny Williams. Jede Figur verfolgt dabei ihre eigenen Ziele: Alex bekommt recht früh in der Story ein Angebot von Real Madrid und befindet sich auf dem Weg zum legitimen Nachfolger von Cristiano Ronaldo, während sich Kim trotz ihres zarten Alters bereits in der US-Damen-Nationalmannschaft durchsetzen möchte. Danny kämpft hingegen in der Premier League um Anerkennung und seinen Stammplatz im Sturm.

Die insgesamt vier Kapitel der Akteure könnt ihr entweder pro Charakter jeweils am Stück spielen oder, wie vom Spiel auch empfohlen, im Wechsel zwischen den Charakteren. Die Geschichten der Hauptfiguren kreuzen sich immer wieder, machen abermals sehr viel Spaß und sind wie gewohnt aufwändig inszeniert. Besonders cool ist die Tatsache, dass auch kritische Themen im Fußballgeschäft, wie Spielergehälter und die zunehmende Einflussnahme von Managern und Spielerberatern auf junge Fußballer, thematisiert werden. Wie schon im Vorgänger bestimmen zudem eure Entscheidungen in Dialogen (in Maßen) über das Ansehen eurer Kicker. Ein besonderes Lob gilt der tollen englischen Synchronisation, wobei auch die deutsche Vertonung durchaus ordentlich gelungen ist.

Aus spielerischer Sicht hat sich hingegen wenig verändert: Ihr ackert euch von Training zu Training, erfüllt Sonderaufgaben und bestreitet natürlich zahlreiche Matches, die oft an Ziele der jeweiligen Kampagne geknüpft sind. Meistert ihr optionale Aufgaben der jeweiligen Kapitel, schaltet ihr zudem seltene Leihspieler für FIFA Ultimate Team frei. Neu ist die Art und Weise, wie ihr mit den drei Charakteren spielen könnt: Erstmals kontrolliert ihr nicht nur die komplette Mannschaft oder den Spieler selbst, sondern könnt auch lediglich bestimmte Gruppierungen innerhalb des Teams steuern. So könnt ihr mit Alex Hunter und einer Gruppe von 4-5 weiteren Real-Profis als Mentoren agieren oder nur Kim Hunter mitsamt ihrer Sturmkollegin Alex Morgan steuern. Wählt ihr diese Steuerungsoption steigt das Team-Gefühl, welches wiederum neue Zusatzaufgaben freischaltet. Wollt ihr die Story jedoch lieber im Multiplayer mit euren Freunden erleben, so ist auch das weiterhin jederzeit möglich.

Wer keine Lust mehr hat mit Alex Hunter auf Torejagd zu gehen, für den bleibt im Offline-Singleplayer neben den zahlreichen Trainingsmodi weiterhin der ordentliche Karrieremodus. Doch auch in diesem Jahr bekommt die Karriere nur eine minimale Politur und keine Generalüberholung spendiert. So könnt ihr abermals entweder eine Manager- oder Spieler-Karriere starten. Wer den Modus bereits kennt, der wird neben der Champions League kaum nennenswerte Änderungen finden. Verhandlungen, Transfermarkt, Interaktion mit den Spielern - alles ist im Grunde unverändert. Was für den Neueinsteiger umfangreichen Spielspaß bedeutet, ist für den treuen FIFA-Veteranen jedoch langsam zu vorhersehbar. Wie auch bei PES gilt hier: Neuerungen im Karriere-Modus sind absolut erwünscht!

Bei FIFA Ultimate Team konzentriert sich EA erwartungsgemäß ebenfalls vor allem auf die Champions-League-Lizenz: Erstmals ist der Modus in FUT enthalten, weshalb altbekannte Königsklassen-Helden wie Raúl oder Gerrard in neuen FUT-Icons verewigt wurden. Neu ist zudem auch der Division-Rivals-Modus. Dieser Online-Modus soll vor allem für ein ausgeglichenes Niveau unter den Spielern sorgen und das ständige Auf- und Absteigen reduzieren. Am Ende der Saison könnt ihr euch darüber hinaus bestimmte Wochen-Boni erspielen. Dabei gilt: Je höher die Liga, in der ihr spielt, desto wertvoller fallen die Boni aus. Zusätzlich könnt ihr euch über diesen Modus auch für die Weekend League qualifizieren. In puncto Online-Modi vertraut EA weiterhin auf das Altbekannte, wobei der Netzcode in der Testphase jederzeit absolut stabil war.

Härtere Zweikämpfe, langsames Spieltempo

Auch in diesem Jahr erleben wir auf dem Fußballplatz keine echte Revolution. Dennoch sorgen die vielen kleinen Stellschrauben, an denen die Entwickler offenkundig gedreht haben, für ein flüssigeres und authentischeres Wirken auf dem Platz. Das Spieltempo wurde gefühlt noch einmal dezent zurückgefahren, sodass sich FIFA 19 insbesondere auch im direkten Vergleich mit PES 2019 etwas langsamer und auch träger anfühlt; was aber im Grunde keine Kritik ist. Das Spielgeschehen wirkt realistischer und bodenständiger als in den Vorgängern. Wer gefährlich vor das Tor kommen möchte, muss wohl überlegt vorgehen, seine Mitspieler mit dem richtigen Timing der Pässe gekonnt in Szene setzen und stets die passende Taktik parat haben. Stumpfes Ballgeschiebe durch die Mitte führt nur noch selten zum erhofften Erfolg.

Erfreulich positiv fallen auch die vielen neuen Bewegungsanimationen auf, die noch näher an der Realität der Spieler angelehnt sind. Bestimmte Spieler erkennt ihr nun sogar schon alleine an ihrem Laufstil. Auch die Zweikämpfe fühlen sich noch wuchtiger an, der Kampf um den Ball wirkt härter und heftiger. Aufgrund des neuen 50/50-Battle-Features kommt es zudem vermehrt zu Pressschlägen, bei denen der Ausgang oftmals ungewiss erscheint bzw. stark von eurem Timing abhängt. Dadurch können auch Spieler, die zwar nicht so schnell, aber dafür körperlich stärker sind, mehr Duelle als früher gewinnen. Auch Pässe werden von der KI nun vermehrt abgefangen, da die Spieler häufiger Mal ein langes Bein ausfahren und die Pille so öfter beim Gegner hängenbleibt als früher. Gerade in den ersten Partien kommt es dadurch gefühlt zu mehr Fehlpässen, was sich mit zunehmender Spielzeit und Erfahrung allerdings recht schnell legt.

Auch in der Defensive müsst ihr euch etwas umstellen, da das beliebte Ablaufen des Balles nicht mehr ganz so einfach wie früher funktioniert. In FIFA 19 ist also mehr denn je gutes Timing gefragt - und das braucht Übung. Drastisches Draufgehen bleibt ohnehin eher die letzte Methode, um an den Ball zu kommen. Denn die Ballkünste der Spieler sind mittlerweile so ausgereift, dass ihr eher ein Foul begeht oder ins Leere rutscht. Das neue Abfangen kommt euch aber auch in der Offensive zugute. Denn wenn ihr richtig im Passweg steht, wird das nun umso mehr mit Freiräumen auf dem Platz belohnt, die besonders flinke Außenspieler gut für sich nutzen können. Das alles macht ein flüssiges Passspiel insgesamt zwar langsamer und herausfordernder, aber Pässe, die wie von Geisterhand an euch vorbeigeleitet werden, sind jetzt endlich drastisch reduziert worden. Eine gute Entscheidung.

Bessere Offensive und PES-Taktikschule

Auch an der Offensiv-KI der Kicker haben die Entwickler gewerkelt: Eure Mitspieler laufen sich häufiger frei und bieten sich direkter für Zuspiele an, sodass insgesamt mehr Offensivszenen entstehen. Ebenso sind Dribblings und Doppelpässe nun wieder wirkungsvoller und gleichen die verbesserte Defensive der Kicker gelungen aus. Profis am Pad haben zudem mit dem Active-Touch-System mehr Möglichkeiten bei der Ballannahme. Bekommt euer Spieler den Ball, kann er ihn trickreicher verarbeiten und so im besten Fall den Gegner gekonnt umspielen.

Gänzlich neu sind auch die getimten Torschüsse, die eurem Abschluss im Idealfall das entscheidende Quäntchen Härte und Präzision verleihen. Drückt ihr im gleichen Moment, in dem eurer Spieler den Ball aufs Tor dreschen will, nochmals die Schusstaste, wird euer Schuss satter und platzierter als mit einem normalen Torabschluss (Schusstaste einmal gedrückt). Mit aktivierter Trainer-Ansicht wird beim Schießen wahlweise auch eine kleine Balkenanzeige eingeblendet, bei der ihr den Zeiger im idealen, grünen Bereich mit einer weiteren Betätigung der Schusstaste stoppen müsst. Um es jedoch direkt klarzustellen: Weder bedeutet die perfekte Ausführung automatisch einen Treffer, da auch die Keeper besser als noch in FIFA 18 agieren, noch schießt ihr beim verpasstem Timing garantiert am Tor vorbei. Unter dem Strich bietet FIFA damit eine neue taktische Komponente, da ihr euch beim Torabschluss nun entscheiden könnt, ob ihr das Schuss-Risiko eingehen wollt oder nicht. Gefällt euch das neue „Timed Finishing“ hingegen überhaupt nicht, könnt ihr diese Option in den Einstellungen auch komplett deaktivieren.

Ebenfalls sehr schön: Das Flankenspiel gewinnt an Tiefe hinzu und macht in FIFA 19 endlich wieder richtig Spaß, da die Bananen nicht nur präziser angeflogen kommen, sondern eure Spieler sich nun auch deutlich besser positionieren. Steht ihr allerdings schlecht zum Ball, treten selbst erfahrene Kicker den Ball in die Wolken. Auch das runde Leder ansich fühlt sich nochmal einen Ticken schwerer an, wenn auch dennoch hin und wieder noch unrealistische Flugkurven zu sehen sind. In puncto Ballphysik kommt EA weiterhin einfach nicht an die PES-Serie heran. Dafür hat man an anderer Stelle mit Konami annähernd gleichgezogen: Endlich lässt sich bei den Taktiken genauer einstellen, wie das Verhalten bei Flanken im gegnerischen Strafraum sein soll. Auch ist die generelle taktische Ausrichtung eurer Mannschaft in diesem Jahr wichtiger. Laufwege, Defensivzüge und Angriffe erlebt ihr in FIFA 19 deshalb praktisch ganz neu, was zu taktischen Spielereien einlädt.

In den Menüs lassen sich die Spielweisen dafür deutlich verständlicher einstellen. Das Spiel zeigt euch die Auswirkungen der Taktiken praktischerweise direkt in einer kleinen Vorschau an. Zudem habt ihr die Möglichkeit zwischen fünf Spielsystemen auf Knopfdruck im Spiel hin und her zu wechseln. Wo ihr sonst lediglich vorgefertigte Systeme für die Steuerkreuz-Optionen von „sehr defensiv“ bis „totale Offensive“ vorgefunden habt, könnt ihr euch im Aufstellungsmenü vor dem Anpfiff nun bis ins kleinste Detail durchgeplante, dynamische Taktiken zusammenstellen. Jede taktische Herangehensweise vereint Formationen, Mentalitäten und offensive wie defensive Spielstile, sodass ihr eure Spielweise in jeder Situation mühelos auf euren Gegner oder die jeweilige Spielsituation anpassen könnt. Für FIFA eine sinnvolle und schon lange überfällige Neuerung, die PES-Spielern sehr bekannt vorkommen wird. Insgesamt sind die Taktiken somit nun auch in FIFA um einiges umfangreicher und das dürfte vor allem auch den professionellen FIFA-Spielern sehr gefallen.

Fazit:

Mit FIFA 19 liefert EA auch in diesem Jahr eine gelungene Fußballsimulation mit sehr großem Umfang ab, die zwar den Fußball nicht neu erfindet, die Murmel aber deutlich geschmeidiger über den Rasen laufen lässt als im Jahr zuvor. Die Integration der Champions League ist sehr gut gelungen und hebt die Qualität der ohnehin bereits herausragenden Atmosphäre und Präsentation noch weiter an. Nervig ist allerdings immer noch, dass abseits der Topstars beispielsweise viele Spieler aus der Bundesliga häufig immer noch kaum zu erkennen sind. Der Fokus von FIFA liegt hier ein wenig zu eindeutig auf Premier League und La Liga. Die zusätzlichen Hausregeln machen FIFA hingegen variantenreicher denn je und das abschließende Story-Kapitel rund um Alex Hunter ist der würdige Abschluss einer erstklassig inszenierten Trilogie. Spielerisch bietet FIFA in diesem Jahr noch realistischere Bewegungsabläufe, neue Möglichkeiten bei den Torschüssen, bessere und nachvollziehbarere taktische Möglichkeiten sowie deutlich mehr Kontrolle über das eigene Spiel. Zwar mag sich PES 2019 dennoch flüssiger und aufgrund der realistischeren Ballphysik unberechenbarer spielen, doch der Abstand zwischen den beiden Fußballspielen wird zunehmend geringer. Speziell in Sachen Taktik, Mitspieler-KI und Aufbauspiel gibt sich FIFA 19 deutlich vielseitiger als sein Vorgänger und macht einen Sprung nach vorne, während sich Zweikämpfe und Pressschläge bereits deutlich besser als beim Konkurrenten anfühlen. Das Fazit bleibt somit auch in diesem Jahr gleich: Auf dem Platz hat PES weiterhin die Nase vorn, doch FIFA bietet das bessere Gesamtpaket - vor allem auch dann, wenn man eher an Offline-Spielmodi interessiert ist. Hier muss wohl jeder Fan selbst für sich entscheiden, was ihm persönlich wichtiger ist.

Von uns getestet: PlayStation-4-Version

Wertung:

8.5

Kamil Witecy meint:

"EA liefert auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Fußballsimulation mit einem großen Umfang, einer überragenden Königsklassen-Atmosphäre und einem tollen Abschluss der Alex-Hunter-Saga ab."
Spielerlebnis: Sehr gut
Umfang: Sehr gut
Technik: Sehr gut

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5 Kommentare:


Falcon
vor 1 Monat | 0
Ich finde, das FIFA in diesem Jahr tatsächlich endlich mal wieder einen größeren Sprung nach vorne gemacht hat. Bessere Taktiken, Bessere Offensiv-KI, gutes Spieltempo und es fühlt sich alles griffiger und flüssiger an. Ich hoffe EA geht da nicht noch mit neuen Patches dran, den aktuell gefällt mir das Spiel tatsächlich ausgezeichnet!

Falco
vor 1 Monat | 0
Ich finde FIFA dieses Jahr auch erstaunlich gelungen inkl. Fortschrittsgefühl.
Was mich von dem Kauf bisher abhält ist die neue Schussfunktion. Ich würde mir wünschen, dass man den Balken aus dem Hilfemodus unabhängig von diesen aktivieren könnte.

Oder gewöhnt man sich irgendwann mal an das Timing? Auf dem Platz finde ich es schwer zu erkennen, wann der Ball getroffen wird. Bei Distanzschüssen mit genügend Freiraum taktbar, bei Kopfbällen im 16ner...

Terry
vor 1 Monat | 0
Man gewöhnt sich auf jedenfall an das Timing, auch wenn man den Ball nicht immer perfekt trifft. Mit der Anzeige ist es dann vielleicht zu einfach, weswegen das wohl nur für Einsteiger gedacht ist, die generell auf die Trainer-Funktion zurückgreifen. Aber vielleicht patchen die das ja doch noch nach.

Ramy
vor 1 Monat | 0
Ich selber besitze ja kein Fifa 19, von daher bezieht sich mein Eindruck in erster Linie auf die Demo, die ich ausführlich gezockt habe. Und tatsächlich muss ich sagen: Fifa 19 spielt sich spaßig und besser als in den letzten 2 Jahren. Trotzdem krankt das Gameplay im Vergleich zu dem von Pro Evolution Soccer noch immer am zu gleichen Spieltempo, weshalb ich ziemlich schnell an den Punkt komme, an dem ich sage "Obwohl ich gerade mal 2, 3 Matches gespielt habe, habe ich auch schon keine Lust mehr". Alles wirkt noch immer berechenbarer als bei PES, wo ich viel mehr das Gefühl habe, es mit echtem Fußball zu tun zu haben. Auch wegen der weniger flüssigen Spieleranimationen, der schwächeren Ballphysik, sowie des oftmals zu steifen Netzverhaltens, zieht Fifa 19 - auf dem Platz - den kürzeren. Trotzdem: Wenn es kein PES 18 oder 19 gäbe, hätte ich in diesem Jahr wohl ohne große Bauchschmerzen zu Fifa 19 gegriffen.

TraxDave
vor 1 Monat | 1
Weiterhin finde ich es schade, dass PES von der breiten Masse nicht mal wahrgenommen wird, oder als "scheiße" und "wie auf der PS2" bezeichnet wird. Es ist und bleibt das spaßigere Game bezogen auf's Gameplay. ^^
Die neuen Modi (Survival, No-Rules etc) rücken mich dieses Jahr wahrscheinlich trotzdem mal wieder zum Kauf, sobald es ein gutes Angebot gibt.