USK-Freigabe für Spiele mit Hakenkreuzen nun möglich

Von Nico Zurheide am 09. August 2018

Verfassungsfeindliche Symbole müssen hierzulande in Games nicht mehr zensiert werden.

Da die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ab sofort die sogenannte Sozialadäquanzklausel auf Spiele anwendet, sind diese in der Reihe der Ausnahmefälle zusammen mit Forschung, Lehre, Wissenschaft, zeitgeschichtlicher Dokumentation und der Kunst aufzuzählen.

Was bedeutet das? „Computer- und Videospiele dürfen künftig – nach Prüfung des Einzelfalls und nach erfolgter USK-Altersfreigabe – Hakenkreuze, SS-Runen oder Hitler-Abbildungen zeigen.“

Bislang mussten Spiele wie „Call of Duty: WWII“ oder „Wolfenstein 2: The New Colossus“ (zum NplusX-Test) mit teils großem Aufwand und zugleich lachhaften Ergebnissen für den deutschen Markt verändert und zensiert werden, während das Abbilden entsprechender Symbole in Filmen oder Serien keine Probleme bereitete.

Diese Zäsur wurde möglich durch eine veränderte Position der Obersten Landesjugendbehörden (OLJB), die sämtliche Alterseinstufungen der USK bewilligen müssen. Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob und wie sich NS-Symbolik in Spielen auf die Altersfreigabe auswirkt.

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4 Kommentare:


McClane
vor 1 Woche | 1
Das ist eine gute Nachricht.

Matthew1990
vor 1 Woche | 0
Finde ich gut. Hatte ich an Wolfenstein II kritisiert. Kann zwar das Spiel nichts dafür, aber ich hätte es dennoch gerne unzensiert gehabt.

Buttergebäck
vor 1 Woche | 1
Ein gutes Indiz dafür dass Spiele als Medium und als Kunst zunehmend ernst genommen werden.

prog4m3r
vor 1 Woche | 0
Endlich! Jetzt muss man nicht mehr wegen solch lächerlicher Zensur auf die Lokalisierung verzichten und eine unzensierte Version importieren.