Test: The Elder Scrolls Online: Summerset

Von Michael Prammer am 24. August 2018

Die neueste Erweiterung zu TESO hat schon ein paar Monate auf dem Buckel - wir liefern euch jetzt den Test dazu.

Es ist ja nicht so, als hätte man in der Welt von The Elder Scrolls Online nicht genug zu tun. Spätestens nach der üppigen Morrowind-Erweiterung (zum NplusX-Test) können sich Fans vor „Arbeit“ kaum noch retten und wissen nicht, wo ihnen der Kopf steht. Da kommt eine charmante Einladung der Hochelfin Aryenn doch gerade recht. Es soll zur idyllisch klingenden Inselgruppe Sommersend (englisch: Summerset) gehen, dort darf der Charakter einem Fest beiwohnen. Pustekuchen - denn schon bei der Ankunft werdet ihr in finstere Machenschaften und dunkle Intrigen verstrickt.

Tolle Story, kaum Neuerungen

Wer neu beginnt, kann die Anfangsgebiete nach einem kurzen Tutorial überspringen. Das spart eine ganze Menge Zeit und der Spieler darf sofort auf Sommersend starten. Die Erweiterung erfindet allerdings das Rad keineswegs neu, sondern bietet hauptsächlich noch etwas mehr vom Altbekannten. Das heißt in der Praxis, das Summerset im Grunde eine einfache Story-Erweiterung darstellt. Innovationssprünge, neue Mechaniken, neue Klassen oder Ähnliches sollte man nicht erwarten. Immerhin hat es ein neuer Skill in den Talentbaum geschafft, mehr aber dann auch nicht.

Wer jetzt denkt, die TESO-Erweiterung hätte also nichts zu bieten, der irrt. Denn wer die ganzen Quests erledigen möchte und das Inselreich von Summerset von oben bis unten auf den Kopf stellt, der schafft gut und gerne nochmal 30 Stunden Spielzeit auf sein TESO-Konto. Das ist für eine Erweiterung ein toller Wert. Wenn auch die ganz großen Innovationen fehlen, so kann zumindest die Story fesseln und ist für Fans, die bereits alles andere gesehen haben, ein willkommener Anlass, mit einem alten Charakter weiter zu leveln oder einen neuen Charakter zu erstellen.

Aus technischer Sicht knüpft die Erweiterung nahtlos an die von Morrowind an und bringt alle Stärken und Schwächen mit. Der überragenden musikalischen Untermalung stehen kleinere Grafikfehler, Bugs und Ruckler gegenüber, die spätestens mit dieser Erweiterung vom Tisch hätten sein sollen. Zwar sind diese deutlich weniger geworden, als sie noch bei der Morrowind-Erweiterung zu vermerken waren, jedoch kamen sie teilweise zu unpassenden Zeitpunkten; das darf einfach nicht passieren.

Fazit:

The Elder Scrolls: Summerset ist eine relativ gelungene Erweiterung, die vor allem Fans des Spiels ansprechen wird. Als Einstieg ins TESO-Universum eignet sich unserer Meinung nach Morrowind etwas besser, da in Sommersend insgesamt zu wenig geboten wird. Neben einer guten neuen Story fehlt hier einfach noch das I-Tüpfelchen. Eine neue Charakterklasse zum Beispiel wäre ganz nett gewesen, aber so halten sich die Neuerungen im überschaubaren Rahmen. Fans des Spiels wird es egal sein, denn 30 Stunden zusätzliche Spielzeit auf einer interessanten Karte dürften die Anschaffung allemal rechtfertigen.

Wertung:

7.0

Michael Prammer meint:

"Ohne wirkliche Neuerungen, dafür mit ordentlich Spielzeit – das ist die aktuelle Erweiterung von TESO."
Spielerlebnis: Gut
Umfang: Herausragend
Technik: Durchschnittlich

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2 Kommentare:


Tobsen
vor 3 Monaten | 3
Ist ein Plus an 30 Stunden Spielzeit für ein MMO nicht eher unterdurchschnittlich, denn herausragend? Zumal es an weiteren Neuerungen (Klassen/Rassen etc.) ja ebenfalls zu mangeln scheint.

GF0P
vor 3 Monaten | 0
Bewertet der Tester hier ggf. den Gesamtumfang einschließlich Hauptspiel und der ersten Erweiterung?
Ich habe TESO im Rahmen der regelmäßigen "Freispiel-Wochenenden" mal angetestet und werde nicht warm damit, so sehr ich auch Skyrim und Oblivion mag.
Das 0815-MMO Spielsystem ist einfach nicht meins. Ich will in die Welt eintauchen und nicht von zig Spielern, welche im Jumpmode durch die Welt hüpfen begleitet sein. Möglicherweise ist dies nach den Tutorialmissionen anders, aber es gibt noch genug andere Storybasierte SP-RPGs die es noch zu spielen gibt, dass ich der Versuchung bislang widerstehen konnte.